henry bick

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henry bick

Beitragvon ute » Freitag 28. August 2015, 09:01

In unserer Zeitung Nr. 14 hatte ich über Henry Bick geschrieben. Er hatte SIII überlebt. Er ist vor 2 Wochen in New York gestorben. Ich bin froh ihn gekannt zu haben .
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Re: henry bick

Beitragvon Under » Samstag 29. August 2015, 14:55

Vielen Dank für die Information und unser Beileid der Familie.


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Re: henry bick

Beitragvon Augustiner » Donnerstag 3. September 2015, 18:31

Meine Anteilnahme für die Familie - leider wird man nun nichts mehr über die Lage der beschriebenen Halle erfahren können.
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Re: henry bick

Beitragvon ute » Freitag 4. September 2015, 08:14

Wir haben seinen Sohn angeboten in Kontakt zu bleiben. Leider haben wir die letzten 2 Wochen nichts mehr gehört. Wir hatten vor, ihn in New York zu treffen um ihm persönlich das Beileid auszusprechen und Henrys Grab zu besuchen. Ich hatte auch noch ein paar Fragen.
Vielleicht meldet er sich auch noch.

Danke für eure Anteilnahme und schönes Stadtfest-WG
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon Augustiner » Freitag 10. Januar 2020, 14:53

Nachdem im Nachbarthread ("Ich bin neu hier") der Name Henry (Heinz) Bick genannt wurde, habe ich mir das Interview aus GTGJ 2014 nochmal angeschaut und stelle es hier ein.
Falls ein Problem mit dem Urheberrecht entstehen sollte, so löschen wir das Ganze halt wieder. Hintergrund für mich ist die Tatsache, dass ich bereits Jahre vor Veröffentlichung dieses Artikels in der Vereinszeitschrift von "anderer Seite" nach einer "Halle" im Bereich Tambuch/ Jonastal befragt worden bin.
Um eine eigentliche Halle (da Boden und Wände aus Gestein) kann es sich wohl eher nicht gehandelt haben, aber da gibt es Spielraum.

A) Mit Sicherheit MUNA
B) Bhf Crawinkel
C) Jonastal (= Berg)
D) Halle im/am Berg.

Wenngleich nach jahrzehntelangem Aufenthalt in den USA manche deutschen Worte nicht mehr ganz treffsicher verwendet werden, so halte ich die Darstellung für absolut glaubhaft.
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon kps » Samstag 11. Januar 2020, 14:13

Bitte verschiebt die Bick Diskussion in den Beitrag zum Zeitzeugen selbst oder macht dazu einen neue Diskussion. Das passt denke ich besser und sie ist es whrt.
Die aktuelle Diskussion -> viewtopic.php?f=35&t=5705&hilit=henry+bick

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Re: henry bick

Beitragvon kps » Samstag 11. Januar 2020, 22:21

Danke fürs verschieben.

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Re: henry bick

Beitragvon Augustiner » Sonntag 12. Januar 2020, 09:12

kps hat geschrieben:Danke fürs verschieben.

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Gerne, Dein Wunsch war mir ein Anliegen (-oo-)
.......und ich wusste bisher gar nicht, dass ich auch im Rest des Forums rum fuhrwerken darf.
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Re: henry bick

Beitragvon Augustiner » Sonntag 12. Januar 2020, 16:18

Aufgrund der geradezu unglaublich sprühenden Beteiligung darhier, möchte ich dem geneigten Leser eine mögliche (theoretische) Lage der "Halle" nicht vorenthalten.
Ich bin dort schon mal lang getappt, kann mich aber nicht an irgendwelche Höhenentwicklungen erinnern. Ein Reh sprang einen Meter vor mir aus seiner Deckung und ich war nahe dem Herzinfarkt - soviel zur Erinnerung.
Wenn ich als dynamisch aufstrebender, aber erfolgloser Jungunternehmer den Auftrag bekäme dort eine "Halle" zu installieren, so würde ich mir eine geeignetes Gelände (Kiesgrube, Steinbruch, Erosionsrinne, Einschnitt etc.) aussuchen, die Maße 60x25x10 m in gehauenem Stein herstellen und dann einen Betondeckel drauf setzen; der Deckel wird begrünt und die Giebelseite(n) vermauert - mit Tor versteht sich.
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon kps » Sonntag 12. Januar 2020, 18:41

