Amt 8 in Arnstadt

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Amt 8 in Arnstadt

Beitragvon kps » Montag 4. Juli 2005, 18:57

Ein Anziehungspunkt in Arnstadt der besonderen Art ist die im Neuen Palais (Schlossmuseum) untergebrachte Puppenstadt "Mon plaisir". Wenige wissen aber, was sich im Keller dieses Gebäudes vor, während und nach dem 2. Weltkrieg abspielte. Diesem Rätsel möchte ich mit folgender Diskussion um das Nachrichtenamt 8 (kurz Amt 8) und der späteren Nutzung nachgehen. Am 26.06. besichtigten Mitglieder des Jonastalvereins einige wichtige ANlaufpunkte in Arnstadt und dank des Angagements von walter konnten wir auch in besagten Keller. Jetzt ist mir auch "deutlich" bewusst geworden, warum eben dieser Keller ausgewählt wurde. Mein Auto parkte nur einen Steinwurf entfernt von der alten Hauptpost von Arnstadt.

Link zu unseren Fotos: http://www.gtgj.de/script/pic2/index.php?showcat=203

Bild

Zu Beginn etwas über die Geschichte des Hauses.

Über das Schlossmuseum Arnstadt ------------------------------------------

Mit dem Schlossmuseum zu Arnstadt verbindet sich vor allem der Name einer einzigartigen Puppensammlung: "Mon plaisir". Jedes Jahr finden Tausende von Besuchern den Weg in die Ausstellungsräume dieses Museums mit der Absicht, das nachzuvollziehen, was mit der Entstehung dieser Sammlung angestrebt wurde: Das Vermitteln eines detailgetreuen Abbildes einer kleinen deutschen Residenzstadt der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Gleichzeitig gilt das "Mon plaisir" mit seinen 82 Szenen mit insgesamt 391 Figuren als weltweit größte und umfangreichste Sammlung seiner Art. 1930 - nach wechselvoller Geschichte - fand es in den Räumen des ehemals Fürstlichen Palais zu Arnstadt, dem nunmehrigen Schlossmuseum, sein endgültiges Domizil und ist dort seit Mai 1931 der Öffentlichkeit zugänglich.

Zur Geschichte des Schlossmuseums Arnstadt
--------------------------------------------------------------------------------

Das ehemals Fürstliche Palais, ein schlichtes, barockes Stadtschloss in zentraler Lage der Stadt am Schlossplatz gelegen, wurde von 1734-1735 im Auftrage des Fürsten Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen erbaut. Als Baumeister dieses ursprünglich als Wittumspalais für die Gemahlin Günthers, Elisabeth Albertine, errichteten Gebäudes ist jüngsthin der Architekt Johann Heinrich Hoffmann, Landbaumeister von Anhalt-Bernburg und von 1731/32 bis 1733/34 auch für Schwarzburg-Sondershausen, anzusprechen.

Noch zu Lebzeiten des Fürstenpaares - und darüber hinaus - diente das Arnstädter Palais der Bewahrung der fürstlichen Kunstsammlungen, welche den Grundstock des Arnstädter Museumsbestandes bilden. Dabei ist insbesondere die Porzellansammlung Fürst Günthers I. erwähnenswert, deren größter Teil bis zum heutigen Tage in einem Porzellan- und Spiegelkabinett an originalem Platze zu bewundern ist. Insgesamt ca. 1000 chinesische und japanische Porzellane, überwiegend aus der Zeit um 1700, werden hier auf insgesamt 763 blattähnlichen Konsolen präsentiert. Ergänzend sind in der übrigen Ausstellung Meißner Porzellane (1. Hälfte 18. Jh.), ebenfalls auf Fürst Günther I. als Sammler zurückzuführen, zu besichtigen.

Der zum Bauensemble gehörende, sich westlich anschließende Marstall beherbergt darüber hinaus ein Lapidarium (Grabmale des 18. Jahrhunderts,


Architekturteile der Ruine Neideck, 16. Jh.) sowie eine Sammlung historischer Feuerlöschhanddruckspritzen (letztere während der Winteröffnungszeiten geschlossen).

Quelle: http://www.kulturbetrieb.arnstadt.de/de ... museum.htm
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Beitragvon kps » Donnerstag 26. Januar 2006, 20:47

Und noch einen habe ich (look-)


Anbei aus "Einem ordentlichen" Stadtarchiv in Arnstadt

Städt. Gas-, Elektr.- und Wasserwerke
Arnstadt i. Thür.

