Hitlers Bombe??

Bereich für alle Diskussionen rund um das Jonastal bzw. die relevanten Brennpunkte

Moderator: Under

Beitragvon kps » Dienstag 15. November 2005, 21:12

Hier noch ein weiterer Erlebnisbericht, der zwar schon etwas älter ist, aber trotzdem zeigt, dass nicht nur mitschreiben, sondern auch verstehen eines Vortrages wichtig ist. Einiges wurde falsch wiedergegeben oder noch falscher gemacht |:)

MfG
kps

Quelle: http://www.das-gibts-doch-nicht.de/seite1128.php

...Mehner zeigte anhand von Dokumenten (u.a. auch Publikationen der Technischen Universität Darmstadt), dass es möglich ist, die benötigte sog. „Kritische Masse“, die notwendig ist, um eine Atombombe zu zünden und die normal mehrere Kilogramm beträgt, man auf ca. 100g reduzieren konnte und sich so eine „Minibombe“ bauen ließ, deren Reichweite auf ca. 500m begrenzt war. Tests mit amerikanischen Miniaturbomben, die nur eine Sprengkraft von 200kg TNT (Vergleich Hiroshima: 20kT TNT) verliefen in den fünfziger Jahren ohne Probleme. Auch russische Test mit Kleinstatombomben mit nur 150g angereicherter kritischer Masse 1948 verliefen ohne Probleme. Ziel war es dabei, durch kleine Tests den Besitz der Atombombe gegenüber den Amerikaner nicht zu verraten, der aber dann 1949 publik wurde. Der Referent zeigte dann Bilder von dem maßgeblichen Gelände, auf dem die Bombe gezündet wurde. Ein ca. 2,5 km breites Areal, das in einer natürlichen Senke lag – ideal für diesen Test. Luftaufnahmen „davor“ und „danach“ ließen ihn zu diesem Schluss kommen. Zu diesem Test jedoch später mehr. Der mehrfache Autor kam auf die unterirdischen Versuchs- und Produktionsstätten zu sprechen. Laut Protokollen des US-Militärgeheimdienstes CIC sprach der Deutsche Bergbaufachmann Heckmann 1942/43 davon, dass er den Auftrag bekam, unterirdische Anlagen in über 70 m unter der Erde anzulegen. Dazu wurden auch Kopien von Konstruktionsplänen gezeigt. Diese Stätten sollen sich westlich von Arnstadt befinden und durch Eingänge in Hallen auf dem Gelände der ehemaligen „Mitteldeutschen Werke“ erreichbar sein. Die Hallen wurden nach dem 2. Weltkrieg durch die Amerikaner zweimal gesprengt. Zu DDR-Zeiten befand sich eine 10-15 m hohe Mülldeponie an der Stelle. Heute ist die Stelle mit Kleinbausiedlungen bebaut. Die Anwohner sind deswegen auch entsprechend nervös, wenn man auf das Thema zu sprechen kommt. Mehner zeigte im Anschluss eine Karte wo zwei markante Orte verzeichnet waren. Bei dem einen handelt es sich um die sog. „Rote Hütte“. Dort befindet sich eine große, ca. 180 Jahre alte Hecke, die die Abgrenzung von landwirtschaftlichen Nutzflächen darstellt. In einem Bereich der Hecke hat man 7 Paar Entlüftungsrohre gefunden, wie sie der Bauweise um das Jahr 1941 entsprechen. Bisherige Versuche, diese Rohre, die sich im Laufe der Jahre durch Laub, Schmutz und Müll füllten, freizuspülen und zu erforschen, scheiterten mangels nicht erteilter Genehmigung der Behörden. Der zweite Punkt war der sog. Eulenberg bei Bittstädt. Dieser Ort wurde zu Zeiten der DDR regelmäßig von der DDR-Zivilverteidigung (eine Art Katastrophenschutz) mit speziellen hochempfindlichen Geigerzählern, die ein bestimmtes Frequenzspektrum umfassten, in regelmäßigen Abständen untersucht. Heute wird das Gebiet regelmäßig – laut Augenzeugen von einem schwarzen BMW, Berliner Kennzeichen und einem silbernen Crysler-Van mit Bundeswehrkennzeichen – zuletzt im Juni/Juli 2002 - besucht. Insassen sind jedoch keine Bundeswehrangehörige, wie sich herausstellte, sondern NATO-Bedienstete. Eigene Untersuchungen, die Mehner veranlassen ließ – im Beisein eines Professors der Physik von der Technischen Universität Ilmenau bestätigten die Existenz erhöhter radioaktiver Strahlung. Dieser wurde sogar kreidebleich, als man näher auf den möglichen Untergrund einging. Denn nicht die Erde war kontaminiert, sondern etwas „strahlte aus der Tiefe herauf“. Der Professor merkte an, dass eine Betondecke von 40cm bereits eine Absenkung des Strahlenniveaus um 90 % bedeutet. Man vermutet an dieser Stelle in mindestens 20 Meter Tiefe das sog. „Amt 800“ der Reichspost und einen möglichen deutschen Kernversuchsreaktor. TV-Beiträge zu dieser Thematik, mit denen Mehners Truppe an die Öffentlichkeit ging, wollte sogar der zuständige Strahlenschutzbeauftragte verbieten lassen – ohne Erfolg. Insgesamt sprach Mehner von einer allgemeiner Vertuschung, die quer durch alle Ämter, Institutionen und öffentliche Einrichtung gehe. Auch sprach er davon, dass „zufälligerweise“ viele Gebiete, die im Zusammenhang mit Geheimtechnologien des Dritten Reichs stehen, als Naturschutzgebiete und ähnliches deklariert werden, um so lästige Forscher durch einfache Argumentation vor Ausgrabungen und Messungen abzuhalten. Auch berichtet er davon, dass man im Moment nach einer Grasart oder ähnliches sucht, um einen Grund zu haben, dieses Gebiet des Eulenberges unter Naturschutz zu stellen. Zahlreiche Zeugenbefragungen durch das „Forschungsprojekt S III“ der DDR brachten sogar ans Tageslicht, dass 3 Teilnehmer der Rundfunktechnik (RFT) Arnstadt Teile des Inneren sahen, wie Mehner berichtete. Sie sprachen von großen Hallen mit Werkzeugmaschinen. Seltsamerweise verstarben die Besucher innerhalb von den nächsten drei Monaten. Ob dabei nachgeholfen wurde, oder sie sich „nur“ einer tödlichen Strahlungsdosis aussetzen, ist nicht bekannt. Thomas M. zeigte nun im Anschluss Pläne und Listen von ca. 5000 Häftlingen, die von Januar 1942 bis September 1944 für sog. „Sonderarbeiten“ im Gebiet des Jonastals eingesetzt wurden. Der Referent zeigte detaillierte Listen, die sogar den Ort des vermeintlichen Abstiegs „in die Unterwelt“ dokumentieren. Ausgrabungen an dieser Stelle scheiterten bzw. scheitern ebenfalls an der massiven Blockadehaltung der Behörden, die die Gruppe um Mehner durch geschickte Argumentation zu Durchbrechen versuchen. Danach zeigte man dem Publikum ein Dokument aus einem russischen Archiv, an das man durch Zahlung eines Schmiergeldes gekommen ist (Zitat von Mehner: „Wenn es die Politiker legalisieren, dürfen wir es auch). Dieses Dokument, dass auch heute noch als geheim eingestuft ist und normal gar nicht existieren dürfte, belegt von russischer Seite der, dass es damals unterirdische Stätten in großem Umfang gab und diese größtenteils bis heute unentdeckt sind. Laut Inhalt, der den Wissenstand vom September 1945 aufweist, befindet sich acht Kilometer südlich von Arnheim ein bis 600 Meter in Tiefe reichendes unterirdisches Areal, das eine Gesamtfläche von Zweihunderttausend Quadratmeter aufweist. Mehner sprach zum Abschluss seines Vortrages, dass die Wahrheit Stück für Stück ans Tageslicht kommt – aber dennoch werde es noch Jahre dauern, bis die Wahrheit komplett öffentlich ist. Er merkte noch an, dass laut Zeugenaussagen nicht alle Erfindungen, die die Deutschen machten, in die Hände der Alliierten fielen. Er gab, dass sein Team erste Zeugenaussagen und Hinweise bekommen hatte, dass Deutschland ernsthaft an sog. „Sonderflugobjekten“ gearbeitet hat.
Damit endete der Vortrag, dessen Qualität sich in dem lautstarken Applaus des anwesenden Publikums zeigte. Nach einer kurzen Pause kam nun der Fragen-Antworten-Teil, der noch spannender als der Vortrag selber wurde, und die wahre Dimension deutschen Erfindergeistes damaliger Zeit annähernd erahnen ließ. Die erste Frage, die von einem Herren gestellt wurde, der nach dem Sinn dieser Forschung fragte, da sich ja den Lauf der Geschichte nicht mehr ändern ließe, begegnete Mehner mit einer langen, detaillierten Antwort, die die nachfolgenden Fragen zu einem einzigen permanenten Gespräch zwischen Autor und Zuhörern wandeln ließ. Thomas M. äußerte, dass er wage Informationen besäße, die auch auf die Experimentierung mit Giftgas hinweisen, und dass dort auch eine solche Fabrik unterirdisch vorhanden sei. Des weitern habe er Hinweise, dass dort ein Forschungsreaktor in Betrieb war. Er habe auch Quellen und Zeugenberichte, die belegen, dass der Reaktor am Ort XY steht. Einer dieser Quellen sei eine Gesellschaft, die um die Geheimnisse des 3. Reiches bescheid weiß, und sich mit je einem Sitz in Berlin und in Österreich befindet. Des weitern warnte er von den Folgen, wenn sich wirklich herausstellen würde, dass die Erfindung der Atombombe, ihren Ursprung in Deutschland nahm und die Amerikaner und Russen diese nur geklaut hätten. Internationale Konflikte schloss er nicht aus. Ferner sprach er von weitern funktionsfähigen Teilchenbeschleuniger und verwandtem Equipment, dass zur Herstellung von spaltbarem Material benötigt wurde und auch vorhanden war. Er sprach an dieser Stelle u.A. von Versuchsstätten in Österreich, wo man solche Geräte fand. Der Autor kam dann auf das sog. „Amt 10“ der Reichspost zu sprechen. Auf dem Truppenübungsplatz wurden bei Baumaßnahmen Kabelstränge gefunden, die auf Energie- und Nachrichtenversorgungsleitungen zwischen den unterirdischen Stätten schließen lassen. Eine genauere Untersuchung durch Ingenieure der Technischen Universität Thüringen, die durch modernstes Gerät den Leitungsverlauf nachvollziehen wollten, widersprach die Bundeswehr...
Zuletzt geändert von kps am Mittwoch 16. November 2005, 08:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Varga » Dienstag 15. November 2005, 22:45

