Bergkristall - Suche nach Nazi-Stollen

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Bergkristall - Suche nach Nazi-Stollen

Beitragvon MunaUede » Mittwoch 5. Februar 2014, 12:58

Bergkristall - Suche nach Nazi-Stollen - Orignal Bauakten gefunden

Ergebnislos ist am Mittwoch die Bohrung nach geheimen Nazi-Stollen in St. Georgen an der Gusen verlaufen. Nach Recherchen eines Linzer Filmemachers vermutete dieser, dass es im Bereich des Stollensystems Bergkristall weitere Stollen geben könnte.

In diesen könnten die Nazis an Geheimwaffen geforscht haben. Am Dienstag wurde bereits bis in eine Tiefe von 100 Metern gebohrt - ohne etwas zu finden. Am Mittwoch wurde noch einmal 22 Meter tiefer gebohrt.
Bohrung durch Granit

Landesgeologe Harald Wimmer sagte zu Mittag gegenüber dem ORF Oberösterreich: „Die Bohrung ist zu Ende. Wir haben heute 22 Meter weiter durch Granit gebohrt, und wir haben gerade die Bohrung gestoppt. Jetzt werden die Löcher wieder befüllt. Wir haben nichts gefunden, außer die verschiedenen geologischen Schichten, Schlier, Sande und Granit, aber keinen Hohlraum. Ob es noch andere Stellen gibt, wo ein Stollen sein könnte, vermag ich nicht zu sagen.“

Keine weiteren Bohrungen

An jener Stelle, wo die zwei Bohrungen durchgeführt wurden, gebe es definitiv keine Hohlräume, sagte Wimmer. Es werde auch keine weiteren Bohrungen geben.
Original-Bauakten der Bergkristall-Anlage gefunden

Der Filmemacher Andreas Sulzer will im Zuge seiner Recherchen zu seinem neuen Filmprojekt schlüssige Beweise für die Existenz von geheimen Nazi-Stollen gefunden haben. Er glaubt belegen zu können, dass dort intensiv an Geheimwaffen geforscht worden sei. Sulzer sagte am Dienstag: „Das ist mehrfach in verschiedenen Dokumenten aus Archiven in Berlin und von Firmen belegt worden. Wir haben vor einem halben Jahr die Original-Bauakten des bekannten Bergkristall-Bereiches gefunden. Dort alleine werden weit über 340.000 Kubikmeter unterirdischer Stollensand ausgehoben. Die bekannte Bergkristall-Anlage hat um die 110.000 bis 130.000 Kubikmeter. Es gibt die Pläne und forensische Untersuchungen dazu. Es ist mehrfach belegt, dass da weit mehr gebaut wurde.“

Im bombensicheren Bergkristall-Stollen stellten einst Tausende Häftlinge des Konzentrationslagers Gusen Teile der Messerschmitt-Jagdflugzeuge her.

http://ooe.orf.at/news/stories/2629267/ 05.02.2014
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Re: Bergkristall - Suche nach Nazi-Stollen

Beitragvon MunaUede » Mittwoch 5. Februar 2014, 13:40

Er glaubt, dass dort an der A-Bombe geforscht wurde. Rainer Karlsch ist wohl auch mit von der Partie :-X
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Re: Betonnplatte soll Nazistollen verschließen - Abschussram

Beitragvon MunaUede » Freitag 7. Februar 2014, 15:29

Noch gefunden:

Parallelen zum Jonastal lassen sich nicht ganz leugnen. In den USA lagern auch Akten oder (nur dürften es einige Lauf-Kilometer sein oder)?

Aus den Kommentaren zum Artikel, der Hinweis, dass man sich schon damals beim Material verrechnet hat und dies heute noch vorkommt,..., um mehr finanzielles herauszuschlagen.

Frage: Wurden Firmen für den Abtransport von Aushub bezahlt?

http://www.boehlau-verlag.com/histkom/

Quelle: http://derstandard.at/1389859564470/Sch ... Tageslicht

Bei der Suche rund um das NS-Rüstungsprojekt in St. Georgen kann das Grabungsteam offensichtlich einen ersten Erfolg verbuchen: Gefunden habe man einen zubetonierten Stolleneingang. Historiker prüfen jetzt die Faktenlage

Linz - Andreas Sulzer sitzt in dem kleinen Café am Stadtplatz von St. Georgen an der Gusen. Zwischen Zigaretten und Espresso studiert der Linzer Filmemacher einen mitgebrachten Berg an Akten. Luftaufnahmen, Fotos, Einvernahmeprotokolle, Notizen - in mühsamer Kleinarbeit aus deutschen, russischen und amerikanischen Archiven zusammengetragen. Mit einem Ziel: das Geheimnis um das einst größte NS-Bauwerk Österreichs zu lüften.

Unter dem Decknamen "Bergkristall" mussten Häftlinge der beiden angrenzenden KZ-Lager Gusen I und Gusen II in nur 13 Monaten Bauzeit ein unterirdisches Flugzeugwerk für die Großserienproduktion von Messerschmitt-Me-262-Düsenjagdflugzeugen errichten. Bis zu 60.000 Menschen wurden gezwungen, hier händisch zu graben, mindestens die Hälfte kam ums Leben.
Stollen mit Beton verfüllt

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Stolleneingänge zu einem Teil gesprengt. 2002 sah die heute für die Stollen zuständige Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) Gefahr im Verzug und verfüllte einen Teil der Stollen mit Beton.

Sulzer will aber im Zuge seiner Recherchen nun schlüssige Beweise für die Existenz von geheimen Nazi-Stollen gefunden haben. Doch mehrere, von der BIG finanzierte, Bohrungen - zuletzt am Dienstag in eine Tiefe von 120 Metern - verliefen ergebnislos. Und sie werden laut BIG auch nicht mehr fortgeführt. Dennoch haben sich durch die akribische Arbeit von Sulzer die Hinweise verdichtet, dass "Bergkristall" deutlich größer war als bisher bekannt.

Außerhalb des bekannten Areals ist Sulzer mit seinem Team in Eigenregie nämlich bei Grabungen auf einen riesigen achteckigen Betondeckel gestoßen. Selbiger ist auf Luftaufnahmen der Alliierten zu erkennen. "Es war dort eine Hochsicherheitszone", schildert Sulzer im Standard-Gespräch. Zu erkennen ist das Areal exakt bis zum 7. Mai 1945. Eine britische Luftaufnahme vom 8. Mai zeigt nur mehr eine Ackerfläche.
Mögliche Abschussrampe

Sulzer hat nach dem Fund eine geoelektrische Sondierung des Geländes in Auftrag gegeben. Damit untermauert er seine These. Das dem Standard vorliegende Ergebnis der Bodenanalyse zeigt einen - im 45-Grad-Winkel - abfallenden Schacht, der offensichtlich in einen Hohlraum unter dem bekannten Stollen mündet. "Es könnte sich um eine Abschussrampe für Raketen handeln."

Was sich tatsächlich dahinter verbirgt, bleibt aber bis auf weiteres Geheimsache. Der mysteriöse Deckel wurde vom Bundesdenkmalamt umgehend unter Schutz gestellt. Sulzer: "Derzeit beraten die Experten, was weiterpassiert."

Aus Historikersicht gibt man sich hörbar gespannt, aber betont vorsichtig: "Herr Sulzer hat hochinteressante Dokumente gefunden. Und es scheint so zu sein, dass im Bereich KZ Gusen noch einiges aufzuarbeiten ist. Hier wurde nicht, wie bislang angenommen, alles restlos erforscht. Aber es sind Indizien, noch keine Beweise. Die werden wir jetzt historisch aufarbeiten", erläutert Walter Iber vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung. Aber: "Wir haben jetzt Akten, die belegen, dass es nicht nur die 100.000 Kubikmeter an Aushub der 'Bergkristall'-Stollen gab, sondern die dreifache Menge an Erdreich. Da drängt sich die Frage nach dem Warum auf." (Markus Rohrhofer, DER STANDARD, 7.2.2014)
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Re: Bergkristall - Suche nach Nazi-Stollen

Beitragvon MunaUede » Freitag 24. Oktober 2014, 09:30

http://derstandard.at/2000007118889/His ... NS-Stollen

Historikerstreit um NS-Stollen in St. Georgen
Markus Rohrhofer
22. Oktober 2014, 07:00
Mögliche neue Erkenntnisse zum NS-Rüstungsprojekt "Bergkristall" entzweien die Wissenschaft: Bertrand Perz kritisiert involvierte Kollegen scharf und spricht von "Histotainment" auf Kosten der Opfer

Linz/Wien – Ist die Stollenanlage des einstigen NS-Rüstungsprojekts "Bergkristall" in St. Georgen an der Gusen größer als bisher bekannt? Forschten dort Hitlers Physiker an einer Atombombe? Fragen, an denen sich aktuell die Historiker-Geister scheiden.

Der Filmemacher Andreas Sulzer will in einem Gutachten der "Studiengesellschaft für Atomenergie GmbH" aus dem Jahr 1968 konkrete Beweise für eine zweite Stollenebene gefunden haben - DER STANDARD berichtete. Wissenschaftliche Beratung liefert dazu der renommierte Grazer Historiker Stefan Karner, der durch die Prüfung aller neuen Unterlagen "Licht in die Sache" bringen will und rät, "unbedingt" vor Ort Grabungen und Bohrungen durchzuführen. Mit dabei ist auch der Berliner Historiker Rainer Karlsch, Autor des Buches "Hitlers Bombe".

Fachlicher Gegenwind kommt aber aus der Bundeshauptstadt: Bei Bertrand Perz, anerkannter Historiker und stellvertretender Leiter des Instituts für Zeitgeschichte an der Uni Wien, lösen die jüngsten Spekulationen statt Begeisterung "großes Erstaunen und noch größere Irritation" aus. Perz: "Für mich als Historiker, der sich viele Jahre mit den unterirdischen Anlagen in Österreich beschäftigt hat, die mit KZ-Häftlingen errichtet wurden, ist es erstaunlich, wie es einem Filmemacher wie Herrn Sulzer gelingt, der aus meiner Sicht vollkommen obskuren Idee einer Atomforschung der Nationalsozialisten in St. Georgen Bedeutung zu verleihen." Auch der jetzt präsentierte "endgültige Beweis" sei bei näherer Betrachtung keiner.

Perz: "Der Herr Sulzer legt ja periodisch neue Erkenntnisse vor, die sich dann in Luft auflösen. Ähnlich verhält es sich mit dem jüngsten Gutachten aus dem Jahr 1968. Das ist extrem vage gehalten und als seriöse Beschreibung der Stollenanlage unbrauchbar. Die unvollständigen Planskizzen legen nahe, dass der Gutachter gar nicht in der Stollenanlage war oder nur einen kleinen Teil betreten hat. Wir verfügen ja über präzise Pläne durch die Aktivitäten der BIG vor Ort, die sich mit den Originalplänen decken."
Bekannte Geschichte

Mit den Kollegen geht Perz hart ins Gericht: "Wenn Historiker dann sagen, man müsse Licht in die Sache bringen und Grabungen durchführen, dann dient das nur der Logik einer weit verbreiteten Sensationshistorie von Nazi-Geheimnissen und nicht einer seriösen Forschung. Und letztlich dem Histotainment des Herrn Sulzer."

