Luigi Romersa

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Luigi Romersa

Beitragvon Volwo » Sonntag 30. September 2007, 20:21

Kann jemand diese Aussage (siehe Anhang MPG-Datei) von Luigi Romersa aus dem Italienischen übersetzen?


Romersas Geschichte gab ja schon seit längerem Diskussionsstoff in den Foren. Vor zwei Jahren wurde das nochmal aufgegriffen:
Geradezu abenteuerlich ist die Begründung für die These, dass die Marine auf Rügen einen Nuklearwaffentest durchgeführt habe. Karlsch beruft sich auf Luigi Romersa, einst Kriegsberichterstatter des „Corriere della Sera". Der Römer, der heute 87 Jahre alt ist, erzählt schon lange die Geschichte, wonach er im Oktober 1944 bei Hitler gewesen sei. Anschließend habe man ihn auf eine Insel in der Ostsee geflogen. Er sei in einen Unterstand geführt worden, habe dort eine Explosion mit einem Lichtblitz gesehen, Männer mit Schutzanzügen hätten ihn dann vom Gelände geführt. Man habe ihm gegenüber von einer „Zerlegungsbombe" gesprochen.

Leider weiß Romersa nicht, welche Insel er besucht haben will und wer den merkwürdigen Einsatz geleitet haben soll. Karlsch setzt auf Rügen; dass eine Analyse von Bodenproben nur unauffällige Werte ergab, erklärt er mit der Bodenerosion auf dem Eiland.


aus dem Spiegel Nr. 11/ 2005
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Beitragvon TÜP » Sonntag 30. September 2007, 20:37

Kann jemand diese Aussage (siehe Anhang MPG-Datei) von Luigi Romersa aus dem Italienischen übersetzen?


Hat T. Mehner schon machen lassen - frag ihn mal, er gibt sie dir bestimmt.
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Beitragvon Volwo » Sonntag 30. September 2007, 21:04

Eine grobe Übersetzung habe ich schon.

Vielleicht ist ja jemand hier des italienischen mächtig und übersetzt mal wortgetreu, was der herr gesagt hat.
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Beitragvon Marcus » Sonntag 30. September 2007, 22:06

Ich hab einen italienischen Arbeitskollegen, den könnte ich mal fragen.
Bin aber nicht informiert ob und wie gut er noch italienisch inkl.
eventueller dialekte spricht. Werde mal nachfragen.
Könnte aber ein paar Tage dauern, sehe ihn nicht täglich.

MfG M.
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Beitragvon ssch » Montag 1. Oktober 2007, 10:31

Meine Italienisch-Übersetzerin meinte, der sagt nichts interessantes. Dafür hat sie mich gleich auf eine großartige italienische Seite hingewiesen, die das Thema auch irgendwie behandelt: http://digilander.libero.it/lacorsainfinita/guerra2/schede/atomicaihitler.htm. :D

Viele Grüße
Sebastian
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Beitragvon Volwo » Montag 1. Oktober 2007, 16:27

ssch hat geschrieben:... auf eine großartige italienische Seite hingewiesen,...

Die steht bei Google gleich unter der oben genannten. :D


Ich habe im April 2003 einen weiteren Text zu Romersa aus dem Netz gezogen, die Seite lässt sich aber nicht mehr aufrufen, scheint vom Netz zu sein.
Diesmal ist es spanisch. Die Sprache spreche ich leider nicht:

.Luigi Romersa. Isla de Rügen, 12 de octubre de 1944, 11:45 AM. Test atomico.


Habe den Text als Word-Datei vorliegen.
Sollte jemand hier spanisch können, oder jemanden kennen, der das übersetzen würde, schicke ich es gerne als Mail.
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Beitragvon Volwo » Montag 1. Oktober 2007, 19:52

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Beitragvon Volwo » Montag 1. Oktober 2007, 19:59

Hier nochmal in Auszügen der auch schon vieldiskutierte Artikel aus der Zeitschrift DEFENSA. Nummer 76-77. August-September 1984:


DIE "GEHEIMWAFFEN" VON HITLER, ETWAS MEHR ALS (nur) PHANTASIE

Von Luigi ROMERSA

Die Geschichte, die ich jetzt erzählen werde, gründet auf gewissen Ereignissen die ich persönlich miterlebte und die damals - als der Krieg noch nicht beendet war - von vielen zu schnell als Phantasien bezeichnet wurden.
Die Geheimdienste von Amerikanern, Briten und Franzosen haben am Anfang auch gedacht es wären nur Phantasien, aber diese Meinung musste man ändern um sich mit all den zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen.

