Zweistufiger Luftverdichter in der s.g. Pumpennische

Bereich für Diskussionen und zur Identifizierung von Fundamenten, Bodenfunden etc. im Jonastal und Umgebung

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Zweistufiger Luftverdichter in der s.g. Pumpennische

Beitragvon Anonymous » Donnerstag 4. März 2004, 01:01

Hallo Leute,
da ich doch annehme, dass der Eine oder Andere technisch versierte unter den Forumsteilnehmern ist, bitte ich doch nur eine Frage zu beantworten. Wo ist der Ansaustutzen und wo ist der der Druckteil? Das auf der Röhrkrümmung liegende Teil ist nun einmal ein Ventil mit einem Gewicht versehen, wie wir es auch bei alten Dampfanlagen haben. An Hand der Fließ- bzw. Ansaugrichtung und des Abflusses lassen sich ja schon wieder bestimmte Schlüsse ziehen. Wenn der gekrümmte Stutzen dem Ansaugen dient, dann wird Wasser hier aus der alten vom Tieftal kommenden Leitung, also aus der Gera angesaugt, sollte man doch annehmen. Wenn nicht, dann wäre die Frage zu klären, was wollte man abpumpen? Zur Beschickung des Hochbehälters ist mir persönlich auch noch kein Aggregat untergekommen. Das soll aber überhaupt nichts heißen, da es durchaus möglich ist, dass man auf einen eigenen eigens dafür geschaffenen Tiefbrunnen ähnlich Amt 10 zurückgegriffen hätte. Eine Möglichkeit würde ich noch sehen, dass das Teil dem Zweck dienen sollte bei zu starker Füllung der Wilden Weiße (den Namen scheint sie in früheren Jahren ja zu Recht getragen haben) Wasser von den Stollen fernzuhalten. So die Überlegung.

MfG
conny
Anonymous
 

Beitragvon kps » Donnerstag 4. März 2004, 10:32

Ich habe mal dieses Thema von den Fakten, Rätseln und Legenden abgetrennt, da es hierbei erfahrungsgemäß etwas ausführlicher werden wird.

Bild

@ conny - Bevor ich es vergesse! Die letzte ausführliche Diskussion findest du im Forum über www.unterirdisch.de bzw. direkt hier:

http://www.team-delta.de/intern/Forum/showthread.php3?s=&threadid=1768

kps
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Beitragvon tegelbery » Donnerstag 18. März 2004, 16:41

Ich denke es wurde nichts abgepumpt sondern eher angesaugt (Brauchwasser). Ansaugrichtung könnte rechts unten die Lleitung vor dem schwarzen Faß sein. Das Dicke Rohr unterhalb der Pumpe hinter dem Schutthaufen sehe ich als Ausgleisbehälter um Druckschwankungen auszugleichen. Der Rohrbogen müßte der Wasser-Abgang sein mit Überdruchventiel. Könnte der Wasserverbrauch etwas mit einer Stollenbohreinrichtung (Wasserspühlung) zu tun haben?
Nur mal sone Idee.
tegelbery
 

Beitragvon TÜP » Donnerstag 18. März 2004, 20:50

Ich hatte es im oben angeführten Thread (unterirdisch.de) schon geschrieben:

Intensive Nachforschungen der GTGJ haben ergeben das es sich um ein

>Pumpenaggregat mit Elektromotor 460 PS gekuppelt (Kompressor) Leistung 3895 cbm<

handelt. Zu welchem Zweck dieses Gerät dort stand konnte noch nicht herausgefunden werden.
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Beitragvon kps » Freitag 17. September 2004, 22:36

Übrigens - die Pumpennische ist jetzt mittlerweile auch fast freigelegt :-top) :-top)

