Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukushima

... für alles, was nicht in die anderen Bereiche passt.

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Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukushima

Beitragvon Mercedes-Diesel » Freitag 11. März 2011, 23:00

Die Welt hält den Atem an ! Erst der verherende Tsunami in Japan und jetzt dieses:

22:54 Uhr

+++++++++++Eilmeldung ++++++++++

Messung im Kontrollraum 1
AFP konkretisiert : In dem vom schweren Erdbeben getroffenen Atomkraftwerk Fukushima in Japan ist ein Grad an Radioaktivität gemessen worden der dass tausendfache des Normalwerte uebersteigt.
Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, dass eine Sicherheitskomission dieses im Kontrollraum Nr. 1 des AKW gemessen hat.

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA teilte soeben mit, dass die Japanische Regierung beschlossen hat aus dem beschädigten Reaktor Druck abzulassen. Es ist als unwahrscheinlich anzusehen, dass hier keine Radioaktivität freigesetzt würde.

Hoffentlich gibt dass keine Kernschmelze ! Russland ist uns allen ja noch in Erinnerung.
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Mercedes-Diesel » Samstag 12. März 2011, 07:56

+++++++++++6:47 Uhr Radiaktives Cäsium ausgetreten+++++++++++++++++++++++++++++
In der nähe des beschädigten japanischen Atomkraftwerks Fukushima 1 wird radioaktives
Cäsium festgestellt. Es sei möglich, dass in dem Reaktor eine Kernschmelze ablaufe, so die
japanische Atomsicherheitskomission.
Nach Angaben der Beteiberfirma Tepco tritt aus dem Meiler Radioaktivität aus.
Auch für das japanische Atomkraftwerk Fukushima 2 wird der atomare Notfall ausgerufen.
Das Kühlsystem in den drei Reaktoren des AKW ist ausgefallen und gerät außer Kontrolle.
Nr. 2 befindet sich zwölf Kilometer von Fukushima Nr.1 entfernt.
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Einfach nur schlimm was da im Moment abläuft. Bisher redet man von 1500 Toten...Tendenz
steigend. Wer nun meint...weit weg von uns, es sind nur rund 8000 km.
Die Hauptstadt Tokyo liegt gerade mal 260 km von dem Ort des Geschehens entfernt.
Für mich allerdings fraglich, Japan befindet sich in einer absoluten Erdbebenzone. Hier treffen
4 tektonische Platten aufeinander. Kaum ein Tag an dem die Erde nicht bebt. Japan besitzt
insgesamt 54 ! AKW`s und dass in diesem hochgradig gefährdeten Areal.

Was uns auf alle Fälle treffen wird....elektronische Artikel werden massiv in den Preisen
steigen. Japan ist der weltgrößte Hersteller in Elektronik jeglicher Art.

+++++++++++++++++++9:14 Uhr+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Mehrer Explosionen erschüttern dass AKW, weißer Rauch steigt auf meldet der Betreiber , nach
unbestätigten Meldungen sollen Teile der Gebäudehülle des Reaktors gebrochen sein.
Dass wäre dann der Mega Gau.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Hoffentlich lernen die Nationen aus solchen Vorfällen, wie gefährlich und unkontrollierbar Atomenergie
letzendlich ist. Unendlich traurig dass unschuldige Menschen hier für nun Büßen müssen.
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon TÜP » Samstag 12. März 2011, 19:41

Also nett von dir uns hier auf dem Laufenden zu halten, aber wir starren alle wie gebannt auf in den Fernseher. Ein Wahnsinn was da abläuft! Und da braucht man wohl nicht mehr drumherum zureden - der Reaktor brennt durch - Supergau! Wenn es noch mal so rummst wird das nicht der letzte Reaktor in Japan sein. Mir ist heute erst so richtig bewusst geworden was die Japaner für eine Meise haben. Inseln im grössten Erdbebengebiet und dann bauen sie AKW und keine Gezeitenkraftwerke !?!?!? Die armen Menschen!
Ob Nostradamus doch Recht hat?
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon kps » Samstag 12. März 2011, 21:23

Nostradamus war ein Scharlatan bzw. die, die seine Sprüche versuchen zu deuten - jedes Mal neu. Alle Welt wartet jetzt aufs Ende des Maya-Kalenders.

MfG
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Mercedes-Diesel » Sonntag 13. März 2011, 12:27

@ TÜP

Bei mir läuft seit zwei Tagen nix anderes auf dem Schirm. Einfach nur schlimm was da passiert. Dieses eine AKW besteht aus insgesamt 6 Reaktoren ! Einer allein, ist gefüllt mit rund 70 to. angereichertem Material ! Wahnsinn !! ....ein zweiter Reaktor (Nr. 3) ist auch außer Kontrolle. Wie du schon geschrieben hast, Japan hat 54 Reaktoren....und dass in dem gefährdeten Gebiet. Verstehen tue ich dass nun gar nicht. Deutschland hat übrigens gesamt 17. Wenn´s nach mir ginge, sofort Abstellen...mich fragt aber keiner. :,(
Sicher, wir sind davon weit entfernt....aber auf der anderen Seite darf man auch nicht vergessen, dass Japan die Nr.1 in der Herstellung von elektronischen Konsumgütern ist. Die Preise werden explodieren....wart`s mal ab.
Wir alle Wissen ja was allein Hiroshima damals für Auswirkungen hatte. Es muss erst unzähliges Leid der Bevölkerung widerfahren bevor man wach wird. Ich wünsche nicht mehr, als dass dieses Drama einen hoffentlich, halbwegs guten Ausgang nimmt....obwohl die Chancen mehr als gering stehen.

Heute morgen...nee. Ich bin ja manchmal ein böser Bube :D Man muss Wissen, ich habe furchtbar neugierige Nachbarn...denen entgeht nix ! Sie hockt manchmal mit dem Fernstecher im Fenster und beobachtet....dass nervt !

Hund musste raus....und ich ....meinen Geigerzähler mitgenommen. Hund vergnügte sich mit Balli im Garten...ich mit dem Teil rum gehüpft. Es kam wie es kommen musst, dauerte nicht lange....Fenster auf....ja was macht Nachbar denn da ? Der ihr Mann weiß was ich Hobby mäßig mache.
Als wenn ich`s nicht geahnt hätte !! Präparat (Petromax Lampenschirm der Radium enthält in der Tasche)...und erst mal getan als ob....:D ....dass Ding vorsichtig, versteckt in die Hand....dann ratterte es los, aber wie ! xD

Jüüürgen...schnell der Nachbar misst was xD Als sich dann endlich die ganze Familie eingefunden hatte...mit staunenden Gesichtern beobachtete...ich noch eine Weile dass Dingen´s habe Rattern lassen ... denen nicht weiter den Angstschweiß auf die Stirn treiben wollte...habe ich aufgeklärt und das Präparat hoch gehalten. ENTWARNUNG ... hier is nix definitiv....ist nur eine Funktionsprüfung. Ob die nun weiter mit dem Fernstecher in unsere Richtung funzelt...mal sehn :D
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon TÜP » Sonntag 13. März 2011, 18:55

@ kps - Mayakalender - vergiss es!

