Geschichte Polte 2 bei Rudisleben

Bereich für alle Diskussionen rund um das Jonastal bzw. die relevanten Brennpunkte

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Beitragvon frosch » Freitag 27. Januar 2006, 05:25

Die Frage ist, ob es im Altkreis Arnstadt (Blockierung von Behörden)möglich war in die Materie tiefer einzusteigen und wann wurde die Polte 2 "freigegeben" - vor oder nach dem Abbruch der Anlagen.
Aber mal etwas anderes:
1. Was bedeudet der Name Polte
2. Es wir nur immer im Untergrund nach Dingen gesucht, die nicht vorhanden sein können. Wie sieht es aus mit der chemischen Bodenbelastung und welche Einschränkungen in der Nachnutzung können sich daraus ergeben
frosch
 

Beitragvon ssch » Freitag 27. Januar 2006, 06:01

frosch hat geschrieben:1. Was bedeudet der Name Polte


Schauen wir mal, was die Wikipedia dazu sagt... :lol:

Viele Grüße
Sebastian
ssch
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Beitragvon kps » Freitag 27. Januar 2006, 06:38

ssch hat geschrieben:
frosch hat geschrieben:1. Was bedeudet der Name Polte


Schauen wir mal, was die Wikipedia dazu sagt... :lol:

Viele Grüße
Sebastian


Zitat Wikipedia -> "Poltes Unternehmen wurde zu einem der größten Munitionsproduzenten Deutschlands..."

Dies ist vor allem für Polte I in Arnstadt überliefert und innerhalb Polte II waren Lager bzw. Bunker, Glühöfen und u.a. sollen die produzierten Sachen auch regelmäßig getestet worden sein.

Anbei noch ein Foto vom Prüfstand VII in Peenemünde - auch Polte Produkt, dass man heute teilweise noch wiederfindet -> Ein Hydrant

Bild

hergestellt in den Polte Werke Magdeburg
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Polte

Beitragvon J.Schulze » Freitag 27. Januar 2006, 08:01

Tach auch,oder besser Guten Morgen!Zu den Fotos aus dem Jahr 92 nur soviel:Habe diese mit einem Bekannten,bei einer Geländebegehung,zwecks Übernahme oder Kauf einer Teilfläche,eben dieses Stückes(Fuhrpark und Wartungshallen) für seine Spedition gemacht.Hatten da aber nur eine sehr einfache Kamera bei und deswegen die schlechte Qualität.gr J.Schulze
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Beitragvon isegrim » Freitag 27. Januar 2006, 08:14

Hallo - brauchst dich doch nicht entschuldigen,sei zufrieden das du Bilder
besitzt,andere haben keine und nörgeln.
:-top)
isegrim
 

Polte

Beitragvon J.Schulze » Freitag 27. Januar 2006, 18:56

Nen guten Abend auch! War ja auch nur ne Erklärung und keine Entschuldigung,denn Ich wüsste nicht warum.J.Schulze :-top)
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Polte 2

Beitragvon Schäfer » Freitag 27. Januar 2006, 20:03

Hallo auch.Möchte hier mal ne Frage in den Raum stellen.Da ich ja hier in unmittelbarer nähe der Polte 2 großgeworden bin und doch irgentwie bis in die siebziger Jahre auch in der nähe gelebt habe,ne frage in die Runde:Es gibt ja die zwei Luftbilder von der Polte 2.Eins vom 16,oder 17 märz 45,das andere ca. eine woche später,mit der doch größeren verbranden Fläche im bereich der ehemaligen ,angeblichen Startfläche der-Rakete-.Kann es sich hierbei doch nicht nur um einen Spengplatz für unbrauchbare Munition oder alles was damit zu tuen hatte handeln?Euere Meinung ist gefragt. Ne bitte an KPS,setze das doch bitte wenn möglich auch in die anderen Foren.Danke auch.der schäfer Wie währe die Steuung bei gesprengter Munition und wie währe es möglich zu verhindern,das der -schrott-dann hunderte von meter fliegen würde?Hätte die auf den Luftbilder zu sehende Abgrenzung was damit zu tuen?
Schäfer
 

