Bohrgestänge

Bereich für Diskussionen und zur Identifizierung von Fundamenten, Bodenfunden etc. im Jonastal und Umgebung

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Bohrgestänge

Beitragvon kps » Montag 16. Oktober 2006, 11:32

Hallo, Folgendes wurde aufgespürt.

- Eisenstangen
- teilweise bis 6m lang
- vierkant am Ende
- an der Spitze entweder verjüngt oder wie eine Bohrkrone
- alle Stangen sind hohl - vrmtl. für Kühlwasser

Könnten dies auch Bohrgestänge sein?

MfG
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Beitragvon Michael aus G » Montag 16. Oktober 2006, 13:03

Ja, Bohrgestänge. Schöner Fund. Mit 6m meinst du bestimmt zusammengesteckt, oder?
Michael aus G
 

Beitragvon kps » Montag 16. Oktober 2006, 13:12

Michael aus G hat geschrieben:Ja, Bohrgestänge. Schöner Fund. Mit 6m meinst du bestimmt zusammengesteckt, oder?



...neee, 2 der Stangen passen nicht in meinen Kombi :,(

Auf dem Foto sind nur kurze Gestänge zu sehen. Bei anderen Fotos hatte ich das falsche Profil eingestellt -[nix]-

MfG
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Beitragvon Rondo » Montag 16. Oktober 2006, 13:26

Bohrgestänge zw. 2-3m ist mir bekannt. Auch schon selber gesehen. 6m ???
Gibt es Hinweise zum Fundzusammenhang. Wo? Bergbau? usw.
Die Aufnahme am Ende ist typisch für Bohrgestänge. Nassbohrer.
Rondo
 

Beitragvon bobo » Montag 16. Oktober 2006, 14:02

Welche Art von Bohrern wurde denn im Tal verwendet?
MfG BOBO
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Beitragvon michael » Montag 16. Oktober 2006, 15:11

Bleibt doch nur noch die Frage des woher? Erst ziehst Du ein altes Steuer- oder Nachrichtenkabel aus der Erde und nun kommst Du mit riesigen Bohrgestängen daher. Hast Du Dich frühzeitig beim Hacke- und Schaufelverleih angestellt?

MfG
michael
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Beitragvon kps » Dienstag 17. Oktober 2006, 22:26

Rondo hat geschrieben:Bohrgestänge zw. 2-3m ist mir bekannt. Auch schon selber gesehen. 6m ???
Gibt es Hinweise zum Fundzusammenhang. Wo? Bergbau? usw.
Die Aufnahme am Ende ist typisch für Bohrgestänge. Nassbohrer.


Naja - es sind doch nur 5 Meter und 20 Zentimer :,( Da habe ich mich verschätzt. Der Fundzusammenhang lautet Jonastal. Crawinkel kann man eigentlich als rießiges Baustofflager fürs Tal bezeichnen und davon ist einiges nicht mehr im Tal angekommen. Die Gestänge lagen jetzt über 60 Jahre teilweise vergessen auf einem Haufen, wurden nach dem Krieg z.B. zerschnitten und Gitter für Kellerfenster und vieles mehr. 3 sind seit gestern bereits im Vereinshaus [pop] ...und noch etwas mehr.

MfG
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Beitragvon kps » Dienstag 17. Oktober 2006, 22:31

michael hat geschrieben:Bleibt doch nur noch die Frage des woher? Erst ziehst Du ein altes Steuer- oder Nachrichtenkabel aus der Erde und nun kommst Du mit riesigen Bohrgestängen daher. Hast Du Dich frühzeitig beim Hacke- und Schaufelverleih angestellt?

MfG


Naja - man könnte es als "Lauf" bezeichnen. Ich habe mich als Schrott-Sammler geoutet und bekomme nun Hinweise. Dafür stand ich aber auch den ganzen Tag z.B. beim Erntedankfest in Crawinkel mit der Ausstellung des Vereins. Nebenbei weiß ich nun, wo z.B. 2 Loren ohne Fahrgestell noch als wasserfaß im Einsatz sind...

Anbei schon mal noch eine weitere Dauerleihgabe an den Verein. Dieses Rätsel löse ich aber erst zu Weihnachten in Zeitschrift Nr. 7 auf. EIn bischen Vorfreude muss sein.

