Untertage-Anlagen in Kassel

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Untertage-Anlagen in Kassel

Beitragvon XS500 » Mittwoch 9. September 2009, 11:11

Hallo,

das Thema ist zwar alt, aber hier gibt es das Gerücht, das in Kassel die Henschelwerke nach der großen Bombardierung nach 3 bis 4 Tagen die Produktion wieder aufgenommen haben. Hier soll es unterirdische Fertigungsanlagen gegeben haben, laut einigen sehr alt eingesessenen (alten) Kasselänern.

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Beitragvon Mercedes-Diesel » Mittwoch 9. September 2009, 11:57

XS500 hat geschrieben:Hallo,

das Thema ist zwar alt, aber hier gibt es das Gerücht, das in Kassel die Henschelwerke nach der großen Bombardierung nach 3 bis 4 Tagen die Produktion wieder aufgenommen haben. Hier soll es unterirdische Fertigungsanlagen gegeben haben, laut einigen sehr alt eingesessenen (alten) Kasselänern.

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Uiii, dass wäre mir aber neu !

Werde da mal ein bisschen genauer, bitte.

Da gibt es z.b. das Buch von Christoper Koch "Flächenbombardierung als Kriegsmittel -die Luftangriffe auf Kassel im zweiten Weltkrieg-
ISBN 978-3-638-25489-2

Außer Luftschutzanlagen z.b. Weinberg gibt`s da nix. Die Produktionsstätten waren alle oberirdisch.
Hier in Kassel wurden nur Teile gefertigt u.a. auch für die V2

Weiteres zu Lesen hier http://www.gtgj.de/script/phpBB2/viewtopic.php?t=3681

Ich habe das Buch auch als *.pdf. Wenn du es haben möchtest...PN mit eMail Addi schicken.

LG
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Beitragvon XS500 » Mittwoch 9. September 2009, 14:33

Hallo,

leider kann ich nicht mehr genauer werden, da mein Vater letztes Jahr gestorben ist. Von Ihm hatte ich die Hauptinfo, das die Panzer ein paar Tage nach den Angriffen wieder auf Zügen losfuhren. In Kassel wurde bei Wegmann und bei Henschel komplette Panzer gebaut. Wo diese Panzer nach den Angriffen gebaut wurden, kann ich nur aus Gerüchten sagen. Hier soll es unter bzw. neben Wegmann z.B. Bunker unter dem Bahnhof inkl. der Produktion geben. Auch von der Hammerschiede (Rotenditmold, Henschel) soll es Fertigungsgänge nach unten geben.
Da ich aber erst dieses Jahr mit Kassel und auch dem Jonastal Untergrund angefangen habe, kann ich nun leider nicht mehr weiter fragen.

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Beitragvon Mercedes-Diesel » Mittwoch 9. September 2009, 14:59

Hallo XS500,

erst mal, mit deinem Vater tut mir Leid. Vielleicht passt es ja mal zum Bierchen...dann können wir mal ausgiebig quatschen.

Mit dem Bahnhof ist richtig. Das war aber auch ein Luftschutzbunker !! der war (ist) quasi unter dem Bahnhofsvorplatz. Gefertigt wurde da definitiv nichts.

Guckst Du hier

http://www.kassel.de/cms02/kultur/sehen ... index.html

oder hier http://www.intersell-kassel.de/untergrund-nordhessen

Was auf der Seite der Quatsch mit der U-Anlage A9 Objekt Lava, Stempeda zu suchen hat, weiß der Geier. Gehört jedenfalls NICHT zu Kassel !!

Zurück zum (Kultur Bahnhof)

Da hat es damals, als die KVG die Unterführung für die Straßenbahn gebaut hatte, zu erheblichen Problemem geführt.
Oben auf dem Vorplatz müsste unter einer großen Stahlplatte der eigentliche Eingang noch vorhanden sein.
Aber von Untertageanlagen z.b. Fertigung von Panzern, ist mir absolut nicht`s bekannt. Auch ist hier in entsprechender Literatur nichts zu finden.

Kurzum, mit unterirdischer Fertigung, Henschel sowie Wegmann, halte ich persönlich für eine tollen Mhythos. Selbst in Waldau wo Fiesler war oder Baunatal im jetzigen VW, wo Flugzeugmotorenbau war gibt es keine U- Anlagen...leider.

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Beitragvon Ingwer » Mittwoch 9. September 2009, 21:33

Hallo Mercedes-Diesel,

Wir Beide kennen die Grösse des ehemaligen Henschel-Werkes!
Da war nicht Alles Oberirdisch. Wegmann weiss ich nicht. Wäre aber mal
nachzufragen!
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Beitragvon XS500 » Mittwoch 9. September 2009, 22:32

Hallo,

der atomsichere Bunker unter dem Bahnhofvorplatz ist recht neuen Datums. Er wurde in Verbindung mit der Straßenbahnunterführung gebaut. Oder die Starßenbahnunterführung war ein Ableger, je nach dem, wie man es sieht. Der Haupteingang, auch für größere Güter, ist eigentlich von der Straßenbahnseite her, außer mich hat jeman sehr aufs Glatteis geführt. Aus diesem Grunde ist auch von unten (aus Richtung Arbeitsamt) kein Schottergleis sodern glatter Beton. War jedenfalls mal.
In dem Bunker unter dem HAuptbahnhof war ich vor ca. 20 Jahren selbst einmal. Man muss sehr genau wissen, welche Türen im Keller dorthin führen. Früher konnten man von Bahnhof bis zum Stellwerk an der Tannenkuppenstraße unterirdisch laufen (ca. 3 km). Bei Wegmann kenne ich nur den Eingang beim Eingang sowie einige verschlossene Eingänge im Hang. Was dahinter war oder ist muss man erkunden. Braucht man aber großes Werkzeug.
Auch der Hügel unter dem Elisabethkrankenhaus soll hohl sein. Der Eingang war, auch für PKW, von Wegmann aus gesehen im Hang nach der Brücke. Wurde laut meinen Infos so um 1970 zugeschüttet.
Genug Gerüchte? Bin leider nicht der Spezialist, um dies alles nachzuprüfen. Ggf. auch nicht das richtige Forum?
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Beitragvon XS500 » Mittwoch 9. September 2009, 23:01

Hallo,

ich habe da noch etwas gefunden:

http://www.burgtorff.de/download/new/HN ... t-1943.pdf

Ich hoffe, man darf solche Adresse einfach verteilen?

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Beitragvon Dachs » Donnerstag 10. September 2009, 07:19

XS500 hat geschrieben:Hallo,

ich habe da noch etwas gefunden:

http://www.burgtorff.de/download/new/HN ... t-1943.pdf

Ich hoffe, man darf solche Adresse einfach verteilen?

XS500


Hallo XS500!
Toller Zeitungsauschnitt! Große Freude über das Bild mit der Lok 61001. Das sieht man ja nicht alle Tage - eine Schnellfahrlok durch Straßen in der Stadt! Klasse! [-<5>-]
Weiter so! [wer.der.]

Gruß DER Dachs
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Beitragvon Volwo » Donnerstag 10. September 2009, 09:20

ja- einen Link kann man einstellen
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Donnerstag 10. September 2009, 11:46

XS500, das ist KLASSE :-top) :-top)

Mit den U-Anlagen in Kassel ist mir bis dato absolut unbekannt (Wegmann / Henschel). Ich werde da aber nochmals genaustens nachfassen und mich dazu Melden.



XS500 hat geschrieben:der atomsichere Bunker unter dem Bahnhofvorplatz ist recht neuen Datums. Er wurde in Verbindung mit der Straßenbahnunterführung gebaut


XS500, da muss ich dir leider widersprechen.