Hallo kps

Das ist nun wirklich ein alter Hut, der eigentlich allen Interessierten bekannt sein sollte!

Gruss
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Beitragvon kps » Mittwoch 16. November 2005, 21:04

Varga hat geschrieben:Hallo kps

Das ist nun wirklich ein alter Hut, der eigentlich allen Interessierten bekannt sein sollte!

Gruss
Varga


Hallo Werner, Recht hast du und nichts anders hatte ich zur Einleitung geschrieben (look-) Allerdings schätze ich dieses Dokument etwas anders ein. Es gehört zur Geschichte der Jonastalforschung und wer diese begreifen will, muss diese "alte" Geschichte kennen und kann dann die zukünftige Forschung aktiv gestalten. Wer will schon ewig mitlaufen oder falschen, selbsternannten Propheten folgen.

Wir haben hier ein sehr spezielles Forum zu einem Thema auf die Beine gestellt, dass nicht unbedingt tägliche Massenupdates erwarten liese. Die Zielstellung des Forums ist und bleibt Klasse statt Masse und genau daran scheiden sich bekanntlich die Geister. Kennt man die angeführten Behauptungen und Märchen nicht, kann man keine Kritik üben und umgekehrt wer nur diese "dunkle Seite der Macht" kennt, glaubt vermutlich alles. Ich will jetzt nicht alle Fehler einzeln aufführen, denn ich setze auf die Mündigkeit der Leser und dazu zähle ich nicht nur Jonastal-Spezialisten. Als Leser kommen auch ständig Neueinsteiger in Betracht ebenso wie neue und ehemalige Mitglieder der GTGJ - ohne Unterschied.

Anbei nun die Fortsetzung und der eigentlich Hintergrund. Oben wurde von den berühmten 100g gesprochen. Dazu habe ich jetzt noch folgenden Artikel ausgegraben, der bei mir weitere Fragen produziert.

Die Wahrheit über Hitlers Bömbchen

Auszug
...Zu den physikalischen Kenntnissen der Nazis meint Professor Friedwardt Winterberg, heute in den USA und in den 50er-Jahren am norddeutschen Atomforschungszentrum Geesthacht Mitarbeiter des führenden NS-Reaktor-und-Kernwaffenforschers Kurt Diebner: "Es handelte sich anscheinend um hybride Fission-Fusion-Bomben", auch Booster-Bomben genannt. Hier wird mit Hilfe von Fusionsreaktionen bei Lithiumdeuterid die Spaltung von schweren Elementen wie Uran oder Plutonium enorm beschleunigt. "Im Prinzip können Sie die kritische Masse an Spaltstoff bis auf 100 Gramm herabsetzen", so Winterberg. Und solche Mengen standen 1945 durchaus zur Verfügung...


...dann Sprung zurück zu Dieters Antwort vorher.

outdoor hat geschrieben:Interessant auch, das wieder einmal Fissions- und Fusionswaffen zusammengeworfen werden...

Gruß

Dieter



1. Frage: Was meint Professor Friedwardt Winterberg? Ich verstehe es nicht.
2. Frage: Was hältst du/ was haltet Ihr von der 100g Theorie, die von Herrn Mehner stammte, ...oder nicht? wer hat diese zuerst vorgebracht?

MfG
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Beitragvon Varga » Mittwoch 16. November 2005, 22:42

Als Leser kommen auch ständig Neueinsteiger in Betracht ebenso wie neue und ehemalige Mitglieder der GTGJ - ohne Unterschied.

