A 10

Alles über die Technologie bis 1945

Moderator: Under

Beitragvon SuR » Donnerstag 11. Juni 2009, 12:01

kps hat geschrieben:
SuR hat geschrieben:...By the way: der hier genannte Dr. Hauck ist aber nicht derselbe, der beim Ohrdrufer Gespräch mit K. dabei war - oder doch?


guckst du weider forn - Diskussionsstart

Volwo hat geschrieben:Dr. Walter Hauck (UNO Kernwaffeninspekteur) am 25.6.05 in Ohrdruf:


Schade. Er hatte im Ohrdrufer Gespräch auf mich eigentlich einen guten Eindruck gemacht.

Ich will mal bloss hoffen, dass Kernwaffeninspektionen der UNO weniger Spekulation und mehr Fakten beinhalten als die obigen Ausführungen zum A10.

Kann es vielleicht auch sein, dass man Herrn Dr. Hauck gründlich mißverstanden hat?
SuR
 

Beitragvon Henry » Donnerstag 11. Juni 2009, 12:32

Kann es vielleicht auch sein, dass man Herrn Dr. Hauck gründlich mißverstanden hat?

Das werden wir jetzt feststellen ! Ich nehme an das er es eher allgemein und unverbindlich gemeint hat .
Gruß Henry
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Beitragvon kps » Donnerstag 11. Juni 2009, 13:18

SuR hat geschrieben:Schade. Er hatte im Ohrdrufer Gespräch auf mich eigentlich einen guten Eindruck gemacht.


Volle Zustimmung - mit beiden Füßen auf dem Boden. Volwo fragte damals glaube erst nachträglich im Forum, weil ihm das Zitat beim Schreiben des Artikels für die GTGJ Zeitschrift ins Auge sprang. Volwo hatte gefilmt und hat es daher wörtlich.

MfG
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Beitragvon Volwo » Donnerstag 11. Juni 2009, 13:41

kps hat geschrieben:... Volwo fragte damals glaube erst nachträglich im Forum, weil ihm das Zitat beim Schreiben des Artikels für die GTGJ Zeitschrift ins Auge sprang. Volwo hatte gefilmt und hat es daher wörtlich.
MfG
kps


Hallo Leute,
zu meinem Eingangsbeitrag
Volwo hat geschrieben:Dr. Walter Hauck (UNO Kernwaffeninspekteur) am 25.6.05 in Ohrdruf:

"...ein offensichtlich handfester Beweis glaube ich für das Vorhandensein einer Kernwaffe scheint in Peenemünde zu stehen, nämlich die A 10,
denn ich gehe davon aus, man entwickelt kein Trägersystem ohne eine entsprechende Waffe zu besitzen...
"
...


hier das Tondokument:
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Beitragvon Mac58 » Donnerstag 11. Juni 2009, 19:12

Henry hat geschrieben:Das Projekt A10 gab es schon 1939, zu diesem Zeitpunkt gab es gerade mal die theoretischen Grundlagen für so etwas wie eine Atombombe.
Es mag ja so sein das die deutschen vor dem 1.9.1939 wussten das sie Polen angreifen werden, wussten sie aber auch das sich daraus der zweite Weltkrieg entwickeln wird ?
Wenn 1939 feststand das die USA angegriffen werden sollte und dis am besten mit einer Atombombe , dann kann natürlich nicht ausgeschlossen werden dass, das A10 wohl als geeignetes Trägersystem hierzu entwickelt werden könnte !
Ab wann hat man eigentlich mit der Entwicklung einer Atombombe angefangen ?


1.
Die theoretischen Grundlagen für die Kernspaltung wurden Anfang der durch Rutherford Anfang des letzten Jahrhunderts gelegt. Wenig später wurden auch schon die ersten Überlegungen angestellt, eine Kernspaltung für kriegerische Zwecke zu verwenden.
Mit der ersten erfolgreichen Kernspaltung 1938 wurde unter Fachleuten schnell klar, welche Büchse der Pandorra geöffnet worden war. Schon Anfang 1939 wurden die Amerikaner von den Entdeckungen in Deutschland unterrichtet (Bohr, Einstein).
Schon 1939 wurde das Reichwehrministerium darauf hingewiesen, daß die neuesten Ergebnisse der Kernphysik einen Sprengstoff ermöglichen könnten.
1942 wurde in den USA die erste Kettenreaktion erzeugt. Im gleichen Jahr startete das Atombombenprojekt der USA.

