Kombi-Ticket für die Geschichtsinsel - vom 30.10.2010, 14:04

Kombi-Ticket für die Geschichtsinsel

Kombi - Ticket bis Jahresende
Die "Geschichtsinsel Arnstadt für Verkehrs- und Zeitgeschichte" möchte sich weiter etablieren. Ab sofort gibt es eine Kombieintrittskarte für das "Dokumentationszentrum Jonastal" und dem Lokschuppen des "Bahnbetriebswerk Arnstadt/hist. e.V". Der Preis für diese Karte beträgt 6€ und berechtigt zum ausgiebigen Besuch der beiden Ausstellungen - eine lohnenswerte Alternative gegebüber dem Einzelpreis.

Der Begriff Geschichtsinsel Arnstadt
Als Geschichtsinsel Arnstadt für Verkehrs- und Zeitgeschichte bezeichnet man Gesamtheit der Anlage im Rehestädter Weg 4. Hier findet man drei Vereine der Bahn- und Zeitgeschichte. Dazu gehören der Förderverein Bahnbetriebswerk Historisch e.V., der Jonastalverein e.V. (GTGJ) sowie der Modellbahnverein. Zentraler Punkt der Anlage ist das Bahnbetriebswerk mit seinen historischen Eisenbahnfahrzeugen. Der Modelbahnverein zeigt dieses Werk verkleinert in der Spurweite H0 und der Jonastalverein erinnert an die Konzentrationslager in der Umgebung von Arnstadt und Ohrdruf.

Jonastalverein (GTGJ) e.V.
Die Dauerausstellung zum Thema Konzentrationsaußenlager SIII Ohrdruf und Baustelle Jonastal des Jonastalvereins beinhaltet Dokumente, Fotos, originale Ausstellungsstücke, ein Modell der Baustelle Jonastal im Maßstab 1:200. Diese nachgebildete Baustelle ermöglicht einen einmaligen Blick zurück ins Jahr 1945.

In einem zweiten Teil der Ausstellung werden die Häftlingsschicksale thematisiert. Anhand originaler Foto- und Videodokumenten werden die Zustände bei der Befreiung der Konzentrationsteillager dem Besucher auf mahnende Weise vermittelt.

Die Ausstellung wird ständig aktualisiert. Allen Besuchern und vor allem Jugendlichen und Schulklassen wird so die Geschichte der eigenen Heimat anschaulich vermittelt.

Förderverein Bahnbetriebswerk Arnstadt/hist. e.V.
Im Museum des Bahnbetriebswerk Arnstadt/hist. wird das Bahnbetriebswerk mit seiner Geschichte gezeigt. Viele originale Dampf-, Diesel- und Werkslokomotiven können hier bestaunt und angefaßt werden. Natürlich werden auch hier zu bestimmten Anlässen Sonderfahrten und viele kleine und große Überaschungen geboten.

Öffnungszeiten
Mi-Fr von 10 Uhr bis 16 Uhr
Sa-So von 10 Uhr bis 17 Uhr

Geschichtsinsel Arnstadt
Rehestädter Weg 4
99310 Arnstadt

Vereinszeitung Ausgabe Nr. 10 auf dem Arnstädter Stadtfest am 3. September 2010 - vom 02.09.2010, 22:02

Vereinszeitung Ausgabe Nr. 10 auf dem Arnstädter Stadtfest am 3. September 2010

Wir haben es wieder rechtzeitig zum Stadtfest geschafft. Die diesjährige Ausgabe unserer Vereinszeitung Nr. 10 wird auf insgesamt 40 Seiten allerlei Neues, Informatives, Aufklärendes und Wissenswertes rund um das Jonastal zum Erlesen haben. Die Ergebnisse unserer Forschungen präsentiert der Verein nicht nur in der aktuellen Zeitung, sondern auch im vereinseigenen Dokumentationszentrum im Lokschuppen, Rehestädter Weg 4 und im Internet unter www.jonastal.de.

