Gerrit Oldeboershuis - Leiter Führungsstab S III

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Gerrit Oldeboershuis - Leiter Führungsstab S III

Beitragvon kps » Donnerstag 21. Oktober 2004, 12:37

In der letzten Zeit werden verstärkt unglaubliche Veröffentlichungen zum Thema Jonastal verfasst und dem interessierten Leser präsentiert. Gespickt sind diese Berichte oft mit Anfeindungen gegenüber dem Jonastalverein in der Art, das Hinweisen nicht ausreichend nachgegangen wird. Leider wird dabei nicht erwähnt, dass während der Mitgliedschaft von Martin Stade im Verein zahlreiche Hinweise geprüft wurden, auch wenn schon damals keine Quellen etc. offenbart wurden. Alle mir bekannten Aktionen, Messungen etc. hatten kein positives Ergebnis, was auch in der aktuellen Vereinszeitschrift nachzulesen ist. Mit diesem Status ist es nur schwer durchsetzbar, den vielen und teils neuen Hinweisen zu folgen und auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Macht dies eigentlich auch Sinn? Muss nicht derjenige etwas beweisen, der es behauptet?

Würde man dann nicht sofort auch an die Existenz von s.g. Strahlenkanonen und Flugscheiben im 3. Reich glauben, wenn man Hinweisen zu Massengräbern nachgeht, in denen angeblich neuartige Waffen für einen schnellen und lautlosen Tod der Häftlinge gesorgt haben sollen? Hier irrt meiner Meinung nach der Autor, der versucht, dem Verein bzw. anderen Gruppen Aufträge zu erteilen.

An dieser Stelle möchte ich daher meine persönliche Meinung zum Ausdruck bringen und klarstellen, dass alle durch Martin Stade gemachten Aussagen zu den Sonderinspektionen des Sonderstab Kammlers und der durch uns im August bekannt gemachten Außenstelle X durch keine bisher bekannten Quellen nachweisbar sind. Meiner Meinung nach wird hier ein falsches Geschichtsbild wiedergegeben und diese Behauptung, möchte ich anhand des Mannes belegen, dessen Name schon seit über 60. Jahren oftmals falsch geschrieben wurde - auch schon während des Krieges.

Sein Name war Gerrit Oldeboershuis - zuletzt Leiter des Führungsstabes S III in Ohrdruf, später Luisenthal. Er spielte meiner Meinung nach eine Hauptrolle bei der Betrachtung der damaligen Geschehnisse und es ist an der Zeit, einige Sachen richtig zu stellen.

Zitate von der Plattform www.jonastal-online.de, nachfolgend kurz JO genannt.

Martin Stade hat geschrieben:Thema - 4. Die sichtbaren Stollen und damit zusammenhängende Fragen
Die sogenannte Baustelle S III Jonastal

…Der Sonderbaubereich S III des SD ( nicht zu verwechseln mit dem Baustab S III des Oldebouershuis), bestimmte am 3.9.44 einen Verbindungsoffizier für die Zusammenarbeit mit dem Baustab S III... Als eigentlichen Kommandeur der Baustelle Jonastal wurde dem Reichsführer von Kammler der angebliche Hauptsturmführer Gerrit Oldebouershuis zur Verfügung gestellt. Dieser wiederum erhielt den Befehl dafür am 4.6.44.

Im Zusammenhang damit erscheint es angebracht, die Arbeiten zu erwähnen, mit denen Gerrit O. vorher beschäftigt war.

Ab Juni 40 gehörte er zu einer Kammlerschen Bauinspektion, die in Polen mit dem Aufbau von KZ Lagern befasst war. Ab Januar 43 nahm er an der Ausbildung in Ohrdruf teil und baute anschließend innerhalb von 11 Monaten mit 130 Häftlingen einen sechsstöckigen Bunker westlich von Arnstadt, der ab Februar 44 von Kammler genutzt wurde. Ab Januar 1944 wird er zusammen mit seinem Baustab in einem Bunker stationiert, der sich unter einem Berg befindet mit Namen Herrnberg. In großer Tiefe darunter arbeitet er an dem Ausbau einer riesigen Fabrik bis Ende Mai.
Im Anschluss daran übernimmt er, wie schon gesagt, den Baustab S III, wechselt also von Kammler zu Himmler.
Er erhält den Befehl, im Jonastal 12 Stollen zu bauen. Dies geschieht mit großem Getöse und in aller Öffentlichkeit, was sehr außergewöhnlich war. Noch nie war der Bau eines Führerhauptquartiers vorher verkündet worden. Das es eine Irreführung war, auch mit Hilfe von Dokumenten, geht schon daraus hervor…