2.
Die Deutschen wußten definitiv vor 1939, daß Polen engegriffen werden sollte. Man brauchte nur mal in den "Mein Kampf" zu schauen mit seinem Gequase vom Lebensraum im Osten und dem germanischen Herrenmenschen. Erscheinungsdatum: 1925

3.
Es ist nicht bekannt, daß Hitler vorhatte, rel. schnell die USA anzugreifen, da dies nicht in seine Pläne vom Lebensraum im Osten paßte. Die Kriegserklärung erfolgte Ende 1941 eher auf Grund der starken Unterstützung der USA an Großbritannien.

Ob es einen Zusammenhang zwischen dem Entwurf einer A10 und der einer möglichen Atombombe geben könnte, ist Spekulation, die bewiesen/untermauert werden muß, zumal es mit der Bombe nicht so klappte (glücklicherweise!), und man sich bei den Raketen auf die A4 konzentrierte.
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Beitragvon Mac58 » Donnerstag 11. Juni 2009, 19:17

Henry hat geschrieben: ... es wundert mich halt immer wider mit wie fiel Naivität vermeintliche Fachleute aussagen in die Welt setzen denen es an jeglicher Qualifizierten Grundlage mangelt. Einfach ausgedrückt : „Können die nicht einfach ihre Klappe halten wenn sie keine Ahnung von der Dehnung haben ?“


Wow, die ausschließliche Ansage durch die "Wissenden" ???
Na denn Tschüss ! Meinungsfreiheit. [-I-]
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Beitragvon Henry » Donnerstag 11. Juni 2009, 22:34

Mac58 hat geschrieben:
Henry hat geschrieben: ... es wundert mich halt immer wider mit wie fiel Naivität vermeintliche Fachleute aussagen in die Welt setzen denen es an jeglicher Qualifizierten Grundlage mangelt. Einfach ausgedrückt : „Können die nicht einfach ihre Klappe halten wenn sie keine Ahnung von der Dehnung haben ?“


Wow, die ausschließliche Ansage durch die "Wissenden" ???
Na denn Tschüss ! Meinungsfreiheit. [-I-]


@Mac58

Du verstehst im Augenblick weder Zusammenhang noch Sinn meiner Frage, die du von Punkt 1 bis 3 sachlich korrekt aber ebenso unnötig beantwortet hast. Historische Ereignisse sind in ihrem Ablauf festgeschrieben und lassen daher keinen Spielraum für persönliche Interpretationen, folglich gibt es die Freiheit der Meinung als Möglichkeit Einfluss auf den Ablauf eines Ereignisses zu nehmen nicht da dieser in die Zukunft gerichtet ist. Geschichte ist aber Vergangenheit ! So manch einer meint durch zusammenmischen von Nitro- Verdünnung und Glycerin bekäme man Nitroglycerin, diese Denkweise entspricht in etwa dem versuch ohne Sachkenntnis einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung des A10 und der Atombombe zu konstruieren. Mann sollte so etwas unterlassen wenn man sich nicht lächerlich machen möchte . Das wäre meine MEINUNG, wo wir mal wider bei grundsätzlichen Fragen wären, diese zu diskutieren ich aber Mühsieg bin !

Gruß Henry
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Beitragvon Ingwer » Freitag 12. Juni 2009, 20:32

Ich respektiere den Fachmann in diesen Fragen und bilde mir
trotzdem eine eigene Meinung, ohne zu schauen, ob der verwendete
Dichtungsring von...der Din-Norm entspricht!

Henry: Die Zeitungen der "Ami's" reden in entsprechender Zeit eine klare Sprache.
Dies ist aber nicht der einzige Punkt.

