MG-Stellung - Wer kann weiterhelfen?

Bereich für alle Diskussionen rund um das Jonastal bzw. die relevanten Brennpunkte

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Beitragvon Silko » Dienstag 3. April 2007, 20:12

Jürgen, danke für die genannten Maße. In jedem Falle sollten die Maße der 3 bislang (mir bekannten) Stellungen einmal genau aufgenommen werden. Ist glaube ich bislang hier nicht dokumentiert. Das ermöglicht eine noch bessere Vergleichbarkeit. Habe ich irgendwie bislang einfach vergessen.

Die fehlende Nut- und Federbauweise ist sicher auch der Grund dafür, weshalb die Stellung nördlich der -1 fast komplett in sich zusammengefallen ist. Bedenkt man noch den druch Regen bedingten teils heftigen Wasserfluss, wird klar, dass das umgebende Milieu mit der Zeit "weggespült wird" und der Ring irgendwie instabil wird.

Interessant finde ich zudem noch - ausgehend von der Annahme, dass es sich bei dem neuerlichen Ring um eine Sicherungsstellung handelt - das zu sichernde Zielgebiet in nördlicher Richtung. Wie ich meine, ein Altbergbaubereich mit zahlreichen Mulden, Erfällen, Brüchen und möglicherweise auch verschütteten Mundlöchern. Mehr dazu - mit Bildern - demnächst.
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tach auch

Beitragvon herrenhof » Sonntag 8. April 2007, 18:46

heute gefunden
herrenhof
 

Beitragvon Silko » Sonntag 8. April 2007, 19:16

:-top)

Jetzt sind es schon 4 !?
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Beitragvon kps » Sonntag 8. April 2007, 19:26

Sehr gut - wir müssen mal bei Gelegenheit mal die Standorte austauschen [-<5>-]

4 - zählt da dieser Standort schon mit?

Hier wurden die Ringe durch Zeitzeugen nach dem Krieg "wiederverwendet"

MfG
kps
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nachts bleibt es weiterhin dunkel

Beitragvon herrenhof » Sonntag 8. April 2007, 21:13

ich denke wir sollten alle in eine Karte übertragen !
herrenhof
 

Sevus

Beitragvon herrenhof » Sonntag 8. April 2007, 21:24

und sportich waren die auch die Russen
herrenhof
 

Re: nachts bleibt es weiterhin dunkel

Beitragvon kps » Sonntag 8. April 2007, 21:29

herrenhof hat geschrieben:ich denke wir sollten alle in eine Karte übertragen !


Zustimmung - Mir hatten Zeitzeugen mehrfach von einem Ring aus MG-Stellungen um die Baustelle im Tal berichtet, die mit Stacheldraht verbunden waren. In Richtung Baustelle soll dann noch ein weiterer Ring (innerer Ring) aus Machendrahtzaun um die Baustelle aufgestellt worden sein. Dies macht S III im Vergleich zu anderen Baustellen und Vorhaben ebenfalls besonders.

MfG
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PS: Den Hund habe ich auch schon mal gesehen - der mag "Stöckchen"
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Beitragvon kps » Sonntag 8. April 2007, 21:33

Anbei noch ein Link zu einer weiteren Diskussion hier bzgl. Schutzzäunen
-> http://www.gtgj.de/script/phpBB2/viewtopic.php?t=539

MfG
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passt das?

Beitragvon herrenhof » Sonntag 8. April 2007, 21:48

die alte Bahnstecke Georgenthal- Friedrichroda lebt wieder auf.
An den alten Gleisen die nach 45 abgebaut wurden soll jetzt ein Rad und Wanderweg endstehen und man ist emsig dabei.
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Beitragvon Silko » Montag 9. April 2007, 14:07

kps hat geschrieben:Sehr gut - wir müssen mal bei Gelegenheit mal die Standorte austauschen [-<5>-]

4 - zählt da dieser Standort schon mit?