Zurück zu Gerrit O.
Im Jonastal (im Gebiet der bekannten Baustelle, aber auch westlich und östlich davon) waren bis zum April 44 bereits 16 Stollen gebaut worden. Insgesamt waren 34 geplant gewesen.
Gerrit O. baut nun 12 Stollen ab Juni 44 mit 540 Häftlingen, die in acht Baracken in jener Waldecke stationiert waren, wo die "Rote Hütte" nördlich von Gossel mit dem Großen Tambuch zusammenstoßt. Auf einem Luftbild von 45 sind Spuren davon zu erkennen.

Die Häftlinge des Gerrit O. haben bis zum 27.3. gearbeitet. Sie starben am 28.3.45. im Großen Tambuch. Massengräber, nördlich des Zeltlagers, 2004


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Beitragvon kps » Donnerstag 21. Oktober 2004, 12:59

Anbei möchte ich nun eigene Fakten zur Person des Gerrit Oldeboershuis zusammenfassen bzw. richtig stellen und mich unter Berücksichtigung seiner Person auf Wesentliches konzentrieren. Einiges davon konnte man bisher nicht ohne eine gründliche Recherche in Archiven wissen/ belegen. Wer argumentiert, dass Unterlagen absichtlich gefälscht wurden, der muss dies auch beweisen und dabei aufpassen, dass er nicht selbst unter Verdacht kommt. Die in unterschiedlichen Archiven befindlichen und allgemein als echt anerkannten Akten zeigen ein anderes Bild über die bisher dargelegten Geschehnisse vor und während des 2. Weltkrieges.

Die bewussten bzw. gezielten Provokationen den Vereinsmitgliedern gegenüber als Startvorbereitung der neuen Internet-Plattform JO konnte ich noch relativ gelassen lesen/ hinnehmen. Allerdings ist es meiner Meinung nach nicht zu akzeptieren, wie Jonastal-Interessierte mit den betreffenden Veröffentlichungen im Internet in die Irre geführt werden, die nichts mit einer sachlichen bzw. wissenschaftlich fundierten Herangehensweise zu tun haben. In diesem Zusammenhang habe ich persönlich auf den o.g. Artikelauszug versucht zu antworten und nachweisbare Tatsachen reflektiert. Diese Arbeit muss unbedingt fortgesetzt werden und die wiederum neue Plattform www.jonastal-online.org war ein Anfang. Sicherlich müssen nicht alle Angaben von JO überprüft werden, was evtl. Ziel der Veröffentlichungen selbst ist und jede Menge wertvolle Zeit und Arbeit kosten würde. Der Interessierte muss sich aber ein eigenes Bild davon bilden können und kann nur so von der Qualität einzelner Vermutungen auf die der Gesamtinhalte schließen. Wie viele Nieten sind im Los-Topf? Warum wurde bisher nichts gefunden? Warum werden nur Fotos von Bäumen und Wiesen - also Landschaftsfotografie - veröffentlicht?

Meiner persönlichen Meinung nach braucht es also noch mehr davon und derlei vorsätzliches Handeln muss Konsequenzen haben, was bisher leider ausblieb.

__________________________________________________________

Quelle: Personalakten des ehemaligen SS-Personalhauptamtes; nach dem 2. Weltkrieg im amerikanischen Berlin Document Center und heute im Bundesarchiv Berlin; Signatur: BDC SSO Oldeboershuis, Gerrit 21.03.95

Geboren am 21.03.1895
Erlernter Beruf: Maurer
Später tätig als Betriebsleiter
Vrmtl. danach Leiter des Kreisgerichtes Lörrach bis zur Einberufung
und danach hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Haltingen/ Kreis Lörrach

Martin Stade hat geschrieben: …Ab Juni 40 gehörte er zu einer Kammlerschen Bauinspektion, die in Polen mit dem Aufbau von KZ Lagern befasst war.

Falsch!!
Laut Übersicht über die Militärverhältnisse war er noch vom 28.05.1940 bis 31.07.1940 beim Truppenteil SS-Erg.N.W-Den Haag als SS-Hauptsturmf. (S)


Martin Stade hat geschrieben: Ab Januar 43 nahm er an der Ausbildung in Ohrdruf teil und baute anschließend innerhalb von 11 Monaten mit 130 Häftlingen einen sechsstöckigen Bunker westlich von Arnstadt, der ab Februar 44 von Kammler genutzt wurde. Ab Januar 1944 wird er zusammen mit seinem Baustab in einem Bunker stationiert, der sich unter einem Berg befindet mit Namen Herrnberg. In großer Tiefe darunter arbeitet er an dem Ausbau einer riesigen Fabrik bis Ende Mai. Im Anschluss daran übernimmt er, wie schon gesagt, den Baustab S III, wechselt also von Kammler zu Himmler.


Wieder falsch!!
Ein Wechsel von Kammler zu Himmler macht zunächst keinen Sinn, da Kammler direkt an Himmler bzw. Pohl berichtete und engster Vertrauter und Verantwortlicher bzgl. Bauvorhaben, insbesondere der Sonderbauvorhaben, der SS war.


Nachfolgende Fakten lassen sich bisher über Akten im Bundesarchiv zusammenfassen und stehen wiederum im „krassen“ Gegensatz zu den Vermutungen von Martin Stade:
15.03.1943 - seit diesem Zeitpunkt Obersturmführer (R) der Waffen-SS und somit bisher erstmals nachweisbar Angehöriger der Waffen-SS

15.03.1943 bis 15.03.1944 - Dienststellung bei der Bauinspektion der Waffen-SS und Polizei „Reich West“

14.04.1944 - Kommandierung zur Außenstelle X des Wirtschafts-Verwaltungshauptamtes Amtsgruppe C (rückwirkend zum 15.03.1944 von der Bauinspektion der Waffen-SS und Polizei „Reich West“ in Wiesbaden) [Abschluss-Kommentar: „Dienstantritt und Meldung ist bereits erfolgt.“]

01.05.1944 - Beförderung zum SS-Hauptsturmführer der Reserve der Waffen-SS (rückwirkend)

11.05.1944 - Personalantrag von Hans Kammler im Auftrag des Hauptamtschefs Pohl für die Beförderung zum SS-Hauptsturmführer (R) des SS-Obersturmführer (R) Oldeboershuis - Außenstelle X, Leiter seit 15.03.1944

13.05.1944 - laut Stellungnahme der übergeordneten Dienstellen zur geplanten Beförderung hatte Herr Oldeboershuis zuvor folgende Dienststellung seit Ernennung zum SS-Führer:
-> Stellv. Leiter der Bauinspektion „Reich ??? [Dokumentrand fehlt leider, vrmtl. Bauinspektion „Reich West“] und Leiter des Bauhofes
-> Leiter einer Außenstelle X

29.07.1944 - Leiter der SS Sonderinspektion III (Postanschrift Bad Wimpfen/ Neckar, Postfach 12), verantwortlich für die Bauvorhaben A7 - A10 [Quelle: Bundesarchiv R3101_31190_059]

Martin Stade hat geschrieben:…am 3.9.44 einen Verbindungsoffizier für die Zusammenarbeit mit dem Baustab S Ill... Als eigentlichen Kommandeur der Baustelle Jonastal wurde dem Reichsführer von Kammler der angebliche Hauptsturmführer Gerrit Oldebouershuis zur Verfügung gestellt. Dieser wiederum erhielt den Befehl dafür am 4.6.44.

Gerrit O. baut nun 12 Stollen ab Juni 44 mit 540 Häftlingen, die in acht Baracken in jener Waldecke stationiert waren, wo die "Rote Hütte" nördlich von Gossel mit dem Großen Tambuch zusammenstoßt. Auf einem Luftbild von 45 sind Spuren davon zu erkennen.

Die Häftlinge des Gerrit O. haben bis zum 27.3. gearbeitet. Sie starben am 28.3.45. im Großen Tambuch. Massengräber, nördlich des Zeltlagers, 2004


Bisher nicht bewiesen bzw. auch nur im Ansatz nachweisbar!!