Beitragvon Varga » Freitag 27. Januar 2006, 20:10

@ Schäfer

Wenn ich mich nicht irre, ist das doch schon mal hier abgehandelt worden:
http://www.explorate.de/Forum/showthread.php?t=3106&page=7&pp=10&highlight=polte
Gruss
Varga
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Beitragvon alpha » Freitag 27. Januar 2006, 20:16

Hi

Ich bin zwar kein Muni Entsorgungs Spezi habe aber glaubwürdige Aussagen über das Resultat von Sprengungen freiliegender Muni Stapel.
Eine Mauer wird wohl kein wirksamer Schutz sein.
Das Zeug flieg ,wie man so schön sagt, in die Luft und wird beim runterkommen schön im Gelände verteilt.
Es gab vor kurzem auch einen Bericht auf rbb über den Munitions Bergungs Dienst Brandenburg.Da wurde auch gut erklärt warum man die gefundene Muni nicht einfach so sprengt sondern erst mal ein tiefes Loch buddelt was man dann wieder zumacht :lol:
Es gibt ja aber hier im Forum Spezis die das glaube ich besser erklären können.

Gruß Andreas
alpha
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Re: Polte 2

Beitragvon kps » Freitag 27. Januar 2006, 22:20

Hallo Schäfer, diskutiert wurden meiner Meinung nach die wahrscheinlicheren Ursachen Explosion eines Gas-Tanks oder das Abfackeln von Pulverbeständen. Eine Explosion müsste sich über ringförmig verteilte Munitionsbestände nachweisen lassen. Gibt es dazu Nachweise/ Munitionsfunde?

Am 01.06.1945 sprengten die Amerikaner Munitions- und Bombenbestände gemeinsam mit Stangendynamit in 3 Bunkern der Muna Crawinkel. Das Ergebnis war allerdings ein weißes Fleck auf dem Lubi und die unsachgemäße Sprenung beförderte die Munition bis ins Jonastal, scharfe Bomben liegen heute noch auf dem Feld zwischen Muna und Wölfis (wurde im letzten Jahr erst wieder beräumt) und die Druckwelle deckte die Dächer in der Wölfiser Bahnhofstrasse ab.

Bis jetzt spricht das schwarze Fleck in der Polte II eher für einen Großbrand und weniger für eine Explosion - höstens die großflächige Verteilung von "Schwarzpulver" - :lol: Spass beiseite :lol: .

Interessant ist zusätzlich, wie sich das Fleck in den darauffolgenden Monaten verändert - als ob es sich etwas bewegt/ vegetiert - eine Laune der Natur?

MfG
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Polte

Beitragvon Schäfer » Samstag 28. Januar 2006, 16:10

Hallo auch.Die Frage,von mir gestellt,hatte den Ursprung,aus einem gespräch mit dem Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes.Der hatt mir Erklärt,das auf dem zuerst geräumten stück Feld-Polte in Richtung Arnstadt _so an die 700 stück 2 cm Geschosse und Hülsen geborgen wurden sind,auser diverser Infanteriemunition.Auf dem Feld-Polte in Richtung Rehestädt,jedes Jahr die Munitionsberger das gelände Absuchen,auch schon zu DDR-Zeiten,und immer wieder Reste gefunden werden.Die Funde,stammen ganz eindeutig aus gesprenngten Munitionsteilen.Nach dem Ich ihm das Lubis aus März 45 gezeit habe,war seine Meinung dazu ganz Eindeutig,weil die Dichte des Auffinde oder Bergungsortes zur verbrannten FLäche immer dichter wurde und das wohl auf eine oder mehrere Sprengungen hinweist.Ob die Sprennungen jetzt in die Zeit März 45 fällt oder erst später erfolgte,kann er auch so nicht sagen,aber es steht fest,das bis auf einige Hinterlassenschaften( Infantriemunition und auch einige Panzerkranaten) alles WK 2 ist.gr der Schäfer Eigentümlich ist aber dazu auch,das selbst auf dem Gelände der Polte, (um die -verbrannte FLäche- richtung Ichtershausen und auch Rudisleben-)relativ wenig von diesen Sachen gefunden wurden ist.
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Beitragvon TÜP » Samstag 28. Januar 2006, 17:13