Der 13. Baktun endet am 21. Dezember 2012


Die Hochkultur der Maya erlebte ihre Glanzzeit zwischen 300 und 900 n. Chr. und ist unter anderem für ihre Leistungen in der Astronomie bekannt. Ihr Langzeitkalender beginnt im Jahre 3114 v. Chr. und markiert die Zeit in 394-Jahr-Zyklen, bezeichnet als Baktuns. Die 13 war für die Maya eine heilige Zahl und der 13. Baktun endet am 21. Dezember 2012.


„Das ist ein spezieller Jahrestag der Schöpfung“, sagt David Stuart, Experte für Maya-Inschriften an der Universität von Texas. „Die Maya sprachen nie davon, dass die Welt zu Ende gehen würde, sie sagten nie, dass notwendigerweise irgendetwas Schlimmes geschehen würde. Sie halten auf Monument Six lediglich diesen künftigen Jahrestag fest."


Die heutigen Maya auf der von Trockenheit heimgesuchten Halbinsel Yucatan haben andere Sorgen. „Würde ich zu einigen der Maya-sprechenden Gemeinden gehen und die Menschen fragen, was 2012 passieren wird, hätten sie mit Sicherheit keine Ahnung“, sagt José Huchim, ein Archäologe aus Yucatan. „Dass die Welt zu Ende gehen wird? Sie würden dir nicht glauben. Wir haben derzeit richtige Sorgen, zum Beispiel fehlenden Regen."



Eins ist jetzt schon klar, ein Teil Japans könnte von der Weltkarte verschwinden bzw unbewohnbar werden. Was wir momentan im Fernseher sehen ist noch lange nicht das Ende dieser Katastrophe. Hut ab vor den deutschen Helfern die da hinfliegen. Es wird ein Himmelfahrtskommando.
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Varga » Sonntag 13. März 2011, 19:20

Wenn´s nach mir ginge, sofort Abstellen...mich fragt aber keiner.
... und du gehst tagsüber Braunkohle schippen, damit du abends den Fernseher anstellen kannst! [-aua-]
Und die Schweiz verkauft ihren Wasserstrom teuer an Deutschland, das dann langsam aber sicher verarmt.

Die Industrie braucht Energie um Geld zu verdienen. Wir Europäer sind eine Konsumgesellschaft und brauchen Energien aller Art. [T:-I]


Gruss
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Luchs » Sonntag 13. März 2011, 21:00

Volle Zustimmung. So lobenswert die Öko-Ideen sind: Wir Industrieländer haben mittlerweile einen Energiebedarf, der sich nicht mit ausschließlich Wind- und Wasserkraft decken läßt. Entweder haben die Grünen in Physik und Mathe geschlafen oder sie setzen bewußt die Standards unserer Gesellschaft aufs Spiel. Langfristig werden wir sicher nicht an regenerativen Energien vorbei kommen, denn neben Fossilen Brenstoffen sind auch die Uranvorräte irgendwann erschöpft. Nur geht das nicht einfach von heute auf morgen. Die Atomkraft ist, von solchen bedauerlichen Unfällen abgesehen eine preiswerte und saubere Energie, eingeschlossen der von Öko-Hooligans bekämpften Endlagerung. So lange es zu Atomkraft kein konkurrenzfähiges Produkt gibt oder der Energieverbrauch deutlich reduziert werden kann, hat sie ihre Berechtigung. Versteht mich bitte nicht falsch, auch ich bin dafür, daß wir uns irgendwann davon trennen. Nur muß der Prozeß im Einklang mit allen, besonders der Wirtschaft geschehen. Es hilft uns nichts, heute radikal Atomkraftwerke stillzulegen, um dann vielleicht noch schmutzigeren Strom aus dem Ausland zu kaufen. Damit meine ich jetzt nicht unbedingt die Schweizer :D
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Volwo » Sonntag 13. März 2011, 21:52

aktuelle Meldung:
Die Regierung in Tokio schließt nicht aus, dass es nach der Explosion in einem durch das Beben beschädigten Atomreaktor bereits zur Kernschmelze gekommen sei.
http://www.n-tv.de/panorama/Kernschmelz ... 19216.html

So wie die Medien bisher berichteten (Salami-Taktik) würden sie nichts zugeben, was sich nicht vermeiden ließe. Das lässt befürchten, dass die Meldung der Wahrheit entspricht.
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Mercedes-Diesel » Montag 14. März 2011, 13:15

NTV meldet soeben:

Nach weiteren schweren Nachbeben kommt es im Reaktor 3 zu einer Explosion. Die Brennstäbe im Reaktor 2 liegen komplett trocken !! Die 4 Meter hohen Brennstäbe ragen nun in die Luft. Reaktor 1 steht ohne Dach ! Der japanische Kraftwerksbetreiber Tepco schließt eine Kernschmelze in dem dritten Reaktor nun nicht mehr aus. Die USA entscheiden unterdessen, den Einsatz des Flugzeugträgers "Ronald Reagen" vor der japanischen Küste zu beenden, nachdem an Bord radioaktive Strahlung gemessen wurde.
+++++ 14:00 Aktuell ++++++
Wie soeben der Regierungssprecher Yukio Edano der Nachrichtenagentur Kyodo mitteilte, drohe in den 3 Reaktoren die Kernschmelze, da eine Kühlung nicht mehr möglich sei.

...wenn die nicht schon längst begonnen hat !!!...wenn die Brennstäbe trocken liegen ist der Prozess nicht mehr zu stoppen. Wenn ich so überlege, pro Reaktor bestückt mit rund 70 to. spaltbarem Material....wären 210 to. gesamt. Da dürfte Tschernobyl ein Lacher gegen sein.

Gott stehe den Japanern bei......