Hallo Klaus-Peter

Genau das ist nach meiner Meinung das Problem. Nach einer Einleitung, die viel zu kurz ist, und die ich sehr wohl gelesen habe, stellst du den Bericht in das Forum.
Die alten Forumteilnehmer wissen schon wie ein Vortrag von Mehner zu bewerten ist. Wissen das die Neuen? Ich glaube nicht alle.
Die Reaktion von Geo-Klaus/STJG 01 ist "nebenan" ist schon geschehen. Versucht doch, euch keine Blösse zu geben. Wie das Beispiel zeigt, findet sich immer einer der es nicht lassen kann, auf jemanden rum zu hacken:
Mit erstaunen habe ich heute den aktuell eingestellten sehr alten Beitrag im Nachbarforum zu "Hitlers Bombe" gelesen. KARLSCH und MEHNER werden sich freuen. Immer erneut wird der wirkliche Müll an die Oberfläche geholt, es ist die primitive Art den Dunstkreis nich zu lichten, aber auch eine Mangelerscheinung wirklicher Forschung zum Tal.
Bitte mal oder erneut in aller Ruhe ZEIGERT lesen, dann mal tief nachdenken und sich ein realistisches Bild machen. Es lösen solche Beiträge wie eben von KPS ein leichtes Schmunzeln aus. Es gibt bestimmt lohnende Ziele un so bleibt man im Bann der Begründer der Jonastalforschung alter Zeit und wird von den Gurus gefangen gehalten.

Klaus

Gruss
Varga
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Beitragvon kps » Mittwoch 16. November 2005, 23:04

Als Blösse würde ich es nicht bezeichnen - dann eher ein Mißverständnis über welches man reden kann. Ich betrachte die Diskussion um "Hitlers Bombe" hier mit Ihren vielen Seiten im Zusammenhang und dann kommt es auf die Sammlung und die Antworten dazu an. Die sind eindeutig und schlagen die Richtung meines Vertrauens ein. Ich möchte ungern alle Beiträge gleich kommentieren und zerpflücken. Wo gibt es einen Teppich, unter den man all diese im Raum stehenden Behautungen drunter bekommt?

Dann nenne ich es lieber einen mißglückten Moderationsversuch. Deine Wertung ist übrigens auch nur im Bezug auf das Alter und nicht auf den Inhalt zu sehen. Gleiches Problem?

Einen Geo-Klaus kenne ich nicht und Wadenbeisser finden immer einen Grund. Außerdem habe ich es doch nicht selbst geschrieben und da sagt man schon mal gern die Unwahrheit. In der Vergangenheit hat die Beschäftigung damit zu viel Zeit gekostet und nu "Augen zu und durch". Ich kann es, dann könnt Ihr es auch. Ein Hoch auf die Monologe!!

Zurück zur hybriden Fission-Fusion-Bombe.

MfG
kps
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Beitragvon outdoor » Donnerstag 17. November 2005, 01:39

zu 1): Ich weiß es nicht sicher. Er scheint vermittels einer chemisch gezündeten Fusion schweren Spaltstoff komprimieren zu wollen, um so die kritische Masser stark herabzusetzen. Warum man das tun sollte, wenn man schon eine schöne Fusion hat, kann ich noch nicht nachvollziehen. Zur Not und nach einigen gedanklichen Klimmzügen könnte man es auch mit Materialknappheit begründen, aber das wird dann hochgradig albern. Man braucht übrigens eine D-T-Mischung, nur mit D ist es schlicht unmöglich.

zu 2): Von wem das ursprünglich stammt, weiß ich nicht. Ich habe es zuerst bei Mehner gelesen/gehört. Mehner will Pu (bei was anderem macht es keinen Sinn) durch Druck soweit verdichten, daß es auch mit kleinen Mengen zur Kettenreaktion kommt. Theoretisch ist das möglich, macht aber jede Menge Schwierigkeiten in der praktischen Umsetzung. Ich frage mich vor allem, wozu man so was tun sollte. Es macht keinerlei militärischen oder politischen Sinn.

Gruß

Dieter
outdoor
 

Beitragvon burion » Donnerstag 17. November 2005, 05:56

Nehmen wir mal an, die Nazis hätten wirklich ein solches Prinzip verwendet, dann hätten sich die Forschungsergebnisse dazu in irgendwelchen Dokumenten niedergeschlagen (Wissenschaftler dokumentieren alles, jedes noch so kleine Detail). Wenn diese Dokumente in irgendwelchen us-amerikanischen, englischen, französischen oder russischen Archiven bis heute unter Verschluss gehalten werden (so die Mär), dann wäre das Prinzip den o.g. Nationen ganz sicher bekannt. Amis, Franzosen, Engländer oder Russen hätten nichts unversucht gelassen, ein solches Prinzip in ihr eigenes Kernwaffenarsenal zu übernehmen. Ziemlich bald nach Kreigsende hätten demnach Nuklearwaffen auftauchen sollen, die nach dem o.g. Prinzip funktioniert hätten. Meines Wissens war dem aber nicht so, sondern es hat noch ein paar Jahe gedauert, bis kleine Kernwaffen auftauchten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Deutschen eine Fusion/Fission-basierte Kernwaffe kurz vor der Vollendung oder gar schon vollendet hatten, geht m.E. gegen Null. Es spricht - außer Gerüchten - nichts, aber auch rein gar nichts dafür.
M.E. erscheint es so, als wolle man den verlorenen Krieg, die Unterlegenheit der Nazis - auch technologisch - im Nachhinein rechtfertigen. Frei nach dem Motto "Sooo schlecht waren "wir" damals gar nicht".
Vielleicht sollten wir uns einfach damit abfinden, dass die Deutschen es schlichtweg nicht geschafft haben. Und das ist vermutlich auch gut so.
Manchmal geht mir die ewige Diskussion um "ungelegte Eier" gewaltig auf den Senkel (was nichts mit den hier Beteiligten zu tun hat, die ich sehr schätze).
Aber was soll die ewige Verwendung des Konjunktivs? Wir wissen es schlichtweg nicht; und die in jüngster Zeit aufgetauchten Dokumente unterstreichen nur die konjunktivischen Denkansätze. Klarheit bringen die nicht - zumindest mir nicht.
Sicher ist nur eins: Die Nazi-Wissenschaftler haben Nuklearforschung betrieben und waren ziemlich weit mit dem Bau eines kritischen Reaktors, aber sicher noch weit von eine Nuklearwaffe entfernt. Materialknappheit, chaotische Orgastrukturen und zunehmend eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten machten es m.E. unmöglich, ein solches Projekt zum Erfolg zu treiben.
Ich stimme Outdoor uneingeschränkt zu, wenn er schreibt "Es macht keinerlei militärischen oder politischen Sinn".

HerzlGrüße
Jürgen
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Beitragvon outdoor » Donnerstag 17. November 2005, 13:06

Moin Jürgen,

von der Sache her stimme ich Dir zu. Was uns aber nicht davon abhalten sollte, im Rahmen unserer Möglichkeiten auch entsprechenden Hinweisen nachzugehen. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, daß man uns zumindest auf dem Gebiet der Reaktorentwicklung gehörig die Hucke vollgehauen hat, um es mal volkstümlich zu sagen. Das beruhigt mich in Hinblick auf mögliche A-Waffen-Entwicklungen nicht unbedingt.

Ich glaube, wir sollten uns mit dem Thema mit Ruhe und Gelassenheit befassen.

Gruß

Dieter
outdoor
 

Beitragvon TÜP » Donnerstag 17. November 2005, 17:00

Und kps: Bitte beim Thema bleiben! Hier geht es nicht um "gestörte Persönlichkeiten" sondern um "Hitlers Bombe"!!!

|:)
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Beitragvon kps » Donnerstag 17. November 2005, 21:59

TÜP hat geschrieben:Und kps: Bitte beim Thema bleiben! Hier geht es nicht um "gestörte Persönlichkeiten" sondern um "Hitlers Bombe"!!!

|:)


OK - Entschuldige - Manchmal verliere ich einfach die Beherrschung.