Nachdem nun keine der bisher getroffenen Vermutungen auch nur im Ansatz nachgewiesen werden konnte, kann ich leider auch nicht den gemachten Aussagen zu den Häftlingen und deren Verbleib Glauben schenken und ich finde es mehr als nur verwerflich, das vrmtl. ein persönlicher Streit auf den Rücken Tausender von Häftlingsschicksalen ausgetragen wird. Meiner Meinung nach handelt der Autor schon jetzt nachweislich vorsätzlich und grob fahrlässig und kann bzw. will bisher die hiermit wiederlegten Vermutungen nicht mit Gegenbeweisen bzw. mit Quellen hinterlegen. Es ist nur noch peinlich, wie versucht wird, gegenüber dem Jonastalverein und seinen Veröffentlichungen entspr. „neue“ Fakten zu schaffen. Warum tut Jemand so etwas? Sind evtl. auch die angekündigten Veröffentlichungen von Herrn Thomas Mehner im Herbst 2004 ein Grund dafür? Sollen evtl. noch schnell neue Gerüchte und vermeintliche „Fakten“ geschaffen werden, um vor diesen Büchern der Jonastal-Gemeinde nichts als die Wahrheit zu präsentieren und alle anderen Veröffentlichungen „alt“ aussehen?

Einige meiner zuvor getroffenen Aussagen habe ich bewusst etwas überzogen in der Hoffnung formuliert, dass ggf. auf diesem Weg weitere Fakten zusammengetragen werden können, auch wenn diese JO bestätigen sollten. Ich wollte damit Niemanden persönlichen verletzen und erkläre hiermit einen Haftungsausschluss -> grins.

MfG
Klaus-Peter Schambach
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Beitragvon kps » Donnerstag 11. November 2004, 10:45

Freigabe im Forum getreu meiner unten angehängten Autosignatur


[:-)]
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JO

Beitragvon Speedy » Freitag 12. November 2004, 06:42

Moin moin kps,
gut gemacht :-top)
MfG
Kai
Speedy
 

Beitragvon kps » Samstag 13. November 2004, 13:49

Danke Kai :oops:

Anbei noch ein Foto von Herrn Oldeboershuis aus dem Buch "Hitlers letztes Refugium?" von Dieter Zeigert -> Seite 199
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Beitragvon kps » Donnerstag 21. April 2005, 20:36

Weiß Jemand, wie das folgende Schreiben bzw. der Anhang zum Schreiben OBH 80638/44 g datiert ist?
Das Schreiben hatte Volwo in der Diskussion über H. Kammler gepostet.

Bild

Bild

SS-Hauptsturmführer Naumann = Leiter Sonderinspektion III
und SS-Obersturmführer Oldeboershuis verantwortlich für das Sondervorhaben A7

MfG
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Beitragvon Volwo » Freitag 22. April 2005, 05:48

Frag mich doch - die Fotos sind seit einem halben Jahr im Netz- ich dachte das interessiert keinen weiter :lol:
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Beitragvon kps » Freitag 22. April 2005, 05:56

Keiner ist mächtig untertrieben :oops: Auf jeden Fall habe ich den Zusammenhang bei den Anhängen so nicht gesehen bzw. übersehen - jetzt wird alles klarer. Damit haben wir jetzt einen Stand der Sonderinspektionen vom Mai 1944 (sicherlich wurde kein altes Verzeichnis nachgereicht und ein zu diesem Zeitpunkt aktueller Stand versendet) - Sehr gut gemacht :-top)

Ergänzung:

Wip hat geschrieben:...Seltsam ist, dass Oldeboershuis zur selben Zeit die "Außenstelle X" und das Bauvorhaben A 7 "Zeisig" in Bruttig bei Cochem leitete


Jetzt weiß ich übrigens auch, was WIP meinte :music) - Ich hatte mich einfach in der letzten Zeit mit vielen anderen Dingen beschäftigt und die Anhänge von Volwo nicht gründlich genug gelesen.

Jedenfalls ergibt sich jetzt langsam ein Bild und wie schon geschrieben, war Gerrit Oldeboershuis im Juli 1944 als Leiter Sonderinspektion III bereits für die Vorhaben A7 bis A10 verantwortlich. Im Verlauf der Verantwortung scheint dann S III nicht unbedingt als "Abstellgleis".