Ich spreche über die deutschen Geheimwaffen, welche mit dem Namen oder besser Genie, von Wernher Von Braun verbunden sind.
Ich hatte eine brüderliche Freundschaft mit ihm von 1944 bis zu seinem Tod.
Dass Deutschland gegen Kriegsende über ein Waffenarsenal verfügte, dass verglichen mit dem was von deren Feinden benützt wurde, jede Phantasie herausforderte, ist heute eine anerkannte unbestreitbare Tatsache. (...).
1945, als er den offiziellen Sieg verkündete, sagte Churchill: [Seite 130] 'Die Entdeckungen die wir vor kurzer Zeit auf dem deutschen, holländischen und französischem Gebiet gemacht haben, zeigen, dass der Zusammenbruch des Feindes Großbritannien von einer furchtbaren Gefahr rettete, (...).
Die alliierten Armeen haben die Schlange in dem letzten Moment in ihrer Brutstätte zerstört, (...).'
Oberst D.L. Putt, vom Kommando der amerikanischen Streitkräfte in den besetzten Gebieten, hat sich nicht weniger deutlich als Churchill ausgedrückt als er die Beendigung der Operationen bewertete. 'Nur einige Wochen mehr - sagte er - und die Deutschen hätten eine entscheidende Waffe eingesetzt:
Atombomben, von denen sie zwei hatten, wären in die V2 eingebaut worden.'(...).

DIE ZWEIFEL VON MUSSOLINI
Über die Existenz von neuen Kampfmitteln, mit denen das III Reich die Kriegskunst radikal verändern wollte, wurde viel gesprochen aber ohne genaue Angaben.
Die Deutschen gaben ihren Verbündeten (besonders den Italienern) nur wenige Informationen.
Mussolini wollte unbedingt mehr wissen, aber er bekam nur ganz knappe Bemerkungen.
Über die Geheimwaffen sprachen Hitler und Mussolini zum ersten Mal in einem Treffen, dass in April 1944 im Schloss Klessheim, in der Naehe von Salzburg, stattfand. (...). Dieses
Treffen dauerte drei Tage.
Mit Mussolini kam der Marschall Rodolfo Graziani und mit Hitler, von Ribbentrop, Keitel, Dollmann und der Botschafter Rahn.
(...). [Seite 131]

Das erste Gespräch dauerte etwa eine Stunde; Hitler beschrieb die globale politische und militärische Lage; nur der Führer sprach und er überschwemmte seine Gäste mit vielen Eindrücken und Bemerkungen, alle mit einer gewissen optimistischen Stimmung.
(...). Er versicherte, dass man den Krieg sicher gewinnen würde, da der baldige Einsatz von neuen Waffen die feindlichen Pläne zerstören würde.
Er spazierte durch den Raum, (...), und sagte: 'Wir haben Flugzeuge, unsichtbare U - Boote, riesige Panzer und Kanonen, unglaublich mächtige Raketen und eine Bombe mit einer Wirkung die die ganze Welt überraschen wird. Der Feind weiß das, er greift uns an, er zerstört uns, aber auf diese Zerstörungen werden wir mit dem Sturm antworten und das ohne einen bakteriologischen Krieg zu entfesseln, für den wir auch bereit sind. (...). Alle meine Wörter
entsprechen der reinsten Wahrheit. Das wird sich bestätigen!'
Mussolini kehrte nach Gargnaro, auf dem Garda See wo er seine Residenz hatte, etwas beruhigt zurück; aber er wollte deutlich mehr wissen.
Im Herbst von 1944 wurde ich in die Villa Orsoline gerufen, (...), dort wohnte der Chef der Sozialen Republik mit seiner Familie und hier gab mir der Duce den Auftrag nach Deutschland zu reisen um, wie er mir erklärte, 'mehr von diesen Sachen zu sehen über die ich in Klessheim nur oberflächliche Berichte bekam.
Ich kann die Diskretion des [Seite 132] "Führers" sehr gut verstehen, aber mindestens ich müsste über genauere Informationen verfügen. Ich gebe ihnen diesen äusserst wichtigen Auftrag, für den ich diese Empfehlungsbriefe geschrieben habe.
(...).' Die Briefe waren der eine für Goebbels und der andere für Hitler.