An das
Stadtbauamt, - Baupolizeibehörde –
Arnstadt

Arnstadt, 17. Januar 1936

Gesuch um Erteilung der Genehmigung zur Errichtung einer elektr. Leitungs-Anlage nach § 2 Abs. 1 der Landespolizeiverordnung über elektr. Starkstromanlagen vom 31.Dezember 1932

Die ieferung von elektr. Arbeit für einen Betrieb der Deutschen Reichspost im Museumsgebäude (Schlossstraße) [mit Bleistift -> Amt 8] macht die Verlegung einer elektr. Kabelleitung erforderlich...


MfG
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Beitragvon ssch » Dienstag 31. Januar 2006, 18:44

Hallo Leute.

Auf speziellen Wunsch von kps schreibe ich auch gerne noch was zum „Amt 8". :lol:

Tarnname für Arnstadt war „Bernstadt". „Amt 8" war als Fernmeldezentrale des Heerestransportwesens vorgesehen. In Wünsdorf gab es als Pendant zum „Amt 8" das „Amt 15", das im Keller der Heeressportschule, dem Mobilmachungsstandort des Stabes des Chefs des Heerestransportwesens, eingerichtet war. Die Fernschreib- und Fernsprechverbindungen des Heerestransportwesens waren im so genannten „Störungsnetz Hektor" zusammengefasst. Bei Mobilmachung wäre dieses Sondernetz von der Reichspost geschaltet worden.

In einer am 22. September 1936 vom Reichspostministerium an die Reichspostdirektionen versandten „Anweisung für die Bereitstellung der Fernsprech- und Fernschreibverbindungen des Störungsnetzes Hektor (einschließlich Zusatznetz Bernstadt)" heißt es einleitend:
„Netztechnisch betrachtet, gliedert sich das Gesamt-Störungsnetz Hektor in das eigentliche Netz Hektor, dessen Netzmittelpunkte die Zentralen Berlin – Voßstraße und W’dorf sind und in ein kleineres Zusatznetz, das als ‚Zusatznetz Bernstadt’ bezeichnet wird. Dieses Zusatznetz wird je nach Lage der Verhältnisse als Ergänzung des eigentlichen Hektornetzes mit diesem zusammen oder später geschaltet. Welche F- und T-Verbindungen zum ‚Zusatznetz Bernstadt’ gehören, wird den in Frage kommenden RPDn vom RPZ mitgeteilt."


Im Begleitschreiben zu der Anweisung heißt es erklärend:
„Es kann möglich sein, daß im Bedarfsfalle, wenn der Netzmittelpunkt W’dorf ausfällt, das gesamte auf W’dorf gestützte Hektornetz nach Bernstadt umgeschwenkt werden muß. Damit dann keine Schwierigkeiten auftreten, ist vom RPZ jetzt schon zu prüfen, wie die in W’dorf endigenden Verbindungen nach Bernstadt durchzubringen sind."


Die Vorgeschichte, die zur Entscheidung für das Arnstädter Schloss als Standort für „Amt 8" geführt hat, ist noch zu recherchieren. Bekannt ist aber, dass Anfang 1936 mit der Museums-Stiftung ein Mietvertrag „fest bis zum 31.9.1965 und weiter auf unbestimmte Zeit" geschlossen werden sollte. Bereits am 16. April 1936 konnte die Reichspostdirektion Erfurt dem Reichspostministerium mitteilen:
„Anliegend wird je eine Abnahmeverhandlung über die fernsprechtechnische Einrichtung, die WT-Einrichtung und die Handvermittlungseinrichtung des Amtes 8 vorgelegt.
Die technischen Einrichtungen stehen ab 8.4. bezw. 9.4. betriebsbereit. Die Stromversorgungsanlage wird voraussichtlich am 21.4. bis auf den Anschluß der Netzersatzanlage an die Schalttafel endgültig fertiggestellt sein. Unabhängig davon kann der Betrieb jederzeit aufgenommen werden.
Die Netzersatzanlage wird nach Angabe der Firma voraussichtlich bis zum 25.4.36 geliefert werden. Nach deren Aufstellung wird mit der endgültigen Fertigstellung der Räume (Gasschleusen, Malerarbeiten und Linoleumbelag) begonnen werden."


Am 11. Juni 1936 konnte die RPD Erfurt von weiteren Baufortschritten berichten:
„Bau und Einrichtung des Amtes 8 sind bis auf die im Erdgeschoß liegenden Räume (Lager und Aufenthaltsraum) beendet."