Das ist ein LuBi der Munasprengung. Sieht anders aus, oder?
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Beitragvon Roman » Sonntag 29. Januar 2006, 09:38

Eine Raketenstart wie von unseren Autoren beschrieben hinterläßt nicht solche Spuren,das ist kompletter Unsinn. Der Strahl fegt alles weg,der Sauerstoffüberschuß verbrennt alles!!! Schwarze Stellen entstehen nur an den Rändern wie bei einer Kerze.

Wir haben solche Experten im Forum,das es niemanden bisher aufgefallen ist-ist mir ein Rätsel!!!!

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Beitragvon kps » Montag 30. Januar 2006, 07:31

Hallo HW, in der Polte II sollen auch Schießbahnen gewesen bzw. Munition ständig getestet worden sein. Evtl. werden die beschriebenen Reste in diesem Bereichen gefunden. Leider weiß ich aber nicht, wo Schießbahnen/ Schießstände waren - die teilweise auch unterirdisch angelegt worden sein sollen.

TÜP hat die richtige Stelle in der Muna erwischt und da ist keine Wolke oben drüber |:)

MfG
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Beitragvon frosch » Dienstag 31. Januar 2006, 04:49

Guten Morgen Herr Sebastian, ich bedanke mich für die Antwort zur Polte.
Wer weis etwas auf meine Frage Nr. 2 bzw. wo könnte man dazu eine Antwort bekommen?
frosch
 

Beitragvon frosch » Dienstag 31. Januar 2006, 05:05

Guten Morgen Herr Schambach, die Schießbahn ist auf den Luftbildern
gut zu sehen und wurde von der CA nachgenutzt, so dass
mit Sicherheit nichts mehr aufzufinden ist. Bedenken Sie auch, dass mehrmals die Munitionsbergung über das Gelände ist, wie auch jetzt wieder. Die Baumaßnahmen brauchen Sicherheit.
Schießbahn-Vergleich auch dazu Polte Duderstadt. Beide Polte-Werke gleichen sich.

Bei der "Sprengung" Muna Crawinkel gehe ich von einer Explosion infolge eines Arbeitsunfalls aus. Eine "Sprengung" ist untypisch.
frosch
 

Beitragvon kps » Dienstag 31. Januar 2006, 07:06

frosch hat geschrieben:2. Es wir nur immer im Untergrund nach Dingen gesucht, die nicht vorhanden sein können. Wie sieht es aus mit der chemischen Bodenbelastung und welche Einschränkungen in der Nachnutzung können sich daraus ergeben


Frage 2 kann ich nicht beantworten. Dafür wurde jetzt aber mit Sicherheit ein Gutachten vor Baubeginn angefertigt. Dazu müsste man ggf. Kontakt zur Stadt aufnehmen, um diese Frage zu beantworten.

frosch hat geschrieben:Guten Morgen Herr Schambach, die Schießbahn ist auf den Luftbildern
gut zu sehen und wurde von der CA nachgenutzt, so dass
mit Sicherheit nichts mehr aufzufinden ist. Bedenken Sie auch, dass mehrmals die Munitionsbergung über das Gelände ist, wie auch jetzt wieder. Die Baumaßnahmen brauchen Sicherheit.
Schießbahn-Vergleich auch dazu Polte Duderstadt. Beide Polte-Werke gleichen sich.

Bei der "Sprengung" Muna Crawinkel gehe ich von einer Explosion infolge eines Arbeitsunfalls aus. Eine "Sprengung" ist untypisch.


Ich würde mich freuen, wenn Sie mal bitte eine Markierung auf einem Lubi bzgl. der Schießbahnen machen könnten. Polte gehört noch nicht zu den Gebieten, bei den ich mich wirklich auskenne.