MfG
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Beitragvon geo-tec » Mittwoch 18. Oktober 2006, 05:38

... Innen sind die Gestänge mit einem Kanal versehen , dort wurde Wasser durchgeleitet um das Bohrmehl aus dem Loch zu Spülen.
Bei den Ausmaßen der Bohrgestänge ist auch die Vortriebsleistung zu erklären , welche in der kurzen Zeit erzielt wurde .
geo-tec
 

Beitragvon Rondo » Mittwoch 18. Oktober 2006, 08:17

kps hat geschrieben:Naja - es sind doch nur 5 Meter und 20 Zentimer :,( Da habe ich mich verschätzt. Der Fundzusammenhang lautet Jonastal. Crawinkel kann man eigentlich als rießiges Baustofflager fürs Tal bezeichnen und davon ist einiges nicht mehr im Tal angekommen. Die Gestänge lagen jetzt über 60 Jahre teilweise vergessen auf einem Haufen, wurden nach dem Krieg z.B. zerschnitten und Gitter für Kellerfenster und vieles mehr.


Gibt es Hinweise das dort Bohrwagen eingesetzt wurden. 5,20m in einer ´Handbohrmaschine mit Standfuß - mit dem Gedanken tu ich mich doch etwas schwer. Habe bis jetzt dazu noch nirgens Hinweise gefunden das das so im Stollenvortrieb eingesetzt wurde.
Rondo
 

Beitragvon kps » Mittwoch 18. Oktober 2006, 10:41

Rondo hat geschrieben:...Gibt es Hinweise das dort Bohrwagen eingesetzt wurden. 5,20m in einer ´Handbohrmaschine mit Standfuß - mit dem Gedanken tu ich mich doch etwas schwer. Habe bis jetzt dazu noch nirgens Hinweise gefunden das das so im Stollenvortrieb eingesetzt wurde.


Wie sah denn so ein Bohrwagen aus? Evtl. finde ich noch einen Umgebauten in irgend einem Garten |:)

Ob diese langen Dinger wirklich eingesetzt wurden, ist nicht eindeutig nachweisbar. Sie lagen halt nur in Crawinkel rum. Vor den Stollen finden sich meist andere und vor allem kürzere Bohrer. Ich sehe die Baustelle Jonastal immer irgendwie als letztes Aufgebot und so wurden evtl. auch Bohrer im Restreich zusammengekratzt, die evtl. nicht für Muschelkalk geeignet oder für die evtl. keine Bohrwagen vorhanden waren. Ich hatte mal einen Bergmann im Dokuzentrum der versicherte, dass die dort ausgestellten Bohrer in der Vitrine aus dem Steinkohlebergbau stammen und im Muschelkalk nach wenigen Bohrungen unbrauchbar sind.

Weiterhin habe ich auch schon ewig versucht, zum s.g. Milenium-Team Kontakt aufzunehmen, die laut Ihren Angaben 1999 -> 8 <- (in Worten ACHT) Bohrer bergen konnten. Allerdings blieb bisher jede Mail ohne Antwort etc.

Liebes Milenium-Team,

bitte meldet Euch beim Jonastalverein. "Unsere" Bohrgestänge und Bohrer fühlen sich noch einsam. Stellt doch bitte auch die nachfolgend beschriebenen 8 Bohrer der breiten Öffentlichkeit und somit der allg. Jonastal-Forschung zur Verfügung [-<5>-]

DANKE im Voraus
kps

Als unser persönliches "Hight-Light" können wir den Fund von 8 Gesteinsbohrern verbuchen. Sieben waren abgebrochen (was aller Wahrscheinlichkeit nach 7 Häftlingen wegen angeblicher "Sabotage" das Leben gekostet hat), einer war noch ganz. Die Fundstelle befand sich nicht im allseits bekannten Bereich der Stollen 1 - 25 !!


Quelle: http://www.milenium-team.de/holger/rk_lu/bilder.htm

...aus dem Analysebericht der Bohrer

Die (oder der) Bohrer weisen demzufolge drei Besonderheiten auf:

1. Der Kohlenstoffgehalt beträgt nur 50 % der damaligen Normvorgaben (Kohlenstoff gab es bis Kriegsende im Überfluß), was vielleicht darauf zu begründen ist, daß man einen besonders elastischen Bohrer einsetzen wollte, um die Ausfälle durch ungeschickte, d.h. stark geschwächte Arbeitskräfte zu minimieren.