Wenn man im Urlaub zufällig auf Fachleute trifft, findet man ähnliche
Aussagen.
d.h: Die Technik war weit fortgeschritten in jener Zeit.
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Beitragvon Henry » Freitag 12. Juni 2009, 21:31

Um nicht noch einen Irrtum hinzu zufügen: Selbstverständlich darf und sollte sich jeder eine Meinung über mögliche Antworten auf Fragen bilden, das gehört zum Lösungsfindungsprozess. Wie schon geschrieben, sind wir wider bei den Grundsatzfragen die wir schon einmal Diskutiert haben ! Eine Meinung b.z.w. geäußerte Hypothese ist durchaus statthaft wen Sie auf fundierte Grundlagen aufbaut, das ist nun nicht mein Problem.
Wenn es aber offensichtlich so ist das greifbare Erkenntnisse ignoriert werden und quasi aus der holen Hand Spekulationen einen Wert durch das vermeintliche Gewicht eines Namens bekommen soll, dann bekomme ich graue Haare ! Es ist schlich unseriös öffentlich einen Zusammenhang zu vermuten wenn man keine Kenntnisse besitzt die einem dazu befähigen .
Aber das hab ich über die Jahre nun oft genug geschrieben, daher beende ich für mich diese Diskussion.

Gruß Henry
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Beitragvon Volwo » Freitag 12. Juni 2009, 21:39

Mac58 hat geschrieben:
Henry hat geschrieben: ... es wundert mich halt immer wider mit wie fiel Naivität ...

Wow, die ausschließliche Ansage durch die "Wissenden" ???
Na denn Tschüss ! Meinungsfreiheit. [-I-]


Na ja- Henry ist halt DER Experte in Sachen A4 und so, dem vertraue ich z. B. im Prinzip blind. Nur manchmal knistert bei ihm halt die Hutschnur,
wie sagt man so schön?: Rau (jetzt ohne h) aber herzlich!
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Beitragvon Ingwer » Freitag 12. Juni 2009, 22:11

@Henry,

Nein - Das sollte keinesfalls gegen Deine Autorität gehen!

Ich bin ein Verfechter der Meinungsvielfalt und nur diese sollte auch das Miteinander sichern.
Auch am Bodensee haben durchaus Leute eine abweichende Meinung.
Ich reduziere es auf Folgendes ohne Anspruch:

Vieles deutet darauf hin, das die Technik damals weiter war, als zugestanden.
Selbst wenn nicht, wäre es auchg kein Beinbruch, da der Kuchen schon lange verteilt ist!

Und: Auch eine Welt ohne Waffen ist durchaus eine lebenswerte Welt!
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Beitragvon Mac58 » Samstag 13. Juni 2009, 12:40

Henry hat geschrieben: Historische Ereignisse sind in ihrem Ablauf festgeschrieben und lassen daher keinen Spielraum für persönliche Interpretationen, folglich gibt es die Freiheit der Meinung als Möglichkeit Einfluss auf den Ablauf eines Ereignisses zu nehmen nicht da dieser in die Zukunft gerichtet ist.
So manch einer meint durch zusammenmischen von Nitro- Verdünnung und Glycerin bekäme man Nitroglycerin, diese Denkweise entspricht in etwa dem versuch ohne Sachkenntnis einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung des A10 und der Atombombe zu konstruieren. Mann sollte so etwas unterlassen wenn man sich nicht lächerlich machen möchte . Das wäre meine MEINUNG, wo wir mal wider bei grundsätzlichen Fragen wären, diese zu diskutieren ich aber Mühsieg bin !


Bzgl. der Festschreibung und Nichtinterpretationsfähigkeit von historischen Ereignissen teile ich Deine Meinung nicht.
Die Geschichte ist keine Naturwissenschaft und selbst diese läßt Interpretationen immer wieder zu.
Das macht gerade den Reiz einer Wissenschaft aus, daß sich weiterer Erkenntnisfortschritt durch permantes Hinterfragen von Selbstverständlichkeiten/vermeintlich sicherem Wissen letztendlich doch durchsetzt.