BERICHT VON EINEM ZEUGE
Ich reiste nach Deutschland mit einem Auto. In Hitlers Hauptquartier in Rastenburg, Ostpreussen, hat der Chef vom III Reich persönlich den Brief von Mussolini gelesen sowie meine Anwesenheit bei einigen Experimenten erlaubt. Ich begann mit den unterirdischen Fabriken die sich in Bayern und Oberschlesien konzentrierten (...).
Die erwähnten unterirdischen Fabriken waren kleine Städte die man im inneren von Bergen gebaut hatte. Es gab Fahrstühle mit denen man in das Innere dieser Anlagen befördert wurde, wie in einem normalen Bergwerk. Die gut getarnten Eingänge wurden durch Patrouillen bewacht und mit Maschinengewehren und Artillerie verteidigt. Riesige, immer beleuchtete Stollen, dehnten sich Kilometer und mehr Kilometer aus, verbunden mit der Hilfe von kleinen Zügen die Personen und Material transportierten.
(...). In jedem Fall, der stärkste Punkt von dem germanischen Waffenarsenal war die Auflösungsbombe, ["Bomba Disgregatrice"] also die Atombombe, die zum ersten Mal auf einer Insel in der Ostsee, auf Rügen, getestet wurde. In der Nacht vom 11. zum 12. Oktober 1944 befand ich mich wieder in Berlin. Ein Militärauto hat mich im Hotel Adlon abgeholt; dort hatte ich meine Unterkunft. Einer der Offiziere im Auto teilte mir mit, dass nach meiner Rückkehr von dieser Reise, der Minister Goebbels mich empfangen würde. Ich fragte, wohin wir gingen, aber sie antworteten nicht. Wir sind um 2 Uhr in der Nacht abgefahren. Es regnete dauernd.
Ein leichter aber anhaltender Regen aus einem niedrigen Himmel mit faserigen Wolken.
Um 10 Uhr haben wir das Ziel erreicht. Nur als ich aus dem Auto stieg merkte ich, dass wir an der Ostseeküste waren, in der Nähe von Stralsund und, dass wir mit einem Motorboot die Insel Rügen erreichen würden.
Diese war das Gebiet, wo viele deutsche Waffen vollendet wurden; ein geheimer Platz, von speziellen Einheiten bewacht, der unzugänglich für jeden war der nicht eine Genehmigungskarte vom Oberkommando der Wehrmacht hatte.
Wir gingen sofort in ein Gelände, dass von Bäumen geschützt war.
Auf einer großen Fläche im Wald hatte man Steinhäuser sowie Schutzbunker aus Zement vorbereitet.
Wir gingen in einen halb unterirdischen Turm durch eine metallische Tür, die sofort geschlossen wurde.
Wir waren vier: meine zwei Begleiter, ein Mann mit einem [Seite 133] Arbeitsanzug und ich.
'Wir werden einen Test von der Auflösungsbombe sehen.
Es ist der stärkste Sprengstoff den man bis jetzt entdeckt hat.
Nichts kann ihn widerstehen,' sagte einer.
Er hat fast nicht geatmet.
Er guckte zu seiner Uhr und wartete bis Mittag, die für das Experiment vorgesehene Stunde.
Unsere Beobachtungsstelle war einige Kilometer von dem Explosionspunkt entfernt.
'Bis heute Abend -fügte der Mann mit dem Arbeitsanzug hinzu- werden wir hier bleiben müssen.
Erst im Dunkeln können wir hinaus gehen.
Die Bombe sendet tödliche Strahlungen aus, die äusserst schädlich sein können.
Ihr Wirkungsumkreis ist viel größer, als der von der stärksten konventionellen Bombe.
Ungefaehr 1.5 Kilometer.'
Es regnete jetzt stärker. Plötzlich klingelte das Telefon im Schutzbunker.
Von der Zentrale wurde mitgeteilt, dass das Experiment früher, um 11.45 Uhr stattfinden würde.
Im Bunker, in der Höhe von unseren Augen befand sich eine Schießscharte, die mit einem Rauchglas versehen war. Ich konnte nur Bäume und ungenutztes, dunkles Land sehen. Das Telefon klingelte wieder.
Man gab uns die genaue Zeit und wir synchronisierten alle unsere Armbanduhren. Plötzlich hat ein furchtbares Geräusch die Wände unseres Turms erschüttert; danach kam ein blendendes Licht.
Ein dichter Vorhang von Rauch breitete sich über das Feld aus.
Keiner hat gesprochen.
Mit meinem Augen an dem Rauchglas sah ich wie diese dichte Wolke auf uns zu kam.
Wir wurden von ihr verschlungen. Das Gefühl war, dass der Turm in einen Abgrund stürzte.
Am Ende hat der Mann mit dem Arbeitsanzug, der ein Oberst vom Heereswaffenamt war (die Stelle, die die Waffen vorbereitete), das
Schweigen gebrochen als er sagte:
"Was wir heute bestätigen werden ist äusserst wichtig. Wenn wir einmal bereit sind unsere Bombe auf die Invasionstruppen oder eine feindliche Stadt abzuwerfen, werden die Anglo-Amerikaner vorsichtig überlegen müssen, ob es sich lohnt den Krieg zu verlängern oder ihn vernünftig zu beenden.
Seit Jahren forschen wir. Nach langen und mühsamen Experimenten und Arbeiten haben wir endlich diese Erfindung vollendet. Wir haben Anlagen überall.
Einige wurden getroffen und beschädigt, besonders in Norwegen; aber in Peenemünde ist alles intakt, obwohl die Alliierten versucht haben, diese Anlage zu zerstören. In sechs oder sieben Monaten wird die serienmässige Herstellung der Bombe beginnen. Alles wird sich dann verändern; aber einige sind betroffen wegen des Einsatzes dieses furchtbaren Mittels."
Gegen 16.00 Uhr, in der Halbdunkelheit, erschienen einige Schatten.
Sie rannten zu unserem Schutzbunker.
Es waren Soldaten und sie hatten einen fremdartigen Tauchanzug an. Sie kamen herein und machten die Tür schnell wieder zu.
'Alles kaputt!', sagte einer, als er sich den Schutzanzug ausgezogen hatte.
Auch wir mussten uns einen weisslichen, rauhen, faserigen
Mantel anziehen.
Ich kann nicht sagen aus welchem Stoff dieser Mantel gemacht war, aber vom Tastgefühl her hätte es Asbest sein können.
Die Kopfbedeckung hatte vor den Augen ein Stück Glimmerglas.
Wir zogen uns hohe, aber sehr leichte Stiefel an und schützten unsere Hände mit Handschuhen, die man aus dem selben Stoff wie den Mantel hergestellt hatte. Wir verließen den Turm in einer Reihe die von den Soldaten geführt wurde. Als wir uns mehr und mehr entfernten war das Gelände mehr und mehr durcheinander. Es war kalt und die Feuchtigkeit ging uns bis auf die Knochen in diesem Wald, der aussah als hätte ihn eine Feuerwelle überschwemmt. Mein Fuß ist plötzlich auf etwas gestoßen. Es war die Leiche von einer verkohlten Ziege. Die Häuser die ich nur einige Stunden früher gesehen hatte waren verschwunden, in Steintrümmer verwandelt. Je mehr wir uns dem Explosionspunkt näeherten, um so furchtbarer sah die Verwüstung aus.
Das Gras hatte eine seltsame Farbe und ähnelte dem Waschleder und die Baeume die noch aufrecht standen hatten keine Blätter mehr.