2. Der Zusatz von Kupfer erhöht die Dehnbarkeit und Elastizität des Bohrers.

3. Alle modernen Bohrer drehen im Uhrzeigersinn, d. h. nach rechts. Die gefundenen Bohrer drehen nach links (andernfalls würden sie das Bohrmehl in´s Bohrloch pressen anstatt es heraus zu fördern).


Quelle: http://www.milenium-team.de/holger/rk_lu/analyse.htm
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Beitragvon Hans-Jürgen Räppold » Mittwoch 18. Oktober 2006, 10:49

[bart]
Muss aber nicht unbedingt mit Wasser gespült worden sein - ich glaube eher an Pressluft (wird auch heute noch eingesetzt - sogar in größeren Durchmessern); ist m. E. aufgrund der doch vorhandenen Wasserknappheit wahrscheinlicher.
Man kann derartige Gestänge auch beim Einsatz verlängern, d. h., sie müssen nicht gleich von Anfang an auf die Gesamtlänge zusammengesetzt werden.
jürgen
Hans-Jürgen Räppold
 

Beitragvon kps » Mittwoch 18. Oktober 2006, 10:59

Hans-Jürgen Räppold hat geschrieben:[bart]
...Man kann derartige Gestänge auch beim Einsatz verlängern, d. h., sie müssen nicht gleich von Anfang an auf die Gesamtlänge zusammengesetzt werden.
jürgen


Hallo Jürgen, eine Stange hat vorn nur eine Verjüngung. Wie würde eine solche Kupplung aussehen bzw. funktionieren?

MfG
kps
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Beitragvon Rondo » Mittwoch 18. Oktober 2006, 11:44

nochmal zum Thema Bohrer.
Auf den Baustellen der letzten Tage wurde das Verwendet was greifbar war. Umsetzungen von anderen Baustellen waren da an der Tagesordnung. So das es nicht unwahrscheinlich ist, das dort Werkzeug zum Einsatz kam, was dafür nicht gedacht bzw. optimiert ist.

Hab hier Aussagen vorliegen die den Einsatz von Trockenbohren durch die Häftlinge erwähnen, und auf der gleichen Baustelle von Nassbohren der privaten Firma sprechen. Diese hielt auch eine eigene Schmiede bzw. Rep.Werkstatt vor. Dort wurden die stumpfen Bohrer geschärft. Im Materialverzeichnis dieser Firma ist auch eine Zieh- bzw. Richtbank der Firma aufgeführt. Zweckbestimmung "Richten der eingesetzten Wolframbohrer".Weiter gibt es Bericht die von großer Improvisation aus Mangel sprechen. Dort wurden sogar die Schienenreste der Feldbahngleise weiterverarbeitet.
Denkbar ist auch das das Bohrgestänge zweckentfremdet umgebaut - verlängert - wurde. Was dann nicht im Zusammenhangt mit dem eigentlichen Zweck mehr steht.

Zum Thema Bohrwagen such ich mal was raus.
Gibt es die Verjüngung auch im Querschnitt zu sehen?
Rondo
 

Beitragvon kps » Mittwoch 18. Oktober 2006, 11:56

Rondo hat geschrieben:...Gibt es die Verjüngung auch im Querschnitt zu sehen?


Zur Zeit leider nicht - kommt aber noch - versprochen |:)

MfG
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Beitragvon Michael aus G » Mittwoch 18. Oktober 2006, 13:15

kps hat geschrieben:Weiterhin habe ich auch schon ewig versucht, zum s.g. Milenium-Team Kontakt aufzunehmen, die laut Ihren Angaben 1999 -> 8 <- (in Worten ACHT) Bohrer bergen konnten. Allerdings blieb bisher jede Mail ohne Antwort etc.