Hallo Augustiner, ich habe es dir gleich getan. Falls noch jemand die Zeitschrift 14 der GTGJ benötigt, dann kann ich helfen. Die habe ich doppelt. Die Aussage ist auch meiner Ansicht nach authentisch und Ute hat sicher mit ihrer Erfahrung und Ortskenntnis einige Fragen gestellt bzw. eine Art Fragenkatalog gehabt. So ist zumindest mein Eindruck.

Bei A) gehe ich mit. Er beschreibt aber meiner Ansicht nach nicht ein Munitionshaus bzw. Munitionsarbeitshaus. Die Beschreibung erinnert mich eher an einen Lufschutzbunker in der Muna.

Augustiner hat geschrieben:Nachdem im Nachbarthread ("Ich bin neu hier") der Name Henry (Heinz) Bick genannt wurde, habe ich mir das Interview aus GTGJ 2014 nochmal angeschaut und stelle es hier ein...
Um eine eigentliche Halle (da Boden und Wände aus Gestein) kann es sich wohl eher nicht gehandelt haben, aber da gibt es Spielraum.

A) Mit Sicherheit MUNA


Henry Bick hat geschrieben:...Ich war in Ohrdruf in einem Betonbunker untergebracht zusammen mit meinem Bruder. Dieser Bunker, einer von vielen, befand sich in der Erde. Man musste zwei drei Stufen hinuntersteigen. Der Boden war aus Beton auf dem wir auch schlafen mussten. Es gab keine Pritschen und keine Decken egal wie dünn oder nass die Kleidung war. Was ich nie vergessen werde waren die Schilder die an den Wänden der Bunker angebracht waren. Für acht Personen stand auf dem Schild. Die SS hatte bis zu 70 Personen in die Bunker gepfercht. So sind jeden Morgen mehrere Häftlinge nicht mehr aufgewacht aus Mangel an Sauerstoff. Die Bunker waren von innen nicht zu öffnen. Nur die Wachen konnten dies. Vor jedem Bunkereingang standen Wachen. Diese Betonbunker befanden sich zwischen einzelnen Bäumen, nicht inmitten eines dichtbewachsenen Waldes. Ich habe nie Leute in der Nähe gesehen oder vernommen. Die Bewachung der Bunker bestand meist aus älteren Soldaten so zwischen fünfzig und sechzig Jahren und auch sehr jungen Soldaten, halbe Kinder die gerade mal ein Gewehr auf den Rücken tragen konnten. Es waren wenig Deutsche unter den älteren Soldaten, mehr Kroaten, Ungarn und auch Holländer.

Die Uniformen waren zusammengewürfelt. Es hat nichts zusammengepasst. Es war das Letzte vom Letzten. Die Bewachung der Bunker muss man sich nicht so vorstellen wie in anderen Lagern. Hier gab es keine Zäune und keine Wachtürme, nur Wachen vor den Bunkern. Der Tag begann 6 Uhr früh mit Hinaustreiben aus dem Bunker...


Die Munitionshäuser, die ich soweit besichtigen konnte, waren alle ebenerdig und befahrbar. Besonders das erwähnte Schild deutet auf einen Luftschutzbunker hin. Mindestens einer davon befand sich zwischen den langezogen Munitionsarbeitshäusern an der "Hauptstraße" bzw. der alten Reichsstraße R88 durch die Muna.