Verkaufsstart für die Ausgabe Nr. 10 wird der 3. September 2010 anlässlich des Arnstädter Stadtfestes sein. Wie in jedem Jahr wird der Verein mit einem Informationsstand unterhalb der Bachkirche am Hopfenbrunnen vertreten sein. Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen, sich am Freitag von 16 - 22 Uhr, am Samstag von 10 – 22 Uhr und am Sonntag von 10 – 17 Uhr über die Arbeit des Vereins zu informieren, mit ihm ins Gespräch zu kommen oder auch Jonastalführungstermine abzustimmen. Bücher, Postkarten und natürlich auch die neue Zeitung sowie einige der wenigen älteren Exemplare können vor Ort erworben werden. Ein Glücksrad mit attraktiven Preisen wird für weitere Spannung sorgen. Der Preis der Zeitung hat sich übrigens nicht erhöht. Für 3 € sind die Exemplare zu bekommen. Der Jonastalverein dankt allen Mitwirkenden, Werbepartnern und Vereinsmitgliedern für die Unterstützung bei der Herausgabe der Ausgabe Nr. 10 und wünscht ein informatives Lesevergnügen.

Buchankündigung: Tatort Jonastal - Das Außenkommando S III von Buchenwald - vom 26.07.2010, 10:48

Buchankündigung: Tatort Jonastal

Voraussichtlich am 10. September 2010 wird ein lange erwartetes und wohl auch viel diskutiertes Fachbuch über das Jonastal - speziell über das Außenkommando S III von Buchenwald - erscheinen. Autor ist der Geschichts- und Heimatforscher Klaus-Peter Schambach aus Crawinkel im Landkreis Gotha. Klaus-Peter Schambach hat sich in den vergangenen Jahren bereits einen Namen gemacht bei der Aufklärung des gegen Kriegsende im Jonastal durchgeführten Bauvorhabens S III, das im Wesentlichen als wohl letztes begonnenes Führerhauptquartier interpretiert werden kann. Der Autor hat dabei bisher besonderes Augenmerk auf eine gesamtzusammenhängende Betrachtung der Region um das Jonastal gelegt.

Zu seinem speziellen Forschungsgebiet zählt so beispielsweise auch die Erforschung der nicht weit vom Jonastal entfernten, zwischen Ohrdruf, Crawinkel, Wölfis und Luisenthal gelegenen ehemaligen Luftmunitionsanstalt Crawinkel (LMuna 1/IV). Zum Mythos des legendären Eisenbahnwaggons von Compiègne, in dem der Waffenstillstand von 1918 und auch der Waffenstillstand mit Frankreich von 1940 vereinbart wurde, hat Klaus-Peter Schambach gemeinsam mit Dankmar Leffler 2006 das Buch "Geheime Fahrt ins Vierte Reich?" publiziert, in dem es den beiden Autoren gelingt, den Weg des Waggons detailliert bis hin zu seiner Zerstörung bei Crawinkel nachzuzeichnen.

In Fachkreisen wird "Tatort Jonastal" als eine der wenigen seriösen Publikationen zum Jonastal gehandelt. Der Autor ist für seine akribische und detaillierte Recherche auf der Grundlage handfester und verifizierbarer Quellen bekannt. Es ist davon auszugehen, dass sich das Buch deshalb deutlich aus der Menge bisheriger Publikationen hervor heben und mit dem einen oder anderen Mythos zur angeblichen Hochtechnologie im Jonastal aufräumen wird.

Wir dürfen daher alle sehr gespannt sein. Hier die offizielle Ankündigung:

Tatort Jonastal
Ermordet für das Führerhauptquartier in Thüringen im Außenkommando S III des KL Buchenwald
von Klaus-Peter Schambach
Heinrich-Jung-Verlag Zella-Mehlis, 2010, 320 Seiten, ca. 125 Abb., Karten und Zeichnungen, gebunden, ISBN 978-3-930588-81-7

