Northrop Grumman baute und testete Horten 229 Modell in 2008

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Northrop Grumman baute und testete Horten 229 Modell in 2008

Beitragvon hurryup » Samstag 20. November 2010, 12:03

Hi

war gerade hier im TV,National Geographic Beitrag zur Horten 229 und darueber,wie Northrop Grumman (die <Erfinder> des B2 Bombers) ein 1:1 Modell nachbauten und es einem zeitgenoessischem RADAR Test unterzog. FAZIT: Stealth Bomber,waere unerkannt nach England durchgekommen. AUsserdem wurde erwahnt,dass Hitler ueberzeugt war,bis 1946 eine A-Waffe zu haben.

Ein paar pics:

http://channel.nationalgeographic.com/s ... 240768.jpg

http://channel.nationalgeographic.com/s ... 240768.jpg

http://channel.nationalgeographic.com/s ... 240768.jpg

http://channel.nationalgeographic.com/s ... 240768.jpg

Artikel in Englisch:

http://www.irconnect.com/noc/press/page ... l?d=167827

Bis die Tage

J
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Beitragvon Edgar » Samstag 20. November 2010, 15:20

Spitzenmäßig. In Deutschland aus Kostengründen und aus "Bäääh"-Gründen für alle Dinge dieser Zeit undenkbar.

Bei allem Enthusiasmus zum originalgetreuen Nachbau dieses Fluggerätes ist es mir unverständlich, aus welchem Grund da zwei Banner mit der Swastika rumhängen...

Oder ist die Location gleichzeitig Filmkulisse für den neuen Flugscheibenfilm
gewesen?

Gruß Edgar
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Beitragvon Edgar » Samstag 20. November 2010, 15:22

Entschuldigung. Eben erst den Text gelesen. Damit hat sich meine Frage erledigt :D

Gruß Edgar
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Beitragvon bobo » Sonntag 21. November 2010, 22:23

@Edgar: Auf den Film mit Götz Otto freue ich mich auch schon und kann es kaum erwarten. Wäre der Hammer, würde das Tal auch noch in den Film Einzug halten ;) - so ein Nachschub-Depot im Bienstein ;)

Leider geht aus dem Bericht nicht hervor, ob das Teil flugfähig wäre. Meine nicht auf das Original bezogen - sondern auf den 1:1-Scale.
Wenn ja, würde mich interessieren, welche Triebwerke in das Modell Einzug gehalten haben. Denke aber auch, das ein Ami sich bestimmt nicht traut, das Teil ohne FlyByWire durch die Luft zu jagen.

Leider empfange ich den Channel nicht, würde mich aber mehr als erkenntlich zeigen, würde einer der hier mitlesender Userschaft den Stream auf DVD mit zu saugen.
MfG BOBO
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Beitragvon Edgar » Montag 22. November 2010, 00:17

Das GO-Zeugs machte zwar ein paar Probleme, war aber mit der nötigen Vorsicht durchaus fliegbar. Nur eben nicht gerade von den zu der Zeit verfügbaren Flug-Pimpfennder "letzten Reserve". Ich habe in den 90ern Nurflüglermodelle durchaus stabil fliegen sehen (Wasserkuppe, fast 3m Spannweite).

Gruß vom Edgar
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Beitragvon bobo » Montag 22. November 2010, 02:07

Edgar hat geschrieben:Das GO-Zeugs machte zwar ein paar Probleme, war aber mit der nötigen Vorsicht durchaus fliegbar. Nur eben nicht gerade von den zu der Zeit verfügbaren Flug-Pimpfennder "letzten Reserve". Ich habe in den 90ern Nurflüglermodelle durchaus stabil fliegen sehen (Wasserkuppe, fast 3m Spannweite).

Gruß vom Edgar
Klar, da gebe ich Dir vollkommen Recht. Und wenn man keinen Strömungsabriß mutwillig in Kauf nimmt, dann sind die Teile recht stabil.
Schwierig wird´s halt, trudelt ein Nurflügler. Den bekommt man fast nur noch mit der Brechstange dann raus.
MfG BOBO
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Beitragvon Edgar » Montag 22. November 2010, 10:23

Hab mal auf den Seiten von National Geographics gestöbert und noch weitere Infos zur Horten gefunden:

http://channel.nationalgeographic.com/e ... b-Overview

und

http://channel.nationalgeographic.com/c ... ime-4.html
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Beitragvon bobo » Montag 22. November 2010, 23:15

...ach, Du bist ein Schatz!
MfG BOBO
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Beitragvon wolle » Sonntag 12. Dezember 2010, 16:45

Die Horten ist geflogen gibt sogar Filmaufnahmen
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Beitragvon Varga » Sonntag 12. Dezember 2010, 22:42

wolle hat geschrieben:Die Horten ist geflogen gibt sogar Filmaufnahmen

Wann und wo?
Oder habe ich etwas übersehen?