Beispiele für geschichtliche Ereignisse mit Interpretionmöglichkeiten:
- Hintergründe der Ermordung/Todes von JFK, Monroe, R. Wallenberg

Beispiele für Ereignisse in der Naturwissenschaft, bei denen entsprechende Diskussionsbeteiligte "ans Kreuz genagelt" wurden:
- astronomisches Weltbild
- Phlogistontheorie
- Cold Fusion

Wir können immer nur gucken, ob eine neue Idee entsprechend untermauert werden kann, durch Dokumente, Messungen, Experimente... Plausibilitäten. Dies kann nur im Kreise mehrerer geschehen; am besten mit sehr unterschiedlichen Zugängen zum Thema. Dies ist aus meiner Sicht eine der Stärken dieses Forums.
Abgesehen davon, denke ich, zollen Dir alle hier im Forum den vollen Respekt (siehe Volwo).

So fängt denn alle menschliche Erkenntnis mit Anschauungen an, geht von da zu Begriffen und endigt mit Ideen. (I. Kant)
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Beitragvon Henry » Samstag 13. Juni 2009, 15:28

Möchtest du mich auf die Palme bringen ?

Wenn ich eine Flasche Nehme und die auf den Boden fallen lasse, so das sie zerbricht, dann ist das anschließend ein Ereignis das genau so geschehen ist. Wenn jemand nun darstellen möchte wie es zu der zerbrochenen Flasche gekommen ist, dann wird er aufzeigen das ich die Flasche genommen hätte, diese dann auf den Boden fallen gelassen hätte und die Flasche dabei zerbrach. Jetzt kommst du und möchtest mir weis machen das man die Sache dehnen könnte, das ich nicht die Flasche genommen hätte und diese dann Fallen gelassen hätte, nein nein! Ich habe wohl die Flasche erst auf dem Zeigefinger balanciert oder was dir so alles sonst noch einfällt ?! Wahrscheinlich war die Flasche aus Gummi und ist davon gehüpft ?
Natürlich kannst du eine Meinung haben aber 1+1 gibt 2 und nicht eventuell 3 . Das ist nachgewiesen, also kein Grund um darüber zu spekulieren ob das nun 2 oder 3 ist !

Mann , Mann jetzt ist es aber wirklich genug ! [--c--]

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Beitragvon wolle » Samstag 13. Juni 2009, 22:47

Harry nicht gleich auf die Palme gehen. HB

Es ist doch so es gibt nachweißlich Pläne für die A 10.
Wenn es wirklich strengste geheimhaltung gegeben hat weiß im endefekt nie mand was die Deutschen alles vernichtet haben beim Rückzug Stimmt es oder nicht.
wer weiß genau was vieleicht schon gebaut wurde oder nicht.Es gab ja die strategie der verbrannten erde auch wurden viele unterlagen beim rückzug verbrant stell dir vor wir würden über all diese Unterlagen verfügen die zersteurt wurden wir wären heute schlauer was sie geplant oder auch verwirklicht haben .
Genau das ist unser Prob das wir nicht wissen was ist legende und was ist realität oder?Dann las ihn bei seinen glauben und versuche ihn von deiner meinung zu überzeugen .
Eins steht Felsen fest die deutschen haben zum Kriegsende sich an jeden Strohhalm geklammert und es wurden alle anstrengungen unternommen den krieg entscheiend zu Trehen .
kann es nicht sein das sie irgend wo einenProtootypen gebaut haben der aber nicht vertiggeworden ist ich Pers glaube nicht recht adran aber es kann auch sein das es verwirrte gemüter gegeben hat die versuchten eine A4 zu vergrößern und das jemand gedacht hat es wäre die A10 denn schaut euch die Me 262 an wie lange haten die deutschen die Technologie und wie lange hat es gedauert bis sie sie einsatzfähig hatten genau so nehme ich an das es mit der A 10 war also Pläne ja aber A10 selben KEINE AHNUNG [-<5>-] [wer.der.] [T:-I] [T:-I]
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Beitragvon rak64 » Samstag 13. Juni 2009, 23:30