Perz: "Bitte, es gibt kein Geheimnis." Die Geschichte rund um ‚Bergkristall‘ stehe in ihren Grundzügen seit langem fest: "Der Rahmen, die Eckdaten dieser Anlage und was dort vorgefallen ist, ist bekannt. Vor allem ist es ein schrecklicher Ort mit tausenden Toten." Einziger Zweck sei der Bau einer unterirdischen Anlage zur Flugzeugproduktion gewesen.

Perz: "Das belegen alle historischen Quellen, die ich zur Stollenanlage seit den 1980er Jahren gesehen habe, und das waren nicht wenige." Vorhandene Dokumente würden jetzt ignoriert werden. "Mich stört aber vielmehr, dass die Opfer, die Überlebenden des KZs, nicht ernstgenommen werden. Es gibt keine einzige Aussage ehemaliger Häftlinge, dass dort irgendetwas in Richtung Atomforschung passiert ist."

Spannend wird damit ein für heute, Mittwoch, von Filmemacher Sulzer angesetzter Info-Abend in St. Georgen – mit den Historikern Karner und Karlsch. (Markus Rohrhofer, DER STANDARD, 22.10.2014)
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Re: Bergkristall - Suche nach Nazi-Stollen

Beitragvon TÜP » Samstag 25. Oktober 2014, 12:17

Perz: "Der Herr Sulzer legt ja periodisch neue Erkenntnisse vor, die sich dann in Luft auflösen.


Das gibts also nicht nur im Grossraum Jonastal wie ich amüsiert feststellen muss. -[nix]-
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Re: Bergkristall - Suche nach Nazi-Stollen

Beitragvon deradel » Samstag 25. Oktober 2014, 19:25

Wer von euch recherchiert denn in Amerikanischen/Englischen Archiven -[nix]- ??? Zu Ebensee gibt es auch ganz neue Erkenntnisse. Deshalb kann ich mir noch einiges vorstellen....

Grüße
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Re: Bergkristall - Suche nach Nazi-Stollen

Beitragvon MunaUede » Sonntag 4. Januar 2015, 22:04

St. Georgen: Unbekannte NS-Anlage entdeckt
Quelle: http://derstandard.at/2000009755829/St- ... e-entdeckt

St. Georgen an der Gusen: Unbekannte NS-Anlage entdeckt
Markus Rohrhofer
23. Dezember 2014, 18:59
Grabungen offenbaren neue Details rund um einstiges Rüstungsprojekt "Bergkristall" – Polizei stoppt Arbeiten

Linz – Jahrzehnte wurde die tiefe Schneise am Gelände des traditionsreichen Schützenvereins von St. Georgen an der Gusen nicht weiter beachtet. Eine scheinbare Laune der Natur im Sandstein. Warum die Wände unnatürlich steil abfallen und die Schneise jäh an einem Bergrücken endet, wurde nicht weiter hinterfragt. Bis jetzt.

Der Linzer Filmemacher Andreas Sulzer, der Kritikern eisern trotzt und im St. Georgener Erdreich unermüdlich nach Beweisen für die Existenz weiterer Stollen des einst größten unterirdischen NS-Rüstungsprojektes "Bergkristall" sucht, ist nun in Unterlagen eines ehemaligen CIA-Geheimagenten auf brisante Details gestoßen.

Der amerikanische Spion war 1944 in St. Georgen aktiv und vermerkte, dass sich am Gelände des damaligen SS-Schießplatzes – dem heutigen Schützenverein – ein Eingang zu einem umfangreichen Stollensystem befindet. Sulzer ließ jetzt, mit Genehmigung des Grundbesitzers, die Bagger auffahren und wurde nach der Beseitigung einer gut sechs Meter dicken Lehmschicht tatsächlich fündig. Freigelegt wurde ein aus massivem Granit gefertigtes, bisher unbekanntes NS-Bauwerk. Beim "Standard"-Lokalaugenschein offenbart sich eine Art Eingangsbereich: Steile Stufen führen unter einer Betondecke nach unten – immer in Richtung Bergmassiv. Wohin genau, lässt sich im Moment aber noch nicht sagen, da die brisanten Grabungen derzeit noch andauern.