P.S. Gestern abend lief spät noch ein Bericht über die Auswirkungen dieser Katastrophe. Dort ließen Wissenschaftler verlauten, wenn die Atomare Wolke in den Jet Strom gelange, wäre eine Verseuchung der nördlichen Erdkugel nicht aus zu schließen....von wegen weit entfernt, der Schlamassel kann uns also doch einholen.
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Klaus » Montag 14. März 2011, 13:54

Gester am späten Nachmittag und frühen Abend gab es Berichte von Wissenschaftlern aus Deutschland.
So auch von GEOMAR aus Kiel!
Wer heute sagt Deutschland ist nicht gefährdet der lügt!
...unter anderem im südwesten von Deutschland gibt es bezifferbare Unsicherheiten...
Man solte auch aufmerksam die jetzige Stellungsnahme der Politiker verfolgen. Der Druck wächst auch hier, da es einige Dreckschleudern von Kernkraftwerken in Deitschland gibt die nicht meh dem heutigen Sicherheitsstand entsprechen und ihr Nachrüsten auf Grund des Alters ist nicht mehr möglich.
Glück auf, ist aber nicht meine Spielwiese!
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Mercedes-Diesel » Montag 14. März 2011, 15:44

So ist es Klaus ! Aber...im Moment ist hier noch nix...isch hab`s gestern gemessen :D und ich werde dass des öfteren tun.
Jetzt fragt mich bloß nicht was ich mache, wenn dass Ding anfängt zu Rattern.... Bild
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon TÜP » Montag 14. März 2011, 19:41

Das was die Politiker jetzt in Deutschland tun ist Kasperltheater. 3 Monate Memoratorium, ha ha, dann sind die Landtagswahlen vorbei! Und dann? Wir müssen ganz einfach Strom sparen und dann einen nach dem anderen der 17 Atommeiler abschalten. Und wie wird Strom gespart? Erst mal alles was man unter Leuchtreclame versteht ist abzuschalten! Braucht kein Mensch zum überleben. Und dann den ganzen weiteren Unsinn für den Strom sinnlos verpulvert wird zurückschrauben.
Ich geh mal Kerzen kaufen.............
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Mercedes-Diesel » Montag 14. März 2011, 20:10

@Tüp

....genauso ist es. Kerzen sind uebrigens viel romantischer :D
Die wenigsten Wissen, dass z.b. Tankstellen einen Großabnehmer Tarif für "biiligen" Strom haben.
Erreichen die ihre Mengen Abnahme nicht -für den günstigen Tarif- gibt es widerum Firmen die mit regelrechten Stromfressern (meist Ventilatoren) anrücken und die fehlenden KW Stunden regelrecht verbrennen.

Die Medien rudern auch wieder zurück...erst Kernschmelze....jetzt wiederum nicht...kurzum, die Wissen auch nicht mehr.
Bei N24 sehe ich "aktuelle" Aufnahmen die ich Samstag schon gesehen habe.
Wenn ich aktuelle Bilder sehen will, bediene ich mooch mittlerweile YouTube ...die sind wenigstens zeitnah.

Frau Merkel sitzt aus....nach drei Wochen ist die erste Gefahr gebannt...keiner redet mehr von und gut ist.
Frei nach...was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.
Wenn ich die Notbremse ernsthaft ziehen will, dann jetzt und sofort....alles andere ist spielen auf Zeit.
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Varga » Montag 14. März 2011, 20:27

Hier etwas zum lesen. Im Netz gefunden. Vorher aber Kaffee oder sonstwas bereitstellen. Der Text ist lang.

Gruss
Varga


Warum ich mir keine Sorgen um Japans Atomreaktoren mache


Dieser Artikel wurde von einem Englischlehrer aus Australien, der in Kawasaki in Japan lebt, zusammen mit dem Wissenschaftler Dr. Josef Oehmen des MIT in Boston verfasst. Es ist ein relativ leicht verständlicher Artikel entstanden betreffend der Situation der Nuklearreaktoren in Japan. Diesen habe ich für die deutschen Leser übersetzt.




Dr. Josef Oehmen ist an Strahlungswissenschafter, dessen Vater sehr große Erfahrung mit Deutschlands Nuklearindustrie besitzt. Ich habe ihn gebeten, diese Information für meine Familie in Australien zu verfassen, die durch die stetigen Schreckensmeldungen der Medien aus Japan schon völlig deprimiert wurden. Ich verbreite diesen Artikel mit seiner Erlaubnis.

Er ist einige Stunden alt, wenn also irgendwelche Informationen veraltet sind, liegt es an der Verspätung durch mich, dies zu veröffentlichen.

Dieser Text ist vollständig und unverändert. Er ist sehr lang, also macht es euch gemütlich.



Ich schreibe diesen Text (12. März 2011) um euren Köpfen etwas Frieden zu verleihen, was den Ärger in Japan angeht - die Sicherheit der japanischen Nuklearreaktoren. Gleich vorweg: die Situation ernst, aber unter Kontrolle. Und dieser Text ist lang! Dafür wisst ihr nach dem Lesen mehr über Kernkraftwerke als all die Journalisten auf diesem Planeten zusammen.

Es gab und gibt *keinen* signifikanten Austritt von Radioaktivität.

Mit "signifikant" meine ich ein Level von Strahlung, die höher ist als die bei, sagen wir, einem Langstreckenflug, oder vom Trinken eines Glas Bier, welches aus gewissen Gegenden mit hohem natürlichen Strahlungshintergrund kommt.

Ich habe jede einzelne Nachricht gelesen, die seit dem Erdbeben herausgegeben wurde. Es gab nicht einen einzigen(!) Bericht, der akkurat und fehlerfrei war (was unter anderem zum Teil an den Schwächen der japanischen Krisenkommunikation liegt). Mit "nicht fehlerfrei" meine ich nicht den tendenziösen Anti-Atom Journalismus - der ist heutzutage ziemlich normal. Mit "nicht fehlerfrei" meine ich drastische Fehler im Bezug auf die Physik und Naturgesetze, sowie massive Fehlinterpretationen von Fakten, die ganz offensichtlich vom Fehlen fundamentaler Grundlagen und Grundverständnis her rühren, wie Nuklearreaktoren aufgebaut sind und funktionieren. Ich habe einen 3-seitigen Bericht auf CNN gelesen, bei dem jeder einzelne Paragraf einen Fehler enthielt.

Wir müssen uns zuerst um ein paar Grundlagen kümmern, bevor wir uns um das kümmern, was da eigentlich los ist.



Der Aufbau des Fukushima Atomkraftwerks

Die Kraftwerke in Fukushima sind sogenannte Siedewasserreaktoren, kurz SWR. Siedewasserreaktoren sind vergleichbar mit einem Schnellkochtopf. Der nukleare Brennstoff erhitzt das Wasser, das Wasser kocht und verdampft, der Dampf treibt dann eine Turbine an, die Elektrizität erzugt, der Dampf wird dann abgekühlt und kondensiert wieder zu Wasser. Das Wasser wird dann wieder zurück zum nuklearen Brennstoff geleitet, wo es wieder erhitzt wird. Der Schnellkochtopf läuft bei ungefähr 250°C.

Der nukleare Brennstoff ist Uranoxid. Uranoxid ist ein keramischer Stoff mit einem sehr hohen Schmelzpunkt von ungefähr 3000°C. Dieser Brennstoff wird in Pellets (Tabletten) hergestellt (man stelle sich kleine Zylinder in der Göße von Legosteinen vor). Diese Dinger werden dann in lange Röhren gesteckt, die aus Zirkalloy mit einem Schmelzpunkt von 2200°C bestehen und gut verschlossen. Dieses Konstrukt wird Brennstab genannt. Diese Brennstäbe werden dann zu größeren Paketen zusammengefasst. Ein Batzen dieser Pakete kommen dan in den Reaktor. All das zusammen wird dann als "der Kern" bezeichnet.

