Goldbacher Stollen Überlingen - Codename Magnesit

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Goldbacher Stollen Überlingen - Codename Magnesit

Beitragvon PEKE » Montag 11. April 2011, 21:31

Hallo an alle Tüftler und Mathematiker,
Ich war am Sonntag untertage. Die Stollenführung wurde von Oswald Burger, dem Vereinsvorsitzeden
der Anlage Magnesit durchgeführt. Zum Vergleich mit dem Johnastal eigentlich gut geeignet.
Vom Herbst 44 bis März 45 erfolgte eine Erschließung von 4,3km. Die Arbeitskrafte waren 800
Zwangsarbeiter und einige Dienstverpflichtete. Max. 1000 Arbeiter und Angestellte. Das Material
war ein dem Sandstein ähnliches aber weicheres Material. Molasse ist die Vorstufe zum Sandstein.
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Re: Goldbacher Stollen Überlingen - Codename Magnesit

Beitragvon PEKE » Montag 11. April 2011, 21:42

Heute sind auch Einlagerungen in Form von Booten vorhanden. Die höhe war in einem Stollen die
normalspuranlge der Bahn.
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Re: Goldbacher Stollen Überlingen - Codename Magnesit

Beitragvon Mercedes-Diesel » Dienstag 12. April 2011, 13:38

PEKE hat geschrieben:Zum Vergleich mit dem Johnastal eigentlich gut geeignet.
Vom Herbst 44 bis März 45 erfolgte eine Erschließung von 4,3km. Die Arbeitskrafte waren 800
Zwangsarbeiter und einige Dienstverpflichtete. Max. 1000 Arbeiter und Angestellte.


Ist ja mal interessant....im Tal waren im Zeitraum zwischen 20 und 25 tsd. Häftlinge eingesetzt und haben gerade mal
2,1 km Stollen im Roh Zustand aufgefahren. So wie ich dass auf Deinen Bildern sehe, diese Anlage sogar mit Beton ausgespritzt ist.
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Re: Goldbacher Stollen Überlingen - Codename Magnesit

Beitragvon Kahlscher » Dienstag 12. April 2011, 14:47

im Tal waren im Zeitraum zwischen 20 und 25 tsd. Häftlinge eingesetzt

Aber nicht im Berg ;)Bei Magnesit waren neben KZ-Häftlingen aus Dachau auch Zwangsarbeiter und deutsche Zwangsverpflichtete eingesetzt. Die hatten dadurch ganz andere "Tagwerke" als ausgemerkelte Buchenwald-Häftlinge. Auch das Gestein war ein anderes. Ich denke, da kann man wenig Rückschlüsse ziehen.

Interessantes zu Magnesit findet man auch in der Ausstellung des Dornier-Museums in Friedrichshafen! Das Museum dort ist ein Meilenstein moderner Ausstellungsgestaltung und absolut zu empfehlen!
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Re: Goldbacher Stollen Überlingen - Codename Magnesit

Beitragvon Mercedes-Diesel » Dienstag 12. April 2011, 16:05

Kahlscher hat geschrieben:
im Tal waren im Zeitraum zwischen 20 und 25 tsd. Häftlinge eingesetzt

Aber nicht im Berg ;)


Hallo Markus, na dass ist klar...wenn es bei den bekannten Längen wäre...hätte man die darin Stapeln können und hätten immer noch nicht alle rein gepasst....sinn bildlich gesehen.

Kahlscher hat geschrieben:Bei Magnesit waren neben KZ-Häftlingen aus Dachau auch Zwangsarbeiter und deutsche Zwangsverpflichtete eingesetzt. Die hatten dadurch ganz andere "Tagwerke" als ausgemerkelte Buchenwald-Häftlinge. Auch das Gestein war ein anderes. Ich denke, da kann man wenig Rückschlüsse ziehen.