Ich stimme auch Dieter zu und denke, dass da mehr war als bisher bekannt. Weiterhin denke ich, dass wir schon noch mehr rauß bekommen können. Es ist nicht immer wichtig, ob und was man studiert hat. Viele von den Usern hier sind mit Leib und Seele dabei und opfern viel Freizeit. Auf dieser Basis kann man auch einiges bewegen.

Zurück zur Gegenfrage: Warum forschen an nicht oder nur schwer lösbaren Aufgaben? Dieses Verhalten gab es doch in allen Schichten der Bevölkerung. Möglichst lange der Front fern bleiben und Strohhalme sammeln für einen langsameren Untergang.

@ Dieter -> Danke für die kurzen Erläuterungen. Durch Verschmelzung auf der einen Seite eine Spaltung herbei zu führen, klingt kompliziert und wirft ein weiteres Modell auf, dem ich nur schwer folgen kann. Abgesehen von der Knappheit der Rohstoffe braucht man doch aber in vergleichbaren, wissenschaftlichen Bereichen ebenfalls erst einige Grundlagen, um sich dann danach an solch fortgeschrittene Projekte wagen zu können. Für mich ist es nicht logisch, dass der 3. und 4. Schritt vor dem 1. gemacht werden können. Eine Miniaturisierung setzt doch sehr oft funktionierende, größere Strukturen voraus - mal kurz abschweifen: siehe Handys, Computer etc. ...ja, ja -> Andere Baustelle aber für mich als vergleichendes Beispiel bildlich besser vorstellbar.

Seit langem sind mir wieder mal ein paar Kopien aus dem ALSOS Buch von Samuel Goudsmit in die Hände gefallen. Was meint Ihr? Sind in dem folgenden Schreiben die Kleinstmengen wie z.B. 100g gemeint, über die wir gerade nachdenken?

Link: http://www.gtgj.de/jpg/Alsos_S180mini2.jpg
Quelle: ALSOS, 1983, von Samuel Goudsmit

Leider gehen die Anhänge im Forum noch nicht ganz :oops:


...ach ja - Thema verschoben in die Technik Ecke

MfG
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Beitragvon Henry » Montag 5. Dezember 2005, 09:03

conny hat geschrieben: die Abteilung V4 erkundigen, dann würde er sehen, wer das Sagen hatte. Hat nichts mit einer V-Waffe zu tun, sondern mit der Abteilung von Sauer, die in Nordhausen ansässig war.


Conny


Unabhängig von dem Thema hier,
würde mich dieses Abteilung in Nordhausen interessieren !
Könnte man hierzu ein paar Infos haben ??

Gruß Henry
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Beitragvon kps » Dienstag 27. Dezember 2005, 22:53

Anbei der Hinweis auf einen neuen Artikel hier im Online-Archiv

27.12.2005 -> Letzte Phase - Bodenanalyse TrÜbPl Ohrdruf durch PTB vor dem Abschluß

MfG
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Beitragvon kps » Donnerstag 12. Januar 2006, 21:26

Anbei noch ein Nachtrag aus der Zeitschrift vom 27.12.05

Auskunft über möglichen Atomtest

MfG
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Beitragvon TÜP » Donnerstag 12. Januar 2006, 21:29

Bis heute gab es keine Mitteilungen aus Braunschweig, wir dürfen gespannt sein.
Das ZDF hat ihre weiteren Tests nicht durchgeführt. Was immer das heisst.
Gott hat nicht den Menschen erschaffen, sondern der Mensch erschuf Gott «nach seinem Bilde».
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Beitragvon MarcoPolo » Samstag 25. März 2006, 13:18

Da niemand bisher diese Stellungsnahme von russischen Atomphysikern übersetzt hat mache ichs gleich - zum Teufel mit Google Translation! Ich übersetze gleich nach jedem Absatz und ganz unten ist mein persönlicher Fazit von dieser wissenschaftl. Meinung. Es ist nur eine aus dem Ärmel geschüttelte Übersetzung!!

GERMANY WOULD HAVE TEST OF CHARGES FOR A-BOMB WITH D-T BOOSTER AT THE END OF WORLD WAR II

*Deutschland könnte zu Ende des 2. WK Sprengstofftest für Atombomben mit Deuterium-Tritium Verstärker durchgeführt haben (es geht nicht um A-Bombe, sondern um Sprengsatz-Tests)*

The book “Hitlers Bombe, Die geheime Geschichte der deutschen Kernwaffenversuche” ( DVA, Munchen,April, 2005) by Rainer Karlsch brought about a heated debate in scientific circles. We became interested in the article “New light on Hitler’s bomb” by R. Karlsch and M.Walker published in Physics World in June of 2005, which, specifically, contains some information about explosion devices tests at the end of the Second World War.
>From our viewpoint, the events that could have led to the development of such devices are as follows:

* Das Buch "Hitlers Bombe...." (...) von Rainer Karlsch führte zu einer erhitzten Debatte in wissenschaftlichen Kreisen. Unser Interesse wurde geweckt durch den Artikel "Neues Licht über Hitler's Bombe" von R. Karlsch und M. Walker, veröffentlicht in Physics World im Juni 2005, und das - besonders - auch Informationen zu Tests von Explosionsgeräten am Ende des Zweiten Weltkrieges enthielt. Aus unserer Sicht führten bestimmte Ereignisse zur Entwicklung von solchen Geräten nachfolgend:*

1. September 1939 – the start of the German project of the A-bomb, first in world.

*1. September 1939 - Beginn des deutschen Atombombenprojekts, erstes weltweit.*

2. G. Guderley, a German physicist-theorist, published in 1942 an article considering an opportunity of cumulation of energy in shock wave convergence in the spherically symmetric case. Later, this phenomenon provided grounds for the development of “imploding implosion” or “implosia”. Implosia allowed physicists to achieve high density and temperature of the substance exposed to shock wave. The principle of implosia formed a basis for atomic and thermonuclear weapons.

*2. G. Guderley, ein deutscher theoretischer Physiker, veröffentlichte 1942 ein Artikel über die Kumulation von Energie in "zusammenkommender" Schockwellenausbreitung in einem kugelförmigen Gehäuse (das heisst Sprengsätze am Kugelrand lösen Schockwellen aus und die in der Kugelmitte angekommen, ihre Wirkung gegenseitig verstärken und ihre Wirkung in der Kugelmitte maximieren). Später legte dieser Effekt den Grundstein für die Entwicklung der "implodierenden Implosion" oder "implosia" (Explosion = Auspreitung der Schockwellen nach aussen, Implosion = nach innen). Die Implosion erlaubt den Physiker eine besonders hohe Temperatur und Druck, wenn eine Substanz diesen Schockwellen ausgesetzt ist. Das Prinzip der Implosia ist die Basis für Atom- und Thermonuklearen Waffen.*

3. Following the US, Germany scientists designes of cumulative charges for light anti-tank grenade launcher type “Ofenrohr” and started production it. In 1930th, the research was started by professor Schardin. During the war, professor Erich Schumann - the director of the Germany army`s weapons-research department - was leader this work.
In explosive charges for this weapon principle of implosia was used by means of “hollow-charge” technique.
Understanding of how cumulative “Ofenrohr” worked led Erich Schumann to an idea of using cumulative explosive charge for realization in theirs focus high density and temperature.
The use of spherical charge from explosive detonated at several points on outer surface simultaneously and hollow filled with deuterium, as Schumann held, would lead to initiation of thermonuclear reaction in deuterium.
In late 1950th, USSR conducted an analogous research but also finally failed (Kozyrev).