Neben den Belegen die nicht gefunden wurden, gibt es noch den physikalischen Nachweis das die Amerikarakete so nicht funktionieren kann.
Man kann diese Kette auch von der anderen Seite betrachten und abschätzen was man zusammenbauen muß, um überhaupt eine funktionsfähige Amerikarakte zu bauen.
Betrachten wir die A9: Flügel liefern zu wenig Auftrieb -Reh-Zahl, Thermische und G-Belastungen sind nicht berücksichtigt, Zündung der 2. Stufe unter Schwerelosigkeit technisch nicht gelöst.
A4b: Flügelform nicht an hohe Machzahlen angepasst, eher für niedrige Überschallzahl geeignet, Überhitzung beim Eintritt sehr wahrscheinlich, Gesamtkonzept sehr wenig erfolgversprechend da aerodynamischer Auftrieb nur bis H=30km möglich.
A10: schlechtes Massenverhältnis da kein Integralbau, damit nur geringe Geschwindigkeiten möglich.

Die Schlußfolgerung technisch /physikalisch nicht möglich -> reiner Papiertiger, was mich etwas verwundert ist das die Erprobung der A4b im Januar 45. Die Verwendung eines relativ alten Projekts (lt. Dornberger), vergleiche Trapezflügel der Wasserfall ergibt keinen Sinn. Das Ergebnis dürfte von Vornherein klar sein, dürfte eigentlich keinerlei Erkenntnisgewinn gebracht haben.

Aufgrund der vielen Nebenbedingungen (kann die ja mal zusammenschreiben, wenn gewünscht) ist eine Rakete die aus der deutschen Einflußzone eher April denn März 45 ein Ziel in Amerika erreichen kann (rund 6000km Distanz) NUR ab der Größe einer Atlas oder R-7 denkbar. Darunter spielt sich nichts ab. Beide hatten einen Rumpfdurchmesser von rund 3 Metern, Integralbauweise, waren eineinhalbstufig, der Gefechtskopf bei beiden 3 Tonnen.

Ob dieses Szenario realistisch ist? Ich mag mich da nicht festlegen.

LR rak64
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Beitragvon PEKE » Sonntag 14. Juni 2009, 08:25

Amerika Rakete was heißt dass :

- eine (welch auch immer) Rakete aus rest Deutschland nach Amerika zu
fliegen zu lassen (welches Amerika - bei Penig etwa)
- oder aus Scandinavien - besetzt bis Kriegsende
- oder von Grönland aus ( Wettertrupps aus Deutschland bis 45 vor Ort )
- oder von einem U-Boot aus abgeschossen (auch mit festem Treibstoff
möglich, Versuche gab es seit 1940- erst mit Feststofftriebwerk-
Nebelwerfer - dann mit Huckepach bzw. Nachschleppen einer Startvor-
richtung)
Welche möglichkeiten es noch gab sieht man aus den sogen. Erfindungen der
USA nach 1945. Sie (die USA) hatten rüchschrittliche Entwürfe beim U-Bootbau. Auf einmal moderne Unterwasserformen, U-Boote mit Huckpack Raketen (Deutschland) , später Einbau ins Boot, einschließlich Atomantrieb. Nur die Verzögerung des Stapellaufs war Ärgerlich- mann
wartete auf einen bestimmten Moderator ( Zirkonium ) für den Reaktor,
der wegen eines gesunkenen Frachters am 10.01.1952 nich zur Verfügung war.

Der möglichkeiten gab es genug. Es muß nicht die A10 gewesen sein.
Nur ob die Zeit reichte, alles vorzubereiten- wer weis es- ich nicht.
Mir bleib nur zu suchen und die Pussel zu sammen zu setzen.
Vieleicht kommt mann dann an den Kern. Besser wäre es die Daten der
USA zu besitzen. Das wird aus vielen Gründen nicht geschehen. Wer gibt
sich als SIEGER die Blöße zu sagen, dass alles nur geklaut ist.....

