Befestigungselemente

Bereich für Diskussionen und zur Identifizierung von Fundamenten, Bodenfunden etc. im Jonastal und Umgebung

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Befestigungselemente

Beitragvon kps » Donnerstag 9. März 2006, 15:52

Anbei die ersten, gesäuberten Teile

Für Wände und z.B. auch Schienen?
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Beitragvon Volwo » Donnerstag 9. März 2006, 22:42

das untere ist ein Schienennagel?
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Beitragvon michael » Samstag 11. März 2006, 16:06

Das untere Teil auf dem Foto zeigt definitiv einen Schienennagel (Quelle Transpress Eisenbahnlexikon und "100 Jahre Eisenbahn" Ausgabe 1936). Sie wurden leider für alle Spurweiten gleich hergestellt, sodaß sich keine Rückschlüsse über die Verwendung in diesem Bereich ziehen lassen. Das obere Teil könnte (leider nur Vermutung, da in der Literatur nicht erwähnt) ein Schienennagel der Feldbahngleise sein, da diese nicht immer vom OKH und dadurch auch der Reichsbahn genehmigt werden mußten.

MfG

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Beitragvon kps » Montag 13. März 2006, 16:54

Dann müssten nachfolgend auch "Schienennägel" zu sehen sein. Wäre der Gleisnägel "unfachmänisch"? Google kennt beides. Anbei gleich noch ein paar Muttern und Unterlegscheiben.´Auch alles Feldbahn?

MfG
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Beitragvon michael » Donnerstag 16. März 2006, 20:15

Nochmal kurz da, dann Urlaub!
Als Gleis bezeichnet man die eigentliche Fahrbahn für spurgebundene Fahrzeuge. Es besteht aus den Schienen (Schienenprofil), den Schwellen und dem Befestigungsmaterial (Schrauben, Muttern und Federringe oder eben die Nägel). Schrauben und Muttern können sich nur Betrachtung im Original und nach dem Fundort zuordnen, da sich die Größe auf Fotos nur schwer nachvollziehen läßt. Mich persönlich würde der Fundort interessieren, da er vielleicht auf die Spurweite schließen läßt.

MfG
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Beitragvon kps » Freitag 17. März 2006, 07:10

Also Schienennägel - DANKE

Die Fundstücke finden sich überall im Gelände bzw. in den Bereichen, wie die Schmalspurbahn verlegt war. Die Reste sind mit Sicherheit bei der Demontage liegengeblieben. Die meisten Funde stammen aber von den Freilegungsarbeiten einiger Fundamente im Tal.

MfG
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Beitragvon michael » Samstag 8. April 2006, 15:55

Genau meine Meinung! Die Häufung solcher Reste läßt auf eine Demontage schließen. Deshalb möchte ich mir an einem schönen Frühlingstag (falls mal einer kommt) das Gelände im Anschluß an den Kott-Plan mit der 900 mm Strecke in Richtung Arnstadt anschauen. Falls die Strecke doch wider Erwarten bis Arnstadt ging, müßte dort ebensolches Material zu finden sein. Außerdem läßt die Topographie auch Rückschlüsse zu.


Mfg
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Beitragvon Büttner » Samstag 8. April 2006, 17:28

Wurden die Schienennägel und die Federringe zusammnen an einem Ort gefunden? Ich vermute mal nicht.

Federringe kommen nur zur Anwendung beim damaligen Klemmplattenoberbau, dieser sitzt auf der Klemmplatte und ist mir der Mutter auf der Hakenschraube verschraubt. Die Klemmplatte stellt die Verbindung zwischen Schiene und Rippenplatte sicher. Die Rippenplatte ist mit den Schwellenschrauben mit der Schwelle verschraubt.

Der Schienennagel ersetzt das alles soweit ich das richtig gelernt habe, also entweder das eine oder das andere.
Büttner
 

Beitragvon michael » Sonntag 9. April 2006, 09:53

Hallo! Das stimmt vollkommen. Die Schienennägel wurden in der Hauptsache nur bei Schmalspur- und Feldeisenbahnen verwendet. Ein weiteres Einsatzfeld waren z.B. aber auch der Spurwechsel im WK II zum Umspuren der russ. Breitspur auf die Regelspur, aber das ist ein anderes Thema. Die Nägel hatten den Vorteil, daß man sie mit einem einfachen Kuhfuß wieder entfernen konnte. Das war bei Lageänderungen oder beim Schwellenwechsel von Vorteil. Klemmplatten mit Schrauben und Federringen waren aber trotzdem im Bereich von Weichen und Kreuzungen erforderlich. Des weiteren ist es aber auch möglich, daß die Gleise der 600 mm Feldbahn aus Crawinkel kommend genagelt waren, die 900 mm Gleisanlage im Tal selber aber geschraubt. Alles also ziemlich offen und unbearbeitet, aber wenn man weiterdenkt und die Folgerungen bedenkt von ziemlicher (für Interessenten) Tragweite.