Und am 15. Februar 1937 konnte schließlich gemeldet werden:
„Der Bauauftrag 1055/35 ist nahezu abgeschlossen. Die Rechnungslegung kann in einiger Zeit erfolgen. Im ganzen wurden bei diesem Bauauftrag der RPD 315 000 RM bereitgestellt, Vf vom 18.9.35, 19.11.35 und 16.1.36 St r 3557-0/h G. Bisher wurden rd. 268 000 RM verbraucht, sodaß rd. 47 000 RM unverausgabt bleiben werden."


Der Stab des Chefs des Heerestransportwesens sollte in zwei Arnstädter Schulen untergebracht werden. Zum Lyzeum in der Lindenallee wurden 50 Aderpaare, zur Fürst-Günther-Schule am Schloßplatz 100 Aderpaare gelegt. Die Leitungen endeten an Kabelverzweigern außerhalb der Gebäude. Für beide Schulen liegen detaillierte Raumbelegungspläne vor. Das Reichskriegsministerium forderte am 12. Januar 1938 mit Blick auf die Schulgebäude:
„(…) die im Frieden unter Berücksichtigung der Geheimhaltung möglichen materiellen und personellen Vorbereitungen (sind) so zu treffen, daß der Ausbau im Bedarfsfall sofort in Angriff genommen und in einer möglichst kurzen Frist durchgeführt werden kann."


Die Geheimhaltung hat überhaupt eine große Rolle gespielt. Am 3. Oktober 1939 hieß es in einem Schreiben des Reichskriegsministeriums:
„Das Personal ist mobmäßig sichergestellt durch einen Zug der Fernschreibkompanie. Übungen sollen aus Tarnungsgründen nicht stattfinden. Es wird angenommen, daß durch die regelmäßigen Überprüfungen der Anlage durch die RPD Erfurt genügende Sicherheit für die dauernde Betriebsfähigkeit der Anlage gegeben ist."


Eine andere Begebenheit zeigt , dass „Amt 8" nur als Zwischenlösung gesehen wurde. Bei einer Inspektionsreise wurde festgestellt, dass die Heizkosten für das „Amt 8" sehr hoch waren. Geheizt wurde elektrisch, und wegen der Feuchtigkeit im Schlosskeller musste sowohl im Winter als auch im Sommer geheizt werden. Deshalb wurde der Einbau einer Warmwasser-Zentralheizung erwogen. Bei der Dimensionierung der Heizanlage wurde augenscheinlich auch über Reservekapazitäten nachgedacht. Aber in einem Schreiben des Reichskriegsministeriums vom 14. November 1936 heißt es:
„Da gem. Schreiben VO. Nr. III 6422/36 g.K.v. 14.11.36 der Ausbau ‚Bernstadt’ nach anderen, als bisher gültigen Gesichtspunkten erfolgen wird, kommt bei der Bemessung des Umfangs der u.U. herzustellenden Zentralheizungsanlagen die Rücksicht auf Hinzunahme weiterer Räume nicht mehr in Betracht. Es genügt also die Berechnung für die jetzt benützten Räume. (…)"

Auf diesem Schreiben findet sich der handschriftliche Vermerk: „d.h. Ausbau wie Olga".


Noch deutlicher kündigt sich das Projekt „Amt 800" im Schreiben des Reichspostministeriums an die Reichspostdirektion Erfurt vom 23. November 1936 an:
„In Bernstadt ist neuerdings nicht mehr beabsichtigt, die Mob-Vermittlung durch Hinzunahme weiterer Räume zu vergrößern. Bernstadt soll nach neuen Grundsätzen bunkermäßig ausgebaut werden."


Schließlich wurde der Einbau einer Zentralheizung verworfen. Unter anderem auch mit folgendem Argument: „ Die Geheimhaltung der Anlage ist gefährdet, da es sich nicht vermeiden läßt, daß die Arbeiter Einblick in die technische Einrichtung gewinnen."

Gegen Ende der 30er Jahre verliert Bernstadt - ähnlich wie Olga - an Bedeutung. Bei Übungsschaltungen des Hektornetzes bleibt das „Zusatznetz Bernstadt" in der Regel außen vor. Über den schließlichen Abbau der Anlagen schreibe ich später noch etwas.

