MG-Stellung - Wer kann weiterhelfen?

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MG-Stellung - Wer kann weiterhelfen?

Beitragvon tomillie04 » Freitag 9. April 2004, 20:07

Hallo an Alle!

Wer kann mir weiterhelfen? Ich war diese Woche im Jonastal unterwegs, habe dabei diese zwei Fotos gemacht. Die Fotos entstanden rechts von den Stollen 16-25. Wozu gab es hier diese Betonringe? Dadurch das Sie auf der einen Seite offen sind, sieht es für mich so aus als dienten sie als Eingang. Ähnliche Ringe habe ich oberhalb von dem angefangenem Stollen, welcher sich links von Stollen 1 befindet, gesehen. Ich habe nur von jemandem gehört, das die oberen als Notausgänge für die Stollenanlagen dienten.


Thomas
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Beitragvon Harry » Freitag 9. April 2004, 20:25

Das sollten Beobachtungsstände sein, an Stellen wie hier ließ sich bspw. due Strasse gut einsehen. Nix Noteingänge. Da haben Generationen von Leuten schon versucht nach unten zu kommen. Scheitert regelmäßig am Vorhandensein von massivem Fels.

Gruß Harry

--------------------
Bummt die ABomb ziemlich hell, rennst du besser schneller, gell?
Harry
 

Beitragvon tomillie04 » Freitag 9. April 2004, 20:51

Hallo Harry

Das nenn ich ja eine schnelle Antwort! Wenn die unteren als Beobachtungsstände dienten, dann klingt das ja noch einleuchtend, von hier aus sieht man ja das Tal, aber bei dem oberem habe ich da einige Bedenken. Er liegt etliche Meter vom Hang entfernt, auf relatief geradem Gelände. Von hier aus hatte man doch gar keinen Blick ins Tal. An dem oberem haben wirklich schon einige gegraben, habe es ja erst gesehen. Die waren richtig fleißig. Aber ich muß das nicht, mich interessieren hier nur die Zusammenhäge.

Thomas
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Beitragvon Harry » Freitag 9. April 2004, 22:41

Das dürfte der am Weg sein, nicht?
Harry
 

Beitragvon indy » Samstag 10. April 2004, 00:59

Könnten das evtl. FlaMG Stände sein?
Wie ließe sich sonst der Eisenring erklären, als Führungsschiene für MG - ähnlich wie das 'Fliegerabwehrgerät' bei Panzern.
indy
 

Beitragvon Mattzz » Samstag 10. April 2004, 16:37

@indy
"FlaMG" o.ä. Sieht verdammt danach aus.
Der Gedanke drängt sich förmlich auf, wenn man die Dinger sieht.
Auf jeden Fall "was drehbares" :-top)

Gruß
Mattzz
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Beitragvon kps » Samstag 10. April 2004, 17:36

Drehbares :?: :?: Hat mal bitte Jemand ein Foto von so einem MG-Stand in voller Besetzung bzw. im Einsatz? So richtig kann ich mir die Sache noch nicht vorstellen, obwohl es Sinn machen würde. Wie sah die Vorrichtung aus, die sich dreht und wo steht der MG-Schütze?

Ich hätte bei dem Aufbau im Foto da noch ein Art "Kuppel" oder Schutz von oben vermutet, der sich dann drehen kann und der Schütze nur aus einem kleiner Öffnung feuert.

kps
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Beitragvon herb » Samstag 10. April 2004, 18:37

Habe mir eine Zeichnung im Österreichforum bei unterirdisch.de augeliehen.

mfg herb
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Beitragvon herb » Samstag 10. April 2004, 18:43

herb
 

Beitragvon kps » Samstag 10. April 2004, 19:32

Hallo herb und hiermit ein Herzliches Willkommen auch nach Österreich :-top)

Ich hoffe, dass es hier im Forum auch für Österreicher immer wieder spannend und interessant wird und sich das regelmäßige Wiederkommen für die eigene Forschung auszahlt.

Zum Foto etc.:Danke vielmals - Eine große Ähnlichkeit fällt sogar auch mit auf, auch wenn die Luke bzw. der Ring etwas anders aussieht. Evtl. finden sich aber noch bessere Beispiele - warten wir es also ab.