Wende dich in diesem Falle an die Reservistenkameradschaft Ludwigshafen-Süd. Ich kann mich nähmlich noch dunkel an die bunte Truppe erinnern. :-)

RK Ludwigshafen-Süd
Michael aus G
 

Beitragvon bobo » Mittwoch 18. Oktober 2006, 13:17

Hallo Jürgen, eine Stange hat vorn nur eine Verjüngung. Wie würde eine solche Kupplung aussehen bzw. funktionieren

Genauso wie ein Kegelspannfutter in einer Ständerbohrmaschine denke ich.
MfG BOBO
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Beitragvon kps » Mittwoch 18. Oktober 2006, 14:03

Michael aus G hat geschrieben:...Wende dich in diesem Falle an die Reservistenkameradschaft Ludwigshafen-Süd. Ich kann mich nähmlich noch dunkel an die bunte Truppe erinnern. :-)


DANKE - Die Seite kann aber noch nicht so alt sein. Ich hatte eigentlich schon viele Register gezogen... allerdings schon lange vor meinen Hilferuf heute [-aua-] Jetzt geht es auch hier wieder weiter.

MfG
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Beitragvon Hans-Jürgen Räppold » Donnerstag 19. Oktober 2006, 08:04

Hallo Jürgen, eine Stange hat vorn nur eine Verjüngung. Wie würde eine solche Kupplung aussehen bzw. funktionieren?

MfG
kps[/quote]

[bart]
Hallo Klaus-Peter,
auf Grund der - bereits erwähnten - Material- und damit verbunden auch Geräteknappheitkönnte es m.E. denkbar sein, dass es sich hier um eine sehr primitive "Kupplung" handelt; durch den Druck auf die angesetzte Verlängerung könnte eine - zwar nicht 100%ige - Abdichtung erreicht werden (früher hat man auf diese Weise hölzerne Wasser-leitungen "gemufft", gut durch das Aufquellen des Holzes wurde hier die Dichtigkeit erreicht - in unserem Fall wäre dies in etwa mit Werg = Hede = Flachs oder Lein zu erreichen gewesen).
Eine weitere Möglichkeit wäre, dass hier normalerweise die Bohrkrone aufgeschrumpft wird (das Aufschrumpfen bewirkt eine feste Verbindung).
Bin aber trotzdem sehr gespannt auf Deine nächsten Fotos!
[pop] Jürgen
Hans-Jürgen Räppold
 

Beitragvon bobo » Donnerstag 19. Oktober 2006, 14:27

Hans-Jürgen Räppold hat geschrieben:Hallo Jürgen, eine Stange hat vorn nur eine Verjüngung. Wie würde eine solche Kupplung aussehen bzw. funktionieren?

MfG
kps


[bart]
Hallo Klaus-Peter,
auf Grund der - bereits erwähnten - Material- und damit verbunden auch Geräteknappheitkönnte es m.E. denkbar sein, dass es sich hier um eine sehr primitive "Kupplung" handelt; durch den Druck auf die angesetzte Verlängerung könnte eine - zwar nicht 100%ige - Abdichtung erreicht werden (früher hat man auf diese Weise hölzerne Wasser-leitungen "gemufft", gut durch das Aufquellen des Holzes wurde hier die Dichtigkeit erreicht - in unserem Fall wäre dies in etwa mit Werg = Hede = Flachs oder Lein zu erreichen gewesen).
Eine weitere Möglichkeit wäre, dass hier normalerweise die Bohrkrone aufgeschrumpft wird (das Aufschrumpfen bewirkt eine feste Verbindung).
Bin aber trotzdem sehr gespannt auf Deine nächsten Fotos!
[pop] Jürgen[/quote]
Halt wie ein Kegelspannhülse!
MfG BOBO
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Bohrgestänge

Beitragvon Schäfer » Freitag 20. Oktober 2006, 21:09

Hallo mal in die Runde.Warum da auf einmal Bohrgestänge von 6 meter oder auch weniger in Chrawinkel auftauchen kann natürlich die verschiedensten Gründe haben,aber alle von uns gemessenen Bohrlöcher(im qwerschlag der 14)wahren alle genau200 cm tief und der von uns gefundene Bohrer aus dem Tal hat wohl eine länge von 225 cm.Da ja auch der Bohrhammer oder wie man das Teil bezeichnen will(liegt im Vereinshaus) aus der Stollengruppe 21-25 ist und alle anderen Bohrgestänge eine ähnliche Aufname haben(vierkannt) denke Ich ,das war ein Standartbohrer für -kalkstein-.mich in Bohrerfragen nicht so Auskennent aber meine Meinung dazu sagen wollte gr hw [wer.der.]
Schäfer
 