Viele Grüße
Sebastian
ssch
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"Amt 9"

Beitragvon ssch » Dienstag 31. Januar 2006, 19:50

Eine Randepisode zum „Amt 8“ möchte ich kurz gesondert darstellen. Es gab nämlich Planungen für ein „Amt 9“ als Ausweiche für „Amt 8“. „Amt 9“ hätte sich in Gotha befunden, der Deckname war „Goberg“. Der „Fall Goberg“ stellte eine Schaltungsvariante des Hektornetzes dar. Dabei handelte es sich aber immer nur um theoretische Überlegungen. Zwar waren Anfang 1936 in Hektor-Verbindungsübersichten auch zahlreiche Verbindungen nach Gotha vorgesehen. Die von der Reichpostdirektion Erfurt (Postbaurat Kasper) entworfenen Pläne für den Ausbau eines Gewölbekellers (Schloß?) zum „Amt 9“ haben aber nur auf dem Papier bestanden. Am 26. März 1936 orientierte das Reichspostministerium die Reichspostdirektion Erfurt:
„Für das Amt 9, das als Ausweiche für Amt 8 gedacht ist, waren lediglich Vorarbeiten in Form von Kostenberechnungen durchzuführen. Der Ausbau des Amtes 9 ist vorläufig nicht beabsichtigt.“


Im Laufe des Jahres 1936 wurden die Planungen für „Amt 9“ komplett fallen gelassen. So hieß es am 30. Oktober 1936 in einem Schreiben des Reichskriegsministeriums zu Änderungen am Hektornetz:
„Die Leitungen zu lfd. Nr. 79 und 80 können fortfallen, da der Fall Goberg künftig nicht mehr in Erscheinung tritt. Die gem. Bezugsschr. vorzusehenden Arbeiten für den Fall Goberg sind daher nicht mehr erforderlich.“

Auf dem Schreiben findet sich eine handschriftliche Notiz vom 10. November 1936: „Der Fall Goberg ist nach Auskunft von VO aufgegeben worden. Es bedarf also für Goberg keinerlei Vorbereitungen mehr.“


Und das Reichpostministerium schrieb am 13. November 1936 an die Reichspostdirektion Erfurt:
„Der Fall Goberg ist aufgegeben worden. Die Vorbereitungsmaßnahmen (papiermäßige Bereitstellung der Verbindungen) sind zu widerrufen.“


Ende 1936 tauchte „Goberg“ in den Verbindungsübersichten des Hektornetzes nicht mehr auf.

Viele Grüße
Sebastian
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Beitragvon TÜP » Dienstag 31. Januar 2006, 20:12

Sebastian - jetzt fällt der Stade vorm Rechner um. Das kannst du doch nicht so schreiben. Sein "Amt 9" ist nur blanke Theorie? Dann unterhalte dich mal mit ihm.
Aber mal im ernst - gab es kein Amt in Gotha?
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Beitragvon ssch » Dienstag 31. Januar 2006, 23:19

TÜP hat geschrieben:Aber mal im ernst - gab es kein Amt in Gotha?

Darauf antworte ich mal vorsichtig: Zumindest nicht im Hektornetz.

Hätte es in Gotha ein Nachrichtenamt gegeben, das in einem anderen Sondernetz eine wesentliche Rolle spielte, wäre die Installation von "Amt 9" sicherlich anders diskutiert worden. Ich bin vollkommen sicher, dass "Amt 9"/"Goberg" niemals über die theoretische Überlegung hinaus ging.

Ein Verstärkeramt oder eine einfache Anschlußstelle sind allerdings denkbar, das wäre zu recherchieren. Da reden wir aber über qualitativ ganz verschiedene Dinge. Ein Nachrichtenamt wie "Amt 10", "Amt 15", "Amt 8" oder "Amt 500" war ein Instrument der Führung. Ein Verstärkeramt dagegen war einfach nur Teil der Infrastruktur, wenn auch in Einzelfällen ein sehr wichtiger. Also: Wo ein Nachrichtenamt gewesen sein soll, muss es auch Führungseinrichtungen gegeben haben, die sich dieses Nachrichtenamtes bedienten. Welche sollten das in Gotha gewesen sein?

Viele Grüße
Sebastian
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Beitragvon kps » Mittwoch 1. Februar 2006, 07:41

Hallo Sebastian, für diese Woche bist du mein "Held". Du hast die s.g. Jonastal-Szene mit deinen Postings ein ganzes Stück weitergebracht und es macht jetzt wieder Sinn, einzelne Diskussionen in ein lokales Archiv aufzunehmen. In der letzten Zeit blähen sich viele Diskussionen in den entpsr. Foren durch persönliche Angriffe und Unsachlickeiten extrem auf, so daß der Verdacht nahe liegt, dass dieses Vorgehen Methode hat und Störungen provoziert werden sollen :-sky). Erfolg erkennt man ja auch an den Reaktinen seiner angagiertesten Kritiker (-88-)

ssch hat geschrieben:...Die Vorgeschichte, die zur Entscheidung für das Arnstädter Schloss als Standort für „Amt 8" geführt hat, ist noch zu recherchieren...


