Gartenfund

Bereich für Diskussionen und zur Identifizierung von Fundamenten, Bodenfunden etc. im Jonastal und Umgebung

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Beitragvon Luchs » Sonntag 5. Dezember 2010, 20:40

Ich würde eher Augustiner zustimmen. Der Stab hat erstens ein für Staberder typisches leichtes Winkelprofil und zweitens kenne ich keinen Aufpflanzmechanismus mit Schelle, für den man einen Schraubenschlüssel benötigt. Bin kein Waffenexperte, aber ich denke, daß ein Bajonett über eine Nut am Lauf o.Ä. aufgepflanzt wurde.
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Seitengewehr fuer Mosin-Nagant

Beitragvon hurryup » Sonntag 5. Dezember 2010, 22:17

Hi

ziemlich eindeutig ein Seitengewehr fuer den Karabiner Mosin-Nagant. Der wird seit 1891 hergestellt und ist teilweise noch heute im Einsatz. Kaliber 7.62x54R.


Hier ein paar pics:

http://warrelics.eu/forum/military_phot ... 075-lr.jpg

http://www.arms2armor.com/bayonets/russ ... od001a.jpg

http://www.davesguns.com/serverpics/Use ... ong-01.jpg
Wenn ich die Folgen geahnt hätte, wäre ich Uhrmacher geworden.

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Beitragvon Luchs » Sonntag 5. Dezember 2010, 22:39

Die Bilder überzeugen. Wieder was dazu gelernt. Danke.
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Beitragvon Augustiner » Dienstag 7. Dezember 2010, 12:41

Vielen Dank an alle. Wollte das Teil schon entsorgen, nun wird es aber entrostet.
Es ist sehr, sehr spitz ! Unglaublich damit "gepiekst" zu werden, dann läuft ja das gute Augustiner raus. Die gute, alte Zeit.......furchtbar.
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Beitragvon kawumm » Dienstag 7. Dezember 2010, 15:01

Hallo Augustiner.
Mal nen kleinen Tip zum Enteumeln.
Leg das Teil mal ne längere Zeit (10-12 Std) in 30% igen Wasserstoffperoxid, spüle es hinterher gut mit dest. Wasser ab und verfrachte das Teil für 2-3 Wochen in reines Petroleum. Danach mit einer Messingbürste auf Hochglanz "wienern".

Gruß kawumm
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Beitragvon Augustiner » Dienstag 7. Dezember 2010, 17:18

@ kawumm

Klingt irgendwie nach Raketentreibstoff und damit ziemlich teuer, aber ich werde es probieren. Wo kriegt man Wasserstoffperoxid her - aus der Apotheke ?
Kann/muß das Teil nach der Prozedur mit Klarlack geschützt werden ??
Ich hole mir schon mal 2 DN40 Abflußrohre........
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Beitragvon kawumm » Mittwoch 8. Dezember 2010, 05:35

@Augustiner.
Das Zeug kriegst Du in jeder Apotheke und Drogerie. Ist relativ billig.
Du solltest aber nicht mehr wie 1l kaufen, wegen Terror. xD
Paß aber auf, es läuft bei dem Prozeß eine thermische Reaktion ab. Das Behältnis wird sehr heiß.
Wenn alles richtig gemacht wurde, kannst Du das Teil hinterher mit Klarlack bearbeiten.

Gruß kawumm
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Beitragvon kawumm » Mittwoch 8. Dezember 2010, 09:21

@Augustiner.
Ich hätte beinahe was ganz wichtiges vergessen.
Schutzhandschuhe und -brille sind Pflicht! In der ersten Phase gehts ganz schön zur Sache.
Laß das lieber mal mit dem Klarlack. Wenn der abbröselt oder stumpf wird, sieht das Teil unschön aus. Nimm lieber säurefreies Waffenfett, am besten das aus C&A-Produktion. Das gibt schönen Glanz und schützt.

Gruß kawumm
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Beitragvon Silko » Mittwoch 8. Dezember 2010, 09:30

Hier muss ich mal meinen Senf dazu geben. Also mit Wasserstoffperoxid wird lediglich entzundert, nicht entrostet. Ne schöne Reinigung, mehr nicht. Das Zeug ist nicht ganz ungefährlich und neigt zu agressivem Zerfall in Waserstoff und Sauerstoff --> Also Knallgas! Immer schön Lüften! xD
Chemisch passiert am Objekt garnichts, also der Rost ist nachher noch unverändert.
Petroleum ist allenfalls für geringe und dünne Rostauflagen geeignet. Dickere und härtere Schichten gehen damit nicht weg! Nach meinem Dafürhalten bringt eine Versiegelung nach Wasserstoffperoxid-Behandlung garnichts, weil die chloridischen Salze noch im Metall stecken -> ergo Nachrosten vorprogrammiert. Bei Eisenobjekten würde ich auch keinesfalls Klarlack nehmen, der kann nicht arbeiten bei thermischen Veränderungen.

