Luigi Romersa

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Beitragvon Neugier » Dienstag 9. November 2010, 11:09

@bobo,
und du kannst es beweisen????????
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Beitragvon Volwo » Dienstag 9. November 2010, 11:40

bobo hat geschrieben:.....das jetzt erst heraus kam, das der Rohstoff für das Hiroshima-Ei von den Deutschen zu 100% stammte.


Neugier hat geschrieben:@bobo,
und du kannst es beweisen????????


Danke G.,
sonst hätte ich ihn drum gebeten.
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Beitragvon Luchs » Dienstag 9. November 2010, 17:56

Fat Man war eine einfache Gun-Bombe, bei der zwei knapp unterkritische Massen aufeinander geschossen wurden. Hier wurde geradezu verschwenderisch mit den 64kg(!) angereichertem Material umgegangen. Der Wikipedia-Artikel erwähnt, daß zumindest ein Teil des angereicherten Materials aus etwa 1100 Tonnen (!) Stassfurter Uranerz stammen soll und beruft sich dabei auf Richard Rhodes (1996), Dark Sun: The making of the Hydrogen Bomb, Touchstone, Seiten 160 und 161. Ich weiß nicht, wie sicher die Quelle ist, aber unter diesen Umständen stellt sich die Frage, mit welchem Verfahren und vor allem an welchem Ort in nur dreieinhalb Monaten diese Menge verarbeitet wurde. Mit Sicherheit nicht auf deutschem Boden.
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Beitragvon Silko » Dienstag 9. November 2010, 20:58

Luchs hat geschrieben:Fat Man war eine einfache Gun-Bombe, bei der zwei knapp unterkritische Massen aufeinander geschossen wurden. Hier wurde geradezu verschwenderisch mit den 64kg(!) angereichertem Material umgegangen.

Ups. Verlesen! Fat-Man war 3 Tage später gezündet worden und nach dem Implosions-Modell mit Pu239 geladen. Obige war Little-Boy. "Verschwenderisch" ist relativ. Passt alles fein säuberlich in eine mittelgroße Suppenschüssel. Aber insoweit natürlich verschwenderisch, als das nur ca. 1kg tatsächlich gespalten wurde.
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Beitragvon Neugier » Mittwoch 10. November 2010, 08:48

Also als Beweis reicht mir das noch nicht. Die Behauptung von der Deutschen Bombe bzw. dem Deutschen Uran in der Japanbombe ist ja schon alt. Die Frage nach der Herstellung solcher Mengen stellt sich wirklich.
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Beitragvon Varga » Mittwoch 10. November 2010, 14:04

Neugier hat geschrieben:@bobo,
und du kannst es beweisen????????

Schau z.B. mal hier:http://www.szgrf.bgr.de/cgi-bin/send_bulletin.py?bullkind=local&bullmonth=last&submit=Submit , oder frage Google mit: "seismologische ausschläge"

Gruss
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Beitragvon Silko » Mittwoch 10. November 2010, 18:29

Varga hat geschrieben:Schau z.B. mal hier:http://www.szgrf.bgr.de/cgi-bin/send_bulletin.py?bullkind=local&bullmonth=last&submit=Submit , oder frage Google mit: "seismologische ausschläge"

Das bringt uns aber für das Jahr 1945 nicht weiter. Hier hilft nur ein Blick in die alten Aufzeichnungen aus Collm.
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Beitragvon ssch » Mittwoch 10. November 2010, 19:58

Neugier hat geschrieben:Die Frage nach der Herstellung solcher Mengen stellt sich wirklich.

Ja, aber die Frage ist alles andere als unbeantwortet: http://www.atomicarchive.com/Docs/SmythReport/smyth_x.shtml.

Viele Grüße
Sebastian
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Beitragvon Volwo » Mittwoch 10. November 2010, 20:13

Danke. [-<5>-]
PS: Kannst ruhig wieder öfter schreiben, vermisse Deine Beiträge (look-)
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Beitragvon TÜP » Donnerstag 11. November 2010, 07:04

Da hat der Volwo recht - ich vermisse den ssch auch!

Kann mal bitte jemand in drei Sätzen schreiben was da steht?! Das ist mir zu viel englisch.
Gott hat nicht den Menschen erschaffen, sondern der Mensch erschuf Gott «nach seinem Bilde».
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Beitragvon Neugier » Donnerstag 11. November 2010, 11:03

@ssch

Ich meinte aber insbesondere, wie das die Deutschen in dieser Menge hinbekommen haben. Wenn in den auf Japan abgeworfenen Bomben nennenswerte Mengen deutschen Urans war, dann muß es all diese Möglichkeiten in Deutschland auch ganz real gegeben haben. Wo sind dann diese Anlagen?
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Beitragvon PEKE » Donnerstag 11. November 2010, 17:56

Das würde ich auch gern wissen.
Hallo Georg, ich denke und denke und bei mir klingelts
nur bei DEGUSSA, Oranienburg und Guben.
Ach bei Schlesien habe ich einen leisen Verdacht, aber nur
leise.

Tschüß
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Beitragvon bobo » Donnerstag 11. November 2010, 23:39

PEKE hat geschrieben:Das würde ich auch gern wissen.
Hallo Georg, ich denke und denke und bei mir klingelts
nur bei DEGUSSA, Oranienburg und Guben.
Ach bei Schlesien habe ich einen leisen Verdacht, aber nur
leise.

Tschüß
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DEGUSSA steckte m. E. nach auf jeden Fall mit im Boot. Wozu hatte man sonst damals Berlyiumoxid gebrauchen können? Wozu förderte die DEGUSSA massenhaft BeO? [bart]
Irgendwas war doch auch mit der Fa. Linde und irgendwas mit Kühl-Aggregate. -()-
MfG BOBO
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Beitragvon Bolle » Freitag 12. November 2010, 09:20

Die IG Farben insgesamt würde ich da nicht ausklammern.

Gruß,
Bolle
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Beitragvon ssch » Freitag 12. November 2010, 09:33

@TÜP & Volwo:
Danke, danke. Ich bin im Moment nicht in Deutschland, aber demnächst kommt vielleicht wieder etwas mehr von mir.

@TÜP:
Der Smyth-Report wurde am 11. August 1945 veröffentlicht und sollte der Öffentlichkeit erläutern, wie die Amerikaner die Bombe gebaut haben. Dabei wurde sowohl auf die Entwicklungsgeschichte als auch auf die physikalischen Grundlagen eingegangen. (Siehe auch: Wikipedia, noch besser englisch.) Im hier verlinkten Abschnitt geht es um die Gasdiffusion als Anreicherungsmethode, die von den Amerikanern erfolgreich im großindustriellen Maßstab angewendet wurde.

@Neugier:
Das hatte ich tatsächlich falsch verstanden. So wie Du es meinst, ist die Frage natürlich noch interessanter. Eine Antwort wird es darauf aber wohl kaum geben (können). :)

Viele Grüße
Sebastian
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Beitragvon PEKE » Freitag 12. November 2010, 18:45

Aber auch die Fa. AUER, sie stelllte radioaktive Produkte her, ist bestimmt
dabei gewesen. Sie hat Produkte mit der Fa. DEGUSSA ausgetauscht.

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