MFG Peter
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Beitragvon rak64 » Montag 15. Juni 2009, 00:05

PEKE hat geschrieben:Amerika Rakete was heißt dass :

- eine (welch auch immer) Rakete aus rest Deutschland nach Amerika zu
fliegen zu lassen (welches Amerika - bei Penig etwa)
zum Glück hast Du Philadelphia nicht erwähnt. Altenhain bei Brandis wäre ein Kandidat.
- oder aus Scandinavien - besetzt bis Kriegsende

Tinn wäre da ein heißer Kandidat
- oder von Grönland aus ( Wettertrupps aus Deutschland bis 45 vor Ort )

Banak wurde November 44 verlassen
- oder von einem U-Boot aus abgeschossen

Wie sollte man die genaue Position feststellen?

Der möglichkeiten gab es genug. Es muß nicht die A10 gewesen sein.
Eigentlich hatte ich ja versucht zu sagen, die kann es auf keinen Fall gewesen sein. Wie gesagt 30m, 3 m 100 Tonnen als Minimum. Dazu Lösung des Zündungsproblems für die 2. Stufe, Integralbauweise um das Verhältnis Leer-/Treibstoffmasse akzeptabel zu behalten.
Nur ob die Zeit reichte, alles vorzubereiten- wer weis es- ich nicht.

Das ist wiederrum ist bekannt.

Vielleicht kommt man dann an den Kern. Besser wäre es die Daten der
USA zu besitzen. Das wird aus vielen Gründen nicht geschehen. Wer gibt sich als SIEGER die Blöße zu sagen, dass alles nur geklaut ist


Vergleich doch mal den Antrieb von Mx-774 und R-7, ;)

LG rak64
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Beitragvon PEKE » Dienstag 16. Juni 2009, 21:14

Hallo RAK64,

gelesen bei TM, Geheime Reichssache,

dort eine ZEUGEN-AUSSAGE über eine Rakete mit 4m Durchmesser.
Die Betankung soll 2 Tage gedauert haben.
Vielleicht kannst Du es einmal Lesen.

Mfg. PEKE
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Beitragvon Henry » Mittwoch 17. Juni 2009, 06:32

PEKE hat geschrieben:Hallo RAK64,

gelesen bei TM, Geheime Reichssache,

dort eine ZEUGEN-AUSSAGE über eine Rakete mit 4m Durchmesser.
Die Betankung soll 2 Tage gedauert haben.
Vielleicht kannst Du es einmal Lesen.

Mfg. PEKE

Darüber wurde auch schon genug diskutiert, benannter Autor ist ausreichend als Geschichtenschreiber bekannt und jene Zeugenaussage ist eben auch „eine Geschichte“.
Bevor solche Herren hier Zitiert werden bitte erst die Suchfunktion Nutzen und nachlesen was es dazu schon gibt !

Gruß Henry

http://www.gtgj.de/script/phpBB2/viewto ... ght=menher

http://www.gtgj.de/script/phpBB2/viewto ... te&start=0

http://www.gtgj.de/script/phpBB2/viewto ... e&start=15
Henry
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Beitragvon rak64 » Donnerstag 25. Juni 2009, 11:06

rak64 hat geschrieben:
PEKE hat geschrieben:Vergleich doch mal den Antrieb von MX-774 und R-7, ;)

LG rak64


vieleicht ist das hier nicht das richtige Forum für dieses Thema. hm Wo könnte man das?
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Beitragvon Edgar » Samstag 19. Dezember 2009, 21:49

Das interessierte "Forumsvolk" lese bitte mal folgendes Dokument aufmerksam durch. Besondere Beachtung verdient dabei der Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokumentes sowie die Ausführungen zur Materialeinsparung wie auch die Ausführungen zum Stand der Entwicklung und des Baues der 4b.

http://www.cdvandt.org/gKdos%202010-44.pdf



Gruß vom Edgar
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Beitragvon wolle » Sonntag 27. Dezember 2009, 23:00

Entschuldigung aber 15 Km bei einer A4b ich weiß ja nicht
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Beitragvon Henry » Freitag 1. Januar 2010, 15:56

Interessantes Dokument, leider ohne Quellenangabe ( Archivsignatur ) .
Was da drinsteht ist aber nun nicht unbedingt neu !

