Die Engländer waren die ersten im Tal

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Die Engländer waren die ersten im Tal

Beitragvon TÜP » Donnerstag 8. April 2010, 21:16

Vor vielen Monaten traf ich mit dem Journalisten Frank Döbert zusammen. Er war zu Besuch in unserem Dokuzentrum um sich über unsere Forschungsarbeit zu informieren. Er war froh jemanden zu finden, der die Geheimnisse des Jonastals und des TrÜbPl Ohrdruf aufarbeitet. Er erzählte mir von einer Spezialeinheit der Engländer - die 30 AU. Es war höchst spannend, denn die 30 AU ist die Eineit, in der Ian Flemming, der Erfinder von James Bond gedient hat. Die 30 Assault Unit, so heisst die Eineit ausgeschrieben, ist laut den Zeitzeugenberichten der Überlebenden dieser Einheit, noch vor den Amerikanern in Ohrdruf und Umgebung gewesen.
So fing ich vor einem Jahr an diese Dinge selbst zu recherchieren. F.Döbert fragte mich nach Zusammenhängen und vorallem wie ich die Einfahrt eines Normalspurzuges im Jonastal einschätze. Meiner Meinung nach ist ja diese ganze Legende nicht mit der Villa Mühlberg oder einer Einfahrt unter das Nordlager zu erklären. Nun gab es einen neuen Anhaltspunkt. Doch ausser dem Nachweis, das es diese Einheit wirklich gab und das sie tatsächlich hier in Ohrdruf waren. kam ich auch nicht weiter.
Nun hat sich F.Döbert entschlossen die Forschungen in einen grösseren Rahmen zu geben. Vielleicht gelingt es hier einmal die Kräfte zu bündeln und das Geheimnis um die Tunnel und Züge im Grossraum Jonastal zu entschlüsseln.

http://www.otz.de/startseite/detail/-/s ... 1216823025
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Beitragvon TÜP » Donnerstag 8. April 2010, 21:27

Hier die Karten aus den Unterlagen der 30 AU, die den Vorstoss nach Ohrdruf aufzeigen.

Die Website der Einheit
http://www.30au.co.uk/Ian_Flemings_Red_ ... /Home.html
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von TÜP am Donnerstag 8. April 2010, 21:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon TÜP » Donnerstag 8. April 2010, 21:49

Als letztes für heute noch ein Mitglied der 30 AU. Er war im April mit in Ohrdruf und höchstwahrscheinlich im Jonastal.

Fortsetzung folgt..
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Beitragvon kps » Donnerstag 8. April 2010, 22:24

Achtung Werbung!!

Vortrag im Dokuzentrum Walpersberg: Die 30 AU der Briten

Frank Döbert
17.04.2010, 15:00 Uhr


Anmeldung: http://www.reimahg.de/index.php?id=118
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Beitragvon SuR » Freitag 9. April 2010, 07:48

Da wäre ich gerne mit dabei. Macht einer von Euch einen Mitschrieb oder sowas?
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Beitragvon MunaUede » Freitag 9. April 2010, 08:03

Am besten Videokamera und dann in youtube.
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Beitragvon alpha » Freitag 9. April 2010, 09:28

Zu Denken gibt mir (wie wahrscheinlich den meisten hier)

....gelangten durch einen unterirdischen Stollen in die dreistöckige Zentralhalle eines Tunnelsystems, in dem sie auch einen Zug auf Normalspur vorfanden.

Jetzt geht das Rätselraten weiter oder vielleicht neu los.
Wäre auf der Seite von Peter wenn wir gemeinsam versuchen würden das Rätsel zu lösen.

Kann in Kahla leider nicht dabei sein :,(


Gruß Andreas
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Beitragvon Silko » Freitag 9. April 2010, 09:50

Das könnte ein richtiger Hammer sein.... [bart]
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Beitragvon Volwo » Freitag 9. April 2010, 10:02

alpha hat geschrieben:Jetzt geht das Rätselraten weiter oder vielleicht neu los.