Anbei ein paar Fotos. Den Rest gibt es in der Galerie ->
2004 Pumpennische

Weiterhin ist wieder eine Diskussion um den s.g. Kabelkanal an der Rückwand entstanden. Langsam kommen Zweifel an dieser Theorie auf. Wie im Foto weiter oben zu sehen, scheint sich etwas im dem Kanal zu befinden. Nun wird auch die Meinung vertreten, dass dies noch die Einschalung ist und keine Kabelführung! Vielmehr besteht die Annahme, dass dies eine Sollbruchstelle für die schnelle Zerstörung der Nische werden sollte. Dies haben schon einige Besucher bestätigt, welche die Arbeiten verfolgten und Gleiches von anderen Bauten aus dem WK II kennen. Was meint Ihr? Anbei einige Fotos.
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Beitragvon burion » Samstag 18. September 2004, 08:18

Aber wozu war dann in der Nut diese Konstruktion drin. Bei einer Sollbruchstelle muss man doch nicht extra eine "Kabelführung" einbauen.

HerzlGrüße
Jürgen
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Beitragvon kps » Samstag 18. September 2004, 10:16

Hallo Jürgen, gute Frage!!! Ich hatte weiter oben bereits geschrieben, dass dies noch die Einschalung aus Holz sein könnte. Siehst du bereits ein Kabel oder auch Rohr im Kanal? Allerdings sind auch schon wieder Kanten weggebrochen - ich weiß es also nicht -()- -()-

Der Verlauf macht für ein Kabel oder Rohr eigentlich auch keinen Sinn. Da würde ich persönlich nicht einen Kanal diagonal von rechts unten nach links oben vorsehen - zu großer Aufwand. Eine Abführung oben in der Ecke konnte ich auch nicht entdecken. Aber genau diese Fragen stellten wir uns diese Woche auch schon und ich gebe nur wieder, was alles besprochen wurde.

Hat evtl. Jemand schon etwas Ähnliches in anderen Anlagen fotografiert?

Was noch wichtig ist: Die Pumpennische scheint mit der Kompressorenstation verbunden gewesen zu sein. Beginnend zwischen Kompressoren-Fundament und der dahinter liegenden Grube kann man heute noch einen Graben verfolgen, der bis zur Pumpennische führt. Was da ausgegraben wurde, kann ich nicht sagen. Es sieht aber so aus.

MfG
kps
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Beitragvon wolfhard65 » Sonntag 19. September 2004, 01:23

kps hat geschrieben: Wie im Foto weiter oben zu sehen, scheint sich etwas im dem Kanal zu befinden. Nun wird auch die Meinung vertreten, dass dies noch die Einschalung ist und keine Kabelführung! Vielmehr besteht die Annahme, dass dies eine Sollbruchstelle für die schnelle Zerstörung der Nische werden sollte. Dies haben schon einige Besucher bestätigt, welche die Arbeiten verfolgten und Gleiches von anderen Bauten aus dem WK II kennen. Was meint Ihr? Anbei einige Fotos.


Hallo @all,

Einschalung macht Sinn (Bretter mit Zwischenstegen um den Druck des Betons aufzufangen)...ich glaube nicht das es eine Sollbruchstelle ist...können -wenn doch- Beispiele genannt werden ???...ich habe noch kein WK2 Objekt gesehen das so offensichtlich zur Zerstörung vorbereitet wurde( ok. Sprengstoffkammern in Brückenbauwerken mal ausgenommen)...das würde den Durchhaltebefehlen und der Moral der Truppe doch wiedersprechen wenn neue Anlagen bsp. zur Zerstörung vorbereitet sind...natürlich kann ich mich irren...aber wer steckt schon in Denken von Verantwortlichen von damals drin...

Gruß Wolfhard
wolfhard65
 

Beitragvon burion » Sonntag 19. September 2004, 07:02

Einschalung ist eine interessante Deutung - könnte tatsächlich sein. So hab ich das noch gar nicht gesehen.
Denn bleibt halt immer noch die Frage offen, was sollte dann da rein?