Mit Spannung erwarten die Insider das Erscheinen des Sachbuches „Tatort Jonastal“ am 10. September 2010. Gemeinsam mit dem in unserer Region bekannten Hobby-Historiker Klaus-Peter Schambach (Crawinkel) begeben sich die Leser in die Zeit des nahenden Endes des Zweiten Weltkrieges. Anfang 1945 spürten die Menschen in unserer Heimat die Auswirkungen des Krieges deutlich. Sirenengeheul, Bombenangriffe, Ströme von Flüchtlingen aus dem Osten und von Evakuierten aus dem Westen. Zehntausende von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern mussten in unterirdischen Stollensystemen in Thüringen in der Rüstungsproduktion arbeiten oder …

Ab November 1944 entstand im Jonastal ein Stollensystem über dessen Hintergründe bis zur Gegenwart immer wieder neue Gerüchte die Runde machen. War ein Führerhauptquartier geplant? Was fanden die Sieger in diesem Gebiet vor? Gibt es noch heute unbekannte, vielleicht sogar fertig eingerichtete Stollen? Was ist von all dem nachweisbar?

Neben den vielfältigen Spekulationen rund um die Baustelle im Jonastal gibt es mittlerweile Sachzeugnisse, vor allem Fotos sowie Zeitzeugen- und Forschungsberichte, die endlich Antworten auf die gestellten Fragen liefern. Der Autor forschte nach den Hintergründen des Bauvorhabens im Jonastal. Er weist nach, dass das Außenkommando S III von Buchenwald rund zwei Monate in Ohrdruf weitestgehend selbständig verwaltet wurde und damit zeitweilig drei eigenständige Konzentrationslager in Thüringen existierten. Neben dem Nord- und dem Südlager Ohrdruf geht Klaus-Peter Schambach besonders auch auf die bisher wenig dokumentierten Außenlager Crawinkel und Espenfeld ein. Der Autor nennt die Verantwortlichen für das Leid und die Erniedrigung tausender Menschen. Mögen sich unsere Leser von diesem eindrucksvollen und gleichzeitig bedrückenden Tatortbericht über das Führerhauptquartier in Thüringen fesseln lassen!

Eine Antwort auf die Frage, was den Autor zum Schreiben des Buches motiviert habe, findet der Leser in der Einleitung. Ansporn, dieses Sachbuch zu verfassen, war für Klaus-Peter Schambach die Erzählung von Fred Wander über seine Erlebnisse während seinen Inhaftierungen in verschiedenen Ländern Europas bis hin zur eindrucksvoll beschriebenen „Hölle in Crawinkel“, dem Wohnort des Autors. Weitere Überlebende, die zuvor in anderen Konzentrations- und Außenlagern eingesperrt waren und durchaus vergleichen konnten, sprechen später wie er übereinstimmend von der „Hölle S III“. Darauf möchte der Hobby-Historiker mit dieser Veröffentlichung ein besonderes Augenmerk legen, neue Spuren aufzeigen und den aufmerksamen Leser selbst zum „Geh denken“ anregen. Schwerpunkte bilden dabei die Häftlingslager des Außenkommandos S III von Buchenwald, der Sinn und Zweck sowie der Baufortschritt des gleichnamigen Bauvorhabens. Für Klaus-Peter Schambach geht es dabei primär nicht um die Lösung eines Rätsels oder die Aufdeckung einer Verschwörung im Jonastal. Zur Aufklärung der Vorgänge und Straftaten sowie zur Identifizierung von echten und neuen Spuren ist nach seiner Ansicht vielmehr eine gewisse Tatortarbeit notwendig.

Die zentrale Gliederung bei der Anfertigung dieses Ermittlungsberichts basiert daher auch ein wenig auf den kriminalistischen Elementen Tatortbeschreibung, Spurensicherung, Zeugenbefragung und Spurenauswertung. Die Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen von Dr. Helga Raschke, Oberst a.D. Dieter Zeigert sowie die Veröffentlichungen zu den jahrzehntelangen Recherchen von Gerhardt Remdt und Günter Wermusch sowie Ulrich Brunzel dienten als wichtige Grundlagen für diese Publikation. In diesem Buch soll den unbekannten Häftlingen ein menschliches Antlitz verliehen und ihnen ein würdiger Platz in der Geschichte eingeräumt werden. Aus diesem Grunde werden im besonderen Maße eine Reihe von Häftlingsschicksalen stellvertretend für alle Häftlinge von S III geschildert. Exemplarisch verdeutlicht dieses Sachbuch auch das Leiden der Gefangenen im NS-Lagersystem und die Kriegsverbrechen in der Endphase des Zweiten Weltkrieges in unserer Thüringer Heimat. Dieses Buch ist allen Opfern des Zweiten Weltkrieges gewidmet und den Menschen, die ihr Leben im Kampf um die Befreiung unseres Vaterlandes vom Faschismus gaben.