Beitragvon Silko » Sonntag 22. Oktober 2006, 13:38

Hierzu die Aussage eines Zeitzeugen aus Arnstadt vom 20.09.2004 (im Vereinsarchiv vorliegend):

In Kriegszeiten verlief diese Leitung weiter bis zum Rundbecken /0 14 m für Kühlzwecke.
Diese Becken befindet sich auf der rechten Straßenseite von Arnstadt von der Kreuzung nach Bittstedt auf einer Wiese im Gebüsch. Unmittelbar daneben war eine Pumpstation. Sie sorgte für den Druck, der gebraucht wurde, um die ca. 6 m langen Hohlbohrer beim Tunnelbau nicht heiß werden zu lassen.
Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen. (Erasmus von Rotterdam)
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Beitragvon imker » Sonntag 22. Oktober 2006, 15:56

[quote] Silko: Hierzu die Aussage eines Zeitzeugen aus Arnstadt vom 20.09.2004 (im Vereinsarchiv vorliegend)

In Kriegszeiten verlief diese Leitung weiter bis zum Rundbecken /0 14 m für Kühlzwecke.
Diese Becken befindet sich auf der rechten Straßenseite von Arnstadt von der Kreuzung nach Bittstedt auf einer Wiese im Gebüsch. Unmittelbar daneben war eine Pumpstation. Sie sorgte für den Druck, der gebraucht wurde, um [color=red][b]die ca. 6 m langen Hohlbohrer [/b][/color]beim Tunnelbau nicht heiß werden zu lassen. [/quote]

Dies würde aber bedeuten, es sind Bohrwagen zum Einsatz gekommen. Mit der damals herkömmlichen "Herkules" unmöglich.
Sprenglöcher von 6 Meter länge, es würde ja einer Großraumsprengung gleichkommen!
Große Hohlräume und Kammern müßten schon geschaffen sein. Ich denke so stimmt die Aussage nicht.
Es wäre gut wenn man mal den Zusammenhang Fundort usw. benennt um da der Sache etwas nachzugehen. Bei den weiteren Aufnahmen sind Löffelbohrer zur Holzbearbeitung zu erkennen. Wenn man an der Ortsbrust bohrt und Scheiben im allgemeinen Vortrieb sprengt beträgt die Bohrtiefe max bis 1,60 m.
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Beitragvon kps » Sonntag 22. Oktober 2006, 19:10

imker hat geschrieben:...Es wäre gut wenn man mal den Zusammenhang Fundort usw. benennt um da der Sache etwas nachzugehen. Bei den weiteren Aufnahmen sind Löffelbohrer zur Holzbearbeitung zu erkennen. Wenn man an der Ortsbrust bohrt und Scheiben im allgemeinen Vortrieb sprengt beträgt die Bohrtiefe max bis 1,60 m.
imker


Danke Silko - gut aufgepasst [-<5>-]

@ imker -> Fundort ist, wie schon geschrieben, ein ehemaliger Lagerbereich in Crawinkel - Nähe Bahnhof. Über die Jahre lagen die Bohrgestänge und Feldbahnschienen auf einem privaten Grundstück und wurden vielen anderen Zwecken zugeführt -> Gitterstäbe für Keller etc.

Was sind Löffelbohrer und welche Aufnahmen sind gemeint? Die der Bohrgestänge oder aus einer anderen Diskussion? Ich bin gerade etwas verwirrt.

Anbei die zuvor gewünschten Nahaufnahmen der Verlängerung für Bohrgestänge. Sie ist ca. 2,20m lang, hat eine durchgehende Bohrung und im Unterschieden zu den anderen Bohrgestängen keine vierkant Befestigung.

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Beitragvon kps » Montag 23. Oktober 2006, 21:05

bobo hat geschrieben:Welche Art von Bohrern wurde denn im Tal verwendet?


Ich habe mal für dich eine kleine Übersicht im Vereinshaus zusammengestellt, was sich so alles bereits angesammelt hat - neben den Bohrgestängen.

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