HerzlGrüße
Jürgen
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Beitragvon wolfhard65 » Sonntag 19. September 2004, 22:07

Hallo Jürgen,

Auf der Nahaufnahme sieht man deutlich die Abdrücke der Schalbretter.
Aber mal was anderes , da ich leider die Pumpennische nicht selbst gesehen hab - noch nicht -()- , wie weit verläuft der "Kabel oder Rohrkanal" nach unten ? bis auf den Boden ?
Könnte es dann -spekulativ gesehen- sein ,das es vielleich ein Wiederlager für eine geplante Rampe oder Schräge sein soll ? vielleicht war da ein Stahlträger drin...(mangels Unwissenheit wie es oberhalb der Pumpennische aussieht - steht oder stand oben ein Bauwerk das ev. als Werkstatt genutzt wurde ???)

gruß Wolfhard
wolfhard65
 

@conny

Beitragvon bobo » Montag 20. September 2004, 00:20

Hallo Conny:

Habe mir auch schon oft den Kopf über die genau Funktion darüber zerbrochen. Mir sind da noch ein paar Leitungen aufgefallen, die mir persönlich gegen die angenommene Funktion sprechen, bzw. nicht erklärbar sind. Werde mal das Bild/Bilder ausdrucken und unserer Haustechnik im Betrieb vorlegen. Vielleicht können die noch ein paar Einzelheiten klären.

Melde mich diesbezüglich wieder.

Jetzt bitte mir nicht die Herren in weisen Kleidern auf den Hals schicken und mich in eine Gummizelle verlagern, aber ich stelle einfach mal in den Raum, dass es eine Tankstelle gewesen sein könnte.
Geht man von den Anfangstheorien aus, das im Jonastal Raketen gestartet werden sollten, so mußten diese doch auch betankt werden - oder?
Oder wie sieht es denn mit Schweißarbeiten zur Bauzeit im Tal aus und mit was wurde z.B. geschweißt?
MfG BOBO
bobo
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betreffend Raketentankstelle

Beitragvon bobo » Montag 20. September 2004, 01:10

Was ich mit sagen/schreiben wollte ist, das die Anlage vielleicht zum Befüllen von Sauerstoff-Flaschen gedient haben könnte.

Desweiteren beschäftigt mich, wenn man sich das freigelegte Fundament so anschaut, dass das Fundament eine einheitliche Höhe hatte. Wieso sieht es auf dem Kott-Bild so aus, als würde der E-Motor auf ein höheres Fundament stehen?
MfG BOBO
bobo
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Beitragvon burion » Montag 20. September 2004, 04:38

Die Idee mit dem Widerlager für eine Rampe macht Sinn. Auf dem Kottbild kann man oben auf der Anhöhe hinter der Pumpennische etwas erkennen, das ich mal als irgendein hütten- oder barackenähnliches Bauwerk bezeichnen würde - möglicherweise noch unfertig. Zumindest etwas, das von Menschen gebaut wurde.

HerzlGrüße
Jürgen
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Beitragvon wolfhard65 » Montag 20. September 2004, 23:24

Hallo Jürgen,
hab mal meine nicht vorhandene Brille geputzt - da der Kanal oder Wiederlager bis zum Bodenniveau geht das ja fast an der Naturfelswand rechts ist...kommt eine Rampe wohl doch net so hin....schade...war ja auch nur ne Idee...
Frage @all, gibt es nach der Freilegung von der Botanik ( Respekt an alle Mitwirkenden !!!) irgendwelche Relikte die nach unten führen ????...

Gruß Wolfhard
wolfhard65
 

Re: betreffend Raketentankstelle

Beitragvon wolfhard65 » Montag 20. September 2004, 23:34

bobo hat geschrieben:Was ich mit sagen/schreiben wollte ist, das die Anlage vielleicht zum Befüllen von Sauerstoff-Flaschen gedient haben könnte.

Desweiteren beschäftigt mich, wenn man sich das freigelegte Fundament so anschaut, dass das Fundament eine einheitliche Höhe hatte. Wieso sieht es auf dem Kott-Bild so aus, als würde der E-Motor auf ein höheres Fundament stehen?