Die Hülle aus Zirkalloy ist der erste Sicherheitsbehälter. Es trennt den radioaktiven Brennstoff vom Rest der Welt.

Der Kern wird dann in den "Druckbehälter" gepackt. Das ist der Schnellkochtopf, von dem wir vorhin gesprochen haben. Der Druckbehälter ist das zweite Sicherheitsbehältnis. Das ist ein richtig verdammt stabiler Topf, der dafür gebaut ist, den Kern bei Temperaturen von mehreren Hundert Grad Celsius zu fassen. Damit werden Szenarien abgedeckt, bei denen die Kühlung nach einer gewissen Zeit wiederhergestellt werden kann.

Die ganze "Hardware" des Nuklearreaktors - der Druckbehälter und all die Rohre, Pumpen, Kühl(wasser)reserven usw. werden dann in einem dritten Sicherheitsbehältnis eingeschlossen. Dieses dritte Behältnis ist eine hermetisch (luftdicht) versiegelte, extrem dicke Blase aus stärkstem Stahl. Das dritte Sicherheitsbehältnis wurde für einen einzigen Zweck konstruiert, gebaut und getestet: Eine vollständige Kernschmelze - auf unbestimmte Zeit - einzuschließen. Für diese Aufgabe wird eine große dicke Wanne unter dem Druckbehälter aufgestellt (dem zweiten Sicherheitsbehälter), welcher mit Graphit aufgefüllt wird - alles im dritten Sicherheitsbehälter. Das ist der sogenannte "Kernfänger". Wenn der Kern schmilzt und der Druckbehälter explodiert (und irgendwann schmilzt), werden darin der geschmolzene Brennstoff und alles weitere aufgefangen. Es ist so konstruiert, dass der nukleare Brennstoff ausgebreitet wird, damit er sich abkühlen kann.

Dieser dritte Sicherheitsbehälter wird dann vom Reaktorgebäude umschlossen. Das Reaktorgebäude ist eine äußere Hülle, die das Wetter draußen, aber nichts drinnen halten soll (das ist der Teil, der bei der Explosion beschädigt wurde, aber dazu später mehr).



Grundlagen nuklearer Reaktionen

Der Uranbrennstoff produziert Hitze durch Kernspaltung. Große Uranatome werden in kleinere Atome gespalten. Dabei wird Hitze frei sowie Neutronen (einer der Partikel, die ein Atom ausmachen). Wenn das Neutron ein anderes Uranatom trifft, teilt es sich und produziert weitere Neutronen und so weiter. Das wird als nukleare Kettenreaktion bezeichnet.

Also, wenn man nun einen Haufen Brennstäbe nebeneinander aufstellen würde, würden sie sehr schnell überhitzen und es würde nach ungefähr 45 Minuten zum Schmelzen der Brennstäbe kommen. Man sollte dazu sagen, dass der Kernbrennstoff in einem Reaktor *niemals* eine nukleare Explosion von der Größe einer Atombombe auslösen kann. Eine Atombombe zu bauen ist in Wirklichkeit eine ziemlich schwierige Aufgabe (fragt mal Iran). In Chernobyl wurde die Explosion von einem überhöhten Druckaufbau ausgelöst, Wasserstoff explodierte und hat alle Sicherheitsbehälter gesprengt, wodurch geschmolzenes Kernmaterial in die Umgebung geschleudert wurde (eine "dreckige Bombe").
Warum das nicht in Japan passierte? Siehe unten.

Um die nukleare Kettenreaktion zu kontrollieren benutzen die Betreiber der Reaktoren sogenannte "Kontrollstäbe". Diese Kontrollstäbe absorbieren die Neutronen und stoppen die Kettenreaktion sofort. Ein Kernreaktor ist so gebaut, dass im Normalbetrieb alle Kontrollstäbe herausgezogen sind. Das Kühlwasser nimmt dann die Hitze auf (und verwandelt sich zu Dampf, mit dem Elektrizität gewonnen wird) und zwar genauso schnell, wie der Kern an Hitze produziert. Und man hat eine große Temperaturspanne um die Normalbetriebstemperatur von 250°C herum.

Die Herausforderung nach dem Einführen der Kontrollstäbe, um die Kettenreaktion zu stoppen, besteht darin, dass der Kern weiter Hitze produziert. Das Uran hat die Kettenreaktion "eingestellt". Aber beim Zerfallsprozess des Uran entstehen einige temporäre radioaktive Elemente, die wichtigsten davon sind Cäsium und Jod-Isotope, also radioaktive Versionen dieser Elemente, die sich letztendlich in kleinere Atome aufspalten und nicht mehr radioaktiv sind. Diese Elemente zerfallen immer weiter und geben dabei Hitze ab. Weil sie aber nicht mehr weiter vom Uran produziert werden (dieses hat den Zerfall gestoppt, nachdem die Kontrollstäbe eingeführt wurden), werden sie immer weniger, sodass sich der Kern innerhalb von Tagen abkühlt, bis diese temporären radioaktiven Elemente aufgebraucht sind.

Diese Restwärme bereitet den Menschen derzeit Kopfschmerzen.

Also, der erste "Typ" radioaktiven Materials ist das Uran in den Brennstoffzellen, plus die temporären radioaktiven Elemente, in die das Uran aufgespalten wird, die ebenfalls in den Brennstäben sind (Cäsium und Jod).

Es entsteht auch eine zweite Sorte radioaktiven Materials, außerhalb der Brennstäbe. Der große Unterschied dabei: Diese radioaktiven Elemente haben eine sehr kurze Halbwertszeit. Das heißt, dass ihr Zerfall in nicht-radioaktive Materialien sehr schnell von statten geht. Damit meine ich Sekunden. Wenn diese radioaktiven Materialien in die Umwelt gelangen, dann ja, wurde Radioaktivität abgegeben, aber nein, das ist kein bisschen gefährlich. Warum? In der Zeit, wo du "R-A-D-I-O-N-U-K-L-I-D" buchstabierst, werden sie ungefährlich, weil sie dann in nicht-radioaktive Elemente zerfallen sind. Diese radioaktiven Elemente sind N-16, das radioaktive Isotop (oder Version) von Stickstoff (Luft). Der Rest sind Edelgase wie Xenon. Aber wo kommen die her? Wenn Uran gespalten wird, entstehen Neutronen (siehe oben). Die meisten dieser Neutronen treffen andere Uranatome und halten die nukleare Kettenreaktion im Gang. Aber einige verlassen die Brennstäbe und treffen auf die Wassermoleküle, oder die Luft, die in diesem Wasser ist. Dann kann ein nicht-radioaktives Element das Neutron "einfangen". Es wird radioaktiv. Wie oben beschrieben wird es das Neutron schnell wieder los (in Sekunden), um seine ehemalige Schönheit wieder zu erlangen.

