Gruben im Wald Richtung Bittstädt

Bereich für Diskussionen und zur Identifizierung von Fundamenten, Bodenfunden etc. im Jonastal und Umgebung

Moderatoren: Mercedes-Diesel, Marc

Gruben im Wald Richtung Bittstädt

Beitragvon kps » Dienstag 21. November 2006, 19:53

Folgende Gruben befinden sich an unterschiedlichen Stellen. Eine findet sich an der Strasse vom Jonastal nach Bittstädt (Serpentinen) und die weitere bei Fundementresten eines möglichen Lagers von Jonastal-Arbeitern. Beide Gruben scheinen keine Keller gewesen zu sein, dienten aber vrmtl. dem gleichen Zweck - welchem?

MfG
kps
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Eine Entmystifizierung des Jonastals ist zwingend notwendig
Benutzeravatar
kps
unheilbar Jonastal-süchtig
 
Beiträge: 5662
Registriert: Freitag 24. Oktober 2003, 06:59
Wohnort: Crawinkel

Beitragvon Arthur » Mittwoch 22. November 2006, 10:40

diese Frage hatten wir vor einigen Wochen schon einmal. Weiß aber so schnell auch nicht in welchem Forum.

Ich denke es sind Keller und darüber Baracken/Wohnhäuser in Holzbauweise.

Arthur
Arthur
Jonastal-Interessierter
 
Beiträge: 60
Registriert: Freitag 16. Januar 2004, 11:52

Beitragvon Rondo » Mittwoch 22. November 2006, 14:22

im näheren Umfeld ist nichts weiter?
Wie stark sind die Mauern? Alles Ziegel?
Fußboden? Stärke?
Rondo
 

Beitragvon ssch » Mittwoch 22. November 2006, 18:37

Arthur hat geschrieben:diese Frage hatten wir vor einigen Wochen schon einmal. Weiß aber so schnell auch nicht in welchem Forum.

Mir war doch auch so, als hätte ich diese.. naja... "Keller" schon einmal gesehen: http://www.team-delta.info/Forum/showthread.php?t=4386.

Viele Grüße
Sebastian
ssch
Jonastal-Fortgeschrittener
 
Beiträge: 320
Registriert: Donnerstag 8. Juli 2004, 23:14
Wohnort: Berlin

Beitragvon kps » Freitag 24. November 2006, 07:22

Ich konnte Arthurs Frage auch nicht so schnell beantworten und hatte nur bei Explorate nachgeschaut. Danke ssch für den Link.

Den Hinweis bzgl. Holzbaracken darüber auf Streifenfundamenten konnte ich bzgl. Fundamente nicht bestätigen. Im direkten Umfeld der Gruben ist eigentlich nur bei der 2. Grube Platz für eine kleine Baracke. Der Rest liegt evtl. noch unter Herbstlaub. Die Grube 1 im Bereich des erwähnten Lagers liegt etwas außerhalb der dort sichtbaren Fundamente und etwas erhöht. Da müssen wir also noch mal hin. Einstiegsmöglichkeiten wie Treppen oder andere Befestigungen für Eisengestelle waren nicht sichtbar. Der Zustieg über eine Holzleiter ist sicherlich praktisch jederzeit möglich, aber dann verstehe ich den Aufwand vor Ort nicht ganz. Die Gruben sind sauber mit Zeigelsteinen gemauert und verputzt. Eine ähnliche Ausführung zeigen die restlichen Wände einer möglichen Pumpenstation direkt hinter der s.g. Zisterne.

MfG
kps
Eine Entmystifizierung des Jonastals ist zwingend notwendig
Benutzeravatar
kps
unheilbar Jonastal-süchtig
 
Beiträge: 5662
Registriert: Freitag 24. Oktober 2003, 06:59
Wohnort: Crawinkel

Richtung Bittstädt

Beitragvon herrenhof » Samstag 24. Februar 2007, 17:56

solche Gruben befinden sich nicht nur Richtung Bittstädt sondern auch wo sich die Russenbunker befinden. Haben alle ca die gleichen abmessungen.
Bei den Gruben in Richtung Bittstädt im Wald befindet sich auch noch diese Klärgrube und noch weiter hinten müssen Baracken gestanden haben.
herrenhof
 

