Software zur Luftbild-"Bearbeitung"

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Software zur Luftbild-"Bearbeitung"

Beitragvon MunaUede » Sonntag 5. April 2020, 18:51

Bearbeitet Ihr Luftbilder ggf. mit der Software "Gigapixel"?
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Re: Software zur Luftbild-"Bearbeitung"

Beitragvon PEKE » Montag 6. April 2020, 07:13

Was verstehst Du unter Bearbeiten. eigentlich doch nur Vergrößern oder?
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Re: Software zur Luftbild-"Bearbeitung"

Beitragvon manganer » Montag 6. April 2020, 07:50

Ich arbeite mit ACDSee Pro3 oder Irfan View... Aber Peke hat recht, was meinst Du mit bearbeiten?
Das größte Rätsel hat manchmal die einfachste Lösung.....
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Re: Software zur Luftbild-"Bearbeitung"

Beitragvon matzze54 » Montag 6. April 2020, 07:54

Also ich glaube hier geht es eher um das Vergrößern von Bildern.. Und zwar verlustfrei.
Laut der Webseite dieser Software bis zu 600% möglich.
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Re: Software zur Luftbild-"Bearbeitung"

Beitragvon manganer » Montag 6. April 2020, 07:56

Wer soll das glauben...
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Re: Software zur Luftbild-"Bearbeitung"

Beitragvon PEKE » Montag 6. April 2020, 08:55

beim Vergrößern werden Bits geschrieben, die es überhaupt nicht gibt.
150 DPI auf 300 DPI würde bedeuten, das alles verdoppelt wird, Bild Größe , Datenmenge und auch der schmalz, den es nicht gibt im Original. Am besten eine Original Vorlage als TIFF einscannen ( Augustiner ) und dann den gewünschten
Ausschnitt BEARBEITEN. Einscannen mit 1200 DPI Bildgröße viele Hundert MB

ich habe ein kleines Programm das das Bild immer neu Berechnet, je nach Art der Vergrößerung und Bearbeitung.
Dass Prog. macht nichts anderes. ich benutze PhotoZoom
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Re: Software zur Luftbild-"Bearbeitung"

Beitragvon muhmer » Montag 6. April 2020, 17:46

Gruß Andreas
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Re: Software zur Luftbild-"Bearbeitung"

Beitragvon PEKE » Dienstag 7. April 2020, 05:20

Andreas, 1200 DPI für 13*18 cm Größe (etwas kleiner wie A4) ist dort angegeben mit 290 MB
Stimmt schon, was ich gesagr habe. Typische Größe eines Flachbettscanners.
Mein Programm: BenVista PhotoZoom
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Re: Software zur Luftbild-"Bearbeitung"

Beitragvon muhmer » Dienstag 7. April 2020, 05:42

War nur wegen Deiner
Einscannen mit 1200 DPI Bildgröße viele Hundert MB
.
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Re: Software zur Luftbild-"Bearbeitung"

Beitragvon Augustiner » Mittwoch 8. April 2020, 19:48

Zum "Bearbeiten" von Luftbildern verwende ich z.B. "Corel Paint Shop" oder "PaintBuster". Dabei geht es zunächst darum, Bildausschnitte des "Originals" mit hinweisender Beschriftung möglichst verlustfrei je nach Anforderung des Forums zu präsentieren (z.B. die berühmten 750 x 1000 Pixel bei "explorate").
Wie @PEKE schon richtig gesagt hat, kann man nichts vergrößern, was im Original schon erst gar nicht vorhanden ist.

Bei den üblichen 1200 dpi in *.tiff mit Flachbettscannern werden bei Luftbildern mit Größen von ca. max. 21 x 21 cm rund 80 bis 120 MB benötigt. Bei z.B. Plänen aus Archiven in dieser Auflösung gehen die Dateigrößen auch leicht mal auf 400 MB und mehr, was so manches Bildbearbeitungsprogramm dann überfordert. Man scannt heutzutage aber auch gerne mal mit z.B. 8600 dpi (Pixel pro Zoll), der Speicherbedarf wird dann gigantisch und gaukelt eine Auflösung vor, die es möglicherweise gar nicht gibt.

Der Ursprung ist ja eigentlich in den "Originalen" zu suchen. Während die Amis mit Umkehrfilmen (Eastman Safety) arbeiteten, verwendeten die Briten Negativ-Zelluloidfilme (leicht entflammbar). Die Diafilme der Amis sollten eigentlich feinkörniger sein, meiner Meinung nach hing das aber auch von der Filmempfindlichkeit ab (ISO oder ASA ?). Ich kriege das heute aus dem Stehgreif nicht hin, aber grundsätzlich gilt wohl, je lichtempfindlicher ein Film ist, desto grobkörniger, was sich wiederum auch in Blenden- und Verschlusszeiten wieder spiegelt.

Leider bekommen wir heute sicher keine "Originalkontaktkopien" (war mal so ein Spruch von TLVermGeo), wir bekommen Kopien der 2. oder 3. Generation (= Arbeitskopien für die "Truppe"), Kopien der 1. Generation wären da schon super.

Nächtle [-aua-]
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Re: Software zur Luftbild-"Bearbeitung"

Beitragvon MunaUede » Samstag 20. Juni 2020, 16:13

CC2tv #266 Foto-Vergrößerung mit KI

https://www.youtube.com/watch?v=wFrym_M6olg
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Re: Software zur Luftbild-"Bearbeitung"

Beitragvon Augustiner » Samstag 20. Juni 2020, 17:58

Mit Verlaub handelt es sich um keine Vergrößerung. Die KI ergänzt lediglich fehlende Bild-Informationen anhand irgendwelcher vorgegebener Algorithmen; ähnlich Programmen zur Gesichtserkennung.

Wo nichts ist, kann ich nichts vergrößern ! Basta.
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Re: Software zur Luftbild-"Bearbeitung"

Beitragvon Luchs » Donnerstag 16. Juli 2020, 20:46

Schließe mich den Vorrednern an. Eine Interpolation ersetzt keine Bildinformation. Und auch eine Interpolations-KI nützt da nicht viel. Es gibt Software, die Bildelemente erkennt und in Vektor-Shapes umwandelt, die man dann unendlich weit aufziehen kann, ohne dass Kanten verpixeln. Es kommt da durch aber nie Bildinformation rein, die vorher schon nicht zu sehen war.

Ganz nützlich ist manchmal bei flauen Aufnahmen eine Erhöhung des Kontrastes, z.B. mit IrfanView. Manch einer glaubt in einer kurzwelligen Farbe wie blau oder violett besser zu sehen, als in schnödem Schwarzweiß, keine Ahnung ob das am Bildschirm etwas bringt.

Man sollte bearbeitete Bilder am besten nicht bzw. wenn man sie später wieder anfasst zumindest in einem verlustfreien Format zwischenspeichern. Bei Explorate gab's schon Experten, die in Kompressionsartefakten den Wald voller quadratischer Strukturen gesehen haben.

Bei 3D-Sachen ist für Bildausschnitte die Freeware StereoPhotomaker ganz brauchbar. Ich schwöre aber hinsichtlich Genauigkeit und Handling mit großen Dateien nach wie vor auf Cosima.
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Re: Software zur Luftbild-"Bearbeitung"

Beitragvon manganer » Donnerstag 23. Juli 2020, 14:08

@Luchs
Schau mal bei unterirdisch.de unter news vom 10-7-2020...
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