Bergbau am Nesselrain bei Ruhla/Thür.

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Bergbau am Nesselrain bei Ruhla/Thür.

Beitragvon Klaus » Freitag 11. Februar 2011, 15:15

Mit dem Bericht bezüglich des Durchbruches der ehemaligen Manganerzgrube "Heimat" bzw. der Hähnelschen Kiesgrube in der Wintersteiner Straße oberhalb Ruhlas habe ich einige Archivunterlagen zusätzlich hervorgeholt und möchte sie jetzt für einen kurzen chronistischen Rückblick zur alten Bergbau dieser Gegend nutzen.
In der Anlage mal eine Übersichtskarte aus Google Earth.
In einer idealisierten Übersicht habe ich mal so die Reviere eingetragen.
Des weiteren noch die HK25 Blatt 5128 Ruhla von 1909 mit Ergänzungen bis 1936. Auch hier habe ich diese Reviere gekennzeichnet. In der Folgezeit möchte ich dazu etwas aus den mir vorliegenden chronistischen Archivmaterial bringen.
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Re: Bergbau am Nesselrain bei Ruhla/Thür.

Beitragvon Klaus » Freitag 11. Februar 2011, 15:20

Das erwähnte LUBI.
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Re: Bergbau am Nesselrain bei Ruhla/Thür.

Beitragvon Klaus » Freitag 11. Februar 2011, 15:24

Hier die zugehörige geologische Karte.
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Re: Bergbau am Nesselrain bei Ruhla/Thür.

Beitragvon Klaus » Sonntag 13. Februar 2011, 13:32

Wie es so oft bei den Bergdörfern in Thüringen der Fall ist, hängt ihre Entwicklung eng mit dem Bergbau des Gebietes zusammen.
Hier waren es die sehr manganhaltigen Eisenerze, hinzu der Fluß- und Schwerspat, geringfügiger Kupfererze sowie Steinkohlen aber auch Uran. Wie wir sehen doch ein schönes Spektrum auf engsten Raum.
Besondere Verdienste erwarben sich 1918 E.ZIMMERMANN und R.SCHEIBE welche das Gebiet um Ruhla geologisch bearbeitet haben und dazu eine geologische Beschreibung mit Karte herausgebracht haben. So erkennt man eben auch auf dieser Karte die sehr zahlreichen Mineralgänge ob nun in gestreckter Form oder als linsenförmige Ausbildung.
Einige der Erze (Minerale) habe ich in den Anhängen beigefügt.
Was mir beim Archivstudium aber auch aufgefallen ist, bereits in den Urmeßtischblättern 1:25000 wie auf dem Blatt 370 Brotterode gibt es Bergbaueintragungen mit einen Symbol.
Auch hier habe ich mal einen Ausschnitt angefügt. Natürlich gibt es auch Funde aus den Stollen wie hier diese Flasche im Anhang.
Ich werde in Kürze die Sache der Beschreibung weiterführen.
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Re: Bergbau am Nesselrain bei Ruhla/Thür.

Beitragvon Klaus » Sonntag 13. Februar 2011, 13:36

Hier mal der erwähnte Auszug aus dem UMT von 1854 und der Flaschenfund aus dem "Moselbergstollen" am sog. Mosel Berg. (siehe Anhang)
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Re: Bergbau am Nesselrain bei Ruhla/Thür.

Beitragvon Klaus » Sonntag 13. Februar 2011, 13:46

Hier nach zweiten Anlauf der Auszug des "Moselbergstollen" aus dem UMT 1854.
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Re: Bergbau am Nesselrain bei Ruhla/Thür.

Beitragvon Klaus » Dienstag 3. Mai 2011, 11:28

Langsam möchte ich diese Serie mit Schwerpunkt Bergbau auch weiterführen. Die Vielfalt ist groß, es gibt aber Themen welche unbedingt einer Erwähnung bedürfen.
Da darf man natürlich die klassischen Mineralquellen von und um Ruhla nicht ausgrenzen zumal sie ja sehr eng mit der Ruhlaer Landschaft verbunden sind.
So nahm auch der Ruhlaer Ortschronist Herr KÖLLNER diese in seinem neuen Buch "Mi Ruhl, mi Heimet" im Band 2 von 2010 in seine Abhandlungen auf.
Es ist das "Stahlwasser" was die Brunnen so berühmt gemacht hat. Man hatte es sogar um 1750 von Ruhla aus in Fässern über den Rennsteig nach Liebenstein bringen lassen und zu Trikkuren verabreicht.
Besonders aber möchte ich eine Abhandlung von 1755 erwähnen welche mir als Kop. vorliegt. Ihr Titel ist zwar etwas lang;

Unterricht vom Gebraue und Würkungen des vor geraumer Zeit bekannt gewordenen Ruhlerstahlwassers, im Fürstentum Eisenach, nebst einer Anweisung wie man sich vor, in, und nach dem Gebrauche desselben zu verhalten habe, entworfen von D.August Friedrich Bertram, Fürstl.Sachsen=Weimarischen Rath und Hofmedico, wie auch Stadt= Landphysico des Fürstenhaus Eisenach / Eisenach, Verlegts Michael Gottlieb Grießbach 1755

So wurde auch der Brunnen am Ende der Altensteiner Straße nahe des Ruhlaer Schützenhauses als "Fürstenbrunnen" benannt. Sein Wasser wurde mit Kutschen nach Eisenach zum fürstlichen Schloß gebracht und als Tafelwasser den Gästen gereicht.

Auch J.C.W. VOIGT schreibt in Brief an[i]"Mineralogischen Reisen durch das Herzogtum Weimar und Eisenach um 1784 in einem J.W. GOETHE von der Vorzüglichkeit des Ruhlaer Stahlwasser.[/i]

Heute ist der "Fürstenbrunnen" ein Schatten seiner selbst. Das Gelände unansehbar, der Brunnen trocken gefallen und niemand fühlt sich dafür zuständig.
Viele Jahrzehnte hat der Brunnen sein Wasser gespendet, oft standen die Menschen in Warteschlangen am Brunnen um ihr Tafel- und Kaffeewasser hier zu holen.

Sogar das ehemalige Kombinat VEB Fahrzeugelektrik Ruhla DDR lies das Wasser im VEB Getänkekombinat Erfurt abfüllen und reichte es seinen Gästen und schenkte es im betriebseigenen Ferienheim aus.

Dank Unterstützung eines aufmerksamen Sammlers habe ich zwei Etiketen zum Tafelwasser erhalten. Im Anhang ein solches Exemplar. Der Hintergrund, der Auszug der TK 25 5128 Ruhla wurde von mir mit dem Lagepfeil der Quelle hinterlegt.
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Re: Bergbau am Nesselrain bei Ruhla/Thür.

Beitragvon Klaus » Donnerstag 26. Mai 2011, 14:49

Der Barytbergbau um Ruhla spielte bis 1964 eine größere Rolle. Der Reinheitsgehalt der auftretenden Mineralgänge war relativ hoch. Das geförderte Mineral wurde in einer Erzwäsche aufbereitet und dann per LKW zur Bahnverladung nach Ruhla gebracht.
Zur Geschichte werde ich später noch etwas schreiben in Verbindung mit der Übersichtskarte - Fotostandorte.
Hier einige Fotos zum heutigen Zustand der Oberfläche mit verwahrten Schacht.
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Re: Bergbau am Nesselrain bei Ruhla/Thür.

Beitragvon Klaus » Donnerstag 26. Mai 2011, 15:21

Hier die Legende zu den Fotos im Posting zuvor mit dem Auszug der Übersichtskarte.

Abb. 1 Zufahrt zur ehemaligen Grubenanlage Friedenstein/Gustav

Abb. 2 Hochbruch des Fluchtweg zur Oberfläche

Abb. 3 Förderstollen 1

Abb. 4 Verwahrter Haupt- und Förderschacht

Abb. 5 Abschlußtafel über Haupt- und Förderschacht (Einzelheit)

Abb. 6 Barytstufe von der Halde ehemalige Wäscherei
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