WAS GOEBBELS SAGTE
In der Nacht kehrte in nach Berlin zurück. Ende Oktober hatte ich das Gespräch mit Goebbels, in seinem Haus in Unter den Linden. Es war unser erstes persönliches Treffen. Er kleidete einen grauen Anzug mit einem weissem Hemd und einer blauen Krawatte mit roten Streifen. Er war klein und hatte ein eher dunkles Gesicht mit quicklebendigen Augen.
'Ich weiss durch Untersekretär Neumann, - sagte er - dass sie das Experiment in Ruegen gesehen haben.
Mit diesen und anderen Mitteln, die wir in wenigen Monaten in grossen Zahlen herstellen werden, können wir den Feind entscheidend treffen. Die Auflösungsbombe, deren serienmässige Herstellung mit einer deutlichen Verspätung zum geplanten Termin begonnen hat, wird die große Neuheit in diesem Jahrhundert sein. Eine Gegenmassnahme, wenn es überhaupt eine gibt, kann man sich nur viel später vorstellen; dann ist der Krieg schon längst vorbei
...'
Er machte eine Pause und fügte dann hinzu: 'Von den speziellen U-Booten, mit Schnorkeln und Turbinen ausgestattet; von den neuen radio-gesteuerten V-Bomben, von denen die letzte eine unglaubliche Ueberraschung sein wird; von den überschnellen Flugzeugen, von [Seite 134]

