Böhlersloch

Flora und Fauna, Erdgeschichtliches zum Jonastal und Umgebung

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Böhlersloch

Beitragvon Silko » Dienstag 28. Juli 2009, 15:57

Eigentlich fehlt uns das Böhlersloch - wenn es auch immer mal in einzelnen Threads angeklungen ist - hier noch. Ich fange mal mit etwas ganz Kuriosem an.

Das Böhlersloch ist - wie die meisten wissen - eine Karsthöhle in einer Formation, die dem oberen Muschelkalk zuzuordnen ist. Die Entstehungszeit dieser Formation liegt damit im Germanischen Trias und zwar genau vor 238,5 bis 235 Millionen Jahren (was sind schon 2,5 Mio Jahre Unterschied). Die Entstehung der Höhle selbst darf man damit nicht verwechseln. Sie geschah erst sehr viel später, nämlich zu einer Zeit, als die Wilde Weise begonnen hat, ihr Flussbett zu vertiefen und sich langsam in den Muschelkalkberg zu graben.

Bei diesem Prozess kam es zu Auswaschungen des Muschelkalkes insbesondere auch durch unterirdische Hydrologie. Teilweise weit verzeigte Höhlensysteme entstanden im Fels. Der Wasserstand der Wilden Weißen sank weiter durch Einschneiden in den Berg und allmählich bildete sich das Jonastal heraus - nur durch die Wilde Weiße. Erstaunlich, was so ein kleines Flüsschen ausrichten kann. Hier gilt im wahrsten Sinne des Wortes: Steter Tropfen höhlt den Stein. Mit weiterem Absinken des Wasserspiegels waren die Höhlen dann weitestgehend trocken gelegt.

So sind auch die anderen Höhlen in der Gegend entstanden. Bspw. die sog. Bärenhöhlen rechts 25 und die darüberliegenden Höhlen, sowie die kleineren Höhlen Richtung Arnstadt linkerhand der Jonastalstraße.

Der untere Teil des oberen Muschelkalkes (also der älteste Teil) ist markant durch das Einsetzen der sog. Trochitenkalkformation - und jetzt sind wir wieder bei einer Zeit vor ca. 235 Mio. Jahren. Unter den Trochiten versteht man die Stielglieder versteinerter Seelilien (Encrinus liliiformis). Ganz herrlich anzusehende Fossilien - die eben auch ein Abbild der Zeit vor 235 Mio. Jahren wiederspiegeln.

Die Daggi, die sich - wie ich - auch mächtig für fossile Reste begeistert, hat bei einer näheren Erkundung im letzten oder vorletzten Jahr einen prächtigen Fund gemacht, der ihr quasi regelrecht vor die Füße gerollt ist - sozusagen ein Lesestein. Hier ist er. Schaut Euch das mal an...
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Re: Böhlersloch

Beitragvon Volwo » Dienstag 28. Juli 2009, 16:49

N´Abend,

zur Ergänzung der KPS-Text vom 30.8.2003:

kps hat geschrieben:Als Böhlerhöhlen werden drei ausgespülte Höhlen/ "Kessel" bezeichnet, die miteinander verbunden sind. In dem Buch "Sagen, Fabeln und romantische Geschichten aus dem mittleren Thüringer Wald und dessen Vorland" heißt es unter der Überschrift: <Die Wichtelmännchen des Jonastales helfen einer armen Witwe in der Ernte>. "… Beim Böhlersloch handelt es sich um eine Karsthöhle, die im Zusammenhang mit der Talbildung im Pleistozän entstand. Sie geht also nicht auf Altbergbau zurück.

"Bei der im Frühjahr 1872 auf Kosten und unter Leitung des wissenschaftlichen Vereins zu Arnstadt durch Bergleute erfolgten Aufräumung der Höhle drang man 72 Fuß ins Innere vor und fand die Beweise, daß die Höhle vor Zeiten Menschen zum Aufenthalt gedient hatte. Noch im vergangenen Jahrhundert sollen zwei Brüder, der 1748 geborene Johann Großkunz und der 1752 geborene Konrad Großkunz (beide gestorben im Januar 1827), sich, um der befürchteten Aushebung zu entgehen, längere Zeit hindurch tagsüber im Böhlersloch verborgen gehalten haben. Nachts kehrten sie immer nach Arnstadt zurück. - Die bei der Aufräumung gefundenen (Tier) = Knochen sind noch im Besitz des genannten Vereins vorhanden, ..." (Bühring 1892, S. 18). "Beiläufig sei hier noch erwähnt, daß das sogenannte Böhlersloch im vorigen Jahre auf Kosten und unter Leitung des hiesigen wissenschaftlichen Vereins untersucht wurde. Man fand untrügliche Beweise, daß diese Höhle von Menschenhand gemacht oder wenigstens erweitert worden ist, und daß sie vor Zeiten Menschen zum Aufenthalte gedient hat" (Uhlworm 1873, S. 16, Anm. 12).

http://www.gtgj.de/archiv/schatz.html
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Beitragvon Volwo » Dienstag 28. Juli 2009, 17:06

Hier noch der Plan und zwei Archivbilder.

Bild
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Beitragvon Dachs » Dienstag 28. Juli 2009, 18:15

Hallo Silko!

Toller Beitrag und noch toller das Bild vom Daggi_Fund!
Das ist doch schon eine beruhigende Sache, endlich einen großartigen Fund zu machen! Wieso ist Daggi nicht schon eher damit herausgerückt?
Dachte man hier vieleicht, so etwas gehört hier nicht hin?
Na, macht nichts, itze ist es rauß! Warum wurden beim Stollenbau keine Funde bekannt könnte man ja mal fragen. Oder schlummern noch diverse Funde im Nähkästchen?
Eine Erklärung wäre, dass nur die oberen Schichten der Kalksteinplatte Fossilien aufweisen! Neue Aspekte für das Tal. Keinel Hochtechnologie der der Kammlerzeit sondern Hochtechnologie der Kreidezeit! [-<5>-]

In freudiger Erwartung weiterer Funde

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Beitragvon Silko » Dienstag 28. Juli 2009, 18:40

Dachs hat geschrieben:Wieso ist Daggi nicht schon eher damit herausgerückt?

Du, das frage ich mich allerdings auch -()-

Dachs hat geschrieben:Eine Erklärung wäre, dass nur die oberen Schichten der Kalksteinplatte Fossilien aufweisen!

Genauso wird es sein. Die Trochitenschicht kennzeichnet nur den Beginn des oberen Muschelkalkes. Die einzelnen Unterformationen sind meist auch nicht immer alle übereinander zu finden, sondern treten mit regionalen Eigenheiten auf. Mitunter sind manche Schichten eben auch garnicht wahrnehmbar. Insgesamt schätze ich das Jonastal als sehr fossilienarm ein. Da komme ich später noch mal drauf.

Dachs hat geschrieben:Neue Aspekte für das Tal. Keinel Hochtechnologie der der Kammlerzeit sondern Hochtechnologie der Kreidezeit! [-<5>-]

Ui... jetzt bloß nix durcheinander bringen. Wir sind im Trias. Zwischen Kreide und Trias liegen schlappe 110 Mio. Jahre. Das mal im 24-Stunden-Diagramm.
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Beitragvon Ramsay » Dienstag 28. Juli 2009, 19:39

Hallo,

hier mal im Anhang ein Auszug aus:
"Erdfälle, Höhlen und Karstquellen im Ilm – Kreis – Kleiner geologisch – heimatkundlicher Führer zu ausgewählten Karsterscheinungen im Ilm – Kreis von Ulf Höhne in Heimathefte des Ilm - Kreises Herausgeber: Landratsamt des Ilm – Kreises, Umweltamt, 1997"

Darin wird kurz auf das Böhlersloch eingegangen sowie ein Lageplan dargestellt.

MfG
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Beitragvon Volwo » Dienstag 28. Juli 2009, 19:50

Gut dem Dinge- da kommt ja einiges zusammen.

habe mir mal erlaubt, die beiden hier vorhandenen Pläne zwecks Vergleich gegenüberzustellen:
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Beitragvon Volwo » Dienstag 28. Juli 2009, 19:59

Ramsay hat geschrieben:hier mal im Anhang ein Auszug aus:
"Erdfälle, Höhlen und Karstquellen im Ilm – Kreis – ...


In früheren Zeiten soll es im Jonastal zuweilen von Zwergen gewimmelt haben.
Ihre rastlose Geschäftigkeit, welche Züge von Unruhe und Verstörtheit trug...
(sic!)
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Beitragvon Silko » Dienstag 28. Juli 2009, 20:01

Ramsay hat geschrieben:"Erdfälle, Höhlen und Karstquellen im Ilm – Kreis – Kleiner geologisch – heimatkundlicher Führer zu ausgewählten Karsterscheinungen im Ilm – Kreis von Ulf Höhne in Heimathefte des Ilm - Kreises Herausgeber: Landratsamt des Ilm – Kreises, Umweltamt, 1997"

[-<5>-] Eine spitzen-Quelle Ramsay. Die werd ich mir unbedingt mal besorgen. Da sind ja sogar Gangquerschnitte dabei. Ast-rein. Diese Zeichnung habe ich in "vereinfachter" Form erst neulich gesehen - jetzt wird mir einiges klarer. -[nix]-
Wenn man allerdings den neuerlichen Plan mit dem alten vergleicht, bin ich mir nicht sicher, wie es wirklich im hinteren Bereich, insbesondere nach dem 2. Hohlkessel aussieht. Aber das wird sich noch zeigen.

@Volwo: Genau so ist es. Das sind die Quellen, die wir hier im Forum haben. In der Galerie habe ich jetzt auf die Schnelle kein Bild gefunden. Damit Du mal siehst, wie sich das Loch verändert hat, stelle ich mal aktuelle Vergleichsbilder ein. Vergleiche mal mit den alten Bildern und Du stellst fest, wie immens der Aushub ist, der nach unten befördert wurde. Teilweise - gerade im Eingangsbereich - hat sich die Firsthöhe m.E. verdoppelt. Wo früher nur Kriechen angesagt war, kann man jetzt sogar gebückt gehen. Unglaublich. Ich denke, die jetzigen Höhlenweitungen kommen den ursprünglichen Ausmaßen schon viel näher.

Allen, die mit "Klaus"-trophobie (mit der medizinischen...) zu kämpfen haben, sei gesagt: es ist bis zum ersten Hohlkessel kein Problem. Man kann laufen. Ehrlich!

Weiß denn jemand, ob die aktuellen Aushubarbeiten von öffentlicher oder privater hand initiiert wurden. Ich find's jedenfalls gut.
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Beitragvon Dachs » Dienstag 28. Juli 2009, 20:07

Silko hat geschrieben:
Dachs hat geschrieben:Wieso ist Daggi nicht schon eher damit herausgerückt?

Du, das frage ich mich allerdings auch -()-

Dachs hat geschrieben:Eine Erklärung wäre, dass nur die oberen Schichten der Kalksteinplatte Fossilien aufweisen!

Genauso wird es sein. Die Trochitenschicht kennzeichnet nur den Beginn des oberen Muschelkalkes. Die einzelnen Unterformationen sind meist auch nicht immer alle übereinander zu finden, sondern treten mit regionalen Eigenheiten auf. Mitunter sind manche Schichten eben auch garnicht wahrnehmbar. Insgesamt schätze ich das Jonastal als sehr fossilienarm ein. Da komme ich später noch mal drauf.

Dachs hat geschrieben:Neue Aspekte für das Tal. Keinel Hochtechnologie der der Kammlerzeit sondern Hochtechnologie der Kreidezeit! [-<5>-]

Ui... jetzt bloß nix durcheinander bringen. Wir sind im Trias. Zwischen Kreide und Trias liegen schlappe 110 Mio. Jahre. Das mal im 24-Stunden-Diagramm.


Danke Silko!
Mir wars auch bischen , na mit nicht so richtig liegen.
Musste auch gleich nachschauen, hätte besser vorschauen müssen.
Bloß gut das die Gemeinde gut aufpaßt:
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Beitragvon daggi » Dienstag 28. Juli 2009, 20:11

Silko hat geschrieben:Allen, die mit "Klaus"-trophobie (mit der medizinischen...) zu kämpfen haben, sei gesagt: es ist bis zum ersten Hohlkessel kein Problem. Man kann laufen. Ehrlich!



Kann ich nur bestätigen. Sogar ich habe mich in die Höhle gewagt.*stolzbin*.
Na gut, nur bis zur ersten Kurve :-I .
Und ich bin echt ein Angsthase.

LG Daggi
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Beitragvon Ramsay » Dienstag 28. Juli 2009, 20:12

Ich habe gerade nochmal in der obigen Quelle nachgeschaut. In dieser gibt Höhne als Quelle für die Karte an:

"Peter, U. (1994): Das Böhlersloch (5131/1) im Jonastal bei Arnstadt. - Höhlenforschung in Thüringen (8): S. 11-13. Eisenach".

Könnte vermutlich auch für das Thema interessant sein.

MfG
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Beitragvon Silko » Dienstag 28. Juli 2009, 20:20

Ramsay hat geschrieben:"Peter, U. (1994): Das Böhlersloch (5131/1) im Jonastal bei Arnstadt. - Höhlenforschung in Thüringen (8): S. 11-13. Eisenach".

Danke Dir. [-<5>-] Das ist genau das, was wir zum Thema brauchen. Eine neuzeitliche Vermessung - und ich gebrauche jetzt bewußt nicht den Begriff "Revisionsvermessung"
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Beitragvon Ramsay » Dienstag 28. Juli 2009, 20:42

Noch ein Hinweis:
Die Zeitschrift "Höhlenforschung in Thüringen" wird herausgegeben vom Thüringer Höhlenverin e. V.
"Publikationen
Durch den Thüringer Höhlenverein e. V. wird seit dem Jahr 1990 eine Zeitschrift unter dem Titel "Höhlenforschung in Thüringen" herausgegeben. Ihr Inhalt behandelt die Erforschung von Höhlen im thüringer Raum oder Aktivitäten von thüringer Höhlenforschern im In- und Ausland. Das Heft wird in zwangloser Folge herausgegeben."
(Quelle: http://www.thueringer-hoehlenverein.de -dann weiter Link über uns- Publikationen).

Das Heft "Erdfälle..." kann man über das Landratsamt des Ilm-Kreises bestellen.

MfG
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Beitragvon Silko » Mittwoch 29. Juli 2009, 10:30

@Ramsay. Danke. Die "Erdfälle" habe ich bestellt. Den Thüringer Höhlenverein habe ich eben angeschrieben. Ich wußte ja garnicht, dass der selbst in Leipzig und Weißenfels (dort arbeite ich) Mitgliedergruppen unterhält. Mal sehen, ob die mir mit dem Heft 8 weiterhelfen können.

Ich muss jetzt noch einmal kurz abschweifen auf meinen Eingangsbeitrag, da ich ja dort etwas Kurioses angekündigt hatte.
Dank meines Freundes KPS, der mir das Buch von H.E. Müllerott: Sagen, Fabeln und Romantische Geschichten aus dem Mittleren Thüringer Wald leihweise - da ich es selbst noch nicht habe - zur Verfügung gestellt hat, konnte ich mich in die interessante Sagen- und Fabelnwelt Thüringens einlesen. Sehr viele Beiträge betreffen auch das Jonastal und umliegenden Ortschaften.

Beim Studium des Abschnittes über das Böhlersloch bin ich über einen interessanten Trochitenfund des Autor Müllerott gestoßen. Das entsprechende Bild hierzu möchte ich mal hier - mit der entsprechenden Betitelung - einstellen. Ist das nicht der Hammer? Die Abbildung hat mir schlaflose Nächte bereitet und mich immer wieder vor die Frage gestellt, ob ich träume oder nicht!
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Beitragvon Volwo » Mittwoch 29. Juli 2009, 11:04

Silko hat geschrieben:...etwas Kurioses........
Trochitenfund des Autor Müllerott gestoßen. Das entsprechende Bild hierzu möchte ich mal hier - mit der entsprechenden Betitelung - einstellen. Ist das nicht der Hammer? Die Abbildung hat mir schlaflose Nächte bereitet und mich immer wieder vor die Frage gestellt, ob ich träume oder nicht!