Hal Andreas,

Man kann sich hier über die 30 AU informieren:

http://www.30au.co.uk/Ian_Flemings_Red_ ... ments.html

Hier ist die Geschichte der 30 AU als download:
http://www.30au.co.uk/Ian_Flemings_Red_ ... ading.html
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Beitragvon hebbel » Freitag 9. April 2010, 13:00

Die Geschichte der 30AU ist quasi offiziell, liegt in den National Archives und wurde, wenn ich mich recht entsinne, von Margaret Priestley, die im Naval Intelligence Department tätig war, verfasst.
Anders sieht es mit der Abhandlung "Beau Bête" aus. Die Geschichte zu SIII klingt doch sehr haarsträubend. Das schließt natürlich nicht aus, daß die Briten mit einer Kommandoeinheit vor Ort gewesen sein könnten.

Gruß
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Beitragvon MunaUede » Freitag 9. April 2010, 13:13

",...,gelangten durch einen unterirdischen Stollen in die dreistöckige Zentralhalle eines Tunnelsystems, in dem sie auch einen Zug auf Normalspur vorfanden."

Wo steht denn das nun wieder?

Wurde das Jonastal gemeint oder das weitere,..., Umfeld (Dora,...,)? War die Einhait wirklich vor Ort?


Was sagen die bisherigen bekannten Luftbilder dazu aus (kein Nachweis)?
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Beitragvon Augustiner » Freitag 9. April 2010, 16:42

MunaUede hat geschrieben:",...,gelangten durch einen unterirdischen Stollen in die dreistöckige Zentralhalle eines Tunnelsystems, in dem sie auch einen Zug auf Normalspur vorfanden."

Wo steht denn das nun wieder?

Wurde das Jonastal gemeint oder das weitere,..., Umfeld (Dora,...,)? War die Einhait wirklich vor Ort?


Was sagen die bisherigen bekannten Luftbilder dazu aus (kein Nachweis)?


Wenn es auch nur das geringste Anzeichen zu einem (weiteren ?) Normalspurgleis auf den (bekannten) Luftbildern gäbe, hätte ich es schon lang hier im Luftbildforum gepostet (Bereich "OLGA").
Wenn es aber des weiteren eine solche Anlage in diesen Dimensionen tatsächlich gegeben hat bzw. immer noch gibt (die Amerikaner waren doch schon sehr vom "kleinen" Amt10 überrascht), so lag die Bauzeit auf alle Fälle weit vor 1943.
Da kann man zwar noch viele Argumente austauschen, da müßte sicher auch mal ein Eisenbahner mit Mindestradien und zu vertretenden Steigungsverhältnissen dran gesetzt werden - also für mich führt da überhaupt kein Weg hin.
Ich lasse mich aber gern überraschen.......
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Beitragvon PEKE » Freitag 9. April 2010, 17:45

Was mich überrascht, Ian Flemming hat ein Buch geschrieben. Das Buch
handelt von Janes Bond und er rettet die Welt. Warum hat er seine Berichte
nach 45 nicht in Literatur umgesetzt. Er müsste doch auch jede Menge
Tatsachen aus der Zeit bis 45 Umsetzen können. Konnte er nicht oder durfte
er nicht.

Mfg. Peter
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Beitragvon hebbel » Freitag 9. April 2010, 18:16

Aujust, lass ma. Das Thema ist zumindest zwei Hirnies seit längerer Zeit bekannt. Schaun mer ma, was der Herr so zu berichten hat.

Gruß
Dieter
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Beitragvon kps » Freitag 9. April 2010, 18:32

hebbel hat geschrieben:Aujust, lass ma. Das Thema ist zumindest zwei Hirnies seit längerer Zeit bekannt. Schaun mer ma, was der Herr so zu berichten hat.

Gruß
Dieter


Hallo Dieter,

wer ist bitte gemeint mit Hirnie?

Hirnies sind Menschen, die sich irgendwann in den Kopf gesetzt haben ihre Umwelt mit ihrem Dasein in den Wahnsinn zu treiben und die Laune zu vermiesen. Schon mal nachgedacht wie einfach das Leben ohne Hirnies wäre?

Quelle: http://stilpir.at/hirnies/

Ich nehme das Thema 30AU zunächst sehr ernst. Allerdings kenne ich noch nicht sehr viel von Franks Ergebnissen und ich sehe persönlich zunächst große Probleme zwischen den Alliierten selbst. Die Amerikaner wurden grundsätzlich auch von anderen Einheiten wie z.B. von Belgiern begleitet. Das aber eine britische Spezialtruppe so ohne Hinderung im amerikanischen Frontbereich operieren und nach "Rosinen" suchen und diese abtransportieren konnte, war mir bisher nicht bekannt. Einzelne Personen könnte man sicherlich relativ unbemerkt festsetzen und wegbringen. Geheimdokumente, Waffentechnik und dergleichen wird schon viel schwieriger. Zudem müßte der gesamte Weg der 30AU verfolgt werden und dies im Zusammenhang mit den Zeitangaben. Bislang ist die Hauptstütze die Abschrift eines persönlichen Tagebuchs. Das ist mir noch viel zu wenig - bin aber für alles offen - bleibe aber skeptisch.

MfG
kps
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Beitragvon hebbel » Freitag 9. April 2010, 18:57

Ach was. Du warst hier wirklich nicht gemeint. Aber es ist nun mal so, daß die Sache wirklich nicht neu ist. Aber darum geht es nicht.

Gruß
Dieter
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Beitragvon TÜP » Freitag 9. April 2010, 19:23

Aber es ist nun mal so, daß die Sache wirklich nicht neu ist


Es wäre schön hebbel, wenn du dann mal etwas zum Thema schreiben könntest da es dir ja schon länger bekannt ist!
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Beitragvon TÜP » Freitag 9. April 2010, 19:37

Ich habe einige Aufzeichnungen von einem befreundeteten Ehepaar in Bielefeld übersetzen lassen. Beide haben keine militärischen Kenntnisse und absolut keinen Bezug zum Jonastal oder zu unseren Interessengebieten. Deshalb wirkt die Übersetzung etwas holprig und ist nicht präzise. Es ist also eher eine Direktübersetzung.Für unsere Recherchen aber recht gut zu verwenden. Das Original gibt es in den Tiefen des Internets.

Erster Teil
SIII Bunker

März/ April 1945. Jenseits des Rheins, Deutschland.

Die Geschwindigkeit des Vormarsches war atemberaubend, die bewaffneten US Divisionen steuern auf das Herz Deutschlands zu und überschwemmten jeden Widerstand vor ihnen. Truppe 13 von 10 30AU Mann, in zwei Jeeps, fuhren beinahe unbemerkt, als sie vor einigen Tagen mit dem Vormarsch aufschlossen. Jim, der Gruppenkommandant, hatte durch Erfahrung herausgefunden, dass je besser organisiert und gut trainiert die amerikanischen Einheiten waren, desto williger waren sie, Britische Spezialeinheiten an ihrer Seite zu akzeptieren, sie schwelgten sogar darin. Teilten eigene Geschichten und die reichlichen Essens-Rationen, Kaffee und jede andere Ausrüstung, die sie entbehren konnten. „Guy“ war erfreut, wieder mit Jim zu operieren, er hatte an seiner Seite für 30AU trainiert und hatte großen Respekt vor seinen Fähigkeiten. Sie hatten einige hektische Wochen verbracht, um eine Menge Ziele auf ihrem Weg zum Rhein herumhetzend, operative Arbeitsabläufe waren jetzt nur zweiter Natur, niemandem musste gesagt werden was zu tun war, jeder handelte unabhängig als Teil eines gut geölten Teams. Er begrüßte außerdem die Freundschaft der Amerikaner, wenn sie angeboten wurde. Er war sehr beeindruckt von der von ihnen gezeigten Kampf-Courage, sogar bei starken Verlusten, aber für ihn hatten alle in seinem Team zu viele bittere Erfahrungen vom Abzug fröhlicher GIs und den Fehlern, die scheinbar so leicht gemacht werden von den Amerikanern in den Verwirrungen, die Kämpfe bringen können, um zu freundschaftlich zu fühlen gegenüber irgendeiner der US Truppen, die sie trafen und mit denen sie arbeiteten.