Meine Empfehlung wäre -> 3 Monate entsalzen in 0,2% Natriumhydroxidlösung, danach mit einem Komplexbildner entrosten HEDP oder Ähnlichem. Brünieren mit Tannin. Dann schön Bürsten, aber niemals mit Messingdrahtbürsten sondern Neusilberdrahtbürsten. Warum? Siehe hier: http://www.silkoronczka.de/restaurierun ... rsten.html
Zum Schluss würde ich mit mikrokristallinen Paraffin versiegeln. Evtl. einen Eisen-Inhibitor zusetzen.
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Beitragvon bobo » Mittwoch 8. Dezember 2010, 10:39

säurefreies Waffenfett, am besten das aus C&A-Produktion
Hast Du dafür mal bitte einen Link?
MfG BOBO
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Mittwoch 8. Dezember 2010, 10:57

@ silko ...und kurz Off Topic

Wasserstoffperoxid...nehmen dass nicht die Blondies zum Haare Färben bzw. Bleichen -()- ....Also Knallgas (O_O) heist...sofern man sich in der Nähe so eines Mädels aufhält, bloß nicht mit dem Feuerzeug fummeln....sonst sprengts der die Rübe vom Hals xD ?

Hmm...wieder was gelernt :D
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Beitragvon bobo » Mittwoch 8. Dezember 2010, 12:17

Mercedes-Diesel hat geschrieben:@ silko ...und kurz Off Topic

Wasserstoffperoxid...nehmen dass nicht die Blondies zum Haare Färben bzw. Bleichen -()- ....Also Knallgas (O_O) heist...sofern man sich in der Nähe so eines Mädels aufhält, bloß nicht mit dem Feuerzeug fummeln....sonst sprengts der die Rübe vom Hals xD ?

Hmm...wieder was gelernt :D
Hoffentlich kommt dann keiner auf die Idee, Blondinen in Raketentriebwerke zu verfeuern ;)
MfG BOBO
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Beitragvon Silko » Mittwoch 8. Dezember 2010, 12:54

xD Na klar... bleibt zu hoffen, dass die Bastlerinnen unter den Frisurbewußten ("selbst ist die Frau!") sich an die Empfehlung halten, keine höhere Konzentration als 12% Wasserstoffperoxid an das Haar und keine höhere als 6% auf die Haut zu lassen. Ansonsten müssten sie sich um beides keine Sorgen mehr machen. xD
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Beitragvon kawumm » Donnerstag 9. Dezember 2010, 05:05

@Silko
Zum Haarefärben (bleichen) nimmt man, glaube ich, 3%iges H2O2.
Bei höherer Konzentration, gebe ich Dir vollkommen recht. Auf den Fingern hinterlässt das Zeugs in höherer Konzentration so häßliche weiße Flecke. Gelangt das Zeuch in die Augen... .
@Bobo
Es gibt bestimmt im Net eine Site, wo solch Fett angeboten wird. Ich hab mir es aus dem Schützenverein besorgt. War nicht gerade billig, aber was solls. Dieses Fett erkenntst Du an der roten Farbe. Damit schmieren die Aljoschas die Schlösser der Flinten ein. So können die noch bei -50°C ballern. Ein Tip. Versuchs mal auf Floh- und Trödelmärkte, vllt. kannst Du an Militaryständen was ergattern?

Gruß kawumm
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Beitragvon Augustiner » Donnerstag 9. Dezember 2010, 18:55

Grummel.......
Da Kim, die Apothekerin, weiß, daß Frauchen ohnehin blond ist und da des weiteren in der Garage auch Aceton lagert, habe ich mich momentan auf eine rein mechanische Entrostung eingespielt und werde das Ergebnis hoffentlich hier bald vorstellen können.
Da ich schon einige durchaus wertvollere Münzen mittels Chemikalien ins Nirwana befördert habe, vielleicht doch momentan der für mich sicherste Weg.
Vielen Dank aber nochmal für alle Bemühungen (-oo-)
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Donnerstag 9. Dezember 2010, 19:51

Augustiner hat geschrieben:.... werde das Ergebnis hoffentlich hier bald vorstellen können.


