Allgemeine Überlegungen über SIII

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Re: Allgemeine Überlegungen über SIII

Beitragvon svenk3 » Donnerstag 16. August 2012, 07:32

Hallo PEKE,
ich bin leider nicht im Besitz des Dokumentes.
Ansonsten stünde es schon hier.
Gruß Sven
svenk3
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Re: Allgemeine Überlegungen über SIII

Beitragvon Seestern » Donnerstag 16. August 2012, 15:18

@svernsk3 hat am 15.08.2012/13.07einen Beitrag verfasst, auf den ich an dieser Stelle gerne eingehen möchte.

These 1.: "Diese Aussage General Marshalls bedeutet nichts anderes, als daß die deutsche Forschung auf dem Gebiet der "atomaren Sprengstoffe" solche Fortschritte gemacht hat, daß die Gefahr bestand, daß diese "schrecklichen Waffen" gegen die USA verwendet werden konnten."

Stellungnahme: Die »Biennial Reports of the Chief of Staff of the United States Army«, hier der den Zweijahreszeitraum 01. Juli 1943 bis 30. Juni 1945 umfassenden Bericht, diente der Darstellung und Erläuterung der Lagebeurteilungen und des eigenes Handeln durch den Generalstabs der US-Army. Er ist somit keine geschichtswissenschaftliche Darstellung dessen, was wirklich geschehen war. Diese dem Schriftstück zu Grunde liegende Absicht muss unbedingt beachtet werden; gerade auch im Zusammenhang mit der Nuklearrüstung ist das von großer Wichtigkeit. Die US-Army hatte das eigene Atomprogramm forciert und um die erforderlichen Haushaltsmittel genehmigt zu bekommen, eine entsprechende Bedrohung durch Deutschland aufgebaut. Diese Methode war damals nicht anders als heute auch. Von daher kann ich die Aussagen von General Marshall nicht als Bestätigung einer erfolgreichen deutschen Nuklearforschung interpretieren. Wenn ich entsprechende Stellen im Bericht nicht überlesen habe, bringt Gen. Marshall auch keine Beweise oder Belege für seine Behauptung, die ihm im Juni 1945 doch sicherlich vorgelegen haben müssten. Ich bin der festen Überzeugung, dass er - sofern er denn solche Beweise gehabt hätte - nicht gezögert hätte, sie zur (nachträglichen) Rechtfertigung des eigenen Nuklearprogramms in diesem Bericht auch anzuführen.

These 2.: "Sollte man auch sicher mal bedenken das wenn ich eine solche Waffe entwickle, dann auch dafür eine Trägerrakete entwickle, wo wir wieder in die Richtung A10 kommen."

Stellungnahme: Diese Aussage ist für mich nicht unbedingt logisch. Man hätte auch eine A-Bombe über Großbritannien, der frz. Atlantikküste oder noch besser über dem Kanal abwerfen können; dazu hätten ein oder zwei Flugzeuge völlig ausgereicht und die Wirkung wäre für die Alliierten ebenfalls schockierend gewesen. Außerdem ist das ein gefährliches Argument, denn im Umkehrschluss kann es dann heißen: Da es die A 10 nicht gibt, gibt es auch kein deutsches Nuklearprogramm!

These 3.: "Auch hier spielt der Großraum wieder die anscheinend zentrale Rolle. Die Frage auch in wie weit war die Forschungsabteilung der Reichspost mit all dem verwickelt. Ich habe ein Forschungsbericht der Reichspost von 1945 gesehen in dem zB die A-Bombe erwähnt und aufgezeichnet wurde und es ging immer um den Großraum Truppenübungsplatz!"

Stellungnahme: Diesen Forschungsbericht würde ich gerne mal sehen. Welches ist die verfassende Dienstelle und an wen ist der Bericht adressiert? Die Bemerkung "aber sicher gibts wie immer Zweifler" ist wohl negativ zu verstehen und aus meiner Sicht deswegen an dieser Stelle unpassend.