MfG
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Beitragvon kps » Sonntag 9. April 2006, 21:30

Klemmplatten haben wir glaube ich auch gefunden - zumindest würde ich es jetzt so interpretieren nach Euren Antworten. Die Fotos muss ich aber erst rauß suchen. Leider wurde nicht immer vermerkt, was wo gefunden wurde. Die Sachen lagen bis vor kurzem im Vereinshaus "lieblos" gemeinsam in einer Kiste und selbst der Finder ist nicht in jedem Fall bekannt - sorry :%)

MfG
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Beitragvon Speedy » Montag 10. April 2006, 07:03

Moin moin Leute,
@ kps, erinnerst Du dich noch an meine Meinung zum Nachweis von Schmalspur- und Feldbahn? Beim Abbau der Teile wurde gerne einiges liegengelassen,weggeworfen oder in den Boden getreten und damit hat man eine mögliche Spur für eines Gleiskörper, also Fundort registrieren.
MfG
Kai
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Beitragvon michael » Montag 10. April 2006, 08:14

Genau meine Meinung. Das sind immer sachdienliche Hinweise, wobei allerdings mehr auf die Geländeformation geachtet werden muß, da ein Bahnkörper seine Herkunft auch nach 60 und mehr Jahren nur sehr schlecht verschleiern kann.

MfG
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Beitragvon Speedy » Montag 10. April 2006, 08:35

Moin moin michael,
jau, das habe ich schon x-mal gemacht, alle in Frage kommenten möglichen Trassen abgeklappert (und da kenne ich einige) mit meinem PI, war aber zwecklos da sehr mineralhaltiges Gestein und höchsten Patronenhülsen gefunden.
MfG
Kai
Speedy
 

Beitragvon michael » Montag 10. April 2006, 09:02

Danke für den Hinweis Speedy!
Bin erfreut, daß noch jemand an der Sache dran ist. Aber ich glaube kaum, daß Vermutungen meinerseits hier im Forum Sinn machen. Ich werde mich mal umsehen und über PN (wenn es Dir nichts ausmacht) mit Dir in Kontakt treten um die Gedanken auszutauschen. Du bist scheinbar viel länger an der Sache dran und hast schon Sachen ausschließen können, in die ich erst reintappe.

MfG
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Beitragvon kps » Montag 10. April 2006, 09:21

Der Speedy ist dies bzgl. ein "alter Hase" und ich bin durch ihn zum Thema gekommen bzw. er hat mich infiziert.

MfG
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Beitragvon Speedy » Montag 10. April 2006, 10:05

Moin moin kps + Michael,
@ kps, danke, derleichtimgesichtrotwird (Smilie funzt nicht)
@ michael, die Trassen im Tal, vom Bahnhof Crawinkel zu den Stollen und bis zur Abfahrt nach Bittstädt sind eigentlich klar, mir geht es vorallem um andere mögliche Trassen.
Kps weiss bescheid.
MfG
Kai
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Beitragvon michael » Montag 10. April 2006, 14:48

Gut, danke Speedy! Dann doch schnell noch mal hier. Ich komme gerade aus dem Tal von einer zweistündigen "Streckenbegehung". Erstmal Respekt vor der Leistung der Mitglieder bei der Freilegung der Zisterne oder was immer das gewesen ist. Tolle Sache! Die Strecke läßt sich aber durchaus weiterverfolgen bis zur Jonastalstraße. Sie mündet am Grenzstein Landkreis Arnstadt Stadt und Arnstadt Land in die Straße ein. Das ist durchaus logisch, da man es damals mit der Trenneng von Straße und Schiene nicht so genau nahm. Die Straße war ja eh für den öffentl. Verkehr gesperrt und so konnte man den Unterbau preiswert nutzen. Damit ist leider Gottes immer noch nicht die Schmalspurbahn nach Arnstadt vom Tisch. Habe auch Fotos von Markierungssteinen gemacht, aber ohne Digikamera, also nichts fürs Netz. Ich verspreche aber weiter dranzubleiben.


MfG
michael
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Beitragvon kps » Montag 10. April 2006, 22:56

Eine kleine Skizze wäre aber doch möglich - oder? Hast du auch den deutlich zu erkennenden, offenen Graben der ehemaligen Wasserleitung aus Richtung Arnstadt dokumentiert? Dies wäre dann das 2. Objekt in gleicher Richtung, was wichtig ist (look-)

MfG
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Beitragvon michael » Donnerstag 13. April 2006, 16:29

Auf die Wasserleitung bzw. den Graben habe ich leider nicht besonders geachtet. Aber meine Frau hat listigerweise die Fotos mit CD bestellt. Es kommt also doch noch was. Aber wenn ich mich recht besinne, endet der Graben für die Wasser(?)leitung in Höhe der Straße nach Bittstätt. Aber ohne Gewähr. Noch eine andere Frage: hat schon jemand eine Vorstellung was die vier Sockel am Boden der Zisterne darstellen könnten? Und wann nach Ostern ist kps erreichbar?

MfG
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