Der Hauptbahnhofbunker wurde in der Zeit von 1941 bis 1943 von der Deutschen Reichsbahn erbaut. Von 1963 bis 1967 wurde er bis zur Ottostraße erweitert und bietet heute Platz für ca. 3.600 Personen. Die Nutzfläche beträgt ca. 3.000 m², aufgeteilt in zwei Etagen.
Das als Atombunker konzipierte Schutzbauwerk ist mit Sitz- und Schlafmöglichkeiten ausgestattet bzw. eingerichtet. Hinter den zwei Meter dicken Betonwänden befinden sich unter anderem zwei Notbrunnen, die auf 206 m Tiefe abgeteuft sind sowie ein Dieselaggregat mit 590 PS, das die Stromversorgung sicherstellt.

LG
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Beitragvon Watten » Donnerstag 10. September 2009, 11:56

XS500 hat geschrieben:Hallo,

das Thema ist zwar alt, aber hier gibt es das Gerücht, das in Kassel die Henschelwerke nach der großen Bombardierung nach 3 bis 4 Tagen die Produktion wieder aufgenommen haben. Hier soll es unterirdische Fertigungsanlagen gegeben haben, laut einigen sehr alt eingesessenen (alten) Kasselänern.

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Hier etwas zu Panzerbau in Essen und unterirdische Fertigung
http://www.schatzsucher.de/index.php?op ... Itemid=159

und hier
http://krupp-guertel.essen.de/Nachbarsc ... kation.htm
Gruß Watten

...un wo nix is, na ja, da werden wir so lange suchen, bis wir etwas finden!
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Beitragvon Mac58 » Donnerstag 10. September 2009, 19:22

Zu den Tunnelsystemen in/um Kassel siehe auch:

http://www.vimudeap.de/objekt.php?oi=188
Mac58
 

Beitragvon XS500 » Freitag 11. September 2009, 07:02

Hallo Mac58,

ein guter Link. Danke. Kannte ich noch nicht.
Die Gänge wiederrum kannte ich. Sollen aber nur ein Eingangsbereich sein. Ansonsten würden diese Gänge keinen Sinn machen.
Das unter dem Aschrottpark ein riesiger Bunker sein soll, ist mir auch bekannt. Da kenne ich sogar noch die, heute leider zugeschütteten, Eingänge. Zumindest zwei. Aber woher kommen auf dieser Seite die Info, dass der Aschrottpark mit dem Tannenwäldchen in Verbindung steht. Dies würde bedeuten, dass ich von Henschel bis fast nach Wilhelmshöhe unter Kassel durchlaufen kann / gekonnt habe.
Der Aschrottpark war der Ausweichbunker für das Generalkomando der Wehrmacht gleich in der Nähe.

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Beitragvon Mercedes-Diesel » Freitag 11. September 2009, 10:39

Hui, langsam...langsam ! Das sind ja mächtig Informationen die da prasseln.

Ich habe mal im Anhang was zum Lesen beigefügt. Bei diesen "Tunnelsystemen" könnte ich mir vorstellen, dass dieses Zugänge zu den Flakstellungen war.
Um hier mal einen Überblick zu bekommen, wäre es vielleicht gar nicht mal schlecht die "vermutlichen Liegenschaften" zu Erfassen, Aufzulisten.... nicht dass wir hier uns verhaspeln.

Ich mach mal da den Anfang...siehe pdf Anhang

Im Anhang habe ich mal was zum Lesen beigefügt.

@XS500
Könntest Du von dem angeblichen U-Anlage (wo Du meinst, wo sich diese befunden haben sollte) ein Bild / Placemark Googel Earth einsetzen ?

Weiterhin habe ich mal ein bisschen recherchiert. In der Uni Kassel gibt es eine Diplomarbeit von

Lola Meyer
Wieviel gebauter Krieg steckt in der Stadt
Die Suche nach dem Krieg in Architektur und Städtebau am Beispiel Kassels
Kassel, 2006 (169 S.)