Gruss
Varga
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Beitragvon bobo » Montag 13. Dezember 2010, 08:06

Her mit dem Video - das will ich auch sehen.
MfG BOBO
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Beitragvon Volwo » Montag 13. Dezember 2010, 10:44

wolle hat geschrieben:Die Horten ist geflogen gibt sogar Filmaufnahmen


Mercedes-Diesel hat geschrieben:Heir noch ein schönes Video der Flugtest`s der Ho 2 ohne Antrieb in 1935
http://www.youtube.com/watch?v=GjXr5w3M4mc
LG
Andreas


Rakete hat geschrieben:Mit dem ersten Prototyp wurden nur Gleitversuche gemacht.

Der zweite Prototyp ist mit eigenen Triebwerken geflogen und am 18.02.1945 abgestürzt. Der Pilot ist dabei ums Leben gekommen.
Hier findest Du die Geschichte und Bilder dazu:
http://www.cockpitinstrumente.de/Flugze ... unfall.htm

Vom dritten Prototyp steht der Rumpf in den USA.
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Beitragvon Edgar » Montag 13. Dezember 2010, 14:02

Jaja Volwo, das ist ja bekannt. Jetzt geht's aber um das neue, das nachgebaute Teil |:)

Gruß vom Edgar
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der Nachbau ist nicht flugfaehig

Beitragvon hurryup » Dienstag 14. Dezember 2010, 03:39

Hi

in der Dokumentation,die ich zum Nachbau gesehen habe,wurden Dummy-Triebwerke eingebaut,die optisch richtigen Triebwerken aehneln sollten. Um die Radar-Reflektion des Originals zu erhalten,wurden Metallteile fuer die Dummy-Triebwerke verwendet. Geflogen ist das Teil nicht und wuerde auch einen Flug nicht ueberstehen.Die Modellbauer lagen im Zeitplan hinterher,und zuletzt wurde das alles recht schnell zusammengetackert und geleimt. Was getestet wurde war die Stealth-Faehigkeit,weiter nichts..

Gruesse J
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Beitragvon svenk3 » Donnerstag 30. Dezember 2010, 13:10

Wenn ich mir so manche Entwicklungen der letzten 100 Jahre ansehe, dann frage ich mich ob man in den letzten 50 Jahren nicht weiter gekommen ist????
Oder wir wissen es einfach nur nicht.
Flugzeuge, nicht wesentlich verändert
Raketen, nicht wesentlich verändert
Auto, nicht wesentlich verändert
Eisenbahn, nicht wesentlich verändert
Doch eins hat sich wesentlich verändert, der Preis für diese Dinge ist gestiegen und die Grundlegenden Dinge gehen immer schneller kaputt.
Aber das liegt wohl daran das man die Ingeneure dran setzt raus zu finden das die Teile blos nicht lange halten.
Eben nix mehr mit Deutscher Wertarbeit, das fertige Produkt wird immer teurer und die einzelnen Teile immer billiger....
Ja die alten Werte zählen halt nicht mehr, heute zählt nur noch der Aktienkurs und sonst nix.
Nun zum Thema zurück, super Teil, ob man es in einem Film fliegen sehen wird?
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Beitragvon Luchs » Donnerstag 30. Dezember 2010, 15:31

svenk3 hat geschrieben:Flugzeuge, nicht wesentlich verändert
Raketen, nicht wesentlich verändert
Auto, nicht wesentlich verändert
Eisenbahn, nicht wesentlich verändert

So'n Quatsch. Betrachtest Du mal ernsthaft den technischen Fortschritt der letzten 50 Jahre, hat sich mehr verändert, als hunderte Jahre zuvor. Effizienz, Antriebstechnik, und und und... Wenn Du natürlich jedes Deiner Beispiele nach dem Äußeren beurteilst, hast Du Recht. Es sind Formen entstanden, die einen optimalen Kompromiß zwischen cw-Wert und Nutzvolumen bilden. Deshalb sind Flieger und Raketen pfeilförmig, deshalb werden sich die Autos äußerlich immer ähnlicher. Es ist der selbe Grund, warum Fische und Vögel ihre Form seit Jahrmillionen nicht wesentlich verändert haben. Was sind Deine Vorstellungen von "wesentlichen Veränderungen"?
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Beitragvon kawumm » Freitag 31. Dezember 2010, 06:14