Der Bezug des Sachbuches ist über den Jonastalverein, den Verlag oder über den Buchhandel möglich.

2. Wandertag auf dem TrÜbPl Ohrdruf - vom 20.05.2010, 10:48

2. Wandertag auf dem TrÜbPl Ohrdruf

Am 29. Mai 2010 findet zum zweiten Mal ein Wandertag auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf statt. Wanderfreudige Bürger haben dann die Gelegenheit, den Truppenübungsplatz Ohrdruf auf 3 verschiedenen Strecken zu bewandern.

Alle 3 Strecken führen zu dem Punkt, an dem das einstige Wirtshaus „Zur Klipper“ stand und an dem am 29. Mai ein Versorgungspunkt mit Speisen und Getränken eingerichtet ist. Das Team um Lars Bauer wird hier gemeinsam mit der Ohrdrufer Stützpunktfeuerwehr für das leibliche Wohl sorgen. Von hier aus kann entweder der Rückweg oder der letzte Teil der großen 25 km-Wanderung angetreten werden. Der kürzeste Weg vom Versorgungspunkt „Klipper“ zurück nach Ohrdruf beträgt ca.6 km. Somit ist dieses Ziel auch für ungeübte Wanderer in einer guten Stunde vom Start im "Truppenlager Ohrdruf" zu erreichen. Im Truppenlager wird IG "Schloss Ehrenstein" ein historisches Feldlager einrichten. Auch hier ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Im Gegensatz zum 1. Wandertag im Jahre 2009 ist dieses Mal auch in besonderer Weise auf ältere Mitbürger Rücksicht genommen. Von ca. 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr werden speziell für sie historische Traktoren eines Gräfenhainer Vereins vom Ausgang des Truppenlagers zur "Klipper" und auch wieder zurück fahren. Diese Kapazitäten sind jedoch begrenzt, und es wird aus organisatorischen Gründen auch keine andere Fahrgelegenheit eingerichtet.

Zu beachten wäre, dass die Startzeiten für Wanderer zwischen 06:00 und 12:00 Uhr liegen. Nach diesem Zeitfenster ist ein Start auf die Wanderstrecken nicht mehr möglich. Für alle Besucher des TrÜbPl Ohrdruf wird eine Startgebühr von 1,50 EUR erhoben. Der Besuch des Truppenlagers ist frei.

Auch der Jonastalverein wird sich wieder mit einer Gruppe beteiligen, der sich interessierte Wanderer gerne anschließen können. Näheres dazu erfahren Sie in unserem Forum im Thread „Wandertag 2010 auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf“.

Hoffen wir, dass der Wettergott es in diesem Jahr etwas besser mit uns meint, als bei der letzten Wanderung in 2009.

Kranzniederlegung im Jonastal - vom 10.04.2010, 22:18

Kranzniederlegung im Jonastal

Zum 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslager SIII führte der Jonastalverein GTGJ e.V. auch in diesem Jahr die Kranzniederlegung am Denkmal im Jonastal durch. Am 10.04.2010, um 10 Uhr begann die Gedenkfeier mit Musik und vielen Gästen. Anschließend war das Dokumentationszentrum für weitere Gespräche geöffnet.



Gern hätten wir ehemalige Häftlinge und Veteranen der amerikanischen Befreier bei dieser Veranstaltung dabei gehabt, Unstimmigkeiten bei und mit der Organisation von Buchenwald verhinderten dies leider.

Eine weitere Kranzniederlegung gab es auf dem Truppenübungsplatz am Denkmal am Nordlager. Gemeinsam mit einer belgischen Delegation ehrten die Mitglieder des Vereins die Toten der SIII Lager.

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