Für die geplante und zielgerichtete Sprengung einiger Bunker in der Muna Crawinkel durch die Amerikaner liegen ausreichend Zeugenaussagen vor - kann ich bei Interesse vorlegen. Ebenso für einen weiteren Sprengversuch am Kienberg, bei dem ebenfalls jede Menge Munition etc. nicht vernichtet sondern nur verteilt wurde. Reden wir als besser von unsachgemäßer Vernichtung von Munitions- und Bombenbeständen bei Crawinkel und kommen zurück zur Polte. Hier ist ein schwarzes Fleck auf den Lubis, dass eigentlich nicht von einem Raketenstart stammen kann und nach einem kleinen Flächenbrand aussieht.

MfG
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Schießstand

Beitragvon frosch » Dienstag 31. Januar 2006, 17:37

Guten Abend Herr Schambach, wie gewünscht die Aufnahmen vom Schießstand.
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frosch
 

POlte 2

Beitragvon Schäfer » Dienstag 31. Januar 2006, 19:13

Hallo auch.Der gezeigte Schießstand war nicht Unterirdisch.Er war auf eine Betonplatte aus aufgesetzten U-Profilen gebaut worden.Länge ca-100 meters. Und die Oberfläche war nur mit Erde oder Mutterboden angefüllt.Habe da bis mitte 92 selbst noch kurz und auch lang-Waffen geschossen und im Winter wars da besonders schweine Kalt,außerdem hatts bei Dauwetter oder Regen immer irgentwo Durchgepiesellt.Das war ja der allgemein Bekannte,aber wo sind die anderen?.Nach Erzählungen solls ja noch so acht-zehn andere Schießstände auf dem Gelände gegeben haben.gr der schäfer, fällt mir gerade noch ein,der wurde in den 70-80-zigern noch mal erneuert,gemacht hatts Betonwerk in Arnstadt und ausgeführt wohl das WBK-aus Aussagen
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Baubeginn für Triebwerk in Arnstadt

Beitragvon Ramsay » Donnerstag 9. Februar 2006, 19:52

Hallo, ich bin Ramsay und neu hier. Ich interessiere mich seit geraumer Zeit für die Geschichte im Bereich des Jonastal. Das liegt u.a. daran, dass ich seit ca. 18 Jahren meinen Urlaub in der Umgebung verbringe.
Zum Thema nun. Ich habe heute bei MDR Aktuell mitbekommen, dass man in der Nähe von Arnstadt den Grundstein für ein "Triebwerk" gelegt hat.
Siehe dazu auch http://www.mdr.de/nachrichten/meldungen/2496480.html

Zitat:
Baubeginn für Triebwerk in Arnstadt

Bei Arnstadt ist heute eines der derzeit größten Investitionsvorhaben in Thüringen gestartet. Lufthansa und Rolls Royce wollen bis April nächsten Jahres ein Werk entstehen, in dem Flugzeug-Triebwerke gewartet werden. Die Gemeinschaftsfirma von Lufthansa und Rolls-Royce, N3, will in das Werk rund 100 Millionen Euro investieren. Ausschlaggebend für Arnstadt war unter anderem die gute Verkehrsanbindung. In den kommenden Jahren sollen 500 Arbeitsplätze entstehen. Für die Jobs gab es bisher rund 6000 Bewerbungen.

zuletzt aktualisiert: 09. Februar 2006 | 20:17
Quelle: MDR 1 RADIO THÜRINGEN

Meine Frage nun, handelt es dabei um das in den vorstehenden Beiträgen benannte Gebiet.
Wenn ja, irgendwie komisch. Manches kehrt zurück, wo es auch bereits einen Ausgangspunkt gehabt haben soll.
MfG Ramsay
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Beitragvon kps » Donnerstag 9. Februar 2006, 21:03

Hallo Ramsay, herzlich willkommen im Forum.

Mit deinem Tip liegst du goldrichtig. Heute stand dort ein Zelt zum Schutz der Gäste. Es ist exakt das Gebiet gemeint, in dem vor gut 61 Jahren noch Munition und Munitionsbestandteile lagerten sowie auch getestet wurden - das ist beweisbar.