@svenk3

Früher brauchte ein Flugzeug fast zwei Stunden für den Überflug des Ärmelkanals; heute braucht ein Flugzeug knapp vier Stunden von Paris nach Amerika (Concorde) bei einer Reisegeschwindigkeit von Mach2,5.
Früher raste man mit einem 10 PS-Auto mit 25km/h durch die Gegend;
heute sind die Hersteller schon bei 800PS angelangt.
Früher war bei ca. 1000kg "Nutzlast" einer Rakete (V2) Schluß; heute transportiert man 70t.
Früher war man bei der Eisenbahn nicht mal sicher, ob ein Mensch überhaupt das Tempo 20 überlebt; heute rast ein Zug mit 400km/h übers Land.
Früher war der erste Computer so groß wie ein Einfamilienhaus; heute hälst Du ein Handy in der Hand, -der ein Computer ist.
Ist das kein Fortschritt?
Im gewissen Sinne hast Du aber recht. Das Auto hat immer noch vier Räder und einen Motor; das Flugzeug hat immer noch zwei Tragflächen;
die Eisenbahn fährt immer noch auf Schienen.

MfG kawumm
Ich habe einen Plan! Dazu brauchen wir... .
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Freitag 31. Dezember 2010, 12:40

kawumm hat geschrieben: ....heute braucht ein Flugzeug knapp vier Stunden von Paris nach Amerika (Concorde) bei einer Reisegeschwindigkeit von Mach2,5.


:D leider nicht mehr.... ausgesondert seit dem Crash bei Paris. Eines der letzten Exemplare im Technikmuseum Sinsheim zu Bewundern.
Horst, einen Überschallflieger in der zivielen Luftfahrt gibt`s nicht mehr ...leider. Die Concorde hatte übrigens in Deutschland Lande / Startverbot....sie war den Behörden einfach zu laut.

Euch allen einen guten Rutsch
Andreas
Grüße Andreas

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Beitragvon svenk3 » Montag 3. Januar 2011, 12:29

Ich meine ja speziell die Etnwicklung nach 1945, und da sind die Sprünge ja nun nicht so riesig, im Gegensatz zu den 50 Jahren davor...
1936 zB das erste Videotelefon, auch in der Zeit, erste Dampflok mit über 200 Kmh, Raketen die bis in das All fliegen konnten, Autos die die 300 knackten und Flugzeuge mit Düsenantrieb aber ja noch nicht mit Mach 2 und mehr...
Man söllte auch mal beachten aus welcher Zeit die "Neuen Entwiklungen " stammen, oftmals kurz nach dem Krieg.
Und das beste Beispiel für mich, auch wenn ich jetzt gesteinigt werde, die perfekte Kopie des Horten Nurflüglers, die B2 natürlich von den Amerikanern erfunden, für mich ist das eine perfekte Kopie mit besserer Technik im Inneren.
das schlimme ist nur die Entwicklungen der heutigen Zeit haben es sehr schwer weiter zu kommen... Grund: Lobbyisten.
Und wir erfahren ja auch immer nur die halbe Wahrheit, wenn überhaupt.
Dazu ist auch noch zu beachten unter welchen Bedinngungen man damals diese Dinge baute und unter welchen heute.... Die Produktionsverfahren sind doch heute deutlich einfacher und trozdem wurde damals das geleistet, ergo sind die Entwicklungen doch nicht soooo riesig.
Der entscheidene Fortschritt heute liegt ja ehr in der Elektronik.
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Beitragvon Luchs » Montag 3. Januar 2011, 13:13

Ich will Dich nicht steinigen :D, aber Dein bestes Beispiel zeigt gerade Dinge auf, die vor 70 Jahren undenkbar waren. Die HoIX (Go229) ist, auch wenn sie sich Kraft des fehlenden Seitenruders schwerer steuern ließ, eigenstabil geflogen. Die B2 hingegen hat ein paar schnelle Computer an Bord, welche permanent mit Korrekturbewegungen in die Flug(in)stabilität eingreifen. Angeblich läßt sich diese Kiste, weil aerodynamisch grenzwertig, von einem Menschen allein nimmer fliegen. Vorsprung durch moderne Technik eben. Trotzdem bezeichnet man beide Flieger vom Aufbau her als Nurflügler. Noch ein Modell am Rande: Die GWF hatte 1938 unabhängig von den Horten-Konstruktionen zwei Prototypen einer schwanzlosen (aber mit klassischem Rumpf) Maschine, der Go147 gebaut. Die Entwicklung wurden wegen zu schlechter Flugeigenschaften nicht weiter verfolgt.
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Beitragvon svenk3 » Montag 3. Januar 2011, 13:25

Ja das die Nurflügler eine instabiele Fluglage haben ist ja fast immer so,
Junkers hatte ja auch an so einem Teil gearbeitet.
Kann jemand sagen wie weit man wirklich mit den Flugscheiben war?
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Beitragvon spechty » Montag 3. Januar 2011, 20:30

svenk3 hat geschrieben:Wenn ich mir so manche Entwicklungen der letzten 100 Jahre ansehe, dann frage ich mich ob man in den letzten 50 Jahren nicht weiter gekommen ist????