Dieser zweite "Typ" von Strahlung ist sehr wichtig, wenn wir später von der Freisetzung von Radioaktivität in die Umwelt sprechen.




Was in Fukushima passierte

Ich will versuchen, die wesentlichen Fakten zusammenzufassen. Das Erdbeben hat Japan mit der 7-fachen Kraft getroffen, wofür die Atomkraftwerke ausgelegt waren (die Richterskala ist logarithmisch, der Unterschied zwischen 8.2, wofür die Kraftwerke ausgelegt wurden, und die 8,9, die aufgetreten ist, liegt bei dem Faktor 7, nicht 0,7). Zum Jubel der japanischen Ingenieure blieb also alles stehen.

Nachdem das Erdbeben mit der Stärke von 8,9 einschlug, schalteten sich die Atomkraftwerke automatisch ab. Innerhalb von Sekunden nach dem Beginn des Erdbebens wurden die Kontrollstäbe in den Kern abgesenkt und die nukleare Kettenreaktion des Uran gestoppt. Nun muss das Kühlsystem die Restwärme abtransportieren. Die Restwärme entspricht ungefähr 3% der Hitzeenergie im normalen Betrieb.

Das Erdbeben hat die externe Stromversorgung des Kernreaktors zerstört. Das ist einer der schlimmsten Unfälle für ein Atomkraftwerk, und folglich wird einem "geplanten Stromausfall" beim Design von Notfallsystemen besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt. Die Energie wird gebraucht, um die Kühlpumpen am Laufen zu halten. Weil das Kraftwerke heruntergefahren wurde, kann es keine Elektrizität mehr für sich selbst produzieren.

Zunächst lief alles eine Stunde lang gut. Eines von mehreren Sätzen von Dieselgeneratoren sprang an und lieferte die benötigte Elektrizität. Dann kam der Tsunami, der viel größer war, als es die Leute beim Bau des Kraftwerkes erwartet hatten (siehe oben, Faktor 7). Der Tsunami hat alle Notfall-Dieselgeneratoren gleichzeitig zerstört.

Wenn man ein Atomkraftwerk konstruiert, folgen die Ingenieure der Philosophie der "Verteidigungslinien". Das heißt, dass man zunächst so baut, dass es die schlimmste Katastrophe aushalten wird, die man sich vorstellen kann, und dann das Kraftwerk so konstruiert, dass es dennoch einen Systemausfall nach dem anderen verkraften kann (wovon man glaubt, dass es niemals passieren könne). Ein Tsunami, der alle Notfallstromversorgungen mit einem Schlag auslöscht, ist ein solches Szenario. Die letzte Verteidigungslinie ist es, alles in das dritte Sicherheitsbehältnis zu stecken (siehe oben), welches alles, egal wie schmutzig es ist, Kontrollstäbe drinnen oder draußen, Kern geschmolzen oder nicht, im Reaktor behält.

Wenn die Dieselgeneratoren weg sind, schalten die Betreiber auf den Notfallbatteriestrom um. Die Batterien wurden als einer der Backups von den Backups konstruiert, um genug Energie zur Kühlung des Kerns für 8 Stunden zu liefern. Und das taten sie.

Innerhalb von 8 Stunden musste eine andere Stromquelle aufgetrieben und mit dem Kraftwerk verbunden werden. Das Stromnetz war dank dem Erdbeben ausgefallen. Die Dieselgeneratoren wurden vom Tsunami zerstört. Also wurden mobile Dieselgeneratoren angefahren.

Und hier liefen die Dinge ordentlich schief. Die externen Stromgeneratoren konnten nicht mit dem Kraftwerk verbunden werden (die Steckverbindungen passten nicht). Als also den Batterien der Saft ausging, konnte die Restwärme nicht mehr abtransportiert werden.

Ab diesem Punkt folgten die Betreiber den Notfallprozeduren, die im Falle des "Ausfall der Kühlung" vorgesehen sind. Das ist immer noch ein Schritt der "Verteidigungslinien". Die Energie für die Kühlsysteme sollten niemals vollständig versagen, aber das taten sie, also haben sie sich zur nächsten Verteidigungslinie "zurückgezogen". All das, wie schockierend es auch für uns klingen mag, ist Teil der täglichen Übungen, die man als Betreiber mitmachen muss, bis hin zum Regeln einer Kernschmelze.

Hier finden die Leute an, von einer Kernschmelze zu reden. Weil letztendlich, wenn die Kühlung nicht wiederhergestellt werden kann, der Kern irgendwann schmelzen wird (nach Stunden oder Tagen) und die letzte Verteidigungslinie - der Kernfänger und das dritte Sicherheitsbehältnis - ins Spiel kommen.

Aber in diesem Stadium war es wichtig, den Kern zu kontrollieren, während er sich aufheizt, und dafür zu sorgen, dass das erste Sicherheitsbehältnis (die Zirkalloy-Röhren, die den nuklearen Brennstoff enthalten) sowie das zweite Sicherheitsbehältnis (unser Schnellkochtopf) solange wie irgendwie möglich intakt und funktionsfähig bleiben, damit die Ingenieure Zeit zum Reparieren der Kühlsysteme haben.

Weil die Kühlung des Kerns so unglaublich wichtig ist, besitzt der Reaktor mehrere redundanter (mehrfacher) Kühlsysteme (das Reaktorwasser-Filtersystem, die Zerfallshitze-Ableitung, die Isolation zur Reaktorkühlung, das Standby Flüssigkühlsystem und das Notfall-Kernkühlungssystem). Welches von ihnen versagte oder nicht ist zu diesem Zeitpunkt unklar.

Man stelle sich also unseren Schnellkochtopf auf dem Herd vor, auf niedriger Hitze, aber eingeschaltet. Die Betreiber benutzen jede erdenkliche Kühlmöglichkeit, die sie zur Verfügung haben, um so viel Hitze wie nur irgendwie möglich loszuwerden, aber der Druck steigt kontinuierlich. Es hat nun Priorität, die Integrität des ersten Sicherheitsbehälters sicherzustellen (die Temperatur der Brennstäbe unter 2200°C zu halten), sowie die des zweiten Sicherheitsbehälters, dem Schnellkochtopf. Um die Integrität des Schnellkochtopfs zu gewährleisten (das zweite Sicherheitsbehältnis), muss von Zeit zu Zeit der Druck abgelassen werden. Weil diese Möglichkeit im Notfall so unglaublich wichtig ist, besitzt der Reaktor 11 Druckminderungsventile. Die Betreiber haben damit begonnen, von Zeit zu Zeit Dampf abzulassen, um den Druck zu kontrollieren. Die Temperatur betrug in diesem Stadium um die 550°C.