...und hoffentlich, bei den Chemikalien, nicht halb Bayern in die Luft gesprengt xD viel Glück & Erfolg :D
Grüße Andreas

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Beitragvon Augustiner » Donnerstag 9. Dezember 2010, 20:39

Falls es die Zeit mal ergeben sollte, werde ich mal ein paar von mir "restaurierte" Münzen einstellen :,(
Nur so zur Abschreckung................
Was machst Du mit dem ADIG-FOND oder der Volksaktie ??
Antwort: Hätte ich Leergut gekauft, so könnte ich es noch heute 1:1 eintauschen. Ich hatte aber den Vorteil, das Leergut erst noch herstellen zu müssen, also durchaus einen Gewinn [bart]
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Beitragvon kawumm » Freitag 10. Dezember 2010, 08:12

Nochmal was zur Entrostung.
Es gibt noch die Möglichkeit mit Phosphorsäure, doch diese Brühe ist sehr schwer erhältlich. Oder man nimmt HAMMERITE Rostumwandler.
Wer brünieren möchte, braucht nicht unbedingt Tannin, es geht auch ganz
schnödes Leinölfirniß. Das Teil wird hoch erhitzt und anschließend in den
Firniß getaucht, oder mit einem Pinsel aufgetragen. Zuvor aber an einem anderen Teil Proben machen, zwecks Temperatur und Zeit. Der sich gebildete schwarze Überzug ist sehr haltbar.

Gruß kawumm
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Beitragvon Augustiner » Mittwoch 29. Dezember 2010, 18:23

kleiner Zwischenbericht - ich kriege den Rost nicht ab - einige brünierte Stellen sind noch da - over and out............
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Beitragvon Silko » Mittwoch 29. Dezember 2010, 19:52

Sieht aber trotzdem gut aus. Wie hast Du es denn nun gemacht?
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Beitragvon Augustiner » Montag 3. Januar 2011, 15:00

Zunächst habe ich eine Drahtbürste für die Bohrmaschine zum Entfernen des losen "Drecks" benutzt. Dann habe ich eine ohnehin vorhandene handelsübliche Flüssigkeit zum Reinigen von Eisenmünzen über mehrere Tage immer wieder draufgepinselt und einwirken lassen. Nach dem Abwaschen mit Leitungswasser kam nochmal o.g. Drahtbürste zum Einsatz, zu guter Letzt habe ich Caramba drauf gesprüht.
Wenn ich wieder Zeit habe, werde ich dem Teil dann nochmal mit der Multidremel zu Leibe rücken - beschädigt habe ich es bisher noch nicht. Würde gerne das JOS-Strahlverfahren ausprobieren, leider ergab sich bis dato noch keine Möglichkeit.
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Beitragvon PEKE » Montag 3. Januar 2011, 19:05

Hallo Augustiner,

man kann auch feinen Quarzsand zum Strahlen nehmen.
Früher wurden so die Zündkerzenelektroden sauber gestrahlt.
Quarzsand aus alten NH- Sicherungen und mit irgend einem Gebläse
auf das Metall blasen.

Mfg. Peter
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Beitragvon Augustiner » Montag 3. Januar 2011, 19:21

PEKE hat geschrieben:Hallo Augustiner,

man kann auch feinen Quarzsand zum Strahlen nehmen.
Früher wurden so die Zündkerzenelektroden sauber gestrahlt.
Quarzsand aus alten NH- Sicherungen und mit irgend einem Gebläse
auf das Metall blasen.

Mfg. Peter


Servus Peter,
danke für den Hinweis, aber Sandstrahlen oder ähnlich materialabgreifende Verfahren kämen eigentlich für mich nicht in Frage - außerdem ist das "Ding" ohnehin nur wenige Pfennige "wert".
Ich werde es weiterhin mechanisch sensibler probieren (ev. JOS), immerhin kann ich schon manche "Gravuren" erkennen, aber das braucht alles Zeit................und wer hat schon Zeit in der ach so ruhigen staden Zeit ???
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Beitragvon wolle » Freitag 7. Januar 2011, 20:04

Probier es mit Walnussschalen trägt kein material ab entfernt nur Rost und Schmutz und ist noch Kosten los Walnssschalen im Mörser oder Kaffemühle
kleinmachen und mit baumarkt Sandstrahler auftragen. [wer.der.]
Gruß Wolle
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