Diese hat eingehend recherchiert und genau diese, werde ich mir mal besorgen. Kennt diese jemand von Euch ??
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Freitag 11. September 2009, 11:05

XS500 hat geschrieben:Das unter dem Aschrottpark ein riesiger Bunker sein soll, ist mir auch bekannt. Da kenne ich sogar noch die, heute leider zugeschütteten, Eingänge. Zumindest zwei.
XS500


Mann lernt nie aus. Setz doch bitte mal auf das beigefügte Bild in etwa, wo da die Eingänge gewesen sein sollen.
Gibt es irgenwelche Aufnahmen, Größe ect. des Bauwerkes ? Ist der nur zugeschüttet oder auch verfüllt worden ?
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Beitragvon Ingwer » Freitag 11. September 2009, 11:09

Wegmann hatte auch geschütze (U) Anlagen. Leider nur wenige Info's!
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Beitragvon XS500 » Freitag 11. September 2009, 13:59

Hallo,

das mit dem Bild muss ich noch probieren. Hat eben nicht funktioniert.

Um die Aulistung weiter zu führen: Ein Spitzbunker steht am Ausbesserungswerk, ein Hausbunker steht an der Kreuzung Kohlenstr. / Bürgermeister Brunner Str.

Nach der Brücke der Wolfhager Str. über den Rangierbahnhof Richtung Statdauswärts war auf der Wiese rechts Richtung Krankenhaus auch ein großer Eingang nach unten. Leider Verschüttet.

Im Bahnbetriebswerk (Gkleisdreieck) gibt es noch Türen in den Mauern, welche zum Tannenwäldchen hinzeigen. Hier gibt es aber oben nur Schienen....

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Beitragvon Edgar » Freitag 11. September 2009, 19:04

@MD, da gibt es ne Geschichte mit Bild dazu (Bunker unter Park in Kassel).

Lass mich in Ruhe suchen, ich hab's diesmal im PC...nicht im Kopf. Kann aber dauern.


Gruß Edgar
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Samstag 12. September 2009, 08:22

@Edgar

Hui...super !! Dass interessiert mich sehr. lass dir Zeit

Liebe Grüße

Andreas
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Beitragvon Edgar » Sonntag 13. September 2009, 10:03

@MD, hier erst mal 'ne kurze Aufstellung. Quelle siehe unten. Im Anhang 'ne pdf zum Blättern, siehe Bunker.


1. Hochbunker »Marienkrankenhaus« (Vellmarer Straße): 4000 Schutzplätzen
2. Hochbunker »Leipziger Straße«:1600 Schutzplätze
3. Hochbunker »Hafenstraße«: 500 Schutzplätze
4. Hochbunker »Gräfestraße«: k.A. über Anzahl der Schutzplätze
5. Stollenanlage »Weinberg«: 10 000 bis 11 000 Schutzplätze
6. Hoch-/Tiefbunker »Hauptbahnhof« (Ottostraße): 3500 bis 4000 Schutzplätze
7. Hochbunker »Agathofstraße«: 600 Schutzplätze
8. Mehrzweckanlage Tiefgarage »Kurfürstengalerie« (Mauerstraße): 6500 Schutzplätze
9. Führungs- und Stabsbunker »Konrad-Adenauer-Straße«: 500 Schutzplätze

kassellexikon.hna.de/Bunker

Später mehr, bin im Stress


Gruß Edgar
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Montag 21. September 2009, 09:25

Moin allsamt,

habe das Buch der Lola Meyer

"Wieviel gebauter Krieg steckt in der Stadt"
Die Suche nach dem Krieg in Architektur und Städtebau am Beispiel Kassels
Kassel, 2006 (169 S.)

bekomen. Sehr viel interessantes was ich so auf den ersten Blick erhaschen konnte. Ich werde es durch Arbeiten und dazu berichten....lasst mir dafür etwas Zeit.