Diese Frage ist relativ einfach zu beantworten. Die Hauptpost befand sich auf der anderen Strassenseite ein paar Häuser weiter (zumindest zu DDR-Zeiten und ich denke vorher auch) und so war die Entfernung zum nächsten Anschlußpunkt extrem kurz. Auch in Nachbargebäuden befanden sich Telefonzentralen - so meiner Meinung nach im Landratsamt gegenüber.

MfG
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Beitragvon isegrim » Mittwoch 1. Februar 2006, 13:15

Fernmeldeamt Gotha - Inbetrienahme ca. 1924 - ab diesem Zeitpunkt
war dieses Amt als Fernmelde-und Verstärkeramt am Netz,die alte Technik
wurde erst in den achtziger Jahren ersetzt.
Die Größe des Verstärkeramtes kann als normal eingestuft werden.
Das Fermeldeamt arbeitete unter normaler Belastung,reserven waren zur damaligen Zeit vorhanden.Ob das Verstärkeramt bis 45 für andere Bedarfsträger tätig war,ist aus den mir vorliegenden Unterlagen nicht zuerkennen.
Jedoch könnte evtl. das Fernkabel Frankfurt/Berlin eingeschleift worden sein.
Nach meinen Unterlagen und auch nach den Aussagen der Zeitzeugen
gab es kein weiteres Verstärkeramt in Gotha.
Aus einer Unterlage geht hervor das unter dem Schloß Friedenstein
ein " Nachrichtenpunkt" was immer das auch sein sollt, einzurichten ist.
(1938).
In einem weiteren Schriftstück steht jedoch geschrieben:
wird festgelegt, "daß an dieser Stelle ein geschütztes Lazaret unterzubringen ist" (02/1940).
Ich hoffe Sebastian ,das diese info etwas hilfreich ist.
isegrim
 

Beitragvon TÜP » Mittwoch 1. Februar 2006, 20:24

Eine Randepisode zum „Amt 8“ möchte ich kurz gesondert darstellen. Es gab nämlich Planungen für ein „Amt 9“ als Ausweiche für „Amt 8“. „Amt 9“ hätte sich in Gotha befunden,..........


Jetzt gibt es ein Problem Sebastian!
Wenn du das beweisen könntest, dass Amt 9 weder in Gotha noch irgendwo anders gebaut wurde, wäre das eine "TALLBOY-BOMBE". Ich kann das jetzt nicht näher erklären, sonst mindert es die "Treffergenauigkeit".
Kannst du uns mal bitte ein Dokument einstellen, wo man das nachvollziehen kann?
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Beitragvon kps » Mittwoch 1. Februar 2006, 21:45

Die gleiche Quelle behauptet auch, dass es jeweils ein Amt 11 und 12 betriebsbereit im Großraum Jonastal gab. Bitte auch danach Augen und Ohren aufhalten.

MfG
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Beitragvon isegrim » Donnerstag 2. Februar 2006, 08:39

und von einem Amt bei Gotha/Kindleben welches nur für
Flugscheiben zuständig war, spricht diese Quelle auch,da mich Gotha
beschäftigt bitte auch da mal am Ball bleiben.
isegrim
 

Die Anfänge von "Amt 8"

Beitragvon ssch » Donnerstag 2. Februar 2006, 18:30

Die erste Anforderung zur Einrichtung von „Amt 8“ erfolgte am 24. Mai 1935 durch ein Schreiben ans Reichspostministerium:
„I. Als weitere Unterkunft für die HTK ist Arnstadt vorgesehen. Ausweiche = Gotha. Der Ausbau von Arnstadt soll soweit es möglich ist, jetzt ausgeführt werden, während die Arbeiten für Gotha nur in einer Planung mit Kostenberechnung bestehen werden.

II. Für Arnstadt sind zu unterscheiden:
a) sofortiger Ausbau
b) später Ergänzung dazu.

Zu IIa) In den vorgesehenen Betriebsräumen (Gewölbekeller des alten Schlosses, neben dem Postamt) sind zu errichten:
(…)“


Es folgen detaillierte Anforderungen der Fernsprechausstattung in Arnstadt, die ich hier auslasse. Dann geht es weiter:

„III. Ausweichunterkunft in Gotha
Betriebsräume im Keller des Ostturmes, Geschäftsräume in den Obergeschossen des Schlosses.
Es sind vorerst nur passende Betriebsräume zu erkunden.
Für die Planung und Kostenermittlung sind zu berücksichtigen:
(…)“