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Re: henry bick

Beitragvon kps » Sonntag 12. Januar 2020, 18:55

Augustiner hat geschrieben: B) Bhf Crawinkel


Henry Bick hat geschrieben:...Die Arbeit, die ich verrichten musste, war von Tag zu Tag verschieden. Mal musste ich Zement beladen, oder Blechrollen und anderes Material. Dies geschah an einer Rampe oder Plattform. Das Material kam mit dem Zug an. Vom Appellplatz mussten wir circa 15 Minuten laufen um zur Plattform zu kommen...


Bei B) stimme ich auch zu. Der Fussweg aus der Muna zum Bahnhof passt, wobei ich bei 15min schon recht schnell laufen muss. Als grobe Schätzung mit dem Abstand zum Erlebnis ist das aber vollkommen OK. Am Bahnhof wurde das Baumaterial entladen für die Jonastal Baustelle und dort war auch eine Verlade-/ Entladerampe seitlich zu den Waggons sowie eine Kopframpe.

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Re: henry bick

Beitragvon kps » Sonntag 12. Januar 2020, 19:10

Augustiner hat geschrieben: C) Jonastal (=Berg)


Henry Bick hat geschrieben:...Wurde man in die Höhle zur Arbeit befohlen, so nannten die Häftlinge die Arbeit in dem Berg, dann trieb man uns in die Loren. Jede einzelne Lore wurde bewacht. Die Fahrt zur Baustelle dauerte so zirka 15 bis 20 Minuten von der Plattform aus...Die Fahrt von der Plattform Nähe des Lagers bis zu dem Eingang in den Berg dauerte circa fünfzehn bis zwanzig Minuten. Dieser eiskalte Wind der während der Fahrt in alle Knochen fuhr sowie im Rücken die eiserne kalte Wand der Lore, die dünne Kleidung und die Angst heraus geschleudert zu werden war schon eine Tortur bevor die Arbeit in dem Berg begann. Ich arbeitete auch in den Stollen aber nicht ständig. Gewöhnlich ließen sie uns außen arbeiten. Es wurde nach Lore eingeteilt.


Bei C) bin ich auch dabei. Hier verwendet der Zeuge aber Höhle und gleich danach Halle zur Beschreibung.
Was bekannt ist an und in den 25 Stollen, trifft beides nur bedingt oder auch nicht. Allerdings erwarte ich auch nicht die Verwendung exakter Bergbaubegriffe sowie Orts- und Längenangaben auf die Kommastelle genau.

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Re: henry bick

Beitragvon kps » Sonntag 12. Januar 2020, 19:35

Jetzt wird es knifflig. Ich kann aus der Beschreibung keine besondere Stelle im Jonastal ableiten.

Augustiner hat geschrieben: D) Halle im/am Berg.


Henry Bick hat geschrieben:...Im Berg arbeitete ich in einer großen Halle. Diese war circa zehn bis zwölf Meter hoch, fünfzig bis sechzig Meter lang und zirka fünfundzwanzig Meter breit, also nicht gerade klein. Die Wände waren gehauener Stein, keine Verkleidung. Der Boden auch Stein. Es gingen verschiedene Gleise in den Berg hinein und auch heraus. Von mehreren Etagen kann ich nichts sagen...


Es ist derzeit keine solche Halle bekannt. Wenn ich richtig interpretiere, dann sollen mehrere Gleise in den speziellen Stollen führen und sich dort nicht nur bis kurz vor dem Stollen verinigen. In der beschriebenen Größe ohne Ausbau und nur Muschelkalk an den Wänden halte ich den ständigen Aufenthalt für lebensgefährlich. Laut Beschreibung soll die "Halle" im Berg sein.

Henry Bick hat geschrieben:...Manchmal musste ich große Blechrollen auf Transportwagen laden oder in der Halle Material abladen. Dieses wurde weiterverarbeitet. Auch Kabel habe ich aufgerollt. Das Material, die Rohprodukte kamen mit der Bahn bis vor dem Eingang am Berg. Dort befand sich die Plattform oder Abladeplatz. Die Häftlinge mussten das dann mit Hilfe von Transportwagen in die Halle hineinbringen...