Guy, Blondie, Jock und Mac saßen um den schmalen Ofen vor ihren Jeeps. Es war früher Morgen, die Luft war grau und bewölkt. Schwerer Tau hatte sich während der Nacht auf Alles gelegt, machte es schwer, sich aufzuwärmen. Sie hatten eine kalte Nacht in einem sehr wackeligen, hölzernen Schuppen am Rand einer großen Farm in einer sanft geschwungenen, malerischen Landschaft verbracht. Die Farm bedeutete, dass sie nun ein wohlverdientes Frühstück mit Eiern und Speck genossen. Reg und Freddy schlenderten hinter den Fahrzeugen vor. Sie hatten die letzten zwei Stunden auf Wache verbracht, die härtesten zwei Stunden der Nacht, jene unmittelbar vor der Dämmerung. Beide sahen kalt und abgespannt aus.

Die entfernten Erschütterungen der großen Kanonen waren jetzt andauernd, aus der einen Richtung oder der Anderen. Kleine Waffenfeuer konnten zu verschiedenen Zeiten auch gehört werden, aber sie hatten sich an das Geräusch gewöhnt und wussten instinktiv, wie nah es war und ob es ihre Aufmerksamkeit erforderte oder nicht. Paddy und Ginger waren etwas entfernt, am Funkgerät, versuchten ein besseres Signal zu bekommen für den zweistündigen Report, der ohne Störungen gemacht werden musste.

Jim, der Navy Leutnant Kommandeur und Raph von den FIU kehrten in einem flotten Tempo zurück von einem Besuch des US Offizierslagers HQ (headquarter/ Hauptquartier?). Ungewöhnlicherweise entfaltete Jim eine Karte vor dem Team, als sie Eier und Speck verschlangen und den heißen starken Tee schlürften. „So, Jungs das ist wichtig und es wird vielleicht etwas gefährlich. Dieser Hügel, Jonastal, ist direkt nordöstlich von uns hier und genau im russischen Sektor, obwohl unsere Intelligenz-Jungs (die Amerikaner?!) sagen, dass die Russen zur Zeit mindestens hundert Meilen von hier sind. Er weist auf einen Punkt nahe der kleinen Stadt Ohrdruf. Guy zieht seine spezielle Ausgabe seidener Fluchtpläne (?) und entscheidet, diese ungewöhnliche Gelegenheit zu nutzen, einen guten Blick auf ihren aktuellen Standort zu bekommen, sollte er schnell fortkommen müssen.

„Die US vierte bewaffnete (Division?!) steuern auf diesen Punkt hier zu, es ist ein militärischer Schlüssel-Bunker, bekannt als SIII. NID30 hat uns in diesen Bunker befohlen, um technische Informationen zu erlangen – um jeden Preis. Sie haben keine klare Vorstellung, was sich darin befindet, aber sie möchten es zweifellos wissen. Die 89. Infanterie Aufklärung und 602. Panzerschutz Aufklärungstruppe kommen diesen Weg mit dem Rest von 89. direkt hinter ihnen. Wir werden versuchen, an diesem Punkt hineinzukommen und sie zu überraschen, während sie sich hier und hier verteidigen. Macht euch fertig.“
Zuletzt geändert von TÜP am Dienstag 13. April 2010, 19:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon hebbel » Freitag 9. April 2010, 20:20

Wir werden ja sehen...?
Gruß
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Beitragvon TÜP » Freitag 9. April 2010, 20:34

Mehr hast du nicht zu bieten? Bin ich aber enttäuscht!

