31 Stollen im Jonastal

Alles über die 25 bekannten und X unbekannten Stollen im Jonastal.

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31 Stollen im Jonastal

Beitragvon kps » Freitag 10. März 2006, 13:48

Wer kann sagen, wo diese Aussage ursprünglich her kommt?
Es ist dabei zunächst erst einmal egal, wie rum gezählt worden sein soll :lol:

Wo habt Ihr diese Angabe alles gelesen und welche Quelle wird angegeben?

MfG
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Beitragvon Volwo » Freitag 10. März 2006, 14:09

Wir sollen eine kleine Literatursammlung machen?

Ich hab nich alle Bücher da im Moment, aber, z.B.:


Harald Fäth in "1945-Thüringens...", 2002 (erste Auflage bei Amun war 2000), S. 83:

...daß es dort ehemals 31 Stollen...gab.
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Beitragvon Volwo » Freitag 10. März 2006, 14:20

Brunzel, Geheimobjekte (11. Aufl. 2002), S. 118:
Wenn das Bernsteinzimmer sich im Jonastal befindet, dann mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit nicht in den bekannten Anlagen, die in den vergangenen Jahren viele Schatzsucher anlockten.
Der geheimnisvolle Funkspruch eines SS-Sturmbannführers, Anfang April 1945 abgesetzt, räumt die Möglichkeit durchaus ein, daß nach der Einlagerung des bernsteinzimmers in eine unterirdische Anlage die Zugänge gesprengt und getarnt wurden.
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Beitragvon kps » Sonntag 12. März 2006, 22:34

"Rätsel Jonastal" Remdt/ Wermusch geprüft - keine Einträge bzgl. 31 beim Überfliegen gefunden (Ausgabe 1998).

MfG
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Beitragvon bobo » Mittwoch 3. Mai 2006, 03:08

Müßte in einem Fäth- oder Mehner-Buch gewesen sein. Dort wird ein Zeitzeuge zitiert, welcher von vier fertigen Stollen spricht. Sollen aber nicht direkt im Tal gelegen haben. Mit der -1 wäre man dann auf 30 - aber 31!?!?!?!
MfG BOBO
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Habs gefunden

Beitragvon bobo » Donnerstag 4. Mai 2006, 20:34

Habe es wieder gefunden. War bloß ein wenig Wühlerei, wenn man das Buch schon lange Zeit nicht mehr in der Hand hatte. Vermutlich handelt es sich meiner Meinung dabei nicht um die Primärquelle. Hier habt doch einen guten Draht zu ihm - oder?

ab Seite 231
POS I [Polytechnische Oberschule I, Anm. d. Autoren]
Bericht von Herrn Horst Wedtler, Greifswald

.... In der ersten Phase waren 14 Stollen geplant ....
.... Ende April wurde an 31 Stollen gearbeitet ....
.... 25 Stollen waren im Tal - ein Stollen in Richtung Bittstädt - 5 Stollen in einer Entfernung von ca. 1 bis 1,5 km auf dem Truppenübungsplatz ...
Gleichzeitig wurde bei Bittstädt ein Höhlensystem mit einbezogen ....

Desweiteren:
- Bericht des Gen. Geyersbach aus Bittstädt
FDJ-Vors. POS I, 16. Mai 1966

- Aussage Dr. Georg Weidemann-Hoffmann
bestätigt durch Robert Marell
Kanada, August 1997

Quelle:
Das Geheimnis der deutschen Atombombe
Gewann Hitlers Wissenschaftler den nuklearen Wettlauf doch?
von Edgar Mayer & Thomas Mehner
Kopp-Verlag
ISBN 3-930219-30-6



Und was zu der Zählweise wurde auch geschrieben.
MfG BOBO
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Beitragvon kps » Freitag 5. Mai 2006, 05:44

Danke Bobo für die Fleißarbeit - bitte dran bleiben. Wir werden schon die Quelle noch finden.