Es folgen auch hier fernmeldetechnische Anforderungen. Das Schreiben setzt fort:

„Für die Heranführung der Leitungen aus dem Reichspost- und Reichsbahnnetz in das Schloß wären zur Kostenermittlung je 50 DA zu berücksichtigen.
Es wird gebeten, nachstehendes zu veranlassen:
1.) Planung und überschlägliche [sic!] Kostenermittlung einschließlich etwa erforderlicher Bauarbeiten für Arnstadt. Vielleicht ließe sich hier alles als Erweiterung der Posteinrichtungen tarnen.
Sollten die Vermittlungsräume zu feucht sein, wäre der Ausbau nur bis einschl. Verteiler durchzuführen. Aufbewahrung der Vermittlungsschränke usw. dann im Gebäude der Post. Eine Äußerung darüber wird in der Planung erbeten.
2.) Planung usw. wie zu 1.) für Gotha. Es wird jedoch bemerkt, daß es sich vorläufig nur um eine Vorarbeit handelt. (Vergl. unter I. Kostenberechnung).
Der Punkt 1.) (Arnstadt) ist vordringlich und wäre zuerst zu bearbeiten.
3.) Das RPZ mit der Federführung und die RPD Erfurt mit der Auskundung, praktischen Bearbeitung usw. zu betrauen. Dienststellen der Wehrmacht außer VO im RZP [sic!], wären von RPZ und RPD nicht zu beteiligen.
(…)“
(Alle Hervorhebungen wie im Original.)


Die Anforderung des Kriegsministeriums wurde vom Reichspostministerium am 4. Juni 1935 an das Reichspostzentralamt weitergegeben. Am Ende des Schreibens wird gefordert:
„Bei den Verhandlungen mit den Besitzern der Schlösser oder ihren Beauftragten muss beachtet werden, dass auf keinen Fall Äußerungen fallen, die den Schluss zulassen, dass hier militärische Vermittlungen geplant werden. Aus Tarnungsgründen ist daran festzuhalten, dass es sich um geplante Erweiterungen von postalischen Einrichtungen handelt, - Einbau von EV für die Erweiterung des ON, Einrichtung von Lagerräumen für Bauzeug und Apparate und dgl.“


Am 1. Juli 1935 berichtet das Reichspostzentralamt unter Beifügung eines Umbauplans für das Arnstädter Schloß:
„Die Einrichtung der Unterkunft in Arnstadt im alten Schloß wurde an Ort und Stelle mit der RPD geprüft und in den Einzelheiten festgelegt. Ein Aufstellungsplan liegt bei (Anl.1). Die Räume sind in ihrem jetzigen Zustand für die Aufnahme der technischen Einrichtung ungeeignet. Der Feuchtigkeitszustand der Keller ist zur Zeit erheblich. Nach Angabe des Postbaurates der RPD Erfurt wird es möglich sein, die Keller trocken zu bekommen. Der Grundwasserspiegel soll in der Gegend des Kellers sehr tief liegen. Es handelt sich also nicht um Feuchtigkeit aus der Erde, sondern um Feuchtigkeit, die sich in dem Bruchstein und dem Kalk der Wände infolge jahrzehntelangen Nichtlüftens der Keller angesammelt hat. Es sind jetzt alle Fenster geöffnet. Nach etwa einer Woche wird der Feuchtigkeitszustand erneut geprüft, es ist aber erforderlich, die Wände mit einem feuchtigkeitssicheren Putz und die Fußböden mit einem Asphaltbelag zu versehen. Falls hierdurch eine ausreichende Trockenheit der Räume nicht erreicht wird, müßte noch eine Heizungs- und Belüftungsanlage vorgesehen werden.
Während die Kellerräume des alten Schlosses in Arnstadt eine größte Bogenhöhe von 2.70 m besitzen, haben die Keller des Schlosses in Gotha schätzungsweise eine Höhe von 5 m. Die Keller in Gotha sind auch wesentlich geräumiger als die in Arnstadt, auch ist ihr Feuchtigkeitsgehalt nicht so hoch; jedoch wäre auch in Gotha die für A notwendige Maßnahme zum Austrocknen der Keller zu treffen.“


Am 16. und 17. Juli 1935 bereiste eine gemeinsame Erkundungskommission von Reichspost und Heeresvertretern Arnstadt und Gotha, um sich vor Ort ein Bild von den Verhältnissen zu machen. Im Besprechungsprotokoll heißt es über die Begehung in Arnstadt am 16. Juli 1935:
Punkt 1. Die bisher in Aussicht genommenen Kellerräume reichen nicht aus. Es sind noch weiter erforderlich ein Empfangsraum, 1 Chiffrierraum, 1 Raum für Geheimschreiber und 1 Reserveraum. Die RPD Erfurt wird entsprechende Verhandlungen mit dem Oberbürgermeister wieder aufnehmen.
Punkt 2. Alle Kellerräume müssen gas- und splittersicher ausgebaut sein. Einzelne Fenster sind als Notausgänge herzurichten. In sämtlichen Räumen ist Linoleumbelag vorzusehen.
(…)“
(Alle Hervorhebungen wie im Original.)