Zu diesem Zeitpunkt tauchten die Berichte vom "Austritt von Radioaktivität" auf. Ich denke, ich habe oben hinreichend erklärt, warum das Ablassen von Dampf theoretisch das Gleiche ist wie Strahlung in die Umwelt zu blasen, aber warum das nicht gefährlich war und ist. Der radioaktive Stickstoff sowie die Edelgase stellen für die menschliche Gesundheit keine Gefahr dar.

Während des Ablassens des Dampfes in dieser Phase kam es zur Explosion. Die Explosion fand außerhalb des dritten Sicherheitsbehälters statt (unsere "letzte Verteidigungslinie", und im Reaktorgebäude. Man erinnere sich daran, dass das Reaktorgebäude nicht den Zweck hat, Radioaktivität einzuschließen. Es ist noch nicht klar, was genau passiert ist, aber es ist sehr wahrscheinlich folgendes Szenario eingetreten: Die Betreiber haben beschlossen, den Dampf aus dem Druckbehälter abzulassen, aber nicht direkt in die Umwelt, sondern in den Raum zwischen dem dritten Sicherheitsbehälter und dem Reaktorgebäude (sodass die Radioaktivität im Dampf mehr Zeit hat, abzusinken). Das Problem dabei ist, dass bei den hohen Temperaturen des Kerns zu diesem Zeitpunkt Wassermoleküle in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten werden können - eine explosive Mischung. Und sie ist explodiert, außerhalb des dritten Sicherheitsbehälters, wodurch das Reaktorgebäude beschädigt wurde. Es war so eine Explosion, aber innerhalb des Druckbehälters, der zu der Explosion in Chernobyl führte (weil der Druckbehälter schlecht konstruiert war und durch die Betreiber falsch geregelt wurde). Dieses Risiko gab es in Fukushima nie. Das Problem der Entstehung von Wasserstoff-Sauerstoff ist eines der großen Dinge, die man bei der Konstruktion eines Kraftwerks bedenken muss (solange man kein Sowjet ist). Daher ist der Reaktor so konstruiert und wird so bedient, dass es nicht innerhalb des Sicherheitsbehälters passieren kann. Es passiert außerhalb, was zwar nicht vorgesehen, aber als mögliches Szenario bedacht wurde. Und es ist OK, weil es keine Gefahr für den Sicherheitsbehälter darstellt.

Der Druck war also unter Kontrolle, und Dampf wurde abgelassen. Wenn man nun den Topf weiter kochen lässt, hat man das Problem, dass der Wasserspiegel immer weiter fällt. Der Kern ist normalerweise mehrere Meter unter Wasser, damit einige Zeit vergehen kann (Stunden, Tage), bis sie frei stehen. Sobald die Stäbe anfangen, an der Spitze frei zu sein, erreichen die offen liegenden Teile die kritische Temperatur von 2200°C nach ungefähr 45 Minuten. Bei dieser Temperatur versagt der erste Sicherheitsbehälter, die Zirkalloy-Röhre.

Und das ist passiert. Das Kühlsystem konnte nicht wiederhergestellt werden, bevor es zu (sehr begrenzten, aber immerhin) Schäden an der Hülle von einigen Brennstäben kam. Das Kernmaterial selbst war noch intakt, aber die umgebende Zirkalloy-Hülle begann zu schmelzen. Nun passierte folgendes: einige der Nebenprodukte des Uranzerfalls - radioaktives Cäsium und Jod - haben sich mit dem Dampf vermischt. Das große Problem, das Uran, war immer noch unter Kontrolle, weil das Uranoxid Temperaturen bis 3000°C aushält. Es wurde bestätigt, dass eine sehr begrenzte Menge Cäsium und Jod im Dampf gemessen wurde, der in die Atmosphäre geblasen wurde.

Offensichtlich was dies der "Startschuss" für den großen Plan B. Die kleine Menge Cäsiums, die gemessen wurde, sagte den Betreiber, dass das erste Sicherheitsbehältnis von einigen der Brennstäbe dabei waren, nachzugeben. Plan A sah vor, dass eines der regulären Kühlsysteme für den Kern wiederhergestellt werden würde. Warum das nicht geklappt hat, ist unklar. Eine plausible Erklärung wäre, dass der Tsunami auch das ganze reine Wasser weg geschwämmt / verschmutzt hat, welches für die normalen Kühlsysteme vorgesehen ist.

Das Wasser für das Kühlsystem ist besonders reines, demineralisiertes (wie destilliertes) Wasser. Der Grund, warum reines Wasser benutzt wird, sind die oben erwähnten Aktivierungsprozesse durch die Neutronen des Urans: Reines Wasser wird kaum aktiviert, es bleibt also praktisch frei von Radioaktivität. Dreck oder Salz im Wasser absorbieren die Neutronen schneller und werden dadurch eher radioaktiv. Das hat jedoch keine Auswirkungen auf den Kern - diesen kümmert es herzlich wenig, wodurch er gekühlt wird. Aber es erschwert das Leben für die Betreiber und Mechaniker, wenn sie es mit aktiviertem (also leicht radioaktivem) Wasser zu tun haben.

Aber Plan A hat versagt - die Kühlsysteme waren defekt oder es gab kein reines Wasser mehr - also wurde Plan B herangezogen. Er sah wohl wie folgt aus:

Um eine Kernschmelze zu verhindern haben die Betreiber Meerwasser benutzt, um den Kern zu kühlen. Ich bin mir nicht sicher, ob sie unseren Schnellkochtopf damit geflutet haben (das zweite Sicherheitsbehältnis), oder ob sie das dritte Sicherheitsbehältnis geflutet haben, inklusive dem Schnellkochtopf. Aber das ist nicht wichtig für uns.

Der Punkt ist, dass der nukleare Brennstoff herunter gekühlt wurde. Weil die Kettenreaktion schon vor langer Zeit gestoppt wurde, entsteht nur noch sehr wenig Restwärme. Die große Menge Kühlwasser, die benutzt wurde, reicht aus, um diese Hitze aufzunehmen. Weil es eine große Menge Wasser ist, kann der Kern nicht mehr genügend Hitze produzieren, um signifikant Druck aufbauen zu können. Zudem wurde dem Meerwasser Borsäure hinzugefügt. Borsäure wirkt wie ein "flüssiger Kontrollstab". Egal, welcher Zerfall noch läuft, das Bor wird die Neutronen auffangen und den Abkühlungsprozess des Kerns weiter beschleunigen.