Anhand einer geoelektrischen Untersuchung vermutet Sulzer jedoch einen entsprechend großen Hohlraum im Berg. Zeitlich lässt sich das Bauwerk anhand zahlreicher Funde bereits jetzt relativ genau einordnen: So konnte Sulzer bereits unter anderem einen Stahlhelm der Waffen-SS, mehrere SS-Warntafeln und ein Waffenrad zutage fördern. Sulzer meldete den Fund umgehend der Gemeinde. Diese schaltete ordnungsgemäß das Denkmalamt ein.
Polizeibesuch

Dienstagnachmittag rückten dann, zum Erstaunen der Grabungs-Crew, unerwartet Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Perg in Begleitung mehrerer Polizisten an. Sulzer und sein Team erhielten Anzeigen, da "ohne Genehmigung auf historischem Boden Grabungen durchgeführt wurden". Sulzer sieht sich aber im Recht: "Vom Grundbesitzer gibt es ausdrücklich eine Genehmigung." Vonseiten der Bezirkshauptmannschaft war man zu keiner Stellungnahme bereit.

Eine Antwort auf die umstrittene Frage, ob die Stollenanlage des einstigen NS-Rüstungsprojekts "Bergkristall" in St. Georgen an der Gusen tatsächlich größer als bisher bekannt ist, wird im kommenden Jahr auch auf höchster wissenschaftlicher Ebene gesucht. Das renommierte Grazer Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung wird sich gemeinsam mit dem Land Oberösterreich – unter der Federführung von Umweltlandesrat Rudi Anschober – der heiklen Sache annehmen und die angeblichen neuen Fakten rund um das unterirdische NS-Rüstungsprojekt eine strengen wissenschaftlichen Überprüfung unterziehen.

Grundlage dafür wird neben dem jetzt von Sulzer erbrachten Beweis, dass es offensichtlich bisher unbekannte unterirdische NS-Bauten in St. Georgen gibt, vor allem das umfangreiche Recherchematerial des Filmemachers sein. Dieser will unter anderem in einem Gutachten der "Studiengesellschaft für Atomenergie GmbH" aus dem Jahr 1968 konkrete Beweise für weitere Stollenebenen gefunden haben – der "Standard" berichtete. Sulzer untermauert diese These auch mit historischen Fotos, die etwa mehrere übereinanderliegende Stolleneingänge zeigen. (Markus Rohrhofer, DER STANDARD, 24.12.2014)
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Re: Bergkristall - Suche nach Nazi-Stollen

Beitragvon MunaUede » Montag 2. Februar 2015, 18:34

Quelle: https://presseportal.zdf.de/aktuelles/m ... bombe/772/ 02.02.2015

30.12.2014, 15:55 - Nachrichten/Aktuelles, Reportagen/Dokumentationen
Die Suche nach Hitlers Bombe
ZDF-Dokumentation über unterirdische Geheimwaffenfabrik

Eine bemerkenswerte Entdeckung fast 70 Jahre nach Kriegsende, handelt es sich um den Eingangsbereich für ein bislang unbekanntes Stollensystem, wie Geoelektrik-Messungen es vermuten lassen?
Copyright: ZDF/Stefan Brauburger

Es könnte sich um die „größte geheime Waffenfabrik des Dritten Reiches“ handeln, sagt der Linzer Filmemacher Andreas Sulzer, der derzeit für eine ZDF-Dokumentation (Arbeitstitel: „Die Suche nach Hitlers Bombe“) nach einem Tunnelsystem forscht, das die Nazis nahe dem Ort St. Georgen an der Gusen in Oberösterreich betrieben haben sollen: Das vermutete unterirdische Labyrinth liegt auf privatem Gelände in der Nähe der bekannten Untergrundfabrik „B8 Bergkristall“ und könnte mit ihr zusammenhängen. Bei Grabungen wurde jetzt ein bislang unbekannter Eingangsbereich entdeckt.