den ferngesteuerten Raketen A.4 und A.9, mit einer
Reichweite von mehreren tausend Kilometern und angetrieben durch einen Motor, der eine Mischung von Alkohol und flüssigen Sauerstoff verbraucht; von alldem, was unsere Technik mit schrecklichen Opfern und jahrelanger Entwicklungsarbeit geschaffen hat, erwarten wir das Wunder. Noch einige Monate müssen wir die Zähne zusammen beissen, aushalten und so gut wie moeglich antworten. Wir brauchen Zeit. 24 Stunden koennen entscheidend sein.'
Zu meiner Frage ob die Alliierten diese Geheimnisse kannten, antwortete er: 'Ohne Zweifel. Ihre Geheimdienste arbeiten ohne Pause. Diese unendlichen Bombardierungen mit Hunderten von Flugzeugen beweisen die Nervosität des Feindes. Churchill ist mit Sicherheit der intelligenteste und schlaueste unserer Gegner, (...). Er weiß, dass die Möglichkeiten unserer Technik unbegrenzt sind.
Die Engländer und Nordamerikaner suchen die Fabriken der
Vergeltungswaffen. Sie greifen besonders Peenemünde und die Schwerwasser-Anlagen an, aber mit wenig Erfolg.
Um die Arbeit der Bomberflugzeuge zu unterstützen haben sie Saboteure an die ostdeutsche Küste und nach Norwegen geschickt. (...); in Norwegen, (...), wurde aber eine Schwerwasser-Anlage stark beschädigt.
[...]
Das schwere Wasser -sagte er- ist ein wichtiger Stoff fuer die Herstellung von der Auflösungsbombe. Schon vor dem Krieg haben wir Fortschritte in diese Richtung gemacht, aber die Forschungen wurden unterbrochen da die Kriegsoperationen sich günstig entwickelten. Der 'Führer' war überzeugt, wie viele seiner Mitarbeiter, dass man den Kampf siegreich beenden könne, ohne zu Waffen dieser Art greifen zu müssen.
Professor Otto Hahn, (...), gab Deutschland die erstaunliche Entdeckung der Kernspaltung. Am 6. Juni 1942 habe ich an einer entscheidenden Tagung über die Atomforschungen teilgenommen. Der 'Führer' fragte die Wissenschaftler, wieviel Zeit nötig sei, um positive Ergebnisse zu erreichen. Mindestens zwei Jahre, antworteten sie. Hitler sagte, dass es zuviel sei, aber er verlangte die Fortsetzung der Experimente, ohne einen genauen Termin festzulegen. Erst in 1943 hat er seine Meinung geändert und jetzt wird sehr schnell aber unter großen Schwierigkeiten gearbeitet.'
Gefragt ob die Auflösungsbombe allein den Krieg entscheiden konnte, antwortete er: 'Nicht ganz. Wenn wir zusammen mit der Bombe auch eine gute Infanterie und Panzer haben, ist es eine andere Sache. Diese Infanterie und diese Panzer werden wir mit Waffen ausrüsten, die der Feind sich nicht einmal vorstellen kann. Wir haben neuartige Kanonen, Raketen und Instrumente so, dass wir in der Dunkelheit sehen und genau schießen können. (...). Wir haben ein Dutzend ferngesteuerter Raketen, deren Stärke und Genauigkeit verblüffend ist. Wenn der Feind sieht wie ein Regen von Raketen A.4 und A.9, die Ersten mit 10 Tonnen und die Zweiten mit 15 Tonnen schweren Atomköpfen, auf ihn fällt, wird er überlegen müssen ob es sich lohnt weiterzukämpfen ...'
Goebbels fügte hinzu: 'Unser einziges Problem ist jetzt unser Durchhaltevermögen. Jeder unter unseren Umständen hätte schon längst aufgegeben. Tag und Nacht werfen die feindlichen Bomber tonnenweise Bomben auf uns, mit der Hoffnung, dass wir zusammenbrechen werden. (...). Wir brauchen nur höchstens sechs oder sieben Monate. Ich weiß es sind viele, aber alles steht auf dem Spiel; etwas Entscheidendes!
Deutschlands Rettung hängt von seinen Genien ab.'
Es waren seine letzte Worte vor dem Abschied.
(...).
Die Monate, von denen Goebbels sprach, gingen vorbei und der Krieg endete mit der deutschen Niederlage. Nur sehr wenige von den erwähnten, erstaunlichen Mitteln wurden eingesetzt, und deshalb haben viele, die schon immer gesagt hatten, dass die Geheimwaffen nur eine Propagandalüge waren, sich bestätigt gefühlt. Aber wie ich schon am Anfang geschrieben habe, weder Churchill, noch die Oberkommandos und die Geheimdienste (auch nicht die russischen) waren dieser Meinung, und ihre Sorgen waren, wie sie nach der Beendigung des Krieges selbst feststellen konnten, sehr wohl begründet. (...). [Seite 135]

