Objekt Riese

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Objekt Riese

Beitragvon Muchas Grazias » Freitag 15. Mai 2009, 07:38

Thema übersichtlichkeitshalber abgeteilt, Volwo

Der Stollenmythos des Tals kommt wohl einfach daher, dass es begehbar ist/war. Dora natürlich auch.

Als ich im Tal war, traf ich einen älteren Herren, der zwar nicht der festen Überzeugung ist, dass es unbedingt ein FHQ ist. Aber er sieht Ähnlichkeiten zu Riese. Aber er wollte nicht genauer drauf eigehen. Vielleicht hätte ichs auch garnicht verstanden.

In dieser Übersicht sind auch Anlagen, von denen ich noch Nie was gehört habe.

http://www.oriese.webpark.pl/planyriese.htm
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Freitag 15. Mai 2009, 16:15

Super Link :-top)
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Beitragvon Mac58 » Freitag 15. Mai 2009, 17:38

Muchas Grazias hat geschrieben:In dieser Übersicht sind auch Anlagen, von denen ich noch Nie was gehört habe.
http://www.oriese.webpark.pl/planyriese.htm


Mehr Infos zum Projekt RIESE:
http://www.riese.krzyzowa.org.pl/text/de/de_compendium.pdf
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Beitragvon PEKE » Samstag 16. Mai 2009, 20:28

Hallo Muchas Grazias

Riese war zwar schon bekannt, aber in dieser Form mir unbekannt.
Ich war zwar schon in Walim in mehreren Objekten, aber der Umfang
der dort zu sehen war, war dagegen sehr gering.
Mein Freund mußte mir die Polnischen Texte zu den Untertageanlagen
übersetzen. Obwohl er fast fließend D. spricht, ging einiges an Infos
verloren.
Meinen DANK zu diesen Adresse.

Mfg. PEKE
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Samstag 16. Mai 2009, 23:24

Kann ich mich Peter nur anschließen. Vielen Dank für die Info :-top)

Meines Wissens kann die Anlage auch besichtigt werden. Hatte da mal einen Link im Netz gefunden...da müsste ich aber, sofern es interessiert, nochmal auf Suche gehen.

Habe da noch folgenden Text zu gefunden:

Objekt Riese

Hitlers Bunker als Freizeitspaß

Die Nationalsozialisten haben nicht nur einen großen Teil der Welt ins Unglück gestürzt, sie haben auch eine ganze Menge Rätsel hinterlassen: Eins davon ist das „Projekt Riese“, ein 100 Quadratkilometer großes unterirdisches Labyrinth 50 km südlich vom polnischen Breslau, von dem bis heute keiner weiß, für welchen Zweck es die Nazis eigentlich gebaut haben. Mit Schlauchbooten und Kletterausrüstung geht jetzt ein findiger Reiseveranstalter mit Touristen auf eine viertägige Tour in den Untergrund.

"Das ganze war eine Riesenanlage, als Riesenanlage auch geplant und hatte den Namen Riese. Aber im vertrauten Kreise, unter den Mitarbeitern, so hat Albert Speer mir das erzählt, habe man manchmal das Projekt das Unternehmen Zwerg genannt, um es ein bißchen klein zu reden oder nicht ganz so bedeutend zu machen, wie es wahrscheinlich gedacht war."

Hitlers Führerhauptquartiere: 16 unterirdische Bunkeranlagen gab es während des Dritten Reiches. Die bekanntesten: Die Wolfsschanze in Polen und die Berliner Reichskanzlei. Beide sind - im Gegensatz zu Riese - historisch dokumentiert. Von Bunkern war Hitler geradezu besessen. Hierzu sagt Joachim Fest:

"Albert Speer hat irgendwann mal erzählt, dass Hitler, wenn sie zusammensaßen und über Bauvorhaben gesprochen haben, auf leeren Blättern Papier, die vor ihm lagen, unablässig, schon aus Nervosität, gezeichnet hat, und es waren Bunker und immer wieder Bunker, oder Festungen und immer wieder Festungen, was dabei zustande kam."

15.000 Arbeiter rekrutierten die Nazis für das Hauptquartier Riese aus dem nahegelegenen Konzentrationslager Großrosen. Um das Projekt in kürzester Zeit fertigzustellen, waren über 20.000 Menschen rund um die Uhr im Einsatz- darunter viele Zwangsarbeiter. Ein Drittel der KZ-Häftlinge starb während des Baus an Erschöpfung und Krankheit.