*3. Gemäss den USA, haben deutsche Wissenschaftler Hohlladungen entwickelt für das "Ofenrohr" (die die Amis als "Bazooka" bezeichneten), einem Granatwerfer gegen leichte Panzertanks und haben die Produktion gestartet. In den 1930er Jahren wurde diese Forschung von Professor Schardin gestartet. Während des Krieges war Professor Erich Schumann Leiter dieser Forschungsarbeit und war Direktor des deutschen Abteilung für Waffenforschung (das ist nur eine direkte, einfache Übersetzung, ich weiss nicht wie seine Abteilung genau hiess). Diese Waffe enthält (an der Spitze so ein kegelförmiges Gehäuse) eine "Hohlladung", das seine Wirkung gemäss dem Implosionsprinzip entfaltet. Nachdem Erich Schuhmann die Wirkung von mehreren gleichzeitig gezündeten "Ofenrohren" untersuchte, kam er auf die Idee, mehrere Hohlladungen so zu bündeln, dass sie gleichzeitig auf einen Punkt zielen (schockwellen) um dort hohe Dichte (gemeint ist Druck) und Temperatur zu erzeugen.
Der Gebrauch von kugelförmiger Anordnung mehrerer Hohlladungen zu einem Kugelgehäuse, das mit Deuterium (schwerer Wasserstoff) gefüllt ist, wie Schuhmann annimmt, würde zu einer Zündung der thermonuklearen Reaktion im Deuterium führen.
In den späten 1950er jahren führte die UdSSR eine ähnliche Forschung, aber hatten keinen Erfolg (Kozyrev).*

4. Germany had a greater amount of natural uranium and its industry had a technology of its processing. Germany has manufacture of high explosive castable mixture hexotol This materials are base materials for atomic device and this materials were tested in combat cumulative charges for light anti-tank grenade launchers.
* 4. Deutschland hatte sehr viel natürliches Uranerz und ihre Industrie hatte eine Technologie um Uranerz zu verarbeiten. Deutschland hat das hochexplosive (castable?) Gemisch Hexotol produziert. Diese Materialien sind Grundmaterialien für ein nukleares Gerät und diese Materialien wurden in kugelförmig angeordnete Hohlladungen von "Ofenrohren" gestestet.*

5 Germany had a technology of making heavy water and could be able to start laboratory production of deuterium required for carrying out explosion tests for initiation of thermonuclear reaction.
*5. Deutschland hatte eine Technologie um "schweres Wasser" zu erzeugen und war in der Lage im Labor Deuterium zu produzieren um Explosionstest für die Aktivierung einer nuklearen Reaktion auszuführen.*

So, simple scheme tested in Germany would be spherical charge from explosive detonated at several points on outer surface simultaneously. Hollow of this charge was filled core or levitated composite cores from uranium with deuterium. Under explosion uranium are crushed, burnt and flown. In our observation in case condition combustion of uranium generate a bright flash and fire. Size of uranium dispersion zone is 10-20 m for explosive charge with 150 kg mass and 30 kg uranium mass. What is why this device was no “dirty bombs” out of small radiological and chemical attack zone.
*So wäre es ein naheliegender Plan in Deutschland, kugelförmig angeordnete Hohlladungen gleichzeitig zu zünden. Und in der Kugel drin wäre ein Kern (in der Kugelmitte) aus Uran oder eine sehr leichte Mischung aus Uran und Deuterium. Bei der Explosion wird Uran zusammengedrückt, verbrannt und versprengt. Bei unserer Beobachtung in diesem Falle erzeugt diese Behandlung von Uran (es geht hier nicht um angereichertes Uran, sondern natürliches Uran wie oben besprochen) ein heller Blitz und Feuer. Die Grösse der Uranverteilungszone beträgt 10-20 Meter (oder sind m = Meilen?) für eine explosive Ladung mit 150 kg Sprenstoffmasse und 30 kg Uran. aus diesem Grund ist ein solches Gerät keine "schmutzige Bombe" wegen der kleinen radioaktiven und chemischen Angreifszone.*
a
In conclusion, we would like to note that the German atomic project is impression by its deep understanding of nuclear chain and shock waves history under implosia. For example, it was assumed that nuclear chain will be initiated by means of fast neutron generated by high –voltage discharge tube, situated out of explosive charge.
USSR developed an analogous device only in 1954.
Alvin M.Weinberg et al., American scientists, were absolutely correct in concluding that German specialists had a deep understanding of nuclear arms regardless of properties of 235U and 239X94, which later on were called plutonium.
*Abschliessend wollen wir bemerken, dass das deutsche Atomprojekt beeindruckt durch seine tiefe Forschungstiefe auf dem Gebiet der nuklearen Kettenreaktion und Erfahrungen mit implodierenden Schockwellen. Zum Beispiel wurde (richtigerweise) angenommen, dass nukleare Kettenreaktion durch eine schnelle Neutronenquelle angetrieben durch eine Hochvolt-Entladungsröhre ausserhalb der Hohlladungen aktiviert wird.
Die UdSSR entwickelte ein ähnliches Gerät erst 1954.
Alvin M. Weinberg und andere, amerikanische Wissenschaftler, waren absolut korrekt in ihrer Feststellung, dass deutsche Wissenschaftler ein tiefes Verständnis von Nuklearwaffen hatten bezüglich den Eigenschaften von Uran 235 und 239X94, das später als Plutonium bekannt ist.*

Vladimir Mineev, Alexander Funtikov,
Professors of Institute for High Temperatures Russian Academy of Sciences,
designers explosive device for Soviet nuclear weapons
at 1995-1976 years

