Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

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Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon kps » Sonntag 8. Januar 2012, 16:36

Hallo,
anbei aktuelle Fotos von einem Bohrgestänge, welches ich kürzlich erhalten hatte.

Wer kann was zum Verwendungszweck und zur Bauart sagen? Ist es typisch für derartigen Baustellen und für Muschelkalk? In den letzten Jahrzehnten wurde es als Brechstange benutzt.

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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon PEKE » Sonntag 8. Januar 2012, 20:25

Hallo KPS,
anbei 4 Bilder kurz nach 45 von Flottmann Bohrhämmern.
Der AZ11 könnte passen.
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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon Klaus » Montag 9. Januar 2012, 11:16

Schau mal in die Bergbauausstellung "Luthesteufe" bei Oehrenstock und in die "Schwarze Crux" bei Vesser. In beiden Ausstellungen sind die Bohrhämmer (Maschinen und Meisel/Bohrer" ausgestellt.
Es ist ein sehr normales Bohrgestänge für dieses Gestein.
Abzuklären, ob das hier gezeigte Gestänge einen Hohlkanal besitzt. Wenn ich mich richtig erinnere war doch solch Gestänge aus dem Tal schon einmal Thema hier.
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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon kps » Montag 9. Januar 2012, 22:21

Richtig - ich muss mal schauen, ob die fast nicht sichtbaren Spuren am Kopf und Ende ggf. Löcher waren für die Spülung. Die Gedanken kamen mir auch beim Einstellen der Fotos. Ähnliche Gestänge liegen bereits im Dokuzentrum in Arnstadt. Alle stammen sie meist aus Crawinkel, meist Dauerleihgaben über mich. Dieses Gestänge nun stammt wieder von einem anderen Hof.

Nun die Frage noch mal genauer. Gibt es für das Gestänge exakte Bezeichnungen/ Typen?
Wie sahen Gestänge meinetwegen für Kohle oder Kalisalz aus? Gibt es da Unterschiede?
Ziel ist doch immer das Bohren von Sprenglöchern -- oder?

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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon Sven/Geo-Tec » Dienstag 10. Januar 2012, 06:46

Die Gestänge wurden damals , unabhängig vom zu bohrenden Gestein benutzt.

Man konnte lediglich, bei einigen Varianten die Bohkronen wechseln.

Die Spiralform war dafür gedacht , das Bohrklein aus dem Loch zu fördern.

Eine genaue Bezeichnung ist mir nicht bekannt.

Später (1950/60) wurde das Bohrmehl mittels Wasser, über einen Spuhlkopf aus dem Bohrloch gebracht.
Dazu war das Gestänge hohl und am Bohrkopf mit zwei bis drei Öffnungen für den Wasseraustritt versehen. Das war , zumindest für die damalige Zeit ,eine erhebliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Da die Staubentwicklung während des Bohrens weitestgehend unterbunden wurde.
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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon Silko » Mittwoch 11. Januar 2012, 11:55

Hier war der andere Bohrgestänge-Thread:
viewtopic.php?f=25&t=2061
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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon kps » Mittwoch 11. Januar 2012, 23:42

Hier auch noch ein umfunktioniertes Bohrgestänge

viewtopic.php?f=25&t=4917
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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon kps » Mittwoch 11. Januar 2012, 23:47

Danke Sven und Klaus für die Erläuterungen. In Merkers lagen etwas andere Bohrer in den Vitrinen.

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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon Klaus » Donnerstag 12. Januar 2012, 09:01

Wenn ich zurück bin, so werde ich mal etwas zu diesem Thema aus der Bergbauausstellung "Luthersteufe" einstellen.
Immerhin wurde ja aus dem Ilmenauer- und Gehrener Bergbau so einiges für das Jonastal aus der Fm. Messerschmidt u.a. abgezogen, zumal auch um Ilmenau solch Bohrer wie von KPS gezeigt benutzt wurden.
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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon Sven/Geo-Tec » Freitag 13. Januar 2012, 06:02

Zit.KPS"In Merkers lagen etwas andere Bohrer in den Vitrinen."

Das Prinzip ist in dem Fall das Selbe. Die Bohrköpfe zum Wechseln liegen ja auch daneben in der Vitrine bzw. sie waren mit dem Gestänge verbunden.
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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon Under » Samstag 21. Januar 2012, 15:15

wir haben auch eines erhalten aus Stollen 6
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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon Neugier » Samstag 28. Januar 2012, 10:03

Was heißt erhalten und wann?
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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon kps » Samstag 28. Januar 2012, 17:06

Under hat geschrieben:wir haben auch eines erhalten aus Stollen 6


Schade das immer mehr aus den Stollen verschwindet. Es gibt außerhalb genügend Ausstellungsstücke in den umliegenden Orten.

:,(
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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon TÜP » Samstag 28. Januar 2012, 20:06

Schade das immer mehr aus den Stollen verschwindet.


Wie meinst du das? Soll lieber alles drin bleiben und irgendwann mal mit verschüttet werden? Für immer von der Bildfläche verschwinden?!?
Gott hat nicht den Menschen erschaffen, sondern der Mensch erschuf Gott «nach seinem Bilde».
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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon Varga » Samstag 28. Januar 2012, 20:47

Wie meinst du das? Soll lieber alles drin bleiben und irgendwann mal mit verschüttet werden? Für immer von der Bildfläche verschwinden?!?

Oder geklaut wird???

Gruss
Varga
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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon kps » Samstag 28. Januar 2012, 21:31

TÜP hat geschrieben:Wie meinst du das? Soll lieber alles drin bleiben und irgendwann mal mit verschüttet werden? Für immer von der Bildfläche verschwinden?!?


[Fantasie=on]
Wie ich es geschrieben hatte. Bis 2011 ging es doch scheinbar auch - oder?
Wenn ich dann mal ein Dokuzentrum direkt im Jonastal mit Stollenanschluß aufbaue, würde ich möglichst viel im Originalzustand zeigen wollen, falls ich dazu einmal die Chance bekommen sollte. Bohrer in der Wand im Original wäre besser als jede Beschreibung: Hier hätten Sie vor vielen Jahren noch Bohrer in der Wand stecken sehen können, wenn diese nicht eines Tages Beine bekommen hätten. [Fantasie=off]

[wer.der.]

@ Einsteiger - Nehmt wenigstens euren Müll wieder mit und lasst jemanden für Notfälle draußen.

-[nix]-
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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon geige » Sonntag 29. Januar 2012, 10:09

Dieses Bild stammt von 2009,u.war in der Vereinszeitung Nr.10Ausgedruckt.Übergabe eines Bohrers aus dem Stollen 6.Er wurde 1982 geborgen und im Privaten Keller Eingelagert.Durch Arbeits-u.Wohnortswechsel ist der Bohrer zu hinderlich
geworden und somit in unserem Dokuzentrum in gute Hände gelangt,hier bekommt er wesentlich mehr Aufmerksamkeit
wie in einem Keller.
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Re: Bohrgestänge von der Jonastal-Baustelle

Beitragvon kps » Sonntag 29. Januar 2012, 12:13

Danke für die Aufklärung Harald - Dann fehlt er ja zumindest schon länger und der Rest ist noch da wo er hingehört.

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