Mf Ostergrüßen aus Thüringen
kps
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Beitragvon tomillie04 » Samstag 10. April 2004, 23:14

Harry hat geschrieben:Das dürfte der am Weg sein, nicht?


Ja genau, das ist der am Weg. Von unten ist der Stand garnicht zu sehen, habe ihn auch nur gesehen, weil ich oberhalb unterwegs war, ansonsten wäre er mir garnicht aufgefallen.

Das diese Anlage als MG Stand diente könnte natürlich auch möglich sein. Wenn man sich die neuen Beiträge ansieht, sind da schon Ähnlichkeiten zu erkennen. Dann machte es wahrscheinlich auch Sinn mit der oberen Anlage, da sie sich noch oberhalb des angefangenen Stollen (welcher links vom Stollen 1 liegt), also in der äußersten Ecke des Gebietes der Stollenanlage befindet. Dann konnten die Anlagen als MG Stand dienen und hätten so erst einmal Schutz vor ungebetenen Besuchern geboten, zumal sie sich in unmittelbarer Nähe eines Weges befindet.
Ich vermute mal, das es eventuell eine selbe Anlage rechts, oberhalb von Stollen 25 gab. Mir hat vor 14 Tagen jemand erzählt, ich traf ihn auch oberhalb der Stollen an, das er da oben auch noch einen "Eingang" mit einem Deckel und Betonringen gesehen hat. Er meinte aber nicht den oberhalb Stollen 1.
Ich stelle mal ein Bild von dem oberen rein, allerdings ist er leider etwas beschädigt und daher gibt es auch keinen Hinweis auf den Stahlring, welcher sich evbentuell oben drauf befand.
Weiß eventuell jemand ob es wirklich da oben noch einen 2. solchen Stand gab oder gibt?

Thomas
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Beitragvon Harry » Samstag 10. April 2004, 23:45

Es gibt da insgesamt 6 oder 7... angeordnet im Halbkreis um den Bienstein ganz grob gesagt.

>Notausgänge für die Stollenanlagen dienten

Notausgänge setzen Eingänge voraus. In den Stollen sind aber keine Abzweige. Keine Luftschächte, keine Abgänge. Nix. Vielleicht hast du da oben ja Herrn Mehner getroffen, das würde die Auskunft erklären )-8-(
Harry
 

Beitragvon indy » Sonntag 11. April 2004, 00:44

Zur Flak:

Für den Objektschutz eigentlich ungewöhlich.
Normalerweise drht sich in einem solchen Stand zur Fliegerabwehr der Schütze um das MG (größere Richtgeschwindigkeit).
dem Foto entsprechend dreht sich die Waffe aber um den Schützen - wie das bei den Fla MG von PAnzern üblich war (aus Paltzmangel - is ja klar).
Die geringe Größe und dieser Ring deuten weiterhin auf ein kleines KAliber hin (MG) <12,7cm würd ich sagen.
DAchte dann zuerst: alles klar - Flastand für alte Flugzeug-MG (MG 17/ MG 81 etc).
Nur stellt sich die Frage warum man dann bei dem Stand so einem Aufwand betrieben hat.
Wenn ich einen geschützten Stand baue, rechne ich mit Feindaufkommen - wenn ich den Feind aber vernünftig bekämpfen will, baue ich direkt einem brauchbaren Flakstand - mit Flakwaffe in vernünftiger Größe (>2cm z.B. Flak 38, Flak 43, FlaDrilling 151/20).
Und all diese WAffen hatten wieder andere Stände.

Und was ein MG Nest gegen ungebetene Fußtruppen angeht; sieht irgendwie so klein aus?
Ein MG 42 mit Schütze passt da bestimmt net rein.
indy
 

Beitragvon herb » Sonntag 11. April 2004, 06:24

@indy
Mit klein meinst Du die Zeichnung, oder das Foto von tomilie?

Die Zeichnung ist ein "Regelbau 58c",
MG Stand für MG 34 oder MG42

mfg herb
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Beitragvon Mattzz » Sonntag 11. April 2004, 08:21

Im Vgl. zum Regelbau, wie ich ihn am Atlantikwall vielfach gesehen habe,
wirkt "unser Objekt" regelrecht filigran. Der Durchmesser der Öffnung
könnte aber , soweit es das Foto erkennen läßt, vom "Tobruk-Stand" nicht
großartig abweichen. So scheint's mir jedenfalls.
Also wenn MG-Stand, dann in ziemlicher Leicht-Bauweise...

