Oskar Mühlheim(er)

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Oskar Mühlheim(er)

Beitragvon Volwo » Dienstag 12. Juni 2007, 20:28

Zu Oskar Mühlheimer hier ein Auszug aus Petermann:

Die FDJ und der angebliche Mühlheimer-Bericht

Die Geschichtskommission der SED vergab 1967 auch Forschungsaufträge an
Jugendbrigaden und Schulklassen sowie im Kulturbund organisierte
Höhlenforscher.32 Die jungen Leute sollten für die Pflege des Denkmals im Jonastal
sorgen, Skizzen von den Außenlagern erarbeiten und Gespräche mit Zeitzeugen
führen. ….
In der Tat gelang es den Jugendlichen, einige Zeitzeugen aus der Umgebung zu
finden und zu Aussagen zu bewegen. Diese wurden protokolliert und den
Schuldirektoren sowie der Geschichtskommission übergeben.
…..
Zu den Protokollen gehörten neben der bekannten und zweifelsfrei als echt
einzustufenden Aussage von Franz Ellrich auch Aufzeichnungen von Gesprächen,
die FDJler aus Arnstadt mit Erich Andreß (Bittstädt) Horst Wedtler (Greifswald) und
Oskar Mühlheim (Bad Dürenberg ) geführt haben sollen.
……
Die ungewöhnlichsten Aussagen soll ein ehemaliger Bergbauingenieur am 23. März
1968 in der FDJ-Kreisleitung Arnstadt getroffen haben: Oskar Mühlheim(er).
...
Eine Sitzung mit einem Herrn namens Mühlheim ist nirgends dokumentiert.
...
Während
besagter Veranstaltung sprach Herr Geyersbach (Bittstädt), und berichtete unter
anderem darüber, wie Einwohner kurz nach Kriegsende Möbel aus den Stollen
geholt hätten.40
Auffällig sind die Ähnlichkeiten in den angeblichen Biographien von Wedtler und
Mühlheim. Beide sollen bei der Salzgitter AG gearbeitet haben, waren angeblich mit
38 Vgl. Bericht von Horst Wedtler vom 09.03.1968, Archiv Remdt.
39 Auskunft des Einwohnermeldeamtes Greifswald vom 25.03.2006.
40 Vgl. Bericht von Herrn Geyersbach vom 16.05.1966 (muss wohl heißen 1968 - R.K.), Archiv Remdt.
Angehörige leben noch heute in Bittstädt.
14
der Konzipierung der Stollen befasst, sprachen von 31 Stollen und nicht nur von 25,
wurden im März 1968 befragt und übergaben eine Mappe mit einem Bericht. Alles
nur Zufall?
Wenn man dennoch ihren Berichten Glauben schenkt, dann haben sie detailliert über
das Projekt S III und andere unterirdische Anlagen berichtet.41 Mühlheim soll im
Oktober 1968 unter ungeklärten Umständen verstorben sein. Die Unterlagen über
seine Befragung und andere Materialien, insgesamt 342 Seiten, sollen von Fritz
Schörnig eingezogen worden sein.
Das ist zu bezweifeln. Wenn der Bericht von Mühlheim so außerordentlich brisant
gewesen sein soll, warum ließ man ihn dann nicht sofort im März beschlagnahmen,
sondern wartete damit bis zum Oktober? Hier liegt wahrscheinlich eine
Verwechslung oder bewusste Verdrehung mit der Beschlagnahme der Akte S III vom
Oktober 1961 (!) vor. Es gibt in den Akten der Geschichtskommission keinerlei
Hinweise auf das Einkassieren des Mühlheim-Berichts.
Gab es einen Bauingenieur namens Oskar Mühlheim? Dies ist bis heute nicht belegt
worden. Recherchen im ehemaligen Document Center (BDC) und bei der Birthler
Behörde erbrachten keine Hinweise. Besagen will das nicht viel. Die Bestände des
BDC sind nicht vollständig. Bspw. ist auch Dr. Kurt Diebner dort nicht zu finden,
obwohl er NSDAP-Mitglied war. Mühlheim selbst gab an, der NSDAP nicht angehört
zu haben. Allerdings fand sich auch im Personalarchiv des angeblichen Arbeitgebers
von Mühlheim, der Salzgitter AG, kein Hinweis, ebenso war kein Eintrag in den
ehemals deutschen, jetzt polnischen Bergwerksarchiven zu finden. Auch fand sich
der Name nicht in der Bergbeflissenen Rolle der Bergämter.
Wie verhält es sich mit den Teilnehmern an der Sitzung in der FDJ-KL? Von den
Genannten konnte im Februar/März 2006 noch Gerhard Finn und Heinz Päckert
konsultiert werden. Beide verneinten nachdrücklich die Teilnahme eines Herrn
Mühlheimer an Veranstaltungen mit Schülern der POS Arnstadt.42 Bisher spricht
demnach nichts für die Echtheit des Mühlheim-Protokolls. Daran vermag auch ein
angeblich von seinem Halbbruder stammender Brief nichts zu ändern, da sich weder
die Herkunft des Briefes noch der Inhalt prüfen lassen. Zu allem Überfluss ist in dem
Protokoll immer von Mühlheimer die Rede, während sein Halbbruder nur von
Mühlheim schreibt. Kurzum nichts spricht für die Echtheit der Mühlheim-Geschichte.
41 Vgl. Thomas Mehner, Das Geheimnis der deutschen Atombombe, Zella-Mehlis, Meiningen 2001, S. 212ff.
42 Telefonische Auskunft von Gerhard Finn vom 28.2.2006. Telefonische von Heinz Päckert vom 25.03.2006.