Gut, aber Peter schrieb (er hat die Führung mitgemacht) dass maximal 1000 Arbeiter eingesetzt waren. Eine erhebliche Leistung im Vortrieb, die im Gegensatz zum Tal umgesetzt wurde. Sicherlich war auch Gleisbau ect. p.p. dort....trotz allem geistert mir immer die Mannstärke durch den Kopf. Vom Verhältnis ist mir dass irgendwie zu wenig was bekannter weise umgesetzt wurde.
Wenn man mal so über die anderen Häftlingslager schaut...ausgemergelt waren sie eigentlich überall. Es waren generell keine Sanatorien zur Erholung.
Melasse schrieb Peter ist eine Vorstufe zum Sandstein... ist diese Gesteinsart nicht härter wie Muschelkalk ?
Aber wie immer...alles reinste Spekulationen. Wer weis, ob wir überhaupt jemals erfahren, was letztendlich dort genau abgelaufen und geplant war.
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Re: Goldbacher Stollen Überlingen - Codename Magnesit

Beitragvon PEKE » Dienstag 12. April 2011, 21:34

Oswald Burger erklärte auf meine Nachfrage extra, dass 800 Häftlinge des KZ Dachau eingesetzt waren.
600 wurden zurück geführt etwa eine Woche, bevor die Franzosen kamen.
Zur selben Zeit wurde ein gleichgestelltes Objekt aufgefahren. Selbe Logistik und Plan.
Objekt: Rheinanke in Hohenems in Vorarlberg

Alle ist Nachzulesen bei Oswalt Burger - Der Stollen, EDITION ISELE

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Re: Goldbacher Stollen Überlingen - Codename Magnesit

Beitragvon PEKE » Dienstag 12. April 2011, 21:42

Bilder der Stolleneingänge nach dem Krieg - aus: Der Stollen von Oswald Burger
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Re: Goldbacher Stollen Überlingen - Codename Magnesit

Beitragvon PEKE » Dienstag 12. April 2011, 21:55

Text zu den KZ-Insassen Lager Aufkirch-zugehörig zu Dachau
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Re: Goldbacher Stollen Überlingen - Codename Magnesit

Beitragvon kps » Mittwoch 13. April 2011, 12:08

Mercedes-Diesel hat geschrieben:
PEKE hat geschrieben:Zum Vergleich mit dem Johnastal eigentlich gut geeignet.
Vom Herbst 44 bis März 45 erfolgte eine Erschließung von 4,3km. Die Arbeitskrafte waren 800
Zwangsarbeiter und einige Dienstverpflichtete. Max. 1000 Arbeiter und Angestellte.


Ist ja mal interessant....im Tal waren im Zeitraum zwischen 20 und 25 tsd. Häftlinge eingesetzt und haben gerade mal
2,1 km Stollen im Roh Zustand aufgefahren. So wie ich dass auf Deinen Bildern sehe, diese Anlage sogar mit Beton ausgespritzt ist.


Es macht es nicht einfacher zu vergleichen, wenn Tagesstärkemeldungen wie bei Magnesit mit Gesamt-Häftlingsstärken bei S III verglichen werden. Gibt es auch Zahlen zu der Gesamtzahl der Häftlinge dort? Zudem ist eine Gesamtzahl von eingesetzten S III Häftlingen von 25.000 derzeit nicht nachweisbar. Mit 20.000 Häftlingen.

Für S III würde ich eine Tagesstärke von rund 10.000 Häftlingen zumindest ab Mitte/ Ende Dezember 1944 ansetzen. Davon waren nach den bisherigen Erkenntnissen rund 20% nicht arbeitsfähig. Desweiteren verteilten sich die verfügbaren Hilfskräfte auf sehr viele Baustellen wie Gleisverlegung, Grabenarbeiten für Wasser, Strom, Telefon, Hilfsarbeiten am Bahnhof zur Verladung sowie in Sägewerken und anderen Zulieferern und zum Schluß noch auf den Stollenbau - dort in 2 bzw. 3 Schichten. Damit müßte eine ganz andere Rechnung aufgemacht werden.

Ich sehe in den ca. 3 Kilometern Jonastal-Stollen eine Vortriebsleistung, die groß keine weiteren Fragen offen lässt unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse und der Kriegs- und Versorgungssituation.