Dem kann ich im Grunde zustimmen, zumindest gab es keine revolutionären Erfindungen in den letzten 50 Jahren.
Was hat es auf dem Gebiet der Mikroelektronik seit der "Wende" Neues gegeben? Ein paar weiterentwickelte Chips und ein paar Flachbildschirme.

Auf dem Gebiet der Antriebe wurde mit Hängen und Würgen der Hybridantrieb in die Praxis umgesetzt, weil langsam das Öl knapp wird.

Es sei denn, im militärischem Bereich liegt einiges bereit, von dem der Normalverbraucher nichts wissen darf.
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Beitragvon Luchs » Dienstag 4. Januar 2011, 17:06

Etwa seit der Wende hat sich allein in Sachen Heimcomputer
- der Takt vertausendfacht
- das Speicher- pro Raumvolumen vermillionfacht
und das in lächerlichen zwanzig Jahren. Ist das nichts? Das kann man nicht einfach als "Weiterentwicklung von Chips" banalisieren. Auch wenn eine heutige Festplatte damaligen Modellen ähnlich aufgebaut ist, ist das eine Entwicklung intensiver Forschungsarbeit. Die Erfindungen, welche das möglich machten, sind vielschichtig und stecken im Detail. Man sollte auch bedenken, daß die Technik mittlerweile Strukturen von fast Molekülgröße erreicht hat. Dadurch sind dem Wahnsinn irgendwann physikalische Grenzen gesetzt. Gleiches gilt für den Takt: Rechtecksignale (Computer rechnen nun mal mit Nullen und Einsen) im GHz-Bereich können bereits durch eine winzige suboptimal designte Leiterbahn zu einem Kauderwelsch an Oberwellen führen. Wir reden hier von Frequenzen im Radar/Mikrowellenbereich. Auch ein Grund, warum die Entwicklung jetzt in Richtung Mehrkernprozessoren geht.

Die Genetik gab es vor zwanzig Jahren zumindest nicht als Wissenschaftszweig, mittlerweile kann der Mensch schon fast Gott spielen, auch wenn sich viele Dinge noch hinter verschlossenen Türen abspielen und Deutschland dank spießiger Politiker der Welt hier immer mehr hinterher hinkt. Ist das auch nichts?

Ich verstehe aber langsam, worauf eure Kritik hinausläuft: Ihr vermißt die wahrgewordenen Träume aus SF-Geschichten. Flugscheiben, Zeitreisen, Warp-Antriebe... oder zumindest einen technologischen Quantensprung mit Boah-Effekt. Bedenkt aber, daß sich dieser Quantensprung nur im Rahmen der Naturgesetze abspielen kann.

Was den militärischen Bereich betrifft. Da hat man immer die Nase ein Stückchen weiter vorn. Nicht zuletzt, weil hier die Forschung forciert wird und die größten Summen reingesteckt werden. Gute Beispiele sind hier Kernwaffen, Raketen, Drohnen oder Hochleistungslaser, mit denen man selbst Satelliten wegbrutzeln kann. Manche zivile Werkstoffe wie z.B. Teflon sind auch Entwicklungen aus dem Militär. Im Großen und Ganzen kocht man aber hier auch nur mit Wasser, denke ich.
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Beitragvon kawumm » Mittwoch 5. Januar 2011, 05:13

@spechty
Schau Dir mal nur die Entwicklung des Hubschraubers an.
Flettner legte mit seinem Fl-282 der Grundstein für die Entwicklung.
Dieser Hubschrauber hatte 1 Mann Besatzung und konnte 2 Bomben a 5kg
mitführen.
Schau Dir heute mal den Apache AH-64A an. Hat zwar auch nur 2 Mann Besatzung, dafür kann dieses Gerät eine Menge von Waffensystemen mitführen und ist auf's Modernste ausgestattet. Oder der Mil Mi-12, der größte Lastenhubschrauber der Welt. Er kann bis zu 40t transportieren,
hat 5 Mann Besatzung und transportiert ggf. 196 Passagiere.
Ist das keine Entwicklung?
Im übrigen stimme ich Luchs vollkommen zu.
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Beitragvon svenk3 » Mittwoch 5. Januar 2011, 13:36

Warscheinlich liegt es daran das die großen Entdeckungen klar an die Industrialisierung gekopplet waren. und Jetzt haben wir die Verfeinerung derer.
Also leider kein Boah-Effekt und auch keine Flugscheiben und Andromedageräte...... schade schade.
Ich bin mir aber sicher das gerade in der Energiegewinnung viel mehr möglich währe, wenn da nicht die Öllobbyisten wären.
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