Stollen durchs Jonastal

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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon PEKE » Dienstag 28. April 2015, 19:01

Die Frage ist doch, welche Firma und wann wurde wohin verlagert. Also frühestens Sommer 44.
Spätestens Januar 45. Die Verlagerungen erfollgten immer mit der DR. Gestellung von Transportraum und
Ablagebahnhof. Annahme wäre Bahnhof Luisental, oder Crawinkel oder ein Haltepunkt in diesem Bereich.
Benutzt wurde wahrscheinlich ein Entladegleis mit Seitenrampe, geht am schnellsten. Frage: wo in diesem Bereich
gibt es das ? Mir fällt nur die Muna ein. Dort war alles vorhanden und ausgebaut.
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon Augustiner » Mittwoch 29. April 2015, 07:21

Verlagerungen können auch schon vor Sommer 44 erfolgt sein.

Der Bhf Luisenthal verfügte über etliche Rampen und Lademöglichkeiten - schon wegen des dort ansässigem Gewerbe.

Die MUNA hatte m.M. nicht nur einen Feldbahnanschluss vom Jonastal über Crawinkel kommend, sondern auch einen Feldbahnanschluss in die andere Richtung, nämlich Luisenthal; kann ich aber nicht weiter verifizieren.

Ich hatte das Interview mit Henry Bick hier nur deshalb angesprochen, da Du weiter oben von Baustellen "unter" dem TrÜbPl berichtet hast - und Kienberg ist nun mal nicht TrÜbPl.
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon kps » Mittwoch 29. April 2015, 12:58

Der Bogen reicht meiner Ansicht nach noch nicht für einen Nachweis und auch nicht bis Luisenthal und/ oder Kienberg. Siehst du den Bogen auch auf auf früheren Luftbildern und wenn ja - geht er auf dem vom 4.4. auch über die Bundestraße wie das Regelspurgleis?. Mein Lubi vom 25.03.1945 ist leider nicht so deutlich wie deines.
Der Bogen zeigt auf das neue Anschlußgleis, welches Häftlinge kurz vor Kriegsende verlegen mußten - vrmtl. hauptsächlich für Häftlingstransporte. Die Verlagerung der Muna lief meines Wissens nach bis zum Schluß über den Bahnhof Crawinkel.

Vor Ort sieht das anders aus und die Wiese bietet keine richtigen Überquerungsmöglichkeiten und laut Zeitzeugen lagen keine Gleise - ob Schmal- oder Regelspur - direkt in der Muna.

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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon PEKE » Mittwoch 29. April 2015, 18:44

Klaus-Peter, das Regelspurgleis wurde mit Sicherheit nicht für die Häftlinge gebaut. Die konnten Laufen.
Also anderen Grund. Wenn dann wurden die kompletten Bahnanlagen Umgebaut und Erweitert- Unterlagen hast Du.
Ich habe da etwas in einem Archiv gelesen - aus dem Kopf - es war immer eine Schmalspurtrasse im Gelände und
zum Verladen eine Regelspur Anschluß am Rande des Geländes da.
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon kps » Donnerstag 30. April 2015, 05:35

Hallo Peke - Aus deinen Unterlagen, die ich habe, geht nur Umbau Bahnhof Crawinkel hervor. Von Gleisen in der Muna ist da keine Rede. Ich habe gerade noch mal geschaut und schau weiter. Von wo aus sollten die Häftlinge bitte laufen? Ich rede von Ankunft neuer Häftlinge aus anderen KZ und Abschiebung nicht mehr arbeitsfähiger Häftlinge - s.g. Invalidentransporte. Letztere konnten sicher nicht mehr sehr weit laufen. Das waren neben der Verlagerung der Munition und Bomben der Muna die nachweißbaren logistischen Probleme - abgesehen von der Versorgung der Jonastalbaustelle. Der Gleisbogen auf dem Lubi vom 4. April 1945 könnte auch zur Verlagerung der Munition kurzfristig verlegt worden sein, um nicht mehr bis hoch zum Bahnhof zu müssen. Grundsätzlich gab es aber andere Probleme als Bomben von A nach B zu verlagern. In Frage kommen noch Bordmunition für Jäger oder Flakgranaten.

Unter anderem zeigen zwei Gleise, die von Häftlingen zum Kriegsende verlegt wurden, auf die die Bereiche der Häftlingslager auf dem Übungsplatz wie in der Muna. Das ist kein Zufall meiner Ansicht nach. Langsam sind wir weit weg vom Thema.

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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon Augustiner » Donnerstag 30. April 2015, 10:26

kps hat geschrieben:Der Gleisbogen auf dem Lubi vom 4. April 1945 könnte auch zur Verlagerung der Munition kurzfristig verlegt worden sein, um nicht mehr bis hoch zum Bahnhof zu müssen. Grundsätzlich gab es aber andere Probleme als Bomben von A nach B zu verlagern. In Frage kommen noch Bordmunition für Jäger oder Flakgranaten.

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Da wirst Du wohl Recht haben.
Am 09.06.1945 latscht man bereits mehr oder weniger geradeaus über die Wiese und die Fotos vom 25.03. und 31.03.1945 sind vom Maßstab und der Auflösung einfach zu schlecht, um dort etwas erkennen zu können.

Vielleicht hat Frau U.D. doch noch mal die Möglichkeit mit Herrn Bick bzgl. der (genaueren) Lage der Halle zu sprechen ?? Eine kleine Sensation wäre das m.E. ja schon, wenn man hierzu etwas finden könnte.
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon PEKE » Freitag 1. Mai 2015, 10:46

Ich weis nur, das die Maschinen zum Abtransport nach Russland außerhalb der Stollen gelagert wurden.
Da hat es irgend etwas schriftliches gegeben. Habe ich aber nicht. Müsste aber in den Unterlagen der
zu demontierenden Betriebe der Region zu finden sein, midestens ein Anhaltspunkt.
KPS- der Bahnhof wurde im Vorfeld erweitert. Genauso der Kauf der erweiterten Liegenschaft.
Wenn ich den generellen Aufbau einer Munifabrik in meinen Unterlagen finde, stelle ich das ein.
Ich hoffe ich habe es nicht nur im Archiv gelesen. Es war auf jeden Fall ein Zusammenspiel der beiden
Gleisanlagen mit Laderampe vorhanden. Auch war eine Erweiterung der MUNA 1940 nicht nur geplant,
sondern hat auch stattgefunden. Unterlagen hast Du. Ausdehnung z.B. nach Süden und Westen.
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon PEKE » Freitag 1. Mai 2015, 10:49

Klaus, das Bild vom 4.4.45 mit der Kurve, ist dort in der Verlängