Reichspostminister Ohnesorge

Bereich für alle auf Personen bezogene Berichte, Fragen etc.

Moderator: Under

Reichspostminister Ohnesorge

Beitragvon Mayolein » Montag 12. Januar 2009, 20:48

Sorry Leute war 1 Woche Beruflich unterwegs ...... Deswegen keine Zeit für weitere Datenblätter gehabt.
Hier wieder ein neues !
Bitte um Resonanz dazu und Berichtigung bzw. Ergänzung des fehlenden ;)
Und wie gesagt wenn ihr weitere Daten zu Personen habt die Wichtig im und ums Jonastal waren immer hier rein am Besten mit Lebenslaufdaten und Aufgaben im Jonastal usw.
Kann man ja anhand meiner Datenblätter sehn.
Mayolein
P.S: hab das hier als neuen Post gemacht falls den andren Post von mir Personen rund ums Jonastal keiner mehr liest ;)
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Mayolein
 

Noch was ....

Beitragvon Mayolein » Montag 12. Januar 2009, 20:48

Habt ihr vielleicht auch was zu Dipl. Ing. Karl Fiebinger?
Foto von ihm hab ich gefunden aber keine Daten zu ihm selbst .
Oder Foto von Ernst Kott ? oder Volkmar Grosch , sowie deren Daten ?

Und stimmt es dass Heinrich Lübke (Ehemaliger Bundespräsident BRD) auch als Architekt für S III bzw. Jonastal tätig war ?
Mayolein
Mayolein
 

Re: Noch was ....

Beitragvon Volwo » Montag 12. Januar 2009, 21:05

Benutzeravatar
Volwo
Ehemaliger
 
Beiträge: 6231
Registriert: Donnerstag 6. November 2003, 18:02
Wohnort: EINBECK

Beitragvon TÜP » Montag 12. Januar 2009, 21:40

Mayolein - du kannst dich auch mal privat (per PN) an dies User SuR und KPS wenden, die haben einiges an Fachwissen über bestimmte Personen.
Gott hat nicht den Menschen erschaffen, sondern der Mensch erschuf Gott «nach seinem Bilde».
Benutzeravatar
TÜP
Jonastal-Guru
 
Beiträge: 3913
Registriert: Freitag 24. Oktober 2003, 08:42
Wohnort: Ohrdruf

Eh ja ....

Beitragvon Mayolein » Montag 12. Januar 2009, 22:33

Hmmmm jo hast ja recht ich bin noch net allzulange son heisser Forumfeger und bin mit den ganzen Möglichkeitennoch net so vertraut und vergesse das hin und wieder ;) :,( -()-
Mayolein
 

Beitragvon hebbel » Dienstag 13. Januar 2009, 07:55

Ui,ui. Zu Ohnesorge gibt es aber einiges zu ergänzen und berichtigen. Z.B. hat er zwei kernphysikalische Institute (Lichterfelde und Miersdorf) vermittels der Reichspostforschungsanstalt betrieben. Andererseits saß er im Präsidium des Reichsforschungsrates. Er hat M. v. Ardenne finanziert und gefördert. Er war, wenn ich mich recht erinnere, mit Heinrich Hoffmann befreundet, mit dem er sich auch bei Kriegsende aus Berlin absetzte. Da habe ich noch einiges, was ich aber erst heraussuchen muß, um korrekt zu bleiben. Es kommt darauf an, wie weit man das treiben will. Vielleicht können die Kollegen ssch und SuR schon mal was dazu sagen? Die "kennen" den. :D

Gruß
Dieter
hebbel
Jonastal-Fortgeschrittener
 
Beiträge: 128
Registriert: Donnerstag 28. September 2006, 10:24

Beitragvon SuR » Dienstag 13. Januar 2009, 08:15

Huh, ausgerechnet über Ohnesorge wollt ihr von mir was wissen. Dabei gäbe es noch viel kompetentere Zeitgenossen wie beispielsweise den Herrn ssch....

Ich verweise mal auf das Buch: High-tech für Hitler (Die Hakeburg - Vom Forschungszentrum zur Kaderschmiede) von Hubert Faensen, da steht schon mal eine ganze Menge über Herrn Ohnesorge drin.
SuR
 

Beitragvon ssch » Dienstag 13. Januar 2009, 13:51

SuR hat geschrieben:Dabei gäbe es noch viel kompetentere Zeitgenossen wie beispielsweise den Herrn ssch....


Danke, danke. Ich würde jetzt gerne was Ausführliches dazu schreiben, aber das Thema Ohnesorge ist wirklich ziemlich ausufernd. Was an biografischen Angaben kursiert, ist teilweise ausgesprochen ungenau. Der Wikipedia-Artikel beispielsweise ist eine Frechheit; nicht mal die Vornamen stimmen. Die Situation wird dadurch erschwert, dass die Personalakte verschollen ist. Zu den Umständen ihres Verschwindens halte ich mich jetzt mal zurück. Jedenfalls: Als am 13. Juli 1945 die Panzerschränke in der Ministerabteilung des RPM geöffnet wurden, fand man dort eine vierbändige Personalakte von Ohnesorge, die Personalakten der führenden Mitarbeiter des Ministeriums sowie jene von Ohnesorges Frau. Im Bericht zur Abwicklung des RPM wurden die persönlichen Lebensdaten, die sich aus den Personalunterlagen ergaben, folgendermaßen zusammengefasst:

„Friedrich Wilhelm Ferdinand Hermann Ohnesorge wurde am 8.6.1872 als Sohn des Telegraphenassistenten Johann Ferdinand Ohnesorge in Gräfenhainichen, Krs Bitterfeld, geboren. Er besuchte die Vorschule und dann die Musterschule (Realgymnasium) in Frankfurt (Main), wo er Oster 1890 die Abgangsprüfung bestand. Im gleichen Jahre trat er bei dem Telegraphenamt in Frankfurt (Main) als Posteleve ein. 1893 bestand er die Sekretärprüfung, besuchte in den Winterhalbjahren 1894/95 und 1895/96 die Post- und Telegraphenschule in Berlin und legte 1897 die höhere Verwaltungsprüfung ab. Am 1.2.1896 wurde er als Postsekretär angestellt. 1899 wurde er zum Oberpostdirektionssekretär befördert, 1902 zum Telegrapheninspektor, 1905 zum Oberpostinspektor. 1916 wurde er zum Postrat ernannt, während des ersten Weltkrieges war er Leiter des Feldtelegraphenwesens im Hauptquartier. Am 11. Oktober 1919 leistete er den Eid auf die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik [sic!]. 1920 wurde er Oberpostrat, 1924 Abteilungsdirektor bei der Oberpostdirektion Berlin und 1929 Präsident des Reichspostzentralamts. Am 1.3.1933 wurde er zum Staatssekretär des Reichspostministeriums ernannt und leistete im August 1934 den Eid auf Hitler. Am 2.2.1937 erfolgte seine Ernennung zum Reichspostminister.

Ohnesorge hat 1897 zum ersten Mal und 1915 zum zweiten Mal geheiratet. Nach der Scheidung dieser Ehe heiratete er im März 1940 die Postangehörige Auguste Videcnik. Aus seinen ehelichen Verbindungen sind 6 Kinder hervorgegangen: [Es folgen die Namen und Geburtsdaten.]"


Das mit der Mitgliedsnummer 42 ist auch so eine Sache. Diese außerordentlich niedrige Mitgliedsnummer wurde nämlich nachträglich, ehrenhalber sozusagen verliehen. Über die Frage, ob Ohnesorge überhaupt als "Alter Kämpfer" gelten könne, gab es eine erhellende Korrespondenz mit dem Schriftleiter der "Deutschen Wochenschau", einer "Wochenzeitung für Politik, Wirtschaft, Kultur und Technik". Dort heißt es, Ohnesorge sei kein "Alter Kämpfer". Zwar habe er die Mitgliedsnummer 42, sei aber erst am 1. Februar 1933 der Partei beigetreten. "Es widerstrebt nämlich den Grundsätzen der 'Deutschen Wochenschau', alte Kämpfer lediglich der Nummer nach als solche zu bezeichnen. Alte Kämpfer müssen unserer Auffassung nach auch vom Tage ihres Eintretens in die NSDAP an ohne Unterbrechung in irgendeiner Form aktiv für die Bewegung tätig gewesen sein." Dazu wird die Möglichkeit der Geheimmitgliedschaft angedeutet, falls für höhere Beamte ansonsten berufliche Nachteile entstünden. "Sein einziges aktives Eintreten für die NSDAP, das uns bekannt wurde, datiert aus dem Jahre 1922." Und: "Über die Frage, ob Herr Staatssekretär Ohnesorge ein alter Kämpfer ist oder nicht, kann es also keine Debatte mehr geben, (…)" Nach 1922 sei Ohnesorge außerdem Mitglied der DNVP in der Ortsgruppe Berlin-Tempelhof gewesen. "Außerdem gehörte er dem Vorstand des Wahlkreises Potsdam II der DNVP an; sein Monatsbeitrag betrug 10 RM,-. Aus einem Schreiben geht auch hervor, daß er andere Beamte aufgefordert hat, in die Deutsch-Nationale-Volk-Partei einzutreten." Und: "Die Zugehörigkeit Pg. Ohnesorges zur DNVP war in der NSDAP noch nicht bekannt, als er im Jahr 1932 die Bekanntschaft des Pg. Jakob Sprenger, MdR, Frankfurt/Main machte, in dessen damaliger Eigenschaft als Zuständiger der NSDAP für Postbeamte. Diese Verbindung mit Pg. Sprenger führte schließlich zum Eintritt des Herrn Staatssekretärs Ohnesorge in die NSDAP zwei Tage nach der Machtergreifung, am 1. Februar 1933."

Wer sich mit Ohnesorge näher beschäftigen möchte, kommt um folgende Arbeit nicht herum: Herbert Leclerc, Dr. Ohnesorge und die Deutsche Reichspost, in: Archiv für deutsche Postgeschichte, 1988, Heft 2, S. 120-154.

Viele Grüße
Sebastian
ssch
Jonastal-Fortgeschrittener
 
Beiträge: 320
Registriert: Donnerstag 8. Juli 2004, 23:14
Wohnort: Berlin

Beitragvon ssch » Dienstag 13. Januar 2009, 13:59

Und zum Atomdings vielleicht noch folgendes:

Thomas Stange, Die kernphysikalischen Ambitionen des Reichspostministers Ohnesorge, in: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte, 21 (1998), S. 159-174.

Viele Grüße
Sebastian
ssch
Jonastal-Fortgeschrittener
 
Beiträge: 320
Registriert: Donnerstag 8. Juli 2004, 23:14
Wohnort: Berlin

Alles klar

Beitragvon Mayolein » Mittwoch 14. Januar 2009, 17:14

Wie ich dazukommen änder ich gewisse Sachen oder füge das nach :)
Mayolein
Mayolein
 


Zurück zu Personenregister

  • VISITORS

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste

Design by GB