Steinbruch am Kienberg mit Schienen

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Steinbruch am Kienberg mit Schienen

Beitragvon kps » Donnerstag 14. Mai 2020, 22:32

Ich habe bereits schon mehrfach gehört, dass Interessierte am Kienberg mehr als nur ein Gleis in einem Steinbruch am Kienberg gesehen haben. Der Erste war glaube Augustiner. Weißt du/ Weiß jemand noch, wo das war?

Der "Nichtmühl"-Steinbruch mit dem Gleis, das sehnkrecht steht, war denke ich nicht gemeint. An der Stelle liegen übrigens noch mehr teilweise zugeschüttet Gleisstücke und nur wenig schaut noch raus. Die Schienen sollen nach meiner Kenntnis aus den Steinbrüchen selbst oder aus dem Sägewerk Crawinkel stammen. Sehr viel Bauschutt, Haus- und Industriemüll wude leider zu DDR Zeiten in diesem stillgelegten Steinbruch entsorgt bzw. abgekippt.

Wer hat Fotos und weiß, wo sich noch weitere und mehr Gleise am Kienberg befinden?

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Re: Steinbruch am Kienberg mit Schienen

Beitragvon Augustiner » Freitag 15. Mai 2020, 14:07

Na ja, wenn man schon Holz von der Lütsche (und von weiter) bis nach Luisenthal in die Ohra (und weiter) treideln konnte, so war meine Überlegung aufgrund des geringen Gefälles im "Alten Flößergraben" gedanklich ein "Gleis zu verlegen". Damit hätte man auch die verschiedenen Steinbrüche und Bergwerke mit dem Bhf Luisenthal verbinden können.

Also habe ich mit Maurerhammer und Leitungssuchgerät bewaffnet und versucht ab der Sandgrube Crawinkel den Verlauf des Flößergrabens nach zu vollziehen - ein hoffnungsloses Unterfangen; schon der Steinbruch Friedrichs Anfang durchschneidet ganz oben den Flößergraben. Auch der weitere Verlauf des Grabens löste sich dann buchstäblich in Wohlgefallen auf.

Schmalspurloren bei Steinbrüchen sind ja eher normal, aber "mein" Gleis war auf irgendeinem Waldweg. Waldwege unterliegen aber auch häufigen Änderungen........ich habe es aufgegeben -()-
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Re: Steinbruch am Kienberg mit Schienen

Beitragvon PEKE » Freitag 15. Mai 2020, 17:50

die Idee ist einleuchtend, vielleicht Gleis nur bis zum Graben und dort weiter mit Wasser
Gruß Peter

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Re: Steinbruch am Kienberg mit Schienen

Beitragvon Augustiner » Freitag 15. Mai 2020, 18:25

PEKE hat geschrieben:die Idee ist einleuchtend, vielleicht Gleis nur bis zum Graben und dort weiter mit Wasser


Nö, der Graben war wohl ab ca. 1702 innerhalb von 17 Jahren nur 11 mal zur Schneeschmelze in Betrieb, der Graben war undicht; muss ein irrsinniger Aufwand gewesen sein.

Schaut man sich aber mal all die stillgelegten Bergwerke oder Pingen auf dem Plan von @KPS an, so macht eine Gleisverbindung (1898 ?) zum Bahnhof absolut Sinn.

Gibt es bei diesen Gleisstücken im Steinbruch vielleicht irgendwelche Prägestempel ?
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Re: Steinbruch am Kienberg mit Schienen

Beitragvon muhmer » Freitag 15. Mai 2020, 18:50

PEKE hat geschrieben:die Idee ist einleuchtend, vielleicht Gleis nur bis zum Graben und dort weiter mit Wasser


Warum " Gleis nur bis zum Graben " und nicht Gleis im Graben weiter ? Selbst wenn der Graben undicht war, würde eine Überdeckung mit wenigen cm Wasser ausreichen für die ideale Tarnung.
Ich kenne das u.a. vom Flugplatz Brandenburg/Briest (ehem. Leibstandarte A.H.).
Da konnte man innerhalb weniger Minuten sämtliche Start- und Landebahnen "fluten". Durch die Wasseroberfläche waren diese dann als solche nicht mehr auszumachen.
Hat mal einer den Graben nach Gleismaterial (Schwellen, Schrauben, Verbindungslaschen. etc.) abgesondelt?
Gruß Andreas
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Re: Steinbruch am Kienberg mit Schienen

Beitragvon manganer » Montag 18. Mai 2020, 08:37

...innerhalb weniger Minuten fluten...
Aber die Allies sind nicht nach Anmeldung geflogen, nur mal so.
Das größte Rätsel hat manchmal die einfachste Lösung.....
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Re: Steinbruch am Kienberg mit Schienen

Beitragvon muhmer » Montag 18. Mai 2020, 10:18

Wenn man da die Schienen bis zum Schienenkopf eingegraben hat und entsprechend verrohrt hat ist das Gleis für die Flugzeuge auch in 2 Minuten weg. :D
Gruß Andreas
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Re: Steinbruch am Kienberg mit Schienen

Beitragvon MunaUede » Montag 18. Mai 2020, 19:04

Wurde die Anlage in Brandenburg-Briest im April 1945 nicht durch die Amerikaner schwer beschädigt? War da nicht das Kampfgeschwader 50/40?

Aber zurück zum Thema!
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