In der Tat, Silko, da bleibt mir jetzt nur der Schluß, Müllerot hat ihn warum auch immer liegen gelassen und daggi hat ihn erneut gefunden!??
Siehe Vergleich in SW:
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Beitragvon Luchs » Mittwoch 29. Juli 2009, 14:20

Volwo hat geschrieben:da bleibt mir jetzt nur der Schluß, Müllerot hat ihn warum auch immer liegen gelassen und daggi hat ihn erneut gefunden!??


Ohne jeden Zweifel. Ich danke den beiden Fotografen, wenn auch einem in Abwesenheit, für die schönen Vorlagen ;-) Würde mich mal interessieren, wieviel Zeit zwischen den Aufnahmen liegt...

spätes Edit: Bild jetzt genauer berechnet. Es gibt keinen Unterschied.
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Zuletzt geändert von Luchs am Mittwoch 29. Juli 2009, 17:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Silko » Mittwoch 29. Juli 2009, 15:30

Volwo hat geschrieben:In der Tat, Silko, da bleibt mir jetzt nur der Schluß, Müllerot hat ihn warum auch immer liegen gelassen und daggi hat ihn erneut gefunden!??

Tja, ich habe auch keine andere Erklärung; obwohl das Ganze schon etwas seltsam anmutet. Da lichtet der Herr Müllerott so einen herrlichen Fund noch vor Ort mit entsprechendem Seiten-Scheinewerferlicht ab und - lässt ihn dann liegen. Wie schade!

@Luchs, meiner. Mist, ich sitz noch im Zug und bin gespannt auf das Brillen-Event. Mittels der stereoskopischen Überlagerung verschiedener Aufnahmen müssten sich auch die Veränderungen an der Stufe hervorragend plastisch verifizieren lassen.

Das Buch, welches ich gerade habe ist von 1995 oder 96, muss ich zu Hause nochmal nachsehen. Da ist aber noch unklar, wann Müllerot den Fund aufgenommen hat. Mein Foto ist von letzter Woche, der Fund von Daggi ausm letzten Jahr. Also liegen mindestens 14 Jahre dazwischen, und keiner hat in der Zeit das Ding gefunden -()-
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Beitragvon TÜP » Freitag 31. Juli 2009, 08:11

Silko und Daggi:

DAS wäre (mit Bildern) doch noch einen kleinen Artikel für die neue Zeitung wert - ODER ?!?!?!?
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Beitragvon burion » Freitag 31. Juli 2009, 14:13

Das ist ja spannend! Toller Fund - wenn auch "nur" als Zweiter. ;)

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Beitragvon daggi » Freitag 31. Juli 2009, 14:27

TÜP hat geschrieben:Silko und Daggi:

DAS wäre (mit Bildern) doch noch einen kleinen Artikel für die neue Zeitung wert - ODER ?!?!?!?


...ich denke, die ist schon fertsch -()- ??? Oder meinst die nächste? Ich weiß nt, ob wir das jetzt noch schaffen.

LG Daggi
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Beitragvon daggi » Freitag 31. Juli 2009, 14:36

burion hat geschrieben:Das ist ja spannend! Toller Fund - wenn auch "nur" als Zweiter. ;)

HerzlGrüße
Jürgen


Ja, habe mich auch riesig gefreut über diesen Fund.
Und ich versteh einfach nicht -()- , warum er vor -zig Jahren liegengelassen wurde. Aber das hat sicher auch seine Geschichte. Würde sie gern mal hören. [bart]
Seitdem hatte ich nicht wieder das Glück, etwas derartiges zu finden.


LG Daggi
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Beitragvon TÜP » Freitag 31. Juli 2009, 19:49

...Oder meinst die nächste? Ich weiß nt, ob wir das jetzt noch schaffen.


Nee Daggi - die ist in Arbeit, aber nisch fertsch! Und so ein kleiner Artikel über dieses Thema wäre doch in drei Tagen fertig, oder? Kein grosses Ding, nur so ein klizekleiner mit dem Fotovergleich. Gell das macht ihr doch...?!?!?
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Beitragvon Silko » Freitag 21. August 2009, 21:51

Der Vollständigkeit halber gehört das letzte Video natürlich auch hier her:

http://www.youtube.com/watch?v=20-tIBdeY4s (ca. 9:51 min)
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Beitragvon wernir » Samstag 22. August 2009, 08:58

Sehr Interessant, schönes Video Silko.

MfG Werner
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