MfG
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Beitragvon SuR » Freitag 22. April 2005, 08:01

Ich kann neben Oldeboershuis und Naumann auch noch Geissen als Leiter der Sonderinspektion III bieten )-8-(
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Beitragvon kps » Freitag 22. April 2005, 08:36

...ab wann? bis wann?
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Beitragvon SuR » Freitag 22. April 2005, 11:43

Wenn ich das richtig entziffere: am 16.03.1944.
Da war der B 5 - Meyer auch noch für A 7 zuständig [:-)], denn Oldeboershuis war da noch bei der Bauinspektion in Wiesbaden...
SuR
 

Beitragvon Volwo » Freitag 22. April 2005, 17:54

dann haben wir seinerzeit aneinander vorbeigeredet....

ich bin halt nicht so hart dran wie du und sur, obwohl immer brennend interessiert.

Bei dieser Gelegenheit an alle meine Bitte:
Wie heisst noch mal das neue Buch auf holländisch über Kammler und Co?
der Autor fängt mit A. an- mehr weiss ich nicht mehr (beginnender Alzheimer?)
Co - Autor ist ein Herr Peter Wigt, mit dem ich ein sehr angenehmes Gespräch über Kammler Sohn und seine Erfahrungen mit der "Journaille" hatte.
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Beitragvon kps » Freitag 22. April 2005, 20:42

Vermtl. habe ich auch Alz... bzw. zu viel um die Ohren. Bei mir hatte es daher erst sehr spät Klick gemacht :%)

Mit dem Buch kann ich derzeit nicht weiter helfen.

MfG
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Beitragvon SuR » Freitag 22. April 2005, 21:48

Ich kenn´ das Buch auch nicht.
SuR
 

Beitragvon hurryup » Sonntag 8. April 2007, 14:47

Das hab ich zum Thema SS Hauptsturmführer Gerrit Oldeboershuis gefunden:


Offenbar war er ab 03/44 in einem Aussenprojekt des KZ Natzweiler taetig.


Link:

http://lexikon.freenet.de/KZ_Natzweiler

Auszug:


Außenlager Bruttig

Ein Eisenbahntunnel, der zwischen den Ortschaften Bruttig und Treis bei Cochem an der Mosel verlief, sollte 1944 zu einer unterirdischen Fabrikhalle ausgebaut werden, deren Fertigstellung zu den ehrgeizigsten Vorhaben des SS Generals Hans Kammler zählte. Dieser war von der Reichsführung mit dem "Sofortprogramm für bombensichere Unterbringung der Flugzeugindustrie" betraut worden.

Der Tunnel zwischen Bruttig und Treis bot eine Nutzfläche von insgesamt 21.000 Quadratmetern. Für den Ausbau der 2.565 Meter langen zweigleisigen Tunnelröhre veranschlagte Kammler gigantische Mengen von Baustoffen: 550 Tonnen Baueisen, 275 Tonnen Maschineneisen, 145 Festmeter Rundholz, 610 Qubikmeter Schnittholz, 1500 Tonnen Zement und 200.000 Ziegelsteine. Das Gesamtbauvolumen betrug dreieinhalb Millionen Reichsmark. Die Durchführung der Bauplanung, sowie die Bauleitung wurde dem Architekturbüro Heese in Berlin und dort federführend dem Dipl. Ing. Remagen übertragen. Die ausführende Baufirma war die Firma Fix aus Dernau. Der Reichsbahntunnel wurde der Firma Bosch in Stuttgart zur Fertigung von Zubehör für Flugzeugmotoren zur Verfügung gestellt. Bereits im April 1944 zogen die ersten Bosch-Arbeiter in den Tunnel ein und begannen mit der Aufnahme der Produktion von Zündkerzen.

Die Gesamtleitung des Projektes "A7" oblag dem SS Führungsstab, dessen Büro sich in einem Hotel der Stadt Cochem befand. Chef war der SS Hauptsturmführer Gerrit Oldeboershuis, genannt Oldenburg, sein Stellvertreter SS-Untersturmführer Karl-Heinz Burckhardt. Insgesamt gehörten dem Führungsstab 18 Personen an: Zivilangestellte, Luftwaffeningenieure sowie technische Offiziere und Mannschaften der Waffen-SS. Ein Problem stellte zunächst die mangelhafte Zahl an Arbeitskräften dar, die dieses umfangreiche Großprojekt realisieren sollte. Doch die SS bot sich bereitwillig an, zu genüge Arbeitskräfte zu "liefern". Die Konzentrationslager boten hier eine scheinbar unerschöpfliche Quelle für "Menschenmaterial".