hier gefunden: http://www.politikforen.de/showthread.p ... 886&page=5
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Beitragvon impi@ » Montag 1. Oktober 2007, 21:19

Klingt alle zu *schön*, um wahr zu sein.
Ausserdem glaube ich nicht, das man Ende 44 einem Italiener noch die neuesten Staatsgeheimnisse anvertraut hätte. Zumal er ja auch keinen hochrangigen Posten begleitete.
impi@
 

Beitragvon Volwo » Dienstag 2. Oktober 2007, 07:50

Das denke ich auch. Wenn man diese Übersetzung des Aufsatzes liest, die ja sehr genau zu sein scheint, dann spürt man die "Überschwenglichkeit" und "Übertreibung" in den Worten Romersas.

Ende 44 war Italien in der Tat kein "ernstzunehmender" Bündnispartner mehr.

Ausserdem ist diese Aussage neben dem Zinsser-Dokument die einzige überlieferte von einem derartigen Test.

Wenn man weitergoogelt, dann findet man auch zahlreiche Verfremdungen von Romersa.

Das geht soweit, dass er Flugscheiben und was weiss ich noch gesehen haben will.

Das Problem ist meiner Meinung nach, dass es mittlerweile immer mehr "Verschwörungstheoretiker" gibt, die solche Thesen aufklauben, zusammenmischen und einer dankbaren Masse in Form von Büchern oder noch verbreiteter im Internet präsentieren.

Da wird dann aus einer Grundaussage, wie der obigen, die mit Sicherheit schon stark übertrieben bis teilweise erfunden zu sein scheint,
die feste Überzeugung, Deutschland hätte solche Waffen gehabt.
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Beitragvon Volwo » Dienstag 2. Oktober 2007, 12:18

Man muss das auch im Gesamt -Zusammenhang sehen.

Hört man sich die Rede von Goebbels in Görlitz in der allerletzten Wochenschau an,
so klingt da zwar der immer noch furchtbare Demagoge heraus,
aber wenn man den reinen Inhalt seiner Worte beachtet,
ist da nichts,
aber auch gar nichts mehr von Wunderwaffen etc. zu hören.