Hallo Bobo,

Eine Füllstation sieht doch anders aus...da kann man mehr als eine Flasche füllen...auf dem Bild sieht man aber nix von einer Flaschenbatteriefüllanlage...und ich glaub damals wurde auch schon wirtschaftlich gedacht...

auf dem Kott-Bild wird das -im Original gerade- Fundament von dem Steinhaufen in der Mitte sowie von dem Rohr oder Ausgleichsbehälter bis hin zur alten Lore kaschiert, das fällt also unter optische Täuschung...aber es hätte ja sein können...sehe bitte mein Geschreibsel auch spekulativ da ich keine Ortskenntnis hab !!!


Grüßle Wolfhard
wolfhard65
 

Beitragvon alpha » Dienstag 21. September 2004, 09:37

Dumme Frage zum Thema...
Das Bild weiter oben ist ja wohl aus dem Zeigert Buch???
Was soll aber die Beschreibung mit Höhe 502?
Wir reden ja hier eigentlich über die Pumpennische an der Strasse?
Oder hab ich was verpasst?

Gruß Andreas
alpha
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Beitragvon kps » Dienstag 21. September 2004, 09:41

Du hast natürlich Recht - das Thema hatten wir bereits hier geklärt ~:-~

http://www.gtgj.de/index4.html?/script/ ... c&start=15

An dieser Stelle im Buch irrte Herr Zeigert mal.
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Beitragvon Edgar » Mittwoch 22. September 2004, 17:42

burion hat geschrieben:Aber wozu war dann in der Nut diese Konstruktion drin. Bei einer Sollbruchstelle muss man doch nicht extra eine "Kabelführung" einbauen.

HerzlGrüße
Jürgen


...ein Ansatz für ein Dach, das hinter der Pumpe doch ruhig etwas tiefer als vorne sein kann....????


Grus vom Edgar
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Beitragvon Schäfer » Mittwoch 22. September 2004, 20:42

-()- Hallo auch.Sollbruchstelle?-ne-die kabelführung kann man eindeutig zwischen E-Moter und Anlaßschalter erkennen und da war und ist auch noch heute gewachsener Fels,werfe hier aber mal ne Frage mit rein in die Runde:Wars etwa ne Füllstadion für die sogenanten-Druckluftlocks-?Die hatten sie schon und noch ganz andere Sachen(nachzulesen im Fachbuch für Bergwerkstechnik) und auf dem Bild:Blick von Osten auf 1-12 erkennt man,das etwas über die Straße geht?????? Zitat Tüp:-Pumpenaggregat mit Elektromotor 460 PS,gekuppelt mit (Kompressor) Leistung 3895cbm. gr hw -()- (zz-)
Schäfer
 

Beitragvon kps » Mittwoch 22. September 2004, 21:16

Hallo Schäfer, auch guter Einwand. Das Bild muss ich mir noch einmal genauer ansehen. Wenn die Anlage aber zum Befüllen von z.B. Loks gedacht war, warum baue ich diese dann auf der anderen Strassenseite, wo keine Lok direkt hinkommt und ich wieder entspr. Zuleitungen verlegen muss?

Sicherlich wolltest du nur ein Beispiel bringen, aber da gefällt mir die Kottsche Variante noch besser, dass etwas "gepumpt" werden sollten - von wo nach wo auch immer.

Wenn es einen Kabelkanal war, warum dann diese aufwendige Verlegung/ Einschalung? Gibt es dazu evtl. Referenzobjekte bzw. ähnliche Kabelkanäle?

@ Schäfer -> Wir sollten noch einmal gemeinsam vor Ort gehen. Erst wenn man jetzt vor der freigelegten Anlage steht, kann man eigentlich erst die Sache so richtig erfassen - vom PC aus um diese Zeit habe ich nicht mehr alle "Bits und Bytes" zusammen. Ruf mich an und wir treffen uns mal Nachmittags am Besten in der Woche.
MfG
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Beitragvon burion » Samstag 25. September 2004, 06:39

@kps:
warum baue ich diese dann auf der anderen Strassenseite, wo keine Lok direkt hinkommt und ich wieder entspr. Zuleitungen verlegen muss

Berechtigter Einwand. Aber auch die Kompressorenstation wurde auf der anderen Straßenseite aufgebaut. Warum? Auf der Stollenseite war doch bestimmt genug Platz.