*** Persönliche Anmerkung: Ich muss diese Anmerkung schreiben, weil die russischen Atomphysiker sich auf ein Karlsch-Artikel beziehen und ich muss deshalb ein interpretatives Gesamtbild abgeben, was im Artikel steht und was die Physiker dazu meinen.
Diese sowjetischen Wissenschaftler kennen sich bestens aus mit Nuklearwaffen, und erörtern den Forschungsweg der deutschen Atomwissenschaftler aus der Zeitachse ihrer veröffentlichten theoretischen Überlegungen und einzelnen in der Praxis ermittelten Erfahrungen. Es geht hier also nicht darum, ob irgendwo im Dritten Reich erfolgreich eine Atombombe gezündet wurde, sondern welche entwicklungsmässigen Zwischenstufen der Erprobung die Deutschen unternommen haben und in welche Richtung diese Entwicklung weitergehen würde. Und was diese russischen Wissenschaftler für gesichert halten ist folgendes:
1) Die Deutschen wussten genau, was eine Wasserstoffbombe ist, und welche physikalischen und chemische Prozesse ablaufen müssen damit diese Bombe zündet. Weiter wussten die Wissenschaftler auch das Zündungsprinzip der Plutoniumbombe (siehe von Weizsäckers Patent für Plutoniumherstellung (für eine Bombe) von 1941, hier im Forum) und sowieso das Prinzip der Uranbombe und dass es dafür U235 braucht. Soweit die theoretischen Ableitungen und Formeln die die Deutschen bestens wussten.
2) Im Bereich der praktischen Erprobung sind die russischen Wissenschaftler sehr überzeugt, dass die Deutschen ausgehend von der Hohlladungsforschung weitere Spreng-Experimente ausführten, die die Deutschen immer einen Schritt weiterbrachten in Richtung Atombombe. Gemeint sind damit die zufällig erhalten gefundene Dokumente zu Sprengexperimente von Diebner, Schumann, Trinks im Jahre 1943, in der sie in mehreren Sprengexperimenten je eine Hohlkugel mit Wasserstoff und kugelförmig angeordneten Hohlladungen implosionsartig sprengten. Diese Versuchsreihen zeigten aber nur, dass die Deutschen 1943 noch keine ausreichende Wirkung erziehlt haben. Die Russen erwähnen noch ein anderes Hilfsmittel, eine Kettenreaktion zu erleichtern, indem spaltbares Material mit schnellen Neutronen "beschossen" wird (hochvolt-Entladungsröhre, eine damals bekannte Technik).
Die russischen Wissenschaftler wissen nicht genau, wie die deutsche Forschung ab 1943/44, also nach diesen bekannten Diebner/Schuhmann/Trinks-Experimenten von 1943 mit Wasserstoff weitergelaufen ist. Sie gehen davon aus, dass die Experimente weitergegangen sind. Der Punkt wo die Deutschen bei Kriegsende angelangt sein können ist eher ein beinahe trotzig-verbissener Lausbubenstreich, indem die Wissenschaftler ein bisschen auf Teufel komm raus versuchen, verschiedene Komponente der Atomwaffe zu optimieren und zu kombinieren (siehe auch diese komischen Kamikaze-Kampfjets von 1945, die gerade erprobt werden. Ein Beispiel um die damalige Einstellung der Forscher/Ingenieure zu charakterisieren):
3) Sprengexperimente sind weiter gegangen und haben gegen Kriegsende sicher eine Hohlkugel mit einer optimierten Sprengkraft erbracht (wenn auch sicher nicht ausreichend für eine echte Fusionsbombe).
4) Man hat irgendwie ein bisschen angereichertes Uran zusammen"gekratzt". Natürlich zu schwach und nicht ausreichend. (Entweder Kern in Kugelmitte aus Uran oder ein Uran-Deuterium-Gemisch)
5) Man hat die bekannte schnelle Neutronen-Hochvolt-Entladungsröhre genommen um durchs Metall oder (durch ein Loch) in der Kugel das Uran zu reizen, so dass weitere Neutronen vom Uran aus weiter abgegeben werden (aber das ist eine subkritische Anordnung wie sie Heisenberg u.a. bereits erreicht haben).
6) Wenn man z.B. raffiniertes aber nicht angereichertes Uran mit Hohlladungen zusammensprengt, dann entsteht ein heller Blitz, Feuer, aber geringer radioaktiver Fallout und geringe Sprengzone.
==> Also bei weitem KEINE echte Atombombe, nicht einmal eine schmutzige Bombe, sondern ein Zwischenversuch- der aber ziemlich dilettantisch aussieht.
7) Wenn die SS auch noch Dutzende oder Hundert Häftlinge dorthin abgestellt hat um die Wirkung an Menschen zu testen, dann erstaunt es mich nicht, wenn die Beteiligten über diesen Versuch bis heute schweigen.
8) Das könnte überall im damaligen "Restreich" stattgefunden haben, z.B. Ohrdruf, aber es muss nicht dort passiert sein. Es würde zu den Aussagen von Cläre Werner von Juni 1962 passen. Notabene, sie spricht nicht von einer "Atombombe" sondern von einer sehr hellen Explosion, der aber nur kurz anhielt.
9) Noch weitere Anmerkung: In einem anderen Forum wurde darauf hingewiesen, dass diese deutsche Anordnung in etwa den Wasserstoffbomben "Ruth" und "Rod" von der öffentlich zugänglichen Operation Knothole-Upshot von 1953 entsprechen. Beide Bomben enthalten kein Uran und Plutonium wie die anderen Bomben der gleichen Operation, um die Wirkung von der Hohlladung und Wasserstoff/Deuterium zu testen. Beide Bomben sollten 1-3 kT Sprengwirkung entfalten, erreichten aber nur je 0,2 kT. Zum Vergleich Hiroshima entwickelte 15 kT tatsächliche Sprengwirkung. "Ruth" war auf einem 300 Fuss hohen Drahtturm befestigt und zerstörte nur das obere Drittel, was die Amerikaner ziemlich beschämte. Denn sie erheben Anspruch, dass der Drahtturm bei der Explosion gleich vollständig zerstört wird. Also haben sie bei "Rod" einen Monat später nur einen ca. 100 Fuss hohen Turm aufgestellt, der auch vollständig weggesprengt wurde.
Zuletzt geändert von MarcoPolo am Samstag 25. März 2006, 16:20, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Volwo » Samstag 25. März 2006, 14:16

Willkommen und [:Res] für Deinen ersten Beitrag hier im Forum!
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Beitragvon MarcoPolo » Samstag 25. März 2006, 16:15

Danke Sehr *sich verbeug* stimmt das ist mein erster Beitrag hier und bin schon überrascht wieviel ich zusammengeschrieben habe. Ich habe Verständnis wenn niemand den Schauf für diesen Roman hat und ganz einfach übergehen will!!
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Beitragvon kps » Sonntag 26. März 2006, 12:31

Ja auch ich will mich unbedingt in die Reihe des Begrüßungskomitees anstellen und wünsche mir mehr solcher Beiträge von dir. Es gibt nie genügend Fachleute für ein Thema und so ist jeder herzlich willkommen, der konstruktiv und sachlich bleibt.

Über die Größe der Bombe und deren Wirkungskraft wurde schon viel spekuliert - über den Aufbau natürlich auch. Was hältst du von Aussagen bzgl. Nasenbluten und Kopfschmerzen in Nachbarorten kurze Zeit später sowie von der Möglichkeit, hunderte Häftlinge und andere Beteiligte zu töten - im Gegensatz zu einer Kleinstanordnung ohne vergleichebare Wirkung zu den amerikanischen Bomben. Eigentlich wäre doch der Tod von Wissenschaftlern und Bewachungspersonal nur wahrscheinlich, wenn es zu einem Unfall kam. Wie sieht dazu deine Meinung aus?

Auch so und kurz zu meiner Ausgangsposition - Ich glaube bisher nicht an einen Ohrdrufer-Test, bleibe aber am Ball so gut es geht, damit mal irgendwann ein nachvollziehbares und reproduzierbares Ergebnis rauß kommt - damit es endlich aufhört.

MfG
kps

Thema zurück verschoben in den Bereich Jonastal, wo bereits 2 weitere Diskussionen zum Thema existieren.
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Beitragvon MarcoPolo » Sonntag 26. März 2006, 18:29

Es gibt keine Gewissheit, ob diese nuklearen Sprengstoffexperimente in Ohrdruf stattfanden oder woanders.

Was den beiden Augenzeugen-Berichten betrifft (Heller Blitz mit Donner und Nasenbluten, Kopfweh) (Verbrannte Häftlinge eingesammelt und eingeäschert), so habe ich die Zeugenberichte von 1962 von ziemlich hoher Qualität beurteilt. Es wird chronologisch berichtet, dabei werden unbedeutende Details erwähnt, wertfreie Wahrnehmungen (was habe ich gesehen, gehört, gefühlt, ohne dass sie Wertungen erhalten).
Aber es muss nicht ein nuklearer Sprengsatz sein, sondern es kann ebenso gut ein Sprengstoffversuch mit einer neuartigen chemischen Kombination sein, das ebenfalls kurz blitzhell erscheint und auch Nasenbluten wie Kopfweh verursachen kann.
MarcoPolo
 

Beitragvon Ingwer » Dienstag 28. März 2006, 08:39

Hallo...Marco Polo,
Erst mal Danke für Deinen Beitrag !