Am folgenden Tag wurde der Gothaer Schlosskeller besichtigt:
Fortsetzung der Besprechung in G am 17. Juli 1935.
Punkt 1. In G sind die Kellerräume unter dem Ostturm vorgesehen (280 qm). Soweit notwendig, können die Kellerräume im östlichen Seitenflügel noch mit belegt werden. Die Geschäftsräume sind von der RPD auszukunden.
Punkt 2. Als Heizung ist eine Warmwasseranlage vorzusehen.
Punkt 3. Die Dieselanlage wird im Keller des Westturms untergebracht.
Punkt 4. Die Planung der Anlage wird vom RPZ und von der RPD Erfurt sofort in Angriff genommen. Ausführung voraussichtlich 1936.“
(Alle Hervorhebungen wie im Original.)


Nach einigem Schriftwechsel erteilt schließlich das Reichspostministerium am 18. September 1935 folgenden Auftrag an die Reichspostdirektion Erfurt:
„Auf Grund des von der RPD dem RKM unmittelbar übersandten Kostenanschlags soll mit den Arbeiten für die Einrichtung der Vermittlung in B. sogleich begonnen werden. Der RPD werden für das Bauvorhaben insgesamt Mittel bis zum Betrage von 211 200 RM aus besonderen Mitteln des Rj 1935 bereitgestellt. Das Bauvorhaben erhält die Bezeichnung ‚Bauauftrag 1055/35’. (…).“


Der Mietvertrag mit der Museumsstiftung trat nach einigen Querelen hinsichtlich des Zeitpunkts, an dem die Miete zu zahlen war, zum 1. September 1935 in Kraft und sollte 30 Jahre bis zum 31. August 1965 laufen und sich dann automatisch verlängern. Die Jahresmiete für 385 qm betrug 1.200 RM. Da man schnell merkte, dass der Platz im Keller nicht ausreichte, mietete man noch vier weitere Räume im Erdgeschoss des Schlosses an. Die Miete betrug weitere 360 RM für eine Fläche von 138 qm.

Ab hier geht die Geschichte da weiter, wo ich in meinem ersten Beitrag angefangen habe.

Viele Grüße
Sebastian
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Beitragvon ssch » Donnerstag 2. Februar 2006, 18:32

isegrim hat geschrieben:und von einem Amt bei Gotha/Kindleben welches nur für
Flugscheiben zuständig war, spricht diese Quelle auch,da mich Gotha
beschäftigt bitte auch da mal am Ball bleiben.

War für Flugscheiben die Luftwaffe zuständig? Dann sollte man mal die "Störungsnetze" der Luftwaffe unter die Lupe nehmen... :lol:

Viele Grüße
Sebastian
ssch
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Das große NICHTS

Beitragvon ssch » Donnerstag 2. Februar 2006, 19:07

TÜP hat geschrieben:Wenn du das beweisen könntest, dass Amt 9 weder in Gotha noch irgendwo anders gebaut wurde, wäre das eine "TALLBOY-BOMBE".


Naja, es ist ziemlich schwierig, das "Nichts" zu beweisen. Da können wir das Forum gleich zum philosophischen Salon umgestalten.

Es lässt sich beweisen,
  • dass "Amt 9" als Ausweiche für "Amt 8" papiermäßig vorbereitet wurde. Es gibt eine Umbauskizze und eine Kostenaufstellung (105.000 RM). Es wurden Hektorverbindungen angefordert, um Gotha in das Netz einzubinden. Der "Fall Goberg" wurde zur Variante der Hektoranforderung bei Mobilmachung oder A-Fall.
  • dass die Idee einer Ausweiche in Gotha im Herbst 1936 fallen gelassen wurde. Die Verbindungen nach Gotha verschwanden bis Ende 1936 aus den Verbindungsübersichten.

Im einzelnen verweise ich auf die von mir zitierten Quellen. Signaturen und Aktenzeichen teile ich gerne mit. Kopien gibt's noch nicht, da ich zur Zeit noch mit den Akten arbeite.