Ansonsten ist das Thema Triebwerke und wenn man so will "Raketen" mehr als spekulativ in dieses Gebiet gelegt worden, wofür als Nachweis gefälschte Fotos, unglaubwürdige Zeugenaussagen und ein schwarzes Fleck auf einem Luftbild herhalten müssen. Dazu kannst du hier im Forum einige interessante Diskussionen finden.

Für einen geeigneten Prüfstand halte ich dieses Gebiet in Stadtnähe nicht und wenn ich mir die Filme von mißglückten A4-Starts in Peenemünde vor Augen führe, so glaube ich nicht wirklich daran, das die Bevölkerung so aufs Spiel gesetzt wurde, auch wenn das Kriegsende nah war und Jeder sich gefälligst zu opfern hatte - Achtung Satire!!! Zudem gab es Anfang 1945 noch ausreichend bessere Flächen, um solch gewagte Versuche zu unternehmen, um z.B. die USA direkt anzugreifen, wie es einige Buchautoren glasubhaft machen wollen.

Auf welche Quellen beziehst du dich bzgl. Treibwerk und Polte II?

MfG
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Beitragvon kps » Freitag 10. Februar 2006, 08:03

Quelle: Thüringer Allgememeine für den Ilmkreis am 10.02.06

Ein guter Tag für Arnstadt

ARNSTADT. Angesichts frostiger Temperaturen schwang die Hoffnung auf gutes Bauwetter mit, als gestern Nachmittag im Arnstädter Gewerbegebiet Nord der symbolische erste Spatenstich für das Triebwerkswartungswerk von Rolls Royce und Lufthansa vollzogen wurde.

Gleich vier Spaten waren in Aktion. Gemeinsam gaben John P. Paterson und August Wilhelm Henningsen von N3 sowie Finanzministerin Birgit Diezel und Staatssekretär Dr. Jürgen Aretz von der Thüringer Landesregierung den Startschuss für eine der größten Investitionen in Thüringen, mit der sich viele Hoffnungen verbinden, die über die 500 angekündigten neuen Arbeitsplätze bei N3 Engine Overhaul Services hinaus gehen. Es stand sogar ein fünfter Spaten unbeachtet in der Ecke. Der hätte eigentlich in die Hände eines Vertreters der Stadt oder des Kreises gehört. Denn die enge Zusammenarbeit wurde unisono von Managern und Politikern gelobt. Ebenso die hiesige Infrastruktur, sie sei der wichtigste Grund bei der Standortentscheidung gewesen, erklärte John P. Paterson von Rolls Royce.

"Heute ist ein guter Tag für Arnstadt und ein guter Tag für Thüringen", sagte Staatsekretär Dr. Jürgen Aretz. Das fand auch Bürgermeister Hans-Christian Köllmer und sprach gegenüber TA von einer Initialzündung. "Oder nennen wir es einen Leuchtturm, der hoffentlich viele anzieht und dazu beiträgt, dass Arnstadt im Wirtschaftbereich mehr Bedeutung erhält. Bei der Kultur sind wir ja schon ganz gut." Zu den 60 Beschäftigten, die bereits eingestellt wurden, gehört Thomas Wilberg (24). Der Energieelektroniker für Anlagentechnik ging zur Lufthansa und nutzte nun nach vier Jahren Frankfurt die Chance für die Rückkehr. "Ich wohne in Marlishausen, also gleich um die Ecke", meinte er gut gelaunt inmitten des Trubels.

Blieb am Rande des Spatenstichs noch die Frage zu klären, was denn das Kürzel N3 bedeutet. N ist die physikalische Größe für das Drehmoment, die 3 steht für die dritte Antriebswelle in den Triebwerken - eine Besonderheit bei Rolls Royce, so war von Personalleiter Volker Hoffbauer zu erfahren.

Nicht alltäglich auch der Auftrag an die Stadtbrauerei Arnstadt, die im Festzelt auf der Baustelle Glühwein gegen die Kälte reichte und für ein Büfett mit Bierbraten und anderen Spezialitäten sorgte. Auf 130 Gäste hatte man sich eingestellt, doch es waren mehr und der Medienrummel beträchtlich.

Von Antje KÖHLER


09.02.2006
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Beitragvon kps » Freitag 10. Februar 2006, 08:10

Quelle: Freies Wort für den Ilmkreis am 10.02.06

SPATENSTICH Diezel: Weitere Firmen haben Interesse an Ansiedlung in unmittelbarer Nähe
Durchstarten im Werk N 3

VON MARINA HUBE
ARNSTADT – Dass mit dem Werk N3 Engine Overhaul Services, kurz N3 genannt, Internationalität eintritt, zeigten die Ansprachen zum ersten Spatenstich gestern in Arnstadt. Hatte Vorstandsmitglied von Rolls-Royce Instandhaltung, John P. Paterson, noch seine Dolmetscherin, so verließ sich Staatssekretär Jürgen Aretz auf die Englischkenntnisse der Anwesenden. Ein Bus spuckte kurz zuvor einen Großteil der N3-Mitarbeiter aus.

„Darauf haben wir zugearbeitet“, ist aus den hinteren Reihen von jenen zu hören, die einige der Organisationsfäden in den Händen hielten. „A lot of people“, wird einer der Engländer begrüßt, als er in das Zelt trat, nun geschützt vor dem eisigen Wind. „It´s a great day“, antwortet der Angesprochene. Und auch all die Festredner sehen es als großen Tag für Thüringen, nachdem am 29. November 2004 die Standortentscheidung für Arnstadt angekündigt war und die Gespräche ab 25. Januar 2005 zu den sprichwörtlichen Nägeln mit Köpfen führten. Thüringen hat sich bei der Standortauswahl sehr gut präsentiert, sagte eine standortverantwortliche Mitarbeiterin von Rolls-Royce. In ganz Ostdeutschland habe das Joint Venture Unternehmen Lufthansa Technik und Rolls-Royce nach einem Standort für die 100 Millionen Euro Investition gesucht, Brandenburg und Sachsen waren noch in der nähren Auswahl. Der wichtigste Grund für die Entscheidung pro Arnstadt sei die Infrastruktur gewesen.

Die detaillierte Planung ist vollendet. 23000 Quadratmeter groß soll das Werk werden. Im März 2007 wird der Betrieb aufgenommen, wenn wie bisher alles planmäßig läuft. Anfangs werden es 50 Triebwerke sein, die instand gesetzt und repariert werden, Ziel sind 200 Triebwerke pro Jahr.

Als Finanzministerin Birgit Diezel das Wort ergreift, spricht sie nicht nur von einem Meilenstein für den Erfolg der Wirtschafts- und Ansiedlungspolitik Thüringens, sie spricht auch davon, dass der Freistaat hier bis an seine Schmerzgrenze bezüglich der Förderpolitik gegangen sei. Aber dies sei notwendig gewesen, sei das neue Werk doch ein industrielles Zugpferd. Interessenten für freie Flächen auf diesem Gewerbegebiet „Erfurter Kreuz“ gebe es. Andreas Krey, der als Sprecher der Landesentwicklungsgesellschaft auch zum Spatenstich zur Erschließung des Gewerbegebietes im vergangenen September in Arnstadt weilte, konnte gestern bereits auf verlegte Ver- und Entsorgungsleitungen verweisen. In diesem Jahr sollen weitere Firmenwege, der Gleisbau und die Aktivierung der Kläranlage erfolgen.
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Beitragvon Ramsay » Freitag 10. Februar 2006, 15:31

kps hat geschrieben:Auf welche Quellen beziehst du dich bzgl. Treibwerk und Polte II? MfG kps


In meinen Beitrag habe ich die Aussage, dass manches zurückkehrt nicht unmittelbar auf die Polte 2 bezogen. Ich liess mich hier eigentlich von der Beteiligung an der Herstellung von Nurflüglern durch die Gothaer Waggonfabrik leiten.
VG
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Beitragvon kps » Freitag 10. Februar 2006, 22:27

Alles klar und ich hatte einen wunderbaren Schreibfehler - Treibwerk :lol:
Das Thema Nurflügler betrifft den Bereich Friedrichroda.

MfG
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