Hier wurden die Ringe durch Zeitzeugen nach dem Krieg "wiederverwendet"

Hm, das Foto vermag ich nicht recht zu deuten. Sind die roten Linien Richtungsanzeiger? Punktanzeiger? Ist die Position auf dem Foto in der Nähe des bekannten Betonringes östlich der 25? Ich glaube eher, dass diese Position noch nicht in den erwähnten 4 enthalten ist.
Die 3 mir bekannten Ringe habe ich mittels GPS positioniert. Fehlt noch der 4. von herrenhof und die Positionen von KPS.
Schlage vor, dass wir uns am kommenden Samstag (später) Nachmittag oder Sonntag Vormittag auf eine "Ring-Runde" begeben, um die Positionen auszutauschen und vor Ort in Augenschein zu nehmen. Besonders wichtig erscheint mir mal ein genaues Aufmaß der Ringe - soweit möglich -, damit die Dinger mal besser miteinander verglichen und ggf. virtualisiert werden können.
Wenn die "Herren der Ringe" Sa oder So keine Zeit haben, würde ich das auf den vorangehenden Freitag verlegen.
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Beitragvon kps » Dienstag 10. April 2007, 05:19

Hallo Silko, der Punkt ist sehr westlich und die roten Linien sollen den Verlauf des Stacheldraht zwíschen den einzelnen Stellungen symbolisieren.

Wir gehen da mal gemeinsam hin.

MfG
kps
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Beitragvon Silko » Dienstag 10. April 2007, 09:35

kps hat geschrieben:Hallo Silko, der Punkt ist sehr westlich und die roten Linien sollen den Verlauf des Stacheldraht zwíschen den einzelnen Stellungen symbolisieren.

Wir gehen da mal gemeinsam hin.

Ahh ja. Dann wird auch die Aussage zu den Gosseler Einwohnern verständlich! Herrenhof sollte sich uns anschließen!
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Beitragvon herrenhof » Dienstag 10. April 2007, 20:14

gefunden
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Beitragvon herrenhof » Dienstag 10. April 2007, 20:29

habe den Plan verkleinert
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Beitragvon kps » Dienstag 10. April 2007, 20:30

Unser "Modell" ist leider etwas anders und bisher hatte noch Niemand eine Bauzeichnung oder einen dieser MG-Stände im Einsatz fotofiert oder ausgegraben.

Anbei ein Foto von mir aus einer Ausstellung in Frankreich 2006 im Vergleich.

MfG
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Zuletzt geändert von kps am Dienstag 10. April 2007, 20:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon kps » Dienstag 10. April 2007, 20:36

Das Schaubild halte ich für überaus wichtig - bitte im Hinterkopf behalten [-<5>-]
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Beitragvon Silko » Donnerstag 3. Mai 2007, 16:03

Hans-Jürgen Räppold hat geschrieben:Ein weiterer Unterschied zu den Kanalrevisionschächten besteht darin, dass bei den von Dir fotografierten Halbschalen keine Nut- und Federverbindung vorhanden ist und deshalb beim Einbau auch nicht auf derartige "Kleinigkeiten" geachtet werden mußte.

Davon bin ich bislang auch ausgegangen. Meine Untersuchungen an 3 der noch vorhandenen und bislang 5 mir bekannten MG-Stellungen (insgesamt sind 7 Positionen ausgemacht) ergaben jedoch anderes. Wie man auf dem beigefügten Bild schön sehen kann, ist sehr wohl Nut und Federverbindung verwendet worden, und zwar dergestalt, dass der untere Schalenring eine nach außen gerichtete Nut aufweist,welche die innenliegende Feder des oberen Schalenringes aufnimmt. Bei konsequenter Überlegung hätte ein dreigeteilter Schalenring (der untere) gewissen Drücken und Beanspruchungen auch garnicht standhalten können.

Weiterhin habe ich die 3 MG-Stellungen komplett vermessen und dabei festgestellt, dass sie absolut baugleich (auf den cm genau) sind. Mehr dazu demnächst.
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Beitragvon Michael aus G » Freitag 4. Mai 2007, 13:18

Sie sind auf alle Fälle in keinster weise beschussfest. Das schließt natürlich ihre "behelfsmäßige" Verwendung nicht aus. Vielleicht sollte man nach Typenbau im zivilen Sektor suchen. Meliorationsbau z.B.. Auf den Enstehungszeitraum würde ich mich noch nicht festlegen wollen. :-)
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Beitragvon michael » Freitag 4. Mai 2007, 13:54

Warum sollten sie beschußfest sein? Den einen, den ich gesehen habe, der war völlig eingegraben. Er lag an einem Abhang mit einem vorgefülltem Ansatz. Der Zugang war seitlich zum Hang. Wenn die Anderen eingegraben waren, war das doch nicht nötig. Und mit Melioration hatte das auch mit Sicherheit nichts zu tun. Warten wir doch einfach ab, bis kps mal wieder Zeit hat.