Mattzz
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Beitragvon tomillie04 » Sonntag 11. April 2004, 10:30

Harry hat geschrieben:Es gibt da insgesamt 6 oder 7... angeordnet im Halbkreis um den Bienstein ganz grob gesagt.

>Notausgänge für die Stollenanlagen dienten

Notausgänge setzen Eingänge voraus. In den Stollen sind aber keine Abzweige. Keine Luftschächte, keine Abgänge. Nix. Vielleicht hast du da oben ja Herrn Mehner getroffen, das würde die Auskunft erklären )-8-(


Hallo Harry

Also Mehner habe ich bestimmt nicht da oben getroffen, kenne ihn auch nicht persönlich. Das waren vier "Freizeitbuddler" die da oben mittels Jeep auf Schatzsuche waren.
Aber sie sprachen von Betonringen (mit einem Deckel versehen) da oben, angeblich hat einer von denen gesehen das es da nach unten geht, er sprach sogar von zwei Ebenen unter dem "Einstieg".
Ich persönlich halte auch nichts von der Theorie , es handle sich hier um Notausgänge, weil wie Du schon geschrieben hast, es fehlen irgendwie die Eingänge.

Wenn es 6 oder 7 davon, da oben gibt und sie noch im Halbkreis um den Bienstein angeordnet sind, stellt sich immer noch die Frage warum? Hast Du diese selbst gesehen? Sind die anderen vielleich noch in besserem Zustand, wie der den ich gesehen habe? Mich würde interessieren ob die auch diesen Stahlring oben drauf hatten, wie der Stand unten am Weg.

Thomas
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Beitragvon indy » Sonntag 11. April 2004, 19:10

@Herb

Mit Klein mein ich das Foto.
Wenn da auf dem Metallring ein MG 34/42 befestigt gewesen wäre, wär kein Platz mehr für einem Schützen gewesen.



Wieso sollte das Ding ähnlich stark gebaut sein wie der 'Tobruk'?

Wieviele Kommandotrupps haben mal eben ne Artillerie Batterie als Unterstützung dabei?
indy
 

Beitragvon Harry » Sonntag 11. April 2004, 21:24

Wo die andern sind müsstest du GeoTec bei uns im Forum fragen, weiss nicht ob er hier auch ist.

>zwei Ebenen unter dem

Hrmpfgrmblfsssssss

>warum

Öhm, um die Baustelle zu bewachen?
Harry
 

Beitragvon Mattzz » Sonntag 11. April 2004, 21:38

@indy
"...Wieso sollte das Ding ähnlich stark gebaut sein wie der 'Tobruk'? ..."
Nein! Eben gerade nicht, falls sich das auf meinen Beitrag bezog?!
Bestenfalls 'ne "Light-Variante" davon.

Mattzz
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Beitragvon indy » Montag 12. April 2004, 01:42

@Mattzz
Was ich sagen wollte:
Warum hätte man für einem Baustellensicherungsposten den gleichen Aufwand betreiben sollen, wie für einem Gefechtsstand an einer zu erwartenden Großkampfstelle.
Im Jonastal konnte man schlimmstenfalls Besuch von feindl. Kommandotruppen bekommen.
Am Atlantikwall war aber auch mit massig feindl. Artillerie zu rechnen...
indy
 

Beitragvon Mattzz » Montag 12. April 2004, 02:16

@indy
So sehe ich das auch, nur der Drehkranz (wenn es denn einer ist...?!)
käme mit dem "Tobruk..." in etwa hin. Durchmesser u.a.m......
(wenn ich das Foto richtig interpretiere)

Gruß
Matthias
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Betonunterstände

Beitragvon Anonymous » Montag 31. Mai 2004, 23:50

Hallo Leute,
bitte die Materialien über Norm- und Regelbauten durchsehen. Das Wichtigste Kriterium ist die verwendete Halbschalenbauweise nach Warschauer Vertragsnorm. Der Russe hatte immerhin den mobilen Ausweichsgefechtsstand einer Gardearmee im Bereich rote Hütte. Dazu wurden unter Anderen für die funktechnische Abwehr halbkreisförmig mobile Sender mit Strahlrichtung Westen angeordnet. Nicht alles was vorhanden ist, ist gleich Deutscher Herkunft. Wenn die Scheinwerfer auf den Deckel sind, dann kann ma damit auch wunderbar ausleuchten. Das dazu. Es sind keinerlei Notausstiege usw. Das ist gesichert Erkenntnis.