Man hört es klar heraus,
es ist nur noch reine Anstachelung zum sinnlosen letzten Showdown -
mit nichts in der Hand als Gewehren und ein paar übrig gebliebenen Panzern:
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Nun

Beitragvon burghart » Dienstag 2. Oktober 2007, 20:08

Nun mit dem Ausschnitt der Goebbels-Rede aus der vorletzten Deutschen Wochenschau mit der Nr. 754, die hier als Tondokument wiedergegeben ist , gibt es nur ein kleines Problem: es ist nicht gesamte Rede.

Wer kann sie verfügbar machen oder wer hat sie verfügbar?

MfG

B.F.
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Beitragvon impi@ » Dienstag 2. Oktober 2007, 20:27

Ich hab es zwar, darf aber nur 250k hochladen.......
impi@
 

Die

Beitragvon burghart » Dienstag 2. Oktober 2007, 20:31

Die gesamte Rede als Textdokument? Oder als Tondokument? Unwahrscheinlich, denn da dürften 250K nicht ausreichen...

Gruss

B.F.
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Beitragvon Volwo » Dienstag 2. Oktober 2007, 20:33

Nein beides nicht:
Rede von Goebbels in Görlitz

8.März

habe die Rede vorliegen, aber die ganze Rede hier als Download einzustellen, gibt ein Urheberproblem.
Verlinken könnte man.

Aber es ging hier mit dem Ausschnitt aus der Rede nur um den Gegensatz zu Romersa einige Monate vorher.
Die ganze Rede mag man in einem eigenen Thread diskutieren, wenn nötig.

In seinen Tagebüchern notiert Goebbels einen Tag später, das Publikum sei für seine Darlegungen "völlig aufgeschlossen" gewesen.
Es habe "ein fester Glaube an den Sieg und an den Führer" vorgeherrscht.
Auch mit der Wochenschau ist Goebbels zufrieden: Sie "stellt einen Bildstreifen dar, mit dem wir wirklich einmal wieder propagandistisch wirken können".
Doch dazu kommt es nicht mehr: Es gibt nur noch wenige Kinos, die in Betrieb sind. Am 10. April 1945 enden die Tagebuch-Eintragungen von Goebbels.


Das passt dann auch ins Bild.
Goebbels hat in Görlitz nur noch "gewohnheitsmässig" eingepeitscht.

Zwei Tage später hat er selber nicht mehr dran geglaubt.
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Ohne

Beitragvon burghart » Dienstag 2. Oktober 2007, 20:40

Ohne Dokument nur schwer nachvollziehbar.

Aber dir dürfte doch ebenso bekannt sein, dass für die betreffenden Tage im Oktober 1944 - also als Romersa den Bombentest gesehen hat - gar keine Einträge aus dem TB Goebbes zu finden sind... da angeblich die Datenträger (Glasplatten) beschädigt. Die dürfen nämlich, wenn sie denn noch erhalten sind, in Moskau aufzufinden sein.

B.F.
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Beitragvon impi@ » Dienstag 2. Oktober 2007, 20:50

wer dokumente irgendeiner art braucht, einfach email an mich.
bitte urheberrechte beachten.
impi@
 

Beitragvon Volwo » Mittwoch 3. Oktober 2007, 09:40

Hier ein weiteres Interview ( leider italienisch):

Ma lasciamo parlare Luigi Romersa:
Isola di Rügen, Mar baltico, 12 ottobre 1944, ore 11:45 AM.
"Ho assistito a questa esplosione eccezionale, una carica che adesso posso dire “atomica”, mentre allora si parlava di “bomba disgregatrice”. Vidi una luce abbagliante, poi un intero bosco scomparire.
L'esplosivo era appoggiato su dei castelletti fissati nel terreno. Io, ripeto, non parlavo di “atomica”. Non sono uno scienziato o un fisico, ma ciò a cui assistetti era un esperimento identico a quello dei francesi quando nel dopoguerra iniziarono a munirsi di un arsenale atomico. Io ero all’interno di un bunker di cemento armato insieme a un gruppo di alti ufficiali tedeschi. Uscimmo molte ore dopo l’esplosione, indossando degli scafandri per proteggerci dalle radiazioni.
Era un sistema completamente nuovo di combattere. Nessuno ancora disponeva di armi del genere. Cosa penso di quell’esplosione? Fu qualcosa che all’epoca non si poteva confrontare con nulla, almeno fino a quando due bombe chiusero la guerra in Giappone, a Hiroshima e Nagasaki"