http://www.petermann-heiko.de/images/ak ... zeugen.pdf
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Beitragvon Volwo » Dienstag 12. Juni 2007, 20:31

weiteres zu Mühlheimer:
It is known that near the city of Stadtilm German atom physicists led by Dr. Diebner where working and doing research on nuclear matters.



This all leads to the theory that there was a secret underground laboratory and serious research towards a German atomic bomb. No definite proof has been found so far, but some mysterious phenomena seem to have occurred in the years after the war. Strong electro-magnetic field existed in the area, but its origin is totally unknown. At a symposium in the former GDR in the 60s a person named Oskar Mühlheimer stated that besides the underground laboratories, a complete Führerhauptquartier had been built in the Jonastal area.



They say that Mühlheimer was imprisoned at that instance and disappeared ever since.

http://greyfalcon.us/Located%20near%20Ohrdruf.htm
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Beitragvon Volwo » Mittwoch 13. Juni 2007, 21:40

Aus meinen 98 Fragen:
Mühlheim (wurde „krank“ bei Befragung und „Sonderbehandl. In Udssr, nach 6 Mon. tot)


Aus Harry´s letztem Buch “Fact or Fiction”:

Im Amt waren neben den technischen Einrichtungen, Arbeits- und Diensträume, verschiedene Küchen, Speisesäle, Schlafräume, Erholungsräume, Lesezimmer, Kinosaal, Duschräume, Arztzimmer und Pflegezimmer........
Die Bauleitung für die Technik hatte Poetbaurat Kasber für die anderen Einrichtungen Ober-Ing. Mühlheim.
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Beitragvon ssch » Mittwoch 13. Juni 2007, 22:02

Volwo hat geschrieben:Aus Harry´s letztem Buch “Fact or Fiction”:

Im Amt waren neben den technischen Einrichtungen, Arbeits- und Diensträume, verschiedene Küchen, Speisesäle, Schlafräume, Erholungsräume, Lesezimmer, Kinosaal, Duschräume, Arztzimmer und Pflegezimmer........
Die Bauleitung für die Technik hatte Poetbaurat Kasber für die anderen Einrichtungen Ober-Ing. Mühlheim.

Das ist zwar 'ne andere Biografie: Aber der Mann war Postbaurat (später Oberpostbaurat) Otto Kasper. Und der hatte die Gesamtbauleitung für Amt 10. In den mir bekannten Quellen taucht kein Ober-Ing. Mühlheim auf.

Viele Grüße
Sebastian
ssch
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Beitragvon Volwo » Donnerstag 14. Juni 2007, 07:39

genau, danke Sebastian.

wenn ich es schaffe suche ich noch zum Vergleich die M.-Stelle mit der Befragung raus.
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