Menschen aus fast ganz Europa wurden als KZ-Häftlinge an die Mosel verschleppt und zur Zwangsarbeit herangezogen: Franzosen, Belgier, Luxemburger, Holländer, Norweger, Polen, Ukrainer, Russen, Griechen, Italiener, Spanier und einige Reichsdeutsche. Die meisten waren politische Häftlinge oder Kriegsgefangene. Viele trugen die Bezeichnung "AZA" , was verharmlosend für "Ausländische Zivilarbeiter" stand. Einige, besonders Deutsche, waren als "Kriminelle" eingestuft. Tatsächlich wurden alle nur zu einem Zweck an die Mosel gebracht: zur "Vernichtung durch Arbeit". Zu ihrer Bewachung wurde ein Kommando von Angehörigen der Luftwaffe nach Cochem beordert. Sie mussten unter schwersten Bedingungen den Ausbau des Tunnels vorantreiben. In der Zeit von der Errichtung des Lagers, Anfang März bis zu seiner Evakuierung am 15. September 1944 verloren viele Hundert Häftlinge ihr Leben durch Erschöpfung, Unterernährung, Folter und Exekutionen.


VIele Gruesse

Joerg
Wenn ich die Folgen geahnt hätte, wäre ich Uhrmacher geworden.

Albert Einstein
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Beitragvon kps » Sonntag 8. April 2007, 19:08

Richtig -> siehe Anhang etwas weiter pben bzgl. Vorhaben A7.

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Beitragvon ute » Dienstag 2. Februar 2010, 15:41

wurde gerrit oldeboershuis verurteilt, bei diesem lebenslauf fehlt das ende ,was passierte kriegsende mit diesem mann?????????
ute
 

Beitragvon Ben » Dienstag 2. Februar 2010, 17:44

er wurdeverurteilt, hab es noch auf dem Rechner gehabt ob es der Wahrheit entspricht weiß ich nicht:
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Beitragvon ute » Donnerstag 4. Februar 2010, 10:22

danke, war dieser mann verheiratet, hatte er kinder, was hat er nach der haft gemacht. wer noch etwas weiss ,bitte mitteilen danke
ute
 

Re:

Beitragvon spechty » Dienstag 22. Februar 2011, 21:03

ute hat geschrieben:danke, war dieser mann verheiratet, hatte er kinder, was hat er nach der haft gemacht. wer noch etwas weiss ,bitte mitteilen danke


Für eine so oft genannte Person gibt es da sogut wie keine Informationen.
Hier ein Bild vom 9. 02. 1945 in Ohrdruf, Trauerfeier für die Opfer des Bombenangriffs einige Tage vorher. Der dritte Mann in Uniform von rechts ist Gerrit Oldeboershuis. der vierte R. Haselhuhn, Ortsgruppenleiter.


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Re: Gerrit Oldeboershuis - Leiter Führungsstab S III

Beitragvon XS500 » Dienstag 22. Februar 2011, 21:37

Hallo,
nur eine kurze Frage nicht das Thema betreffend: Warum habe ich, bis auf zwei Ausnahmen, keine Berechtigung, die Bilder anzusehen und muss mich für diese Antwort zwei mal anmelden?

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Re: Gerrit Oldeboershuis - Leiter Führungsstab S III

Beitragvon Volwo » Dienstag 22. Februar 2011, 21:45

tscha hmm,

edit: habe gerade deine Funktionen in 5 versch. Threads getestet. Ich konnte alle Bilder sehen. In welchem Forum ist das bei Dir der Fall?
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Re: Gerrit Oldeboershuis - Leiter Führungsstab S III

Beitragvon XS500 » Mittwoch 23. Februar 2011, 11:37

Hallo Volwo,

dies war genau hier. Ich bin von Zuhause über Firefox in das Forum gegangen. Als ich dann den Kommentar schreiben wollte, wurde ich nach dem Schreiben wieder nach meinem Passwort gefragt. Ich habe mich also wieder eingeloggt und damit war der Text weg. Danach konnte ich den Text neue eingeben und nun auch abschicken. Die Bilder waren dann auch da.

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