Das Objekt ereilte das Schicksal so manchen anderen Großprojektes aus den Jahren 1940 bis 1945. Kurz nach dem Kriegsende, als die Erinnerungen an die durchlebten Schrecken noch überdeutlich vorhanden waren und immer neue Einzelheiten zu den Verbrechen Nazisdeutschlands an Millionen Kriegsgefangenen, KZ- Häftlingen und Zwangsarbeitern die Öffentlichkeit erreichten, war auch Riese noch Thema der Berichterstattung in den Medien. In polnischen Medien wurden Einzelheiten des Objektes beschrieben; kilometerlange Gänge, unterirdische Hallen; Unmengen von unverbautem Material wurden gefunden und zum Aufbau Polens wiederverwendet. Schnell ging man jedoch zur Tagesordnung über. Menschlich durchaus verständlich, gab es doch schwerwiegendere Probleme als die Erforschung von Bauten aus dem WK II zu lösen. Eine neue Welle von Veröffentlichungen gab es nach dem Mauerbau in Deutschland auf dem Höhepunkt des kalten Krieges, etwa 1961 bis 1966. Insbesondere ostdeutsche Zeitungen nahmen sich des Themas an, verwiesen auf polnische Forschungen zur Aufarbeitung der Kriegsverbrechen und forderten die Bestrafung der damals in der Bundesrepublik lebenden Kriegsverbrecher. In der Zeit des kalten Krieges ein willkommenes Thema. Dann hörte man lange Zeit nichts mehr von Riese. Erst nach 1990 wurde auf dem Gelände ein Museum errichtet, das die bis heute gewonnenen Forschungsergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich macht. Durch die weite Verbreitung elektronischer Medien, nicht zuletzt des Internet, konnten viele zusätzliche Informationen aus aller Welt zusammengetragen werden. Vielleicht kann die Forschung nun auch dazu beitragen, das Schicksal mehrerer 10.000 Häftlinge aufzuklären, das bis heute im Dunkel liegt.

Diese Anlage wäre mal einen Besuch wert. Ich habe da mal ein Bild mit einem unterirdischen Bahnhof. Stibizt bei Team Delta...Dieter wird es mir sicherlich verzeihen :D

Riese liegt ungefähr 190 km östlich von Dresden, 1 km südlich von Walim (für unsere Googel Earth Freunde) :D

Rzeczka - Podziemy kompleks "Rzeczka"

Aber jetzt wieder zurück zum Thema, sonst sprengt es den Thread.

LG
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Beitragvon Mattzz » Sonntag 17. Mai 2009, 10:11

Ja, ist schon 'n interessantes Objekt. Wobei das Foto aber nicht aus "Riese" stammt, sondern sicher vom OWB.

'n schönen Sonntag noch
Gruß
Matthias
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Beitragvon Hans-Jürgen Räppold » Sonntag 17. Mai 2009, 14:03

Mattzz hat geschrieben:Ja, ist schon 'n interessantes Objekt. Wobei das Foto aber nicht aus "Riese" stammt, sondern sicher vom OWB.

Matthias


Ich sehe es genauso - Riese war meines Wissens bei weitem noch nicht so weit erstellt
LG Jürgen
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Beitragvon PEKE » Sonntag 17. Mai 2009, 19:30

Hallo MD,

sieht aus wie ein munitions Bhf. des Oder Warthe Bogens.
Mann kann dort Exkursionen buchen und anschauen.
Es gibt davon eine sehr gute Homepage mit vielen Bildern
und Erklärungen. Muss mal suchen

http://www.ostwallinfo.de/index.htm?/od ... _bogen.htm
http://www.ostwall.com/ostwall_start.htm

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Beitragvon kps » Sonntag 17. Mai 2009, 20:49

Eine Entmystifizierung des Jonastals ist zwingend notwendig
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Montag 18. Mai 2009, 07:43

Asche auf mein Haupt :-I

Es ist die Festungsfront Oder- Warthe- Bogen

Ich hatte die Bilder im falschen Ordner abgelegt...so schnell kann`s passieren....und flugs korrigiert.

LG
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Re: Objekt Riese

Beitragvon andritzky » Montag 14. Januar 2019, 21:53

Der Riese-Kompkex besteht aus mehreren getrennten Anlagen, ausser leeren Stollen ist dort nichts zu sehen.
Am interessantesten dürfte Wlodarz sein, wo man sieht, wie die einzelnen Stollen zu grossen Hallen verbunden wurden.
Es gibt einen deutschsprachigen Führer, der einen eine ganze Woche durch die verschiedenen Anlagen führt
wer die Zeit hat, möge es sich antun. Einen 'Bahnhof' hat es - unfertig - unter dem Schloss in Ksiaz gegeben.
Dortselbst habe ich im Buchladen einige interessante polnischsprachige Bücher gesehen, u.a eine Abb., wo
die Spitze einer A4 auf Schienen aus einem offensichtlich sehr engen Tunnelausgang ragt, für polnischsprachige Mitglieder wäre diese Literatur sicher eine Fundgrube.
andritzky
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