Gute Nacht

conny
Anonymous
 

Drehkranz auf Unterstand

Beitragvon Anonymous » Freitag 4. Juni 2004, 15:08

Hallo,
nochmals zu den Drehkränzen auf den Unterständen. Simple Frage: Wo befinden sich die Schützen 1, 2 und 3? Bei MG 34/42 auf Lafette karren Schütze 4 und 5 fünf Muni ran. Also wie soll das gehen? Das ist keine Abwehr auf freiem Gefechtsfeld, dass wollen wir festhalten. Immer logisch denken in solchen Fragen ist angesagt, da beantwortet sich so Einiges von selbst. Das war nicht böse gemeint. Nur der Entusiasmus, der ja vorhanden ist, wenn man etwas entdeckt, sollte der nüchternen Überlegung weichen.
Vielleicht sollte einmal ein Experte einen generellen Vortrag halten, um bestimmte Dinge im Vorfeld richtig zu stellen. Nun ja, es ist ja so, dass sich Leute, die sich seit einiger Zeit mit dem Thema befassen, eigentlich ganz anderen Fragen widmen. Die Neulinge sollen ja auch die entsprechenden sachlichen Informationen erhalten. Dafür ist ja auch das Board da. Hauptsache es waren keine "Strahlenwaffen" darauf angebracht, die amerikanische Militärpolizei abgebaut hat. Das war aber jetzt ein Witz von mir.

Ich wünsche Euch noch Etwas

conny
Anonymous
 

Beitragvon Silko » Montag 2. April 2007, 12:36

Eine weitere Sicherungsstellung. Baugleich mit der Stellung östlich der 25. Allerdings fehlt der aufgesetzte Kegelstumpf (mit Metallring). Die Stellung befindet sich nahe an neinem Weg westlich jener Stellung, die genau nördlich der -1 zu finden ist. Der Eingang ist südlich ausgelegt (in Richtung des Weges). Gesichert wurde demnach in Richtung Norden.
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Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen. (Erasmus von Rotterdam)
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Beitragvon Hans-Jürgen Räppold » Dienstag 3. April 2007, 09:00

[bart]
Hallo Silko,
Klasse Aufnahmen, hier kann man wenigstens Details erkennen. Die Halbschalenbauweise war mir nicht bekannt, ist aber verständlich, wenn man die Gewichtsfrage berücksichtigt. Hier liegen dem Foto nach ganz andere Wandstärken als z. B. bei Revisionschächten im heutigen Kanalbau (<10cm) zu Grunde. Wer will, kann sich das Grwicht einer solchen Halbschale selbst ermitten: Das Berechnungsgewicht für Beton liegt zwischen 2,2 und 2,4 Tonnen pro Kubikmeter (je nach verwendeten Zuschlagstoffen). Ein weiterer Unterschied zu den Kanalrevisionschächten besteht darin, dass bei den von Dir fotografierten Halbschalen keine Nut- und Federverbindung vorhanden ist und deshalb beim Einbau auch nicht auf derartige "Kleinigkeiten" geachtet werden mußte. Bei dem hier fehlenden und auf den anderen Fotos erkennbaren Konus handelt es sich um einen gleichmäßigen im Gegensatz zu den im Kanalbau in der Regel verwendeten einseitigen Konen. In den heuten Konen sind keine Metallringe eingearbeitet. Die Regelmaße der Revisionschächte im Kanalbau: Durchmesser 1000mm, Ringhöhen: 250 bzw. 500mm, Konus unterer Durchmesser 1000, oberer 650mm, Höhe ca 650mm, Abdeckung : H = ca 180mm, D = ca. 635mm
Gruß Jürgen
Hans-Jürgen Räppold
 

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