Also als ich die Story im April 2009 das erste mal zu lesen bekam, war ich schon platt. Die Nachforschungen ergaben das es die Einheit tatsächlich gab. Hier in Ohrdruf hat allerdings niemand etwas von Engländern gewusst. Leider hatte ich noch nicht die Gelegenheit nach England zu fahren. Aber Frank Döbert war ja dort im Archiv.
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Beitragvon PEKE » Freitag 9. April 2010, 21:43

Hi TÜP,

Vorschlag: Nächstes und alleiniges gemeinsames Thema des VEREINS
Mann könnte doch dieses Thema nutzen, um alle wieder an einen Tisch
zu bekommen.
Aber Egal ob es so kommt, das Thema ist von sich aus so Interessant
und wichtig. Ich mache auf jeden Fall thematisch mit.

Mein erster Punkt wäre der Bahnzugang in den Berg.
- Zugangsmöglichkeit 1 = Villa Dr. Mühlbach / Nordlager
- Zugangsmöglichkeit 2 = Weinberg - Hauptstrecke der Bahn
- Zugangsmöglichkeit 3 = Frankenhain-Schleife OhrdruferStr.
- Zugangsmöglichkeit 4 = zw. Gräfenroda und Siegelbach

Das wären für mich die wahrscheinlichsten Zugangspunkte.
Im betracht käme auch die Schmalspurstrecke in Riochtung
Arnstadt. Große Bahnwagen konnten durch einen kleinen
Huckepackwagen in den Stollen gefahren werden.
Dazu musste nur die Stollenhöhe ausreichend sein.

Mfg. Peter
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Beitragvon alpha » Freitag 9. April 2010, 21:44

Hi

Ich hab mir eben mal "Beau Bête" reingezogen.
Kaum zu glauben was man da zu lesen bekommt.
Nach der Beschreibung also doch in der Nähe Nordlager???
Sollte an der Aussage mit dem Zug vor dem Tunnel (gesehen von einem Häftling im Nordlager)doch was dran sein?
Auf alle Fälle hoch interessant.

Gruß Andreas
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Beitragvon burghart » Samstag 10. April 2010, 05:53

Hallo.

Ich will jetzt nicht die Übersetzung kritisieren.

Das klingt für mich wie aus einem "Landser-Heftchen" mit sehr fiktionalen Inhalt und einem non-fiktionalen Kern.


Gruß
Burkhard
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Beitragvon MunaUede » Samstag 10. April 2010, 07:53

Müssten dann nicht die Luftbilder etwas hergeben?
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Beitragvon hebbel » Samstag 10. April 2010, 08:50

TÜP hat geschrieben:Mehr hast du nicht zu bieten? Bin ich aber enttäuscht!

Oooch... Das will ich nun auch wieder nicht.

Natürlich gab es diese Einheit, wie man an den nachfolgenden Signaturen aus den National Archives erkennen kann. Da kann man schon einiges herauslesen.

HW 8/103 Report on British Procedures for Capturing and Exploiting Enemy Naval Documents. U.S. Navy report on the work on N.S.VI at GC&CS and the 30 th Assault Unit responsible for the capture of enemy documents 1944 Oct 01 - 1945 Apr. 30

HW 8/104 History of 30 Commando (latterly called 30 Assault Unit and 30 Advanced Unit) including History of Sigint Operations Undertaken by 30 Commando/ 30 A.U. this is detailed account of wartime operations conducted by 30 Commando to obtain enemy Documents and equipment. 1942 Apr 01 - 1946 Feb 21

WO 219/1668 30 Advanced Unit: supply of information to Combined Intelligence Objectives Sub-Committee of Joint Intelligence Committee. Mar 1945

DEFE 2/1107 30 Assault Unit (formerly Special Engineering Unit, formerly 30 Commando, later 30 Advanced Unit): mobilisation, control, disbandment, Honours and Awards. 1943 Nov 26-1945 Aug 29