MfG
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Re: Habs gefunden

Beitragvon trippelchen » Freitag 5. Mai 2006, 18:17

.... In der ersten Phase waren 14 Stollen geplant ....
.... Ende April wurde an 31 Stollen gearbeitet ....
.... 25 Stollen waren im Tal - ein Stollen in Richtung Bittstädt - 5 Stollen in einer Entfernung von ca. 1 bis 1,5 km auf dem Truppenübungsplatz ...
Gleichzeitig wurde bei Bittstädt ein Höhlensystem mit einbezogen ....

hallo bobo
schon mal vor ort diese aussage überprüft?
könnte man aber auch zum männertag verbinden (-88-)
wenn es klappt.
ja , ich weiß am wochenende.
welches meinsten da,gleich nach männertag oder später?
melde mich dann aber rechtzeitig.
trippelchen
 

Beitragvon Volwo » Freitag 5. Mai 2006, 21:08

Liest sich am Schluß ein bißchen an wie ein Selbstgespräch, aber der positive Aktionismus überwiegt. :-top)
Vergeßt nicht Fotos zu machen.
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Beitragvon trippelchen » Samstag 6. Mai 2006, 07:07

Volwo hat geschrieben:Liest sich am Schluß ein bißchen an wie ein Selbstgespräch, aber der positive Aktionismus überwiegt. :-top)
Vergeßt nicht Fotos zu machen.


he,volwo
bobo weiß,wie ich das meine.
das hat nichts mit selbstgespräch zutun :%)
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Beitragvon bobo » Samstag 13. Mai 2006, 21:15

Können uns besagte Stellen mal an einem Tag in der Woche vom Vatertag anschauen, solange es kein Sperrgebiet ist. Genaueres dazu per PM an anderer Stelle. Wobei die Frage ist, ob wir anhand der o.g. Aussagen - gut im Buch steht noch was genauer dabei - im Gelände finden würden.
MfG BOBO
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Beitragvon svenk3 » Donnerstag 29. Juni 2006, 12:16

Hallo, habt Ihr besagte Stelle mal angeschaut und wenn ja was habt Ihr rausbekommen ????????????????????
Gruß Sven
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Beitragvon bobo » Donnerstag 29. Juni 2006, 16:48

Ja, wir haben geschaut und auch was auffälliges gefunden, nur ist das noch nix für die Öffentlichkeit. Insider wissen aber darüber schon Bescheid.
MfG BOBO
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Gesprengte Stollen

Beitragvon MunaUede » Dienstag 4. Juli 2006, 06:00

Hallo!

Als nicht aus der Region stammender habe ich die Diskussion bei unterirdisch verfolgt. Dort hieß es, dass die Russen (bzw. die NVA?) Stollen gesprengt haben. Später auch die SS (Lubi mit Schienen in Ricgtung Bienstein???. Auf einem Lubi sind Gleise in diese Richtung zu erkennen. Diskussion steht dort im Forum.

Kann jemand bitte Bilder von dieser Stellen hineinstellen (müsste doch erkennbar sein, ob das Gestein dorthin gehört oder nicht - Vergleich mit Untergrund)?

Ich wollte mir diese stellen im Juli vor Ort ansehen.

Aktuelles Bild von Stollen -1 wäre auch nicht schlecht (kurzer Stollen mit verschüttetem Loch).

MfG

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Beitragvon svenk3 » Dienstag 4. Juli 2006, 07:15

An bobo, na da kann man ja wohl nur noch abwarten bis es auch nicht Insider erfahren.....

:,( [--c--]
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Re: Gesprengte Stollen

Beitragvon kps » Dienstag 4. Juli 2006, 09:22

MunaUede hat geschrieben:...Aktuelles Bild von Stollen -1 wäre auch nicht schlecht (kurzer Stollen mit verschüttetem Loch).


Es gibt unter dem Menüpunkt Galerie eine "kleine" Bildersammlung - darunter auch

Übersicht > 01. Jonastal - Bilder-Galerien: > Bekannten Stollen > Weitere Stollen und Schächte

Direkter Link: Fotos aus dem Jahr 2003 und aktueller
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Beitragvon svenk3 » Dienstag 4. Juli 2006, 09:33

geht denn der Stollen -1 noch tiefer oder ist da gleich schluß, denn umsonst war er sicher nicht vermauert, oder ?????

Gruß Sven
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Beitragvon kps » Dienstag 4. Juli 2006, 10:00

Wer will hier eine Mauer bauen?

Stollen Minus 1 ist mauerfrei und geht wagerecht nicht weiter - ob senkrecht, kann ich nicht sagen, glaube aber persönlich nicht dran. Da das bekannte Stollensystem unten drunter ist, würde ich es als angefangenen Luftschacht mit der Option einer weiteren Fluchtmöglichkeit deklarieren.

MfG
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Beitragvon svenk3 » Dienstag 4. Juli 2006, 10:22

Ok hätte gedacht dort Backsteine geseheh zu haben, aber nach genauem betrachten doch nicht........
Man kann sich halt täuschen.
Gruß Sven
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Beitragvon bobo » Dienstag 4. Juli 2006, 20:38

Als nicht aus der Region stammender habe ich die Diskussion bei unterirdisch verfolgt. Dort hieß es, dass die Russen (bzw. die NVA?) Stollen gesprengt haben. Später auch die SS (Lubi mit Schienen in Ricgtung Bienstein???. Auf einem Lubi sind Gleise in diese Richtung zu erkennen. Diskussion steht dort im Forum.

Habe ich was verpaßt - erst NVA, dann SS ???????????????? -()-

kurzer Stollen mit verschüttetem Loch

Welches Loch???
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Beitragvon MunaUede » Mittwoch 5. Juli 2006, 06:22

Nein nichts verpasst. Du müsstest mal bei Unterirdisch im Forumsarchiv suchen.

Bei der Diskussion wurde erläutert, dass nur die Russen (und NVA- bin mir jetzt nicht ganz sicher) Stollen gesprengt haben - in der Zeit des Dritten Reiches wurde nichts "zugesprengt".

In einer späteren Diskussion, im Zusammenhang mit dem Schienenstrang hieß es abweichend dazu, dass in der Zeit des Dritten Reiches doch gesprengt wurde (Stollen beim Ende des Schienenstrangs: siehe Karte Schiene von 12 nach rechts zum Berg). Karte findest du im Forum.

In der Argumentation wurde auf die Lubis verwiesen.

Gibt es aus diesem Bereich historische und aktuelle Aufnahmen, die auf eine Sprengung verweisen?

MfG

MunaUede

P.S.: Habe am WE sicherlich mehr Zeit, stelle den Link zur Diskussion dann hinein.
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Beitragvon MunaUede » Mittwoch 5. Juli 2006, 06:24

Loch ist im Stollen -1 Fotos ebenfalls vorhanden (siehe akztuelle Diskussionen).
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Beitragvon bobo » Mittwoch 9. August 2006, 01:20

Im Wedtler-Protokoll werden 31 in Bau befindliche Stollen genannt.
MfG BOBO
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Beitragvon Michael aus G » Mittwoch 9. August 2006, 09:43

bobo hat geschrieben:Im Wedtler-Protokoll werden 31 in Bau befindliche Stollen genannt.


Genau diese Protokoll wird aber von Dr.R.Karlsch auch in Frage gestellt.
Lies bitte mal den Beitrag "Thüringer Protokoll".
Für mich als jemand, der in der Jonastalmaterie nicht so drinsteckt, stellt sich die Frage: Wer hat recht?
Michael aus G
 

Beitragvon kps » Mittwoch 9. August 2006, 10:03

Gut aufgepasst. Ich wollte damals zum Beginn dieser Diskussion nicht gleich den Forschungsergebnissen von Herrn Karlsch vorweggreifen, aber eine Befragung Franz Ellrich ist jederzeit nachweisbar und die Andere eben nicht. Herr Karlsch hat da bisher einiges an Nachforschungen zum Thema angestellt und dies ist der aktuelle Stand - meiner Meinung nach. Die aktuellste Version der "Thüringer Protokolle" gibt es dann in der neuen Vereinszeitschrift ab Ende August. Damit ist für einiges eine neue Basis geschaffen worden [-<5>-]

MfG
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