-Ich bleibe dran-

LG
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Beitragvon XS500 » Montag 21. September 2009, 18:58

Hallo,

dann viel Spaß beim Lesen und Bilder anschauen. Bin gespannt.

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Beitragvon Augustiner » Mittwoch 23. September 2009, 14:32

In Kassel gibt es auch Führungen im Untergrund; guckst Du
www.unter-wandern.de
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Donnerstag 1. Oktober 2009, 18:10

@ Augustiner

Danke dir..herje ich wohne um die Ecke und hab`s nicht gewusst :,(

Sorry dass ich erst jetzt antworte, mußte meinen Jahresabschluß 08 fertig machen...das Finanzamt möchte :-:( Abbuchen !! :,(

@ XS500

Wenn du Lust und Zeit hast, können wir gern mal gemeinsam einen Termin zur Besichtigung machen. Ich schaue es mir jedenfalls an.
Kann aber erst ab dem 19.10. wieder da ich in Urlaub gehe.

Termine über die Bfw Kassel:

Stollenanlage im Weinberg:

Jeder erste, zweite und vierte Montag im Monat, pünktlich 16:00 Uhr.

Treffpunkt: Parkstreifen unterhalb des Weinbergs (beim Torbogen, der nachts beleuchtet ist).

Bunker Hauptbahnhof:

Jeder dritte Montag im Monat, pünktlich 16:00 Uhr.

Treffpunkt: Ottostraße hinter dem Polizeipräsidium.

Die Führungen können bis zu zwei Stunden dauern. Die Gruppengröße sollte mindestens 20 aber höchstens 35 Personen betragen.

Der Beitrag pro Person beträgt 5 Euro.

Vorheriger Kontakt unter

Telefon 0561 7884-103
möglichst werktags zwischen
09:00 Uhr und 15:00 Uhr
www.feuerwehr-kassel.eu

wäre sinnvoll. Hast du Lust ??
Grüße Andreas

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Beitragvon Mercedes-Diesel » Montag 12. Oktober 2009, 16:49

@ XS500

Zur Anlage Aschrottpark habe ich in dem Buch von Lola Meyer folgendes gefunden:

Stollen Nr. 27 Aschrottpark, Tannenkuppe
Baubeginn: k.a.
Bauende: k.a., Bohrungen und Sprengungen Früjahr 1945
Geplant für: 1.500 Schutzplätze
Größe: geplant 230 m, 01.08.44 ca. 150m erstellt
Ausgeführt: durch Unternehmer
Stand heute: Verfüllung 1967
Kartenkoordinaten: 4d
Anmerkung: Zwangsarbeiter eingesetzt; Detailskizze vorhanden

Somit entnehme ich, dass es sich hierbei um einen ÖFFENTLICHEN Luftschutzstollen gehandelt hat und nicht Auswweichsitz vom Generalkommando.
Es gab um die 50 Stollen in Kassel, allerdings wurde der großteil im Lauf der Jahre verfüllt. interessant ist auch, rund 300 m vom Hauptbahnhof wurde eine unterirdische Anlage (Ausweichsitz der Reichsbahn) errichtet, welche heute noch im Krisenfall durch die DB genutzt werden kann.

Ich bin mit dem Buch noch nicht ganz durch...aber "höchst" interessant.
Die Liegenschaften bei Wegmann existieren noch heute, dürfen aber nicht betreten werden, da hier immer noch für die Rüstungsindustrie gefertigt wird.

Generalkommando / Graf Bernadotte Platz 5 / Heerstraße

Unter dem Gelände des ehemaligen Generalkommandos, heute Bundessozialgericht, befindet sich ein Luftschutz Notstollen. Diese Anlage reicht vom Keller des Ostflügels bis unter den Straßenraum.

Den gucke ich mir an ! Habe da beruflich zu tun.

LG
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