Man könnte ja auch den Umbauplan des Gothaer Schlosses einmal hernehmen und eine Ortsbegehung machen. Da wird sich zeigen, ob es entsprechende Umbauspuren im Schloßkeller gibt. (Wie gesagt, ich erwarte keine.)

Dass die Tarnbezeichnung "Amt 9" ein zweites Mal vergeben wurde, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Und wenn, dann vermutlich nur für ein gleichartiges Projekt: Also als Ausweiche für "Amt 8". Dann aber hätte dieses imaginäre "Amt 9" in das Hektornetz eingebunden sein müssen. Das kann ich nach meiner bisherigen Aktenkenntnis ausschließen. Es gibt weder im Schriftwechsel, noch in Verbindungsübersichten oder Netzspinnen Hinweise auf dieses "Amt 9" (nach Aufgabe des "Falls Goberg"). Man muß außerdem berücksichtigen, dass auch "Amt 8" im Jahr 1940 aufgegeben und wohl auch demontiert wurde. Und eine Ausweiche für ein nicht mehr vorhandenes Amt ist ja wohl wenig sinnvoll.

Viele Grüße
Sebastian
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Beitragvon ssch » Samstag 4. Februar 2006, 11:21

Um das Thema "Amt 8" abzurunden, kurz noch etwas zum Ende dieses Nachrichtenamts. 1940 ging man offenbar davon aus, dass im laufenden Krieg die Führung das Heerestransportwesens nicht mehr nach Arnstadt ausweichen müsste. Konsequenterweise teilte das OKW am 10. August 1940 zum "Hektorzusatznetz Bernstadt" mit:
„Nach Mitteilung OKH/Chef HNW wird auf die für das Zusatznetz Bernstadt bereitgestellten und nachstehend genannten Hektorverbindungen mit Auflösung des Amtes 8 verzichtet. Die Nummern können gestrichen werden.“

Dazu wurden 14 Fernschreibverbindungen und 35 Fernsprechverbindungen einzeln aufgelistet, deren Anforderung aufgehoben wurde.

Abschriften des o. a. Schreibens gingen am 14. August 1940 ans Reichspostzentralamt und an die Reichspostdirektion Erfurt mit der knappen Anweisung: „Abschrift (vom Eingang) zur Kenntnis. Das Weitere ist zu veranlassen."

In der Folge wurden Mittelbereitstellungen und noch nicht vollständig ausgeführte Bauaufträge für "Amt 8" zurückgezogen. "Bernstadt" verschwand aus den Hektor-Verbindungsübersichten. Es deutet alles darauf hin, dass in den folgenden Monaten die Fernmeldeausstattung von "Amt 8" abgebaut und anderweitig verwendet wurde.

Viele Grüße
Sebastian
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Beitragvon ssch » Mittwoch 24. Juni 2009, 10:03

Da ich an anderer Stelle auf diesen Thread verlinkt habe, möchte ich einige Punkte ergänzen:

ssch hat geschrieben:Ein Verstärkeramt oder eine einfache Anschlußstelle sind allerdings denkbar, das wäre zu recherchieren. Da reden wir aber über qualitativ ganz verschiedene Dinge. Ein Nachrichtenamt wie "Amt 10", "Amt 15", "Amt 8" oder "Amt 500" war ein Instrument der Führung. Ein Verstärkeramt dagegen war einfach nur Teil der Infrastruktur, wenn auch in Einzelfällen ein sehr wichtiger. Also: Wo ein Nachrichtenamt gewesen sein soll, muss es auch Führungseinrichtungen gegeben haben, die sich dieses Nachrichtenamtes bedienten. Welche sollten das in Gotha gewesen sein?

Diese Aussage würde ich heute so nicht mehr treffen. Inzwischen sind mir auch "Ämter" bekannt, bei denen es sich offenbar um reine Verstärkerämter handelte.

isegrim hat geschrieben:Fernmeldeamt Gotha - Inbetrienahme ca. 1924 - ab diesem Zeitpunkt war dieses Amt als Fernmelde-und Verstärkeramt am Netz, (...)

In Gotha gab es kein Verstärkeramt im Fernkabelnetz, in Arnstadt übrigens auch nicht.

ssch hat geschrieben:Es deutet alles darauf hin, dass in den folgenden Monaten die Fernmeldeausstattung von "Amt 8" abgebaut und anderweitig verwendet wurde.

Dass Fernmeldeeinrichtungen aus dem "Amt 8" nach dessen Aufhebung an anderer Stelle verwendet wurden, lässt sich quellenmäßig belegen.

Viele Grüße
Sebastian
ssch
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