Andreas Sulzer war bei seinen Recherchen zu unterirdischen Anlagen in Österreich, die am Ende des "Dritten Reiches" der Produktion von Geheimwaffen dienten, auf überraschende, bislang unbekannte Quellen gestoßen. Sie sprechen dafür, dass die unterirdische NS-Rüstungsschmiede "Bergkristall“ weitaus größer und gewichtiger war als bislang angenommen. Auch jüngere Geoelektrik-Messungen deuten darauf hin. In offiziellen Unterlagen ist das Stollensystem nur eingeschossig ausgewiesen. Sulzer hat Belege gefunden, darunter Fotos, die zeigen, dass es mehrgeschossig war: Mit einem Kamerateam, mit Baggern und Schaufeln hat er sich vor Ort begeben, ließ mehrere Meter Boden abtragen, bis sich der befestigte Zugang abzeichnete.

Viele Fragen verknüpfen sich noch immer mit dem einst streng abgeschirmten Militärkomplex: Welche Opfer forderten der Bau und Betrieb? Auf wie vielen unterirdischen Ebenen wurden hier welche geheimen Rüstungsgüter hergestellt? Welche über die schon bekannten hinaus? Wurde hier auch Atomforschung betrieben – worauf manche Dokumente hindeuten? Gab es den Bau an „Hitlers Bombe“ überhaupt? Was fanden die Alliierten auf der Suche danach?

Erstmals ausgewertete „Wagenkontrollbücher“ belegen, dass in den letzten Kriegsmonaten Hunderte von Zügen der Reichsbahn nach Gusen geschickt wurden, galt das Gebiet doch als letztes Refugium der so genannten „Alpenfestung“. Doch was wurde hier aufgebaut oder eingelagert? Was sollte vor den heranrückenden Siegermächten verborgen bleiben? Was steckt hinter dem angeblichen Selbstmord des SS-Generals Hans Kammler, der hier sein Hauptquartier hatte. Nach neueren Quellenfunden soll er den Krieg überlebt und sein Wissen als Hitlers Geheimwaffenchef den USA zur Verfügung gestellt haben (ZDF-History berichtete am 8. Juni 2014).

Ein bislang unveröffentlichtes Gutachten zur möglichen Eignung der Gusener Stollen für eine atomare Endlagerung aus dem Jahr 1968 weist auch Areale aus, die kurz vor Kriegsende versprengt wurden. Das Medieninteresse ist groß und inzwischen international. Aber die Behörden haben erst einmal die Grabungsarbeiten stoppen lassen.

„Das Thema ist kontrovers und erfordert große Sorgfalt“, sagt Stefan Brauburger, Leiter der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte, „aber es gibt genügend neue Hinweise und Gründe, um intensiv dazu zu forschen und bisherige Ansichten zu prüfen. Das sind wir auch den zehntausenden Menschen schuldig, die in den unterirdischen Fabriken unter schlimmsten Umständen als Arbeitssklaven zugrunde gerichtet wurden und starben“.

Ein Sendetermin für die ZDF-Dokumentation steht noch nicht fest.

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 - 70 - 16100, und über http://pressefoto.zdf.de/presse/sanktgeorgen

http://twitter.com/ZDF



Mainz, 30. Dezember 2014

ZDF Presse und Information

Telefon: 06131 – 70 - 12121

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Mehr unter: Quelle: https://presseportal.zdf.de/pm/die-such ... en-der-ss/ 02.02.2015

Mit Fotos, ...