VG Seestern
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Re: Allgemeine Überlegungen über SIII

Beitragvon svenk3 » Donnerstag 11. Oktober 2012, 15:19

Wie gesagt bin ich leider nicht im Besitz dieses Dokumentes, wenn sich mr noch mal die Möglichkeit der Betrachtung gib werde ich Bilder machen!
Zu der Aussage mit den Zweiflern habe ich leider meine Gründe....
Gruß Sven
svenk3
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Re: Allgemeine Überlegungen über SIII

Beitragvon ute » Freitag 25. Juli 2014, 18:20

ich war in einem archiv in der nähe von atlanta und habe die akten von colonel rober s. allen dank meines mannes einsehen können(zutritt nur für militärangehörige) ich fand kein beweisbares dokument zu seiner aussage ...wie die speichen eines rades usw.
das was er dazu in ,,lucky forward,, geschrieben hat, habe ich wortwörtlich in seinem skript gefunden.
etwas mehr fand ich zu seiner verwundung. sein arm wurde in amerika amputiert nicht in thüringen, erfurt.
ich werde einen bericht über robert allen schreiben mit dem was ich im archiv gefunden habe.
ich hatte mir mehr versprochen als ich vor den aktenordnern saß. von luftbildern oder lokalen beschreibungen der anlagen usw konnt ich nur träumen, leider. [wer.der.]
ute
 

Re: Allgemeine Überlegungen über SIII

Beitragvon Mercedes-Diesel » Samstag 26. Juli 2014, 05:36

Danke für die Arbeit die Du Dir gemacht hast. So scheint es wieder ein Beweis mehr zu sein an dem Wahrheitsgehalt der Aussage bzw. des Dokumentes zu zweifeln.
Liebe Grüße Andreas
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Re: Allgemeine Überlegungen über SIII

Beitragvon Sucher » Samstag 26. Juli 2014, 17:36

Interessantes Thema-Lucky Forward-......!Zumal alle Dokumente um Ohrdruf auf 100Jahre klassifiziert sein sollen!Der erwähnte Skript ,ist der aus 1947 oder 1971?
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Re: Allgemeine Überlegungen über SIII

Beitragvon kallepirna » Samstag 26. Juli 2014, 18:07

Ist auch fraglich ob die einen alles Zeigen, weil dann brauchen sie es ja nicht für 100 Jahre sperren. Mfg.kallepirna
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Re: Allgemeine Überlegungen über SIII

Beitragvon Neugier » Dienstag 29. Juli 2014, 17:08

Ja die Ute hats gut. Sie kann in Archiven lesen, in die wir nicht kommen. Bei uns reichts nur zum Stadt- und Kreisarchiv. Um so besser, dass wir sie haben. Super.
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Re: Allgemeine Überlegungen über SIII

Beitragvon TÜP » Dienstag 29. Juli 2014, 19:01

kallepirna hat geschrieben:Ist auch fraglich ob die einen alles Zeigen, weil dann brauchen sie es ja nicht für 100 Jahre sperren. Mfg.kallepirna


Dazu würde mich auch einmal Utes Meinung interessieren! Welche Erfahrungen hast du (Ute) mit gesperrten Akten in den Archiven? Egal ob nun 25 oder 100 Jahre.
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Re: Allgemeine Überlegungen über SIII

Beitragvon Pfoti » Dienstag 29. Juli 2014, 19:21

Ute, sehr gut gemacht.Mich würde aber auch Inderessiren, wie ist das mit den gesperten Unterlagen?
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Re: Allgemeine Überlegungen über SIII

Beitragvon kallepirna » Mittwoch 30. Juli 2014, 09:03

Ich habe mich mit den 100 Jahren auf die Aussage von Sucher bezogen, ein paar Beiträge vorher. Auch denke ich das es beim Militär Sicherheitseinstufungen gibt wer was sehen darf, das gab es früher wie auch heute da ist genau fest gelegt wer was sehen darf. Gerade WWII betreffend, da denke ich das es da noch Sachen gibt wo heute mit Absicht der Deckel drauf gehalten wird. Warum genau kann man nur Mutmaßungen anstellen, vielleicht ist es auch gut wenn man nicht alles weiß. Mit jedem Jahr werden die Mitwisser weniger ist ein Natürlicher Prozess, und wenn sich keiner drum Kümmert gerät irgendwann alles in Vergessenheit. Ob sich unsere Kinder,Enkel und Urenkel noch so wie wir um unsere Geschichte sich Gedanken machen, wage ich zu bezweifeln dazu ist die Zeit zu schnelllebig. Ich finde die Initiative von Ute toll weiter so, es müsste mehr solcher Leute geben. Mfg.kallepirna
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Re: Allgemeine Überlegungen über SIII

Beitragvon Neugier » Freitag 1. August 2014, 15:16

Warum ist es besser wenn man nicht alles weis? Ich will alles wissen!!!!! Aber man sagt's uns nicht, werden schön dumm gehalten. Ich gehe jeden Pakt mit jedem Teufel ein, wenn ich alles wissen darf!!!!!
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