MfG

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Beitragvon Michael aus G » Freitag 4. Mai 2007, 15:31

michael hat geschrieben:Warum sollten sie beschußfest sein?


Ja, warum wohl sollte ein Kampfstand beschußfest sein? :-)

Wenn es sich wirklich um eine Rundumsicherung handeln sollte, dann wäre mit Kampfhandlungen zu rechnen. Da das MG als Schwerpunktwaffe gilt, ist es mit allen Waffen, bevorzugt mit Artillerie, zu bekämpfen.

Der Tobruk-Stand ist nicht umsonst so massiv ausgebaut.
Michael aus G
 

Beitragvon michael » Freitag 4. Mai 2007, 15:47

Ja, das ist mir schon klar. Aber was macht Dich so sicher, daß das Kampfstände waren? Ich wollte mich auch nicht mit dem Gedanken an Beobachtungsstände anfreunden, aber für richtige Kampfstellungen ist mir persönlich der Durchmesser des oberen Ringes zu klein. Wobei mir eine Beobachtung vom Boden aus immer noch schwer im Magen liegt. Aber was solls, eine andere sinnvolle Erklärung sehe ich hier nicht.

MfG

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Beitragvon Michael aus G » Samstag 5. Mai 2007, 13:36

michael hat geschrieben:Ja, das ist mir schon klar. Aber was macht Dich so sicher, daß das Kampfstände waren? Ich wollte mich auch nicht mit dem Gedanken an Beobachtungsstände anfreunden, aber für richtige Kampfstellungen ist mir persönlich der Durchmesser des oberen Ringes zu klein. Wobei mir eine Beobachtung vom Boden aus immer noch schwer im Magen liegt. Aber was solls, eine andere sinnvolle Erklärung sehe ich hier nicht.


Sicher macht mich nichts. Das ist ja mein Problem. :-) Ich wollte auch nur ausdrücken, das es kein typischer Kampfstand sein kann. Aber schön zu sehen, das ich mit meinen Zweifeln nicht allein bin.

Die Frage ist halt sind es Kampfstände?
Wenn ja, aus welcher Zeit?
Wenn der Zeitraum klar ist, was sollte wie geschützt werden?

Wobei ja Kampfstände in einer Ringförmigen Anordnung um das Objekt, eher für einen Sperrkreis eines HQ(bewusst jetzt nicht FHQ geschrieben) sprechen würden als eine U-Verlagerung.
Michael aus G
 

Beitragvon Hans-Jürgen Räppold » Montag 7. Mai 2007, 10:36

[bart]
Hallo Michael aus G
es mag sein, dass derartige Ringstände nicht das Optimum gewesen sind.
Ich finde aber, dass man hier folgendes berücksichtigen sollte:
1. Schau Dir mal einen normalen Schützengraben an - da ist die Deckung noch viel, viel schlechter
2. Wer weiß denn, dass dies der Endausbau dieser Sicherung sein sollte und das es nicht nur ein Provisorium war?
3. Wer weiß, ob damit Angriffe angewehrt werden sollten? Hätte man so schnell mit Angriffen gerechnet, wären mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit andere Abwehrmaßnahmen ergriffen worden. Ich glaube eher daran, dass diese Stände in einer Postenkette integriert waren, um Fluchtversuche zu unterbinden und eventuelle Aktionen durch Einzelpersonen zu verhindern.
Gruß Jürgen
Hans-Jürgen Räppold
 

Beitragvon SuR » Montag 7. Mai 2007, 14:59

Mal ein Vorschlag meinerseits.

Bekannt ist, dass

- alles anders war als auf den allermeisten anderen Baustellen, weil es eben eine SS-Baustelle war und keine der OT
- man über nicht gerade viel Wachpersonal verfügte
- es damals tiefer Winter und saukalt war

Ich würde tippen, dass man diese unkonventionellen Dinger aus gerade zur Verfügung stehenden Teilen zusammengeschustert hat, damit ein einzelner warm eingepackter Wachsoldat in diesem Ding mit seinem Ratatat einen doch ziemlich umfangreichen Bereich absichern konnte.
Nicht gegen den Feind, sondern gegen Fluchtversuche.
SuR
 

Beitragvon michael » Montag 7. Mai 2007, 15:09

Darauf wird es wohl hinauslaufen. Solange man keine andere Erklärung hat, kann man das so als Arbeitshypthese im Raum stehen lassen. Schön finde ich auch Deine Erklärung der Baustelle. Man sieht alles und weiß nichts.

MfG
michael
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