Die Beschreibung Plattform/ Abladeplatz passt wieder zu den Stollenbereichen vor 1 bis 12 bzw. 16 bis 25. Wenn du Augustiner eine andere Stelle über Lubis finden willst, muss eine größere Fläche und mehrere Gleise zu finden sein - so die Beschreibung. Was wieder nicht für die 25 Stolleneingänge spricht, ist der beschriebe Transport mit Transportwagen. Das war meiner Ansicht nach nicht möglich, weil eben noch überall in den Eingängen ein Gleis in den Berg führte und der Platz nicht reichte, um parallel noch mit einen "Handwagen" reinzufahren - es sei denn Transportwagen meint auch Schmalspurlore auf Gleisen.

Henry Bick hat geschrieben:...Manches mussten die Häftlinge auch hineintragen, alles unter Aufsicht der SS und Zivilarbeiter. Es befanden sich auch Fässer mit Chemikalien in der Halle in der ich war. Mit diesen Chemikalien wurden Stahl und Blech gesäubert. Es standen auch Maschinen darin. An den Maschinen haben keine Häftlinge gearbeitet, wir waren nur Hilfsarbeiter. Deutsche Techniker und andere arbeiteten auch hier im Berg. Die Halle und der Weg der zur Halle führte waren elektrisch ausgestattet. Es war eine einfache Beleuchtung. Es gab eine Belüftung und Entlüftung. Die Tür der Halle war immer geöffnet...


Türen am Stolleneingang oder innen sind aktuell auch nicht bekannt. Munitionsfertigung bzw. Befüllung würde jetzt eher wieder für die Muna sprechen. Das macht aber irgendwie nur bedingt Sinn und eigentlich nicht in unausgebauten, dreckigen, feuchten und kühlen Räumen. 3 Minuten Gehzeit sind bei 3km/h ca 150 Meter in den Berg.

Henry Bick hat geschrieben:...Ich erinnere mich das Eisen heiß gemacht und bearbeitet wurde. Es kann sein das Hülsen oder Kartuschen gefertigt wurden, ich weiß das nicht mehr so genau. Der entstandene Dampf wurde durch die Entlüftung gesogen. Wenn ich draußen arbeiten musste, sah ich den Dampf aufsteigen aus den Entlüftungsrohren.
Die Halle war vom Eingang aus nicht zu sehen. Vom Eingang bis zur dieser Halle brauchte man circa drei Minuten zu Fuß. Telefon habe ich nicht gesehen. Wir durften keine Pausen bei der Arbeit machen. Ich erinnere mich das eine Tonne gefüllt mit Wasser und einer Kelle daran in der Halle stand. Nur mit Genehmigung der Wache durften wir dann unseren Durst löschen. Unsere Notdurft mussten wir draußen verrichten. Da gab es eine Latrine. Im Berg gab es das für uns nicht...


Über die Lorenfahrzeit könnte man den Bereich weiter eingrenzen, aber ich fürchte, dass wir wieder vor den bekannten Stollen landen.

Henry Bick hat geschrieben:...Gewöhnlich betrug unsere Schicht 10-12 Stunden und es gab keine Pause. Die Schicht war zwischen 18 und 19 Uhr zu Ende. Zurück zum Lager ging es wieder mit den Loren. Das dauerte wieder so circa 15 bis 20 Minuten...


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Re: henry bick

Beitragvon kps » Sonntag 12. Januar 2020, 19:47

Henry Bick hat geschrieben:...Nach circa zwei bis drei Wochen wurden wir auf den Todesmarsch nach Buchenwald geschickt. Man trieb uns durch Dörfer und Städte. Wir sind in der Nacht durch Erfurt gezogen und kamen am Haus meiner Tante vorbei. Ich fragte meinen Bruder Manfred der mit mir zusammen alle Lager bis jetzt überlebt hatte, ob wir versuchen sollten zum Haus zu gelangen, aber mein Bruder wollte nicht, er hatte zu viel Angst. Seine gesundheitliche Verfassung war schlechter als meine. Die schwere Arbeit in der Kohlenmine hatte ihn sichtlich geschwächt...


Hier hätte ich den Zeugen gern noch mal genauer befragt. Die S III Todesmärsche gingen nach meinen aktuellen Übersichten nicht durch Erfurt und streiften Erfurt auch nicht. Kranichfeld, Tonndorf und Bad Berka liegen am nächsten an Erfurt. Ich glaube derzeit auch nicht, dass die Häftlingskolonnen auf direktem Weg und durch Großstädte getrieben wurden, wenn es vermeidbar war.

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Re: henry bick

Beitragvon lupo » Sonntag 12. Januar 2020, 20:09

Oberhalb vom Zenentsacktal habe ich das abgebrochene Rad eines Transportwagens gefunden. Es ist von Vorwerk und dann im Buch 3 zu sehen.
Im und um das Tal sind gesamt 4 Baracken gewesen. Im Buch 1 zu sehen.

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Re: henry bick

Beitragvon lupo » Sonntag 12. Januar 2020, 21:17

Augustiner hat geschrieben:Aufgrund der geradezu unglaublich sprühenden Beteiligung darhier, möchte ich dem geneigten Leser eine mögliche (theoretische) Lage der "Halle" nicht vorenthalten.
Ich bin dort schon mal lang getappt, kann mich aber nicht an irgendwelche Höhenentwicklungen erinnern. Ein Reh sprang einen Meter vor mir aus seiner Deckung und ich war nahe dem Herzinfarkt - soviel zur Erinnerung.
Wenn ich als dynamisch aufstrebender, aber erfolgloser Jungunternehmer den Auftrag bekäme dort eine "Halle" zu installieren, so würde ich mir eine geeignetes Gelände (Kiesgrube, Steinbruch, Erosionsrinne, Einschnitt etc.) aussuchen, die Maße 60x25x10 m in gehauenem Stein herstellen und dann einen Betondeckel drauf setzen; der Deckel wird begrünt und die Giebelseite(n) vermauert - mit Tor versteht sich.
Die gelbe gepunktete Linie im LB vom 21.03.1945 endet vor einer Baracke.
Am Fragezeichen ist ein Steinbruch, vis a vis ist die Halde abgelegt.

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Re: henry bick

Beitragvon kps » Sonntag 12. Januar 2020, 21:19

@ Augustiner

Wenn ich richtig liege, dann ist da wo dein Fragezeichen ist ein kleiner Steinbruch direkt an der Straße bzw. es sieht aus wie eine Probegrabung zur Feststellung der Gesteinsqualität. Direkt gegenüber liegt über die Straße der Abraum. Einige sahen anfangs darunter einen Bunker oder eine Stellung zur Verteidigung der Straße bzw. eine Kontrollstelle.

Weiterhin haben Daniel und Rolf Harald den inneren Kreis der Ringstellungen im Teil II der Baustellenbeschreibung Jonastal ungefähr durch diesen Bereich gelegt. Direkt an der Straße aber wohl keine Auffälligkeiten festgestellt.
Stimmt das?

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Re: henry bick

Beitragvon lupo » Sonntag 12. Januar 2020, 21:31

@kps
Nein, der innere Sperrkreis endet rechts am Tal zur Roten Hütte und verläuft von dort über die Straße den Hang hinauf. Der kleine Steinbruch liegt zwischen dem inneren und dem 2. Sperrkreis. Dieser beginnt Richtung Crawinkel an der alten Auffahrt nach Gossel.

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Re: henry bick

Beitragvon Augustiner » Montag 13. Januar 2020, 12:14

Mit den Zeugenaussagen ist das ja immer so eine Geschichte - sie hinterlassen mitunter Ratlosigkeit (vgl. Styri oder Hermes).

