altes Fernmeldekabel gefunden

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altes Fernmeldekabel gefunden

Beitragvon kps » Montag 2. Oktober 2006, 22:21

Hallo, wer kann bitte kurzfristig das nachfolgende Kabel näher bestimmen?

Von der Verlegungstiefe her würde ich sofort sagen, dass es sowjetischen Ursprungs ist. Allerdings wäre dies auch der einzigste Punkt, den ich einschätzen kann. Anbei die ersten Fotos des Kabels.

MfG
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Beitragvon kps » Montag 2. Oktober 2006, 22:23

Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, liegt das Kabel schon länger und scheinbar hat sich die erste Ummantelung aufgelöst und zeigt sich nun in Einzelteilen bzw. als spitze "Drähte" aus der Erde schauend - siehe dazu vorherige Fotos.
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Beitragvon bobo » Mittwoch 4. Oktober 2006, 13:38

Würde auf Daten-, Steuer- oder Telefonkabel tippen. Leider sieht man auf den Bildern nicht genau, wie die einzelnen Adern eingearbeitet sind. Sind die Adern immer paarweise geführt, bzw. abgeschirmt?
MfG BOBO
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Beitragvon kps » Mittwoch 4. Oktober 2006, 13:51

bobo hat geschrieben:...Sind die Adern immer paarweise geführt, bzw. abgeschirmt?


Würde sagen ja - es sieht hier zumindest so aus.

MfG
kps
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Beitragvon bobo » Mittwoch 4. Oktober 2006, 14:19

Würde dann auf ein Fernmelde- oder Datenkabel tippen. Steuerkabel wäre auch noch möglich - aber ehr ausgeschlossen meiner Meinung nach.
MfG BOBO
bobo
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Beitragvon isegrim » Mittwoch 4. Oktober 2006, 14:39

Fernmeldekabel oder Datenkabel ist nach meiner Meinung sicher falsch.

Leiteraufbau Al spricht entweder für ein Kabel Baujahr ab 1944 (06)
oder einer frühen DDR Produktion.

Leiterisolierung Gewebe spricht auch dafür.Mit einer PVC Isolierung
hat die DDR erst Mitte der fünfziger Jahre begonnen.

Werde mir das Kabel heute abend mal anschauen,denke es ist ein
Signalkabel,dafür spricht der Querschnitt 2,5 qmm AL = 1.5 qmm
Cu

Signalader mit 1,2 - 1,4 qmm sind verbaut worden

So bei den alten Wehrmachtskabeln als Begleitader.
isegrim
 

Beitragvon isegrim » Donnerstag 5. Oktober 2006, 05:33

Hatte gestern das Kabel vor Ort betrachtet,es ist doch etwas anders als mir beschrieben wurde,bzw. was ich daraus ableitend dachte.
Es handelt sich um ein nasses Fernmeldekabel 20x2x1,4
Aufbau - Stahlgeflecht - Teerpapier - Bleimantel - Ölpapier - paarige Adern - Papierisolierung in Alufolie zu Paar verseilt,das Leitermaterial
der Ader ist eine Legierung aus Al Fe (ich denke ma nannte es Alei
dieses wurde in einer Zeit der Mangelwirtschaft verwandt,also zum
Ende des Krieges als es um Rohstoffe trübe bestellt war.
Die Fundstelle des Kabel ist nicht ohne,an dieser Kreuzung treffen
mehrere FM-Kabel unterschiedlicher Stärke zusammen und nehmen alle den gleichen Weg von A nach B - die passen so in dieses Gelände wie eine Nachtbar auf einen Friedhof.
isegrim
 

Beitragvon bobo » Donnerstag 5. Oktober 2006, 13:20

Es handelt sich um ein nasses Fernmeldekabel 20x2x1,4

Hatte ich also doch Recht :)

ich denke ma nannte es Alei
dieses wurde in einer Zeit der Mangelwirtschaft verwandt,also zum
Ende des Krieges als es um Rohstoffe trübe bestellt war.
Was kommt ehr in betracht - vor oder nach Kriegsende Deiner Meinung nach?

@isegrim: Hatte Dir eine PM geschrieben - kam die nicht an?
MfG BOBO
bobo
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Beitragvon isegrim » Donnerstag 5. Oktober 2006, 18:13

soweit mir bekannt ist,aus der Fachliteratur und alten Handaufzeichnungen,wurde Alei ab 1944 zum Einsatz gebracht.Nach dem
Krieg wurde im West wider auf Kupfer umgestellt,dagegen hat man im Osten auf Alku gebaut.Außgenommen Anlagen des Ex Bereiches und dem
Bergbau und durch TGL geregelte Anwendungsgebiete(also auch wider
Mangelwirtschft)

p.s. habe keine Mail erhalten,bitte nochmals absenden - danke
isegrim
 


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