Beitragvon Hans-Jürgen Räppold » Sonntag 25. Februar 2007, 09:58

[bart]
Meine Vermutung:
Es handelt sich bei diesen Gruben um abflußlose Fäkaliengruben, die bei Bedarf entleert (ausgeschöpft) wurden. Diese könnte man zum Schutz von Grundwasseranlagen (Brunnen etc.) gebaut haben; eine Grundwasserverunreinigung war somit fast 100% auszuschließen. Berücksichtigen sollten wir noch, dass das dortige Gelände ein Karstgebiet mit unterirdischen Hohlräumen und Wasserführungen ist.
Da durch KPS festgestellt wurde, dass keine Spuren von Steigeisen usw. vorhanden sind, dürfte dies meine Theorie bestätigen.
Jürgen
Hans-Jürgen Räppold
 

Beitragvon Silko » Sonntag 25. Februar 2007, 17:08

Hans-Jürgen Räppold hat geschrieben:Da durch KPS festgestellt wurde, dass keine Spuren von Steigeisen usw. vorhanden sind, dürfte dies meine Theorie bestätigen.
Jürgen

Klingt interessant. Wenn dies abflußlose Fäkaliengruben waren - so sie denn in Benutzung waren - dürfte sich das bei voller Vegetation leicht nachweisen lassen. In der Ur- und Frühgeschichte gelten stickstoff-liebende Pflanzen als sichere Indikatoren für menschliche Besiedlung. Eben wegen der organischen Abfälle in Verbindung mit hohem Fäkalienanteil. So lassen sich z.B. Klärgruben etc. mit Gewissheit durch mit Masse auftretenden Brennnessel-Bewuchs indizieren.

Man müsste das bei der entsprechenden Jahreszeit mal überprüfen. Analoges Beispiel: Sackels Klärgrube am Walpersberg.

Was den Grundwasser schutz betrifft, so müsste man sich überlegen, vor welchen Einflüssen Grundwasser durch den damaligen Umweltschutzbeauftragten geschützt werden sollte?! Dies könnten auch starke Säuren oder Basen oder auch Öl sein. Maschinenöl. Damit gibt es mittlerweile 3 Theorien:

1. "treppenloser" Keller/Speicher
2. Fäkalgrube
3. Auffangbehälter für sonstige gefährliche Stoffe.

Noch andere Überlegungen??
Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen. (Erasmus von Rotterdam)
Benutzeravatar
Silko
Jonastal-Guru
 
Beiträge: 2729
Registriert: Samstag 18. September 2004, 13:01
Wohnort: Leipzig

Beitragvon herrenhof » Sonntag 25. Februar 2007, 17:26

in die Klärgrube gingen Abflußrohre rein und auch wieder raus.
Kann man deutlich sehen.
Die Klärgrube war angeschlossen.
herrenhof
 

Beitragvon Silko » Sonntag 25. Februar 2007, 19:27

Die "runde" Klärgrube, mag sein. Habe ich selber in dem Bereich der anderen Anlagen noch nicht gesehen. Ich meinte die quaderförmigen Anlagen, von denen weiter oben die Rede ist und die wohl auch Räps meinte.

Was mir da noch in den Sinn kam... Ein bißchen Ähnlichkeit kann ich schon feststellen mit dem Unterbau unseres Pumpennischen-Fundamentes. Zumindest ganz entfernt, ich weiß, die Maße stimmen nicht überein...

3D-Animation (WMV Format, 3.47 MB, 720x576, 19 sec)
Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen. (Erasmus von Rotterdam)
Benutzeravatar
Silko
Jonastal-Guru
 
Beiträge: 2729
Registriert: Samstag 18. September 2004, 13:01
Wohnort: Leipzig

Beitragvon Hans-Jürgen Räppold » Montag 26. Februar 2007, 08:53

herrenhof hat geschrieben:in die Klärgrube gingen Abflußrohre rein und auch wieder raus.
Kann man deutlich sehen.
Die Klärgrube war angeschlossen.

Ich glaube, bei dem gezeigten Schacht handelt es sich um einen Revisionschacht.
Jürgen
Hans-Jürgen Räppold
 


Zurück zu Fundbüro

  • VISITORS

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Design by GB