Die Suche nach Hitlers Bombe - Geheime Unterwelten der SS
Neue Funde und Erkenntnisse bei Recherchen für ZDF-Filmprojekte

Bei Recherchen für zwei ZDF-Dokumentationen zu ungeklärten „Geheimnissen des Dritten Reiches“ ist der österreichische Filmautor Andreas Sulzer auf bislang unbekannte Fotos u. Dokumente gestoßen. Sie sprechen dafür, dass die unterirdischen Anlagen bei St. Georgen an der Gusen (bei Linz), die vor Kriegsende der Produktion von Geheimwaffen dienten, weitaus größer waren als bislang angenommen. Das vermutete unterirdische Labyrinth soll die Ausmaße der bekannten Untergrundfabrik „B8 Bergkristall“ bei weitem übertreffen. Das Thema schlägt hohe Wellen in der Presse. (Der Sendetermin ist noch offen).

Wie groß war der unterirdische Militärkomplex wirklich?

Der Bürgermeister der Stadt St. Georgen sowie Vertreter des „Gusen-Gedenkdienstkomitees“, das sich der Erinnerung an die Opfer des Konzentrations- und Zwangsarbeitslagers Gusen widmet, hatten für den 21. Januar 2015 zu einer Pressekonferenz eingeladen, um dem umstrittenen Thema ein Forum zu bieten. Auf wie vielen unterirdischen Ebenen wurden in dem einst streng abgeschirmten Militärkomplex tatsächlich geheime Rüstungsgüter hergestellt und welche über die schon bekannten hinaus? Forschungsergebnisse wurden präsentiert.

In offiziellen Unterlagen ist das Stollensystem nur eingeschossig ausgewiesen.

Ein Foto aus den 60er Jahren, das zum Pressetermin veröffentlicht wird, (über ZDF-Bilderdienst erhältlich), belegt, dass es sich hier um eine mehrgeschossige Anlage handelt. Das bestätigen auch Zeitzeugenaussagen.

Auch jüngere Geoelektrik-Messungen deuten darauf hin, dass es bislang unbekannte unterirdische Anlagen gibt. Die Diplom-Geologin Birgit Kühnast führte die Untersuchungen durch: „Wir haben eindeutig Stollenstrukturen sowie rechteckige Komplexe festgestellt. Bei Grabungen fand man Beton- und Granitkonstruktionen, die mit den Stollen in Verbindung stehen könnten“. (Grafik-Beispiel über ZDF-Bilderdienst erhältlich). Die Grabungen, die von den Behörden inzwischen gestoppt wurden, hatte Andreas Sulzer im Dezember initiiert, dabei wurde beim Schützenhaus von St. Georgen ein befestigter Eingangsbereich freigelegt.
Ein bislang unveröffentlichtes Gutachten zur möglichen Eignung der Gusener Stollen für eine atomare Endlagerung aus dem Jahr 1968 weist auch Areale einer 2. Etage aus, die kurz vor Kriegsende versprengt wurden und deshalb „nicht begehbar“ sind. „Die gesamte Stollenkubatur (betonierte Stollen)“, heißt es in dem Dokument, „beträgt mehr als 100.000 Kubikmeter, die der Sandstollen schätzungsweise 200.000 Kubikmeter“. Bisher ging man von einem weitaus kleineren Areal aus, das vor allem dem Bau von Messerschmitt-Düsenjägern gedient haben soll.

Robert Zellermann, international ausgewiesener Experte für Luftbildauswertung und Kampfmittelräumung, sieht Anhaltspunkte für einen weiteren Verwendungszweck der bislang nicht identifizieren Anlagen: „Teile von deutschen Raketenabschussbunkern in Frankreich und Thüringen erscheinen baugleich mit den Strukturen auf den Kriegsluftbildern von Gusen (sog. Oktogon). Offensichtlich ist Gusen ein Standort für eine vergleichbare Anlage mit all den dazugehörenden Nebenanlagen im weiteren Umfeld“.
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Re: Bergkristall - Suche nach Nazi-Stollen

Beitragvon TÜP » Montag 2. Februar 2015, 21:03

Gott hat nicht den Menschen erschaffen, sondern der Mensch erschuf Gott «nach seinem Bilde».
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