Auf jeden Fall ist das Dokument echt und die Inhalte decken sich mit meinen Unterlagen.
Zu dem Vortrag von Generalmajor Rossmann ist zu ergänzen das er natürlich nur das Berichtet was man im berichtet hat. Daraus ergibt sich das die Angaben auf Seite 7 , zum „Gegenwärtigen Stand“ den Bastardgerätes tatsächlich 5 im Bau waren . nach der Planung sollte eines am 1.12.44 fertig sein . Wahrscheinlich handelt es sich um das Gerät G1 das am 27.12.1944 gestartet wurde. Die Bastartgeräte mit Trapezflügel, die sich in Vorbereitung befanden sollten mit dem ursprünglichen A9 Heck ausgestattet werden. Im Bericht heißt es „Ergänzungen“ oder „Besonderes Heck“ b.z.w. auf Seite 11 wird ein A4b Holzmodel angesprochen das mit solch einem Heck ausgestattet wurde. Das Modell entspricht dem Muster A4 V12c , also dem A9 . Auf meiner Webseite ist solch ein Model dargestellt.
Das es im Bericht „Holzmodell“ heißt, schließt nicht aus das es sich dabei um ein 1:1 Modell handelt das aus Originalteilen besteht, die Änderungen aber aus Holz sind .
Das angesprochene A4b mit Trapezflügel hat die Zeichnungsnummer B 2092 B und ist der Ausführung A4/F2/L1/R3 Die Teile wurden nicht mehr gebaut !

Gruß Henry
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Beitragvon PEKE » Freitag 1. Januar 2010, 21:24

Hallo Henry, das Dok. S11-mitte - dort steht sinngemaß, das mann nach dem
Start die Stelle des Bahndammes begutachtete, d.ß. dass mann ein Gerät
von einem Bahnwagon startete. Für sieht es nach einer A4B Rakete aus.
Es sollten 5 St. vor dem Serienbau getestet werden, wenn ich richtig
gelesen habe.

Mfg. Peke

PS: gibt es am Bodensee bei Dir eine Museum, zu diesen Techn. Unterlagen -
wie Schnittmodelle, Schriftstücke und Dokus - ähnlich Peenemünde ?
Ich arbeite in " BC "
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Beitragvon Henry » Freitag 1. Januar 2010, 23:25

Wie ich schon geschrieben habe sind die Angaben korrekt, nur eines hast du falsch gelesen !

Zitat :
„Im Anschluss an diese Vorträge wurde auf der Umgehungsstrasse von Karlshagen I zur ehemaligen Siedlung aufgebaute Anlage für Voll- Eisenbahnschiessen und Schiessen teils E teils mot. Besichtigt. Während der Vorbereitungen für einen Abschuss von der Voll-E-Anlage ...... Der Abschuss des Gerätes von der Voll-E-Anlage verzögerte sich infolge eines Zündversagens... „ u.s.w.

Es handelte sich bei diesem Start um eine gewöhnliche A4 mit der Mittelwerksseriennummer MW 19301 die am 4.12.1944 dort gestartet wurde, der Start ist dokumentiert !

Auf Seite 7 der Vortragsnotiz vom 4.12.1944 steht im übrigen eindeutig : Der Verschuss eines A4b-Gerätes soll baldmöglichst erfolgen.
Also sicher nicht am gleichen Tag des Vortrages !

Zu deiner Frage nach Museen am Bodensee ähnlich Peenemünde, wirst du wohl das HTI meinen ? Es gibt in meiner nähe nur das Bundesarchiv in Freiburg ca. 180 km und das Archiv des DM in München ca. 200 km. Dazwischen mein eigenes kleines Archiv, das nach 10 Jahren sammeln nah an das des HTI rann kommt aber nicht öffentlich ist .


Gruß Henry
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