MfG
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Re: Goldbacher Stollen Überlingen - Codename Magnesit

Beitragvon Mercedes-Diesel » Mittwoch 13. April 2011, 16:59

Ja Klaus-Peter, alles richtig. hier in Bad arolsen sind 15 tsd. Häftlinge "offiziell" registriert. Die Zahlen schwanken zwischen 20 und 25 tsd...genau ist dass nicht mehr nachvollziehbar. Trotz allem, für den Zeitraum eines 1/2 Jahres ... auch wenn die geschwächt waren, eine Menge Arbeiter. Laut ettlicher Häftlingsaussgagen wurden die auch auf unmenschlichste Art und Weise angetrieben....quasi schuften bis zum totalen Kollaps.
Was mich jetzt ein bisschen verwundert, du schreibst von ca. 3 km Stollen -so habe ich es auch im Kopf und auch gelesen-, aber in den Kott Plänen steht 2.135,8 m ...was ist da nun eigentlich richtig ? **
Mich persönlich würde auf alle Fälle der Schuttkegel am Ende der 12 interessieren....Ob es da doch vielleicht dahinter weiter geht. Die Schienen die darunter verschwinden machen einfach nur stutzig. Sicherlich kann da nach einem Meter schluss sein....oder auch nicht....wer weis es schon -()- Wird aber leider nur ein Wunschtraum bleiben...ohne schweres Gerät geht da nichts.
Ist übrigens wunderschön alles auf der DVD "Geheimakte Jonastal" zu sehen.

LG
Andreas

** Korrektur: Zu den Stollenlängen kommen noch die Querstollen von 817 m ....dann passt es.
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Re: Goldbacher Stollen Überlingen - Codename Magnesit

Beitragvon Mercedes-Diesel » Mittwoch 13. April 2011, 17:45

Ich möchte noch einmal an mein vorheriges Posting Anknüpfen und vielmehr die jenigen "mitlesenden Gäste" gezielt ansprechen.

Bevor hier in irgend jemanden der Schatzsucher Instinkt anspringt...die angesprochenen Stollen sind alle versprengt und man kommt dort nicht bzw. nur über evtl. ?? Spalten hinein. Es ist strengstens Verboten und dazu sau gefährlich !! Der Fels (Muschelkalk) ist brüchig und es kommen u.U. ohne Vorwarnung tonnen schwere Platten runter.
Passiert da etwas, und ihr werdet mit viel Glück gefunden !! geht der Bergungseinsatz zu euren Lasten !!

Kurzum...bleibt da raus !! bzw. versucht nicht da etwas verbotenes zu machen. Für Fragen stehen euch ausnahmslos alle hier schreibenden Mitglieder zur Verfügung.

Es ist alles, ausnahmslos Vermessen, Dokumentiert dass auch per Video (ich hatte es in voran gegangenen Posting schon angesprochen). Die DVD ist im einschlägigen Versand erhältlich....und dass für kleines Geld.
Grüße Andreas

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Re: Goldbacher Stollen Überlingen - Codename Magnesit

Beitragvon kps » Mittwoch 13. April 2011, 21:47

So neu sind die Videos nicht. Ich habe sie damals vor vielen Jahren als VHS Version gekauft und da war noch keine Rakete und kein Düsenjäger vorn drauf. Das neue Cover erweckt gezielt den Eindruck, dass die Geheimakte Jonastal damit zu tun hat. Dies halte ich für sehr unglücklich.

MfG
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Re: Goldbacher Stollen Überlingen - Codename Magnesit

Beitragvon TÜP » Donnerstag 14. April 2011, 13:27

...........verkauft sich aber besser! [-nich-]
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Re: Goldbacher Stollen Überlingen - Codename Magnesit

Beitragvon Silko » Donnerstag 14. April 2011, 17:39

TÜP hat geschrieben:...........verkauft sich aber besser! [-nich-]

Und das wird immer so sein, beim Jonastal :D Welchen Informationsgehalt man diversen Aufnahmen entnehmen kann, will ich dabei mal dahin gestellt lassen.
Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen. (Erasmus von Rotterdam)
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