@Schäfer: Gibt es irgendeinen Hinweis auf den Betrieb von Druckluftloks bei den Bauarbeiten? Die Loks, die man auf den Kottbildern sehen kann, erscheinen mir als ganz normale Dieselloks. Oder täusche ich mich?
Aber interessante Idee.

Weitere Frage: War das Aggregat eigentlich während der Bauarbeiten bereits angeschlossen, d.h. sieht man auf den Kottbildern den Zustand bei Aufgabe der Baustelle oder schon in einem (teil-)demontierten Zustand?

Ein Hinweis auf die Herstellerfirma des Aggregats könnte der Schriftzug sein, der auf dem rechten Sockel des Aggregats steht. Man kann noch gut lesen "MONT" (siehe Bild). Kennt jemand eine Firma, die solche Aggregate herstellt und deren Namen mit ...MONT aufhört?

HerzlGrüße
Jürgen
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Beitragvon Anonymous » Donnerstag 14. Oktober 2004, 01:41

Den schwarzen Kasten rechts neben dem E-Motor halte ich für den Stellschrank für den Motor. Egal, ob das eine Gleichstrom- oder Drehstrommaschine war - bei einer so hohen Leistung muss ein Stellschrank ran, um das Teil zu schalten und langsam hochzufahren. Würde man den Motor sofort mit voller Leistung starten, dann würde sich durch die Trägheitskräfte die gesamte Anlage zerlegen. Es sieht nämlich so aus, als ob alle drei Teile, also die beiden linken Maschinen und der Motor, direkt gekuppelt waren und demzufolge immer mitliefen.
Falls das also der Stellschrank war, ist der Kabelkanal im Hintergrund tatsächlich ein Kabelkanal, denn er endet genau an dem Schrank.
Anonymous
 

Stern/Dreieck

Beitragvon bobo » Donnerstag 14. Oktober 2004, 02:22

@objrse:
Für was hälst Du dann das Handrad (rechts) am Motor?
MfG BOBO
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Beitragvon Anonymous » Donnerstag 14. Oktober 2004, 12:51

@bobo:
Stimmt, das Handrad war mir entgangen. Auch die Fotos des Fundamentes scheinen darauf hinzudeuten, dass der Stromanschluss direkt unterm Motor endete und der Schaltschrank demzufolge wohl an der Stirnseite des Motors gleich mit angebaut war. Das Handrad ist vermutlich zur Betätigung einer mechanischen Kupplung oder eines elektrischen Anlassgerätes vorgesehen.

Beim Nachbearbeiten des Fotos kam mir die Idee, dass der schwarze Kasten neben dem Motor auch ein aufrecht stehendes Fass gewesen sein könnte.

Die gesamte Maschine halte ich inzwischen für einen Hochdruckverdichter. Darauf deutet der mittlere Maschinenteil hin, denn der sieht wie ein mehrstufiger Schaufelradverdichter aus. Das gebogene Rohr am linken Ende könnte der Ausgang der Anlage sein. Die Form lässt darauf schließen, daß hier irgendwas angeschlossen wurde, vielleicht ein Kessel oder ein Kesselwagen. Gab es dort Schienen oder eine Straße?
Das Teil an der Biegung des Rohres ist wohl ein Überdruckventil, an dem man durch Verschieben eines Gewichtes auf einer gekerbten Schiene den Auslösedruck einstellen konnte. Auch ein Hinweis darauf, dass hier ein Gas hoch verdichtet wurde.

Moderne mehrstufige Verdichter sehen so aus wie im Foto, und man kann sich gut vorstellen, dass sowas in dem mittleren Maschinenteil gesteckt haben könnte:

[img]http://www.thuringix.de/bilder/verdichter.jpg[/img]
Anonymous
 

Beitragvon Anonymous » Donnerstag 14. Oktober 2004, 12:55

Ups, hier nachträglich das erwähnte Foto:
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Anonymous
 

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