In diesem Beitrag scheint mir Einiges wirklich böse aus dem Zusammenhang gerissen zu sein.

So...sondern ein Zwischenversuch - der aber ziemlich dilettantisch aussieht............?

Mein lieber Marco Polo....

Du scheinst mir die russischen Leute sehr zu beweihräuchern. Zugleich werden in diesem Beitrag auch noch die Tatsachen verkehrt.

In Deutschland wurden innerhalb von vielleicht sechzig Jahren bis
1945 fast alle bahnbrechenden Erfindungen der modernen Technik
gemacht. Von Motoren zu Autos, von Fahrrädern bis Computern, vom
Farbfernsehen zu Raketen und vielen anderen Dingen, die ich hier mal
weglasse.
Zu Beginn des Krieges gegen Polen kämpften die armen Soldaten der
polnischen Armee noch auf dem Pferd mit dem Säbel gegen deutsche Panzer. Andere versuchten mit Mistforken dies Fahrzeuge aufzuhalten.
Das trotzdem die Besetzung dieses Landes so lange dauerte, spricht für
die Tapferkeit dieser Soldaten.
Russland konnte den Krieg gegen "D" nur gewinnen, weil "D" in Russland heimlich mit russischen Ingenieuren Waffen entwickelte, die auch dann prompt gegen "D" eingesetzt wurden.
Die Weite des Landes und nie versiegendes Menschenmaterial brachten die Russen auf die Siegerstrasse.
Viele der russischen Soldaten hatten noch nie einen Wasserhahn, geschweige denn ein Auto gesehen.
Berichte von deutschen Frontsoldaten stimmen darin überein, dass russische Gefangene oder Gefallene oft noch keine 18 Jahre waren.
Die russischen Frontlinien wurden von Schnapsgestank überlagert.
Dahinter standen die Kommissare, die Jeden erschossen, der nur einen Schritt zurück ging.
Als Abschreckung für die Anderen.
Von wegen Russen beurteilen die deutsche Technik.............
Das Meiste war Denen gar nicht bekannt oder man musste deutsche Ingenieure zwangsverpflichten, um die Technik erst einmal zu erklären.

So nimmt es kein Wunder, das ausser den anderen Gründen für die beiden verheerenden Kriege auch folgender in Betracht zu zeihen ist:

Von allen Seiten blickte man neidisch auf die sich explosionsartig ausweitende Technisierung Deutschlands.
Was wunderts dann, wenn ein Krieg hilfreich wäre, um sich der vielen
Erfindungen und Patente zu bemächtigen..............?
So isses ja dann auch erfolgt.
Einzigartig auf der Welt, wie das komplette Wissen und Know-How eines
Volkes geplündert wurde ! Auch von Isles and Übersee.

Heute braucht es dies nicht mehr. Industriespionage und Geheimnisverrat sind modern.

Aber hört mir auf damit, dass russische Ingenieure deutsche Technik
beurteilen wollen.

Ich habe heute gute Kontakte dahin und selbst diese Leute stimmen mit dieser, von mir gestellten Variante überein.

Die A-Bombe kommt aus "D". Und die war nicht dilettantisch. Die beteiligten Forscher auch nicht.
Dieses Monstrum wird hoffentlich nicht nochmal verwendet.
Ansonsten bezahlen diesen Preis Alle.

Eine Meinung von jemanden, der kein Nationalist und kein Brauner ist.
Aber auf Wahrheit lege ich schon Wert.

Grüsse


Ingwer
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Beitragvon Ingwer » Dienstag 28. März 2006, 08:40

Hi...Marco Polo,

Aber ansonsten gerne zum Meinungsaustausch bereit. Ich kann auch Kritik vertragen.


Mit besten Grüssen


Ingwer
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Beitragvon kps » Dienstag 28. März 2006, 08:53

Hallo Ingwer, schön dass du zum Schluß deines Statements doch noch zum Thema zurückgefunden hast. Gern können wir über die angesprochenen Punkte diskutieren, die letztendlich zum bekannten Kriegsausgang führten. Mache aber dafür bitte eine neue Diskussion im Bereich Geschichte auf. Ich möchte hier vermeiden, dass es kreuz und quer geht und unsachlich bezogen auf das Thema wird. Quellen und weiterführende Links werden hier gern gesehen.

MfG
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Beitragvon MarcoPolo » Dienstag 28. März 2006, 19:52

Hallo Ingwer,

ich finde deinen Beitrag interessant. Was ich mit "dilettantisch" gemeint habe, hat nicht mit der grossartigen deutschen Forschungstradition zu tun, sondern mehr mit den kriegsbedingten chaotischen Zuständen der letzten Monate von 1945 zu tun.

Oh je, und diese Russen die du mit etwas Kritik eingedeckt hast, haben nichts von Dilettantismus geschrieben, sondern eher das Gegenteil angesprochen. Dass man auch ohne konkrete praktische Beweise vom theoretischen Forschungsverlauf eher annehmen müsste, dass da mehr hochwertigere Zwischenversuche auf dem Wege zur Bombe stattgefunden haben, und zwar auf dem Gebiet der Wasserstoffbombe (Fusionbombe).

Jetzt lasse ich die Russen in Ruhe und will kurz den Entwicklungsverlauf bei den Deutschen auf den 3 kriegswichtigen Gebieten skizzieren und damit auch die Fehlentscheidungen.

1) Plutoniumbombe (Plutonium mit Uranreaktor herstellen)
2) Uranbombe (Separierung von Uran 235)
3) Fissionsbombe (z.B. mit schwerem Wasserstoff)

1) Plutoniumbombe (Patentschrift von Weizsäcker 1941)
Unter "glücklicheren" Umständen wäre die Atombombenentwicklung besser verlaufen. Und auch viel effizienter, wenn es mehr Forschungspersonal und konkurrierende Forschungsgruppen gäbe, die viele Denkfehler eher erkennen würden. So haben die Deutschen einen Kardinalfehler begangen, als sie statt Graphit auf schweres Wasser setzten. Erstens, weil ein Wissenschaftler 1941 behauptete, Graphit eigne sich nicht als Moderator (habens einfach akzeptiert ohne nachzumessen) und zweitens, weil eine Stelle um Diebner herum die Produktion von hochqualitativem Graphit als zu teuer abgelehnt hat. Zum Vergleich Fermi brauchte nur Graphit und Uranblöcke in einer Chigacoer Turnhalle so lange aufzuschichten, bis der Haufen kritisch wurde, im Dezember 1942, und hat somit die Plutoniumproduktion in den USA ab Januar 1943 ermöglicht (bau von Atombrüter, chemische Separierung von Plutonium aus Uranbrennstäben ab Januar 1945).

Im Vergleich zu anderen Bereichen haben die Deutschen die Uranforschung vernachlässigt in dem Sinne, dass die Deutschen nur so vorwärtskämen:

April 1945: Kritischer Atomreaktor
Sommer 1945 - Ende 1945 Bau mehrerer Atombrüter (Uranmeiler zur Produktion von Plutonium)
1946: Ausbrüten der Plutonium-Eier (ja es ist bald Ostern)
1947 Chemische Trennung von Plutonium und Bau der ersten Plutoniumbombe.

2) Uranbombe
Die andere Route mit Uran 235 ist sehr viel aufwendiger. Dazu hätten die Deutschen den gleichen riesigen Aufwand wie die Amis machen müssen. Riesige Zentrifugen-Farmen und andere Farmen mit anderer Separierungs-Technik. Nach 2 Jahren hatten die Amis gerade so viel Uran 235 für eine einzige Uranbombe (ab Sommer 1945 wurden nur noch Plutonium- und Wasserstoffbomben entwickelt, weshalb die Amis diese Technik aufgegeben haben).