Das Kraftwerk stand nahe an der Kernschmelze. Das hier ist das Worst-Case Szenario, welches verhindert wurde: Wenn das Meerwasser nicht zur Verfügung gestanden wäre, hätten die Betreiber weiter den Wasserdampf abgelassen, um einen Druckaufbau zu vermeiden. Der dritte Sicherheitsbehälter würde dann vollständig versiegelt werden, damit die Kernschmelze ohne Austritt von radioaktivem Material stattfinden kann. Nach der Kernschmelze würde man eine Weile warten müssen, bis die temporären radioaktiven Materialien im Reaktor vollständig zerfallen sind, und alle radioaktiven Partikel auf der Oberfläche im Inneren des Sicherheitsbehälters abgesetzten haben. Das Kühlsystem würde irgendwann wiederhergestellt werden, und der geschmolzene Kern auf eine vernünftige Temperatur abgekühlt werden. Der Behälter würde dann von Innen gereinigt werden. Danach beginnt die ziemlich widerliche Arbeit, den geschmolzenen Kern aus dem Behälter zu kratzen. Die (nun wieder festen) Brennstoffstücke müssten Stück für Stück in ein Transportbehältnis eingelagert und an die Wiederaufbereitungsanlagen geschickt werden. Je nach Ausmaß des Schadens würde der Kraftwerksblock dann entweder repariert oder demontiert werden.


Und was heißt das nun für uns?

- Das Kraftwerk ist jetzt sicher und wird auch sicher bleiben.
- Japan hat da einen INES Level 4 Unfall vor sich: Nuklearer Unfall mit lokalen Konsequenzen. Das ist zwar schlecht für die Firma, die das Kraftwerk betreibt, aber sonst für niemanden.
- Etwas Strahlung wurde beim Ablassen des Drucks aus dem Druckbehälter freigelassen. Alle radioaktiven Isotope des aktivierten Dampfes sind verschwunden (zerfallen). Eine sehr geringe Menge Cäsium wurde freigelassen sowie Jod. Wenn man auf dem Schornstein des Kraftwerks sitzen würde, während sie den Dampf ablassen, sollte man besser das Rauchen aufgeben, um seine ursprüngliche Lebensspanne wieder zu gewinnen. Die Cäsium und Jod-Isotope wurden aufs Meer hinaus getrieben und tauchen nie wieder auf.
- Es gab begrenzten Schaden an dem ersten Sicherheitsbehältnis. Das heißt, dass ein wenig radioaktives Cäsium und Jod ins Kühlwasser entwichen sind, aber kein Uran oder anderes ekeliges Zeugs (das Uranoxid "löst" sich nicht im Wasser auf). Es gibt Anlagen zur Reinigung des Kühlwassers im dritten Sicherheitsbehältnis. Das radioaktive Cäsium und Jod wird dort dem Wasser entzogen und irgendwann als radioaktiver Abfall im Endlager landen.
- Das Meerwasser, welches als Kühlwasser benutzt wurde, ist zu einem gewissen Grad aktiviert. Weil die Kontrollstäbe vollständig eingeführt wurden, wurde die Kettenreaktion des Urans gestoppt. Das heißt, dass die "Haupt"-Nuklearreaktion nicht stattfindet, wodurch es nicht mehr zur Aktivierung beiträgt. Die temporären radioaktiven Materialien (Cäsium und Jod) sind an dieser Stelle auch fast vollständig verschwunden, weil der Zerfall des Urans vor langer Zeit aufgehört hat. Dadurch sinkt der Grad der Aktivierung des Meerwassers weiter. Unterm Strich gibt es einen geringen Grad der Aktivierung des Meerwassers, welcher ebenfalls durch die Filteranlagen entfernt wird.
- Das Meerwasser wird im Laufe der Zeit durch das "normale" Kühlwasser ersetzt
- Der Reaktorkern wird demontiert und in eine Wiederaufbereitungsanlage transportiert, genau wie bei einem normalen Brennstab-Wechsel.
- Die Brennstäbe und das gesamte Kraftwerk wird auf mögliche Schäden hin überprüft. Das wird ungefähr 4-5 Jahre dauern.
- Die Sicherheitssysteme aller japanischen Kraftwerke werden darauf ausgelegt, Erdbeben der Stärke 9,0 (oder schlimmer) und entsprechenden Tsunamis stand zu halten.
- Ich glaube das größte Problem wird ein anhaltender Strommangel sein. Ungefähr die Hälfte der japanischen Atomreaktoren müssen inspiziert werden, wodurch die Stromproduktionskapazitäten Japans um 15% sinken wird. Zum Ausgleich werden Gas-Kraftwerke hochgefahren, die normalerweise nur Lastspitzen abdecken. Sie werden dann auch einen Teil der regulären Basislast abdecken müssen. Das wird die Stromrechnung in die Höhe treiben und es wird potentiell zu Stromknappheit bei Lastspitzen in Japan kommen.


Wer informiert bleiben will, soll doch bitte die üblichen Medien einfach vergessen und stattdessen folgende Webseiten konsultieren:

- http://www.world-nuclear-news.org/RS...s_1203111.html
- http://bravenewclimate.com/2011/03/12/ja...arthquake/
- http://ansnuclearcafe.org/2011/03/11/med...-in-japan/

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Quelle: Morgsatlarges Blog
Übersetzung: waka (emania fansubs) ]
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Edgar » Montag 14. März 2011, 21:03

Wer relativ zeitnah informiert werden möchte, der kann sich hier einen Sender raussuchen:

http://www.surfmusik.de/webtv/japan.html

Gruß vom Edgar
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Burg » Dienstag 15. März 2011, 01:18

Die Darstellung im Posting von Varga ist ja sehr nüchtern und überaus verständlich gehalten.
Gleichzeitig erscheint mir sie aber auch ziemlich verharmlosend daherzukommen.
Ein Schnellkochtopf in einer deutschen Küche ist das Eine, jedoch liegen Welten
zwischen ihm und einem unsicheren Atomkraftwerk.
Vor einer Stunde hat es eine weitere, ziemlich proplematischere Explosion gegeben.
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Mercedes-Diesel » Dienstag 15. März 2011, 09:14

Ich bin ja nun kein Atom Physiker....aber seit Samstag eiert die Presse rum. Wenn dort so massive Explosionen waren, wir haben es ja alle auf den Bildschirmen gesehen, bin ich mir ziemlich sicher, dass es schon längst zur Kernschmelze gekommen ist. Zudem ziehen die Amerikaner nicht grundlos ihren Träger zurück.
Aggesehen davon, gab ja der Betreiber Tepco ja schon zu, dass im Reaktor 2 die Brennstäbe trocken liegen (lagen)...dass hinzu gefügte Meerwasser nicht den gewünschten bzw. erzielten Kühleffekt ergab.
Ich habe dass so verstanden, dass man einen Kreislauf mit Meerwasser gelegt hat....dass belastete Wasser dem Meer wieder zugefügt wird. Heist im Umkehrschluss, erst einmal Finger weg von exotischen Fischarten aus dem Pazifik wie z.b. Pangasius...die leuchten jetzt im dunkeln.
Heute morgen kam durch`s Radio, dass die Versorgung mit grünem Tee schon zu engpässen führt...herje, manche haben wirklich Sorgen...tsss. Deftig wirds für diejenigen die einen Toyota ihr eigen nennen...wenn da jetzt etwas spezielles kaputt geht stehen die Dinger. Dass weltweite, zentrale Ersatzteillager ist weg. Weiterhin massiv betroffen ist Sony sowie Canon mit ihren Werken.

