"Hitleras Eyes" bei Sibenik, Kroatien

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"Hitleras Eyes" bei Sibenik, Kroatien

Beitragvon Augustiner » Dienstag 9. Juni 2020, 19:53

@ PeKe

Wir sind am 30.05. hier bei Trogir angekommen und die Autofahrt war verblüffend stressfrei. Die Österreicher, die Slowenen und die Kroaten haben uns an den Grenzen durch gewunken. Die einzige Schwierigkeit war die Ausreise aus dem Freistaat Bayern, denn Söders Grenztruppen hatten nur einen Fahrstreifen offen - also standen wir sinnlos eine Stunde in der Natur rum; durch gewunken wurden wir trotzdem. Unsere Ausweise mussten wir nur kurz den Kroaten zeigen.
Einfach überall nur herrlich leere Autobahnen, ein Traum für jeden deutschen Autofahrer oder für Greta Th..

In Kroatien ist Corona scheinbar nicht so präsent, man trinkt viel Sljivovica und auch Rakija, das hält gesund, man kann es auch in den Tank füllen. Möglicherweise erreicht man dadurch aber erst auch gar nicht das Alter, um zur Risikogruppe zu gehören [c-c-c]

Heute waren wir also bei "Hitleras Eyes" am Sv. Ante-Kanal, dem einzigen Wasserweg der Hafen- und Werftstadt "Sibenik" ins offene Meer.
Der Sage nach, soll es sich um einen deutschen U-Boot-Tunnel handeln. Die vorhandenen Schautafeln lassen den Interessierten aber weitgehend ratlos zurück.
1930 militärische Installationen der jugoslawischen Armee zum Schutz von Sibenik, 1941 durch italienische Besatzer übernommen und weiter ausgebaut. Also ein deutsches U-Boot passt dort sicher nicht durch.
Die Länge des Tunnels ist ca. 270 m, bogenförmig an der Ein- und Ausfahrt, ca. 100 m verlaufen im Tunnel geradlinig, die Breite ist vielleicht 20 m. Die Wassertiefe ist nicht abzuschätzen und die Strömungsgeschwindigkeit nicht zu unterschätzen. Keine Ahnung, wie man sowas überhaupt bauen kann.
Für mich ist das eine Art Bypass an einer Minen-Sperre vorbei, egal von wem und wann gebaut.
Unter Tito besaßen die Jugoslawen auch sog. Klein-U-Boote - wäre noch eine Variante.
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Re: "Hitleras Eyes" bei Sibenik, Kroatien

Beitragvon kps » Sonntag 14. Juni 2020, 17:39

Sehr interessant. Ich habe mal etwas dazu gegoogelt. Es gibt er Berichte über Schwimmer durch den Tunnel.

Der Tunnel bzw. Bunker soll halbkreisförmig in den Fels geschlagen worden sein und hat somit einen Ein- und einen Ausgang. Begonnen worden soll er durch die Wehrmacht bzw. Deutsche Marine. Daher die Bezeichnung Augen wegen Ein- und Ausgang an der Wasseroberfläche.

Bei Unterirdisch.de gibt es einen Bericht, dass die U-Boote in dem Bereich nicht 50 bis 100 Meter lang waren sondern nur 20 Meter. Aus diesem Gesichtspunkt macht die Krümmung schon SInn, damit die Boote - egal welche - rein und auch wieder raus fahren konnten ohne zu drehen.

https://unterirdisch.de/index.php?threa ... enik.8501/

Weitere Fotos:
http://www.kroatien-reiseberichte.info/ ... 6b/18.html

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Re: "Hitleras Eyes" bei Sibenik, Kroatien

Beitragvon kps » Sonntag 14. Juni 2020, 18:21

Hier ist die Rede von einem U-Boot von 35 m Länge.

Deutsches Nazi-U-Boot vor kroatischer Küste entdeckt
https://www.welt.de/vermischtes/article ... deckt.html

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Re: "Hitleras Eyes" bei Sibenik, Kroatien

Beitragvon Augustiner » Montag 15. Juni 2020, 19:01

kps hat geschrieben:Weitere Fotos:
http://www.kroatien-reiseberichte.info/ ... 6b/18.html
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Diese Webseite ist super, die Fotos mit Bedacht und in ausgezeichneter Qualität gewählt.

Unweit von Hitleras Eyes räkeln sich noch allerlei andere Anlagen. Ähnlich wie in Italien oder Frankreich lässt man Geschichte begeh- und greifbar. Es kann dabei aber auch passieren, dass man sich unvermittelt 4 m tiefer mit Genickbruch wieder findet; Sicherheit ist ein Fremdwort.
Der Drahtverhau muss neueren Ursprungs sein, um Hobbyskippern die Durchfahrt oder die Übernachtung zu verwehren; die Herstellung des Verhaus ist mir ein Rätsel.
Tatsächlich gibt es ein Nazi-U-Boot mit nur ca. 40 m Länge, auch irgendwelche Schnellboote wären denkbar. Da mein kroatisch so gut wie mein chinesisch ist, kann ich trotzdem dieser Variante nicht folgen, ich tippe mal auf jugoslawisch.

Bei der Rückfahrt wurden wir nur bei der Ausreise aus Kroatien und bei der Einreise nach Slowenien kontrolliert. Der österreichische Zoll war gerade beim Mittagessen und die deutschen Grenztruppen bestanden aus 2 ca. 25 jährigen hübschen Mädels. Immerhin hatte jede eine Uzi oder Kalaschnikov umhängen - leider wollten sie uns auch nicht näher abtasten.

Nachtrag: auf Ösi-Autobahn kostet der Liter Super 1,48 €, fährt man 100 m abseits (ähnlich wie Rasthöfe) kostet der Liter 1,03 € - man kann also mal gut 20 € sparen - Daumen nach unten.
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Re: "Hitleras Eyes" bei Sibenik, Kroatien

Beitragvon PEKE » Dienstag 16. Juni 2020, 05:53

Die Netze sind sogenannte Torpedo Netze. Wurden beim Landgang 5m vor dem Schiff gespannt, um zu verhindern das der Aal das schiff direkt trifft
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Re: "Hitleras Eyes" bei Sibenik, Kroatien

Beitragvon Neugier » Donnerstag 18. Juni 2020, 12:09

Die Torpedonetze sind aber eine Sparvariante. Denk mal an die bei Schmiedebach. Da haben 7 Ringe ein Glied gebildet.
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Re: "Hitleras Eyes" bei Sibenik, Kroatien

Beitragvon PEKE » Donnerstag 18. Juni 2020, 14:58

das waren Kommunistische Netze, Sparnetze, Kunststoff als Ersatz gab es noch nicht,

aber Spass beiseite, Die Netze sollten doch blos verhindern, das der Torpedo das Schiff erreicht.
Im Bergbau sollten doch größere Kräfte gebändigt werden, also Tonnenschwere Steine zB.
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Re: "Hitleras Eyes" bei Sibenik, Kroatien

Beitragvon axten » Montag 22. Juni 2020, 08:11

Hey,

für mich sieht das aus wie ein Netz zum Schutz vor Steinschlag. In den Alpen, oberhalb einer Straße habe wir
mal eine Höhle gesucht. Dort war es so steil und (Ja-heute ist mir der Fehler bewusst) gefährlich, dass wir die
Rucksäcke und einen der Detektoren "abwerfen" mussten. Gefunden haben wir die Ausrüstung später in einem
dieser Netze.

Hier ein Vergleichsbild aus dem Netz.

Steinschlag.jpg



Gruß
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