Q.: http://www.enricobaccarini.com/Attualit ... ibro01.htm
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Beitragvon Silko » Freitag 2. November 2007, 15:19

Mal sehen, was diese Publikation aus dem Jahre 1977 her gibt. Heute eingetroffen. "ich versteh leider nur spanisch" --> eben gar nicht xD


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Beitragvon Volwo » Freitag 2. November 2007, 15:24

das müsste der (ungekürzte) Aufsatz sein, den ich übersetzt auf der vorherigen Seite einstellte, oder?
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Beitragvon Silko » Freitag 2. November 2007, 16:51

Grundsätzlich würde ich sagen: Nein. Der Artikel aus Defensa stammt aus dem Jahre 1984. Das hier vorliegende 247-seitige Buch mit dem Titel "Spanien - 40 Jahre und ein Tag" stammt aus dem Jahre 1977. Es sollen aber inhaltlich die bekannten Themen zu den Tests aufgegriffen sein. Ich kann das jetzt noch nicht beurteilen. Ich glaube, es gibt keine deutsche Fassung. Mal sehen, Scan, OCR, AutoTrans....
Kennst meine Devise? "Erst mal haben...." [pop]
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Beitragvon Volwo » Freitag 2. November 2007, 20:38

na ja - 247 Seiten zu übersetzen ist ja ne Halbjahresaufgabe.
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Beitragvon Silko » Freitag 2. November 2007, 22:05

na eben nicht, weil, es gibbet ja ein Inhaltsverzeichniss... und diverse Autotransen.... Ich nehm mir doch nur das vor, was mir sinnvoll erscheint.
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Frage!

Beitragvon tom32 » Montag 8. November 2010, 12:43

Hallo Leute,

in dieser Materie, - seit Ihr offensichtlich die Experten, - hab da aber eine Frage dazu:

Betreffend diesem A-Test auf einer Ostseeinsel, - hab ich vor längerer Zeit schon einmal einen Beitrag in einem Nachbarforum? oder ähnlichem von einem Geo? - Stundenten gelesen, - der sein Praktikum in so einer geologischen Messtation gemacht hat.
Auch er wollte wissen - ob damals soetwas passiert ist.

Demnach gibt es ja seismogr. Aufzeichnungen auch für die Tage die damals in Frage gekommen sind.
Er berichtete, - er hätte sich mit seinem Chef alle diese verdächtigen Monate?Jahre? durchgesehen, - und demnach gab es da schon einen mächtigen Ausschlag an solch einem vermuteten Tag.

Ich bin sicher nicht der einzige hier, - der davon gelesen hat.

Ansonst, - könnte man ja wirklich mal diese seism. Aufzeichungen an den "verdächtigen" Tagen, Monten durchsehen?

lg aus AUT

Tom
tom32
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Beitragvon bobo » Dienstag 9. November 2010, 01:57

Ausschläge gibt es aber jeden Tag wie Sand am Meer. Ich bin mir sicher, wenn wir die letzten vergangenen 7 Tage solcher Aufzeichnungen anschauen würden, das wir gleichartige Peak´s finden würden.
Vor allem welche Aufzeichnungen sind gesichtet worden? Nur von einer Station oder dann schon mehr in "Rasterfahndung"? Denn dann kann man auch Aussagen über die evtl. Örtlichkeit, Stärke am Ursprungsort und in Frage kommender Ursache klären. [wer.der.]
Ich will ja evtl. deutsche Eiertest nicht abstreiten. Alleine der Umstand, das jetzt erst heraus kam, das der Rohstoff für das Hiroshima-Ei von den Deutschen zu 100% stammte.
MfG BOBO
bobo
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