P.S. Schaut mal drüben in der Bucht...die Preise / Gebote für die Geigerzähler explodieren (SV 500 momentan auf 207 € mit 30 Geboten und läuft noch 1 Tag + 8 Std.) ! Hätte ich doch damals blos ein paar mehr gekauft :D Ich habe 50 € für bezahlt.
Grüße Andreas

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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Luchs » Dienstag 15. März 2011, 14:35

Mercedes-Diesel hat geschrieben:Ich habe dass so verstanden, dass man einen Kreislauf mit Meerwasser gelegt hat....dass belastete Wasser dem Meer wieder zugefügt wird. Heist im Umkehrschluss, erst einmal Finger weg von exotischen Fischarten aus dem Pazifik wie z.b. Pangasius...die leuchten jetzt im dunkeln.

Nein. Dazwischen liegt ein Wärmetauscher, es gibt also einen schmutzigen und einen sauberen Kreislauf. Die Brennstäbe mal eben so mit Meerwasser zu umspülen geht nicht. Nichtsdestotrotz scheint Reaktor zwei jetzt komplett verloren zu sein, da eben der schmutzige Kreislauf leck ist. Ich verneige mich vor der 50 Mann Restbesatzung vor Ort, welche weiterhin zu retten versucht, was zu retten ist - Kamikaze 2011. Ein Ende analog Tschernobyl (letztendlich Mengen von Beton drauf und ein Riesen Areal zur unbewohnbaren Zone erklären) verkraftet ein dicht besiedeltes Industrieland wie Japan sehr viel schwerer.
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Mercedes-Diesel » Dienstag 15. März 2011, 16:01

Eben kam im Radio (HR3) dass man im Moment auf Pazifik Fisch; dazu gehören auch Tiefssee Krabben,Thunfisch ect. erst einmal verzichten sollte -()- Die Nahrungsmittel würden zwar starken Kontrollen unterliegen aber sicher wäre sicher.
Wie man mit der "Sicherheit" umgeht, haben wir erst kürzlich bei dem Futtermittel Skandal gesehen. Somit ist bei uns erst mal Fisch gestrichen.

N-TV meldet, Es werden immer höhere Strahlungswerte gemessen. Die gemessenen Werte seien so hoch, dass das Personal nicht weiter in den Kontrollräumen des Reaktors bleiben könne. Die Betreiberfirma des AKW erwägt nach eigenen Angaben, per Hubschrauber Wasser abzuwerfen. Die japanischen Medien bereiten derweil die Bevölkerung auf Verstrahlung vor und geben Tipps mit dem Umgang.
Lufthansa fliegt nicht mehr Tokio an sondern landet eingeschränkt in Nagoya und Osaka.
Der Softwarehersteller SAP räumt aus Furcht vor radioaktiver Strahlung seine Büros in mehreren japanischen Großstädten und rät den 1100 Mitarbeitern sich mit Familien und Angehörigen im süden des Landes in Sicherheit zu bringen.
Die Mitarbeiter des THW brechen ihren Einsatz ab und sind auf dem Weg zur US-Airbase Misawa in Nordjapan. Von dort treten sie den Rückweg nach Deutschland an. Teamleuter Ulf Langemeier "der Gefahr einer radioaktiven Verstrahlung sei dass Team nicht ausgesetzt gewesen".

Man oh man...da geht es aber jetzt so richtig ab.


P.S. Eben kam im TV (Taff) in Deutschland sind mittlerweile sämtliche Geigerzähler ausverkauft. Was solch Panik nun soll versteh ich gar nicht. Morgens Messen...puh...alles ok...mittags immer noch alles ok....schweiß wischend von der Stirn....was macht der Bürger wohl wenn`s denn dann wirklich mal rattert. Oder fängt man jetzt an die Lebensmittel zu Detektieren ?
Gut, ich habe auch so ein Teil...soll ich mich von der Brücke stürzen wenn denn dann vielleicht ?? was kommt...damit macht man sich nur eines, total kirre. So ein Quatsch...
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Burg » Dienstag 15. März 2011, 16:54

Nö, kein Quatsch. Die Leute glauben weder den Wissenschaftlern noch den Politikern.
Sie wollen sich selbst von dem Grad ihrer Verstrahlung unterrichten.
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Mercedes-Diesel » Dienstag 15. März 2011, 17:14

Burg hat geschrieben:Nö, kein Quatsch. Die Leute glauben weder den Wissenschaftlern noch den Politikern.
Sie wollen sich selbst von dem Grad ihrer Verstrahlung unterrichten.


Ok...und dann ? Fall gesetzt du misst was....was würdest du dann tun ? Manchmal ist es wirklich besser nix zu Wissen...dass dir in ein paar Monaten die Zähne ausfallen...eine Glatze kommt usw. und sofort.
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Volwo » Dienstag 15. März 2011, 17:35

mach mal bitte die Panik in Deutschland nicht größer, in Japan ist man diszipliniert. Schlimm ist, das sich jetzt schwache Strahlen offensichtlich bis Tokio ausbreiten. Hoffen wir, dass es nicht mehr wird und das man die Welt vor der Kernschmelze bewahren kann. Mehr kann man im Moment nicht sagen.
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Klaus » Dienstag 15. März 2011, 17:41

Volwo hat geschrieben:mach mal bitte die Panik in Deutschland nicht größer, in Japan ist man diszipliniert. Schlimm ist, das sich jetzt schwache Strahlen offensichtlich bis Tokio ausbreiten. Hoffen wir, dass es nicht mehr wird und das man die Welt vor der Kernschmelze bewahren kann. Mehr kann man im Moment nicht sagen.


Woher nimmst Du Dein Hoffen?
Ich habe gerade die aktuellen Infos gelesen. Diese lesen sich ganz anders als "schwache Strahlen" und das was noch kommt! Tokio ist nur ein kleiner Teil des Landes Japan.
Glück auf, ist aber nicht meine Spielwiese!
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Re: Die Welt hält den Atem an ! Japan / Tsunami / AKW Fukush

Beitragvon Volwo » Dienstag 15. März 2011, 17:50

Die Medien überschlagen sich regelrecht mit widersprüchlichen Meldungen. Noch nicht mal der japanische Präsident weiß anscheinend Bescheid. Noch ist es nicht passiert und ich hoffe es passiert auch nicht.
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