Ich bin aber fest überzeugt, dass:

a) die Bezeichnungen "Berg, Höhle, Stollen und Halle" unbedingt im Jonastal zu verorten sind. Denn wo ansonsten haben wir eine "Lorenfahrt" von 20 Minuten zu eben jener Baustelle ?

b) Herr Bick sehr genau zwischen "Stollen" und "Halle" unterscheidet - beide haben offensichtlich nichts gemeinsam, denn zur "Halle" führt ein 3-minütiger, beleuchteter Fußweg und nicht etwa ein beleuchteter Stollen. Leider wird die Dachkonstruktion der Halle nicht beschrieben, ferner sind Formulierungen wie "Die Halle war vom Eingang ( besser wäre m.M. Zugang/ Zuwegung) aus nicht zu sehen" oder "Plattform" (besser wäre m.M. Laderampe oder Verladestelle) verwirrend; "Halle im Berg" meint wohl eher in den Bergen oder vielleicht am Berg;

c) sich ein "Klopps" von 60x25 m in Luftbildern abbilden muss. Nicht nur deswegen scheidet die "MUNA" absolut aus (das wäre ein anderes Thema wiederum für mich);

d) eine Fertigung im Jonastal zwar bisher nicht bekannt ist - da würde mir aber z.B. die Gothaer Waggonfabrik einfallen, die brauchten nämlich Ausweichstellen (vgl. Luisenthal).
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Re: henry bick

Beitragvon Augustiner » Montag 13. Januar 2020, 14:11

Bezugnehmend zu dem vorhergehenden "Klopps" wäre dort eine Baracke. Falls die Jonastalstraße damals 5 m breit gewesen sein sollte, so komme ich auf ca. 40 x 17 m. Welche Funktion hatte diese Baracke ?

Das Foto verwirrt mich immer wieder, denn da passt kaum was mit Kott zusammen.
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Re: henry bick

Beitragvon MunaUede » Montag 13. Januar 2020, 18:03

Vielen Dank für Eure intensive Wiederbelebung der Diskussionen. "Bewetterungsstollen" für die Stollen im Berg konnten bislang nur oberhalb der Stollen festgestellt werden oder?
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Re: henry bick

Beitragvon MunaUede » Montag 13. Januar 2020, 18:39

Besteht die Möglichkeit, alle bekannten bzw. vermuteten Örtlichkeiten auf Luftbildern zu verorten z.B. Apellplatz?
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Re: henry bick

Beitragvon Augustiner » Montag 13. Januar 2020, 18:49

MunaUede hat geschrieben:Vielen Dank für Eure intensive Wiederbelebung der Diskussionen. "Bewetterungsstollen" für die Stollen im Berg konnten bislang nur oberhalb der Stollen festgestellt werden oder?


Luftschächte konnten weder innerhalb der Stollen noch oberhalb der Stollen festgestellt werden - trotzdem soll die Bewetterung in den Stollen gut sein.
Das hat jetzt aber nichts mit Henry Bick zu tun.
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Re: henry bick

Beitragvon MunaUede » Montag 13. Januar 2020, 19:19

Naja, Bick spricht ja davon, dass er diese bzw. Dampf gesehen hat. Irgendwo hier oder im Nachbarforum (???) war die Rede davon, dass oben auf dem Berg Luftschächte gefunden wurden. Bilder dazu gab es wohl auch.
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Re: henry bick

Beitragvon Augustiner » Montag 13. Januar 2020, 19:42

MunaUede hat geschrieben:Naja, Bick spricht ja davon, dass er diese bzw. Dampf gesehen hat. Irgendwo hier oder im Nachbarforum (???) war die Rede davon, dass oben auf dem Berg Luftschächte gefunden wurden. Bilder dazu gab es wohl auch.


Remdt schrieb schon von verfüllten Vertiefungen oberhalb der Stollen, es handelte sich aber wohl um ausgegrabene Pfähle oder sonstigen "Löchern".
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