Die Deutschen hätten, wenn sie das gewollt hätten, bei der Speer-Tagung im Juni 1942 sofort beschliessen müssen, eine riesige Zentrifugen-Farm aufzubauen. Haben sie nicht getan.

3) Fusionsbombe mit z.B. schwerem Wasserstoff und Hohlladung
Die dritte Variante mit Fusions-Kernreaktion durch schnelle Neutronen und Hohlladungsprengkugel war die realistischte Variante. Und die wurde begangen.

Allerdings wissen wir von später von den Amis gebauten testweise Wasserstoffbomben ohne Uran 235 und Plutonium, dass diese Bombenvariante nicht sehr wirtschaftlich ist, nämlich 0,2 kT Sprengwirkung. Vergleiche Dokumente von der öffentlich einsehbaren Versuchen zu "Ruth", Operation Upshot-Knothole (fett: nachträglich Schreibfehler korrigiert), 1953. (Auf Wunsch schreibe ich mehr darüber mit Bilder und Links).

Ich behaupte jetzt NICHT, dass es zu einer erfolgreichen starken Sprengwirkung in der kleinnuklearen Grössenordnung gekommen ist. Sondern ich nehme an, dass die Deutschen nacheinander solche Sprengkugel hergestellt und mit mehreren Hilfsmittelzusätzen probiert haben, ob eine nukleare Reaktion auslösbar sei. Es braucht sehr viel Erfahrung, komplizierte Technik.

Selbst bei einem erfolgreichen Versuch ist der nukleare Fallout enttäuschend gering.

Wie diese Versuche auch ausgegangen sind, die geringe Sprengwirkung, der Riesenaufwand sowie die Ausmassen der Bombe und Zusatzgeräten waren nicht einsatzreif. Aber vor allem die Sprengwirkung ist lächerlich. Andere vorhandene Mittel sind viel effektiver.

FAZIT
Die Deutschen hätten erst mit der Plutoniumbombe eine von der Sprengwirkung her effektive Waffe gehabt, der sinnvoll auf Raketen montierbar ist und dessen Raketen-Aufwand sich für einen Amerika-Angriff lohnen würde.

Es ist möglich dass vielleicht ein nuklearer Knalleffekt erzielt wurde oder auch bis Kriegsende nicht. Erst mit einer Sprengwirkung der Hiroshima-Klasse hätten die Deutschen den Krieg für sich entscheiden können.

Und jetzt ist ein deutscher, erfolgreicher nuklearer Sprengversuch eher theoretisch möglich, aber nicht indizenmässig erhärtet genug. Und Ohrdruf als Ortsangabe noch weniger. Vielleicht gibt es tatsächlich Dokumente die irgendwann doch auftauchen (Geheimarchive). Wer forschen will, sollte also eher nach Indizen für eine metallische Hohlkugel schauen 1 bis 3 Meter Durchmesser, mit mehreren kugelförmig angeordneten Sprenglinsen, vielen Kabeln die zu dieser Kugel führen, irgendwelche Hochvolt-Entladungsröhren zur Erzeugung von schnellen Neutronen. Und ja am besten mit einer Bleischürze und nicht ohne bei einem Notar hinterlegtem Testament nähern. Vielleicht hören wir irgendwo ein Bumm.
MarcoPolo
 

Beitragvon SCORN » Mittwoch 29. März 2006, 20:54

hi ingwer,

was sollten wohl russische ingeneure wohl sonst entwickeln? uber den gestank der schuetzengraben an der oder front/seelower hoehen will ich mich nicht auslassen. wieviele deutsche landser wurden von den greifkommandos zwischen der oderfront und/in berlin aufgeknupft obwohl sie tapfre kaempften. habe die ehre zu kennen: deutsche die 41 in russland waren als (fast)sieger, und russen die 45 in deutschland als sieger waren. erstaunlich wie gleichlautent ihre aussagen bezuglich des besiegten gegners waren !!![/quote]
SCORN
 

Beitragvon TÜP » Sonntag 2. April 2006, 20:28

@ Marco Polo - deine Zusammenfassung in allen Ehren (gut gemacht!), aber das klingt bei dem Team Karlsch/Petermann doch etwas anders.

HITLERS BOMBE
Die Entwicklung der deutschen Atombombe
Dokumentarfilm (c)Detmold 2005
Länge 90 min. (2x52 min./2x45 min.) HDTV 16:9
Autor und Regisseur Heiko Petermann
Kamera Axel Fischer (BVK)
Produktion Media House 4, History Channel, FR 2

Deutsche Wissenschaftler haben zum Ende des 2. Weltkrieges Atomwaffen entwickelt und erfolgreich getestet. Doch die Waffe war keine Hiroshima-Bombe, sondern eine taktische Kernwaffe, eine wissenschaftlich-technische Entwicklung, die ihrer Zeit weit voraus war. Die Wunderwaffe war keine Chimäre im Hirn eines kranken Diktators, sondern Realität und Deutschland war auf dem Weg zu der Zündung einer fürchterlichen Waffe - der Wasserstoffbombe . Und sie hätte für die Gegner Deutschlands blutige Realität werden können, wenn nicht ein kleiner Kreis von Personen den Einsatz verhindert hätte!

Der Film belegt an Hand von Indizien, Zeitzeugen und wissenschaftlichen Gutachten das Vorhandensein eines deutschen Atom-Projektes, der Produktion und der Tests einer deutschen Atombombe. Es werden ihre Protagonisten, die Wissenschaftler, die Militärs, die politisch Verantwortlichen gezeigt, erstmalig erfährt die Öffentlichkeit die wahren Hintergründe einer bis heute strikt geheimgehaltenen, geleugneten, aber auch vergessenen Geschichte. Hitlers letzte Wunderwaffe bedrohte die Welt. Es gilt nicht nur einen Teil der deutschen Geschichte neu zu schreiben!

Die Gutachten wurden von international renommierten Wissenschaftlern und Instituten erstellt und belegen zweifelsfrei die Beweisführung des Films - in Deutschland sind Kernwaffen im Zeitraum zwischen 1944 und 1945 getestet worden. Die Gutachten lassen darüber hinaus auch Schlüsse auf die Konstruktion der Bomben zu, die sich mit sensationellen Dokumentenfunden und einer schlüssig geführten Recherche decken.

In einer aufregenden investigativen Spurensuche wird das Geheimnis um die Entwicklung der deutschen Bombe durchbrochen. Der Zuschauer sieht Orte dramatischer Entwicklungen, bekommt technische Entwicklungen zu sehen, erlebt militärische Aktionen, Verrat, wissenschaftliche Erfolge und erfährt die Einsatzplanungen gegen London, New York und Russland. Hier Nazis und Wissenschaftler, dort Sklavenarbeit; hier Glauben an den Endsieg, dort Verrat; hier Chaos, dort die rücksichtslose Verfolgung eines Ziels - eine perfekte Story. Der Film wird eine sensationelle, zeitgeschichtliche Dokumentation, ein Abenteuer- und Faktenbericht, der auf Jahre hinaus die Diskussionen bewegen wird.


Weiss eigentlich jemand wann das gesendet werden soll?
Gott hat nicht den Menschen erschaffen, sondern der Mensch erschuf Gott «nach seinem Bilde».
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