ADM 223/214 Appendix 1 (Part 5): History of 30 Commando (later called 30 Assault Unit and 30 Advanced Unit also known as Special Engineering Unit): includes part played by Commander Ian Fleming, Operation Torch (North Africa), Dieppe Raid, Operation Bantam (Calabria), Operation Baytown (Calabria), Operation Avalanche (Salerno), Operation Overlord (Normandy Landings), Operation Neptune (Normandy), Eclipse operations (special duties in Germany after organised resistance had ceased), discovery of gold and bearer bonds, Operation Zipper (landings at Penang), Operation Tiderace (occupation of Penang and Singapore) 1947 Dec 9-1948 Apr 21; 1970 Sept 5 [offenbar eine spätere Zusammenfassung]

ADM 223/500 30 Assault Unit (formerly Special Engineering Unit) and 30 Commando: papers. Includes Field Information Agency Technical and correspondence with Commander Ian Fleming, intelligence information and capture of weapons required for Operation Overlord (Normandy Landings), Woolforce (target in Paris area) and copy of war diary for No 3 Ship Signal Section Detachment, Royal Signals, 12 Feb-5 Aug 1945
1942 Mar 20-1945 Nov 23

ADM 202/308 30 Assault Unit 1944 June- 1945 Apr [Das ist das einzige Dokument zur 30 A.U. welches ich gefunden habe und einen teilweisen Sperrvermerk trägt.]

ADM 202/599 30 Assault Unit Vol 2 1944 July-Aug

ADM 202/598 30 Assault Unit: photographs Vol 1 1944 June-July

ADM 223/213 Appendix 1 (Part 5): History of SIGINT operations undertaken by 30 Commando/30 Assault Unit. Undated

WO 219/1160 30 Assault Unit: miscellaneous cables 1945 Jan.- June

ADM 199/2488 Director of Naval Intelligence: Inter-Service Topographical Department progress reports, enemy dispositions in Channel Area, US Naval HQ and 8th Air Force No 30 Assault Unit documents and duplicates of port war damage information: includes CX material 1941-1945

ADM 223/501 30 Assault Unit: targets 1944-1945

ADM 223/349 No 30 Assault Unit: target lists for operations in Germany (Second Edition) 1944 Dec 15

ADM 1/15798 COMBINED OPERATIONS (47): "Operation Woolforce": report of activities of No.30 Assault Unit in Paris during 1944. 1944

WO 204/11990 30 Commando: proposed operations. 1943 Nov-1944 Oct

WO 218/71 30 Commando. 1944 Mar.- 1945 June

Die Briten und Amerikaner hatten Dutzende Kommandoeinheiten. Das, was die 30 A.U. vielleicht zu etwas Besonderem machte, war eben die engere Bindung an das N.I.D. (Marinegeheimdienst). Fleming ist in der Auswertungsbaracke von "Ultra" ein- und ausgegangen. Die genannte GC&CS ist die Government Code and Cipher School, besser bekannt als Bletchley Park. Das zweite Stichwort ist SIGINT (Signals Intelligence), also die Informationsgewinnung aus abgehörten Funk- und Kabelsignalen. Das Andere ist natürlich die "Verflechtung" Flemings, der diese Einheit aufgestellt hatte, mit dem späteren Schriftsteller Fleming, der Schöpfer des James Bond war.

Es gibt zumindest eine belegte Operation der 30 A.U., die vor den eigenen Linien stattfand. Das war eben die Einnahme Kiels durch die No 2 T-Force unter Tony Hibbert (350 bis 500 Mann), begleitet von einer Einsatzgruppe der 30 A.U. und einer SAS-Einheit.
Weiteres ist schwieriger zu erklären, da es nur komplizierter verflochtene Hinweise sind, die besondere Operationen belegen könnten.
Etwas Belastbares zum JT habe ich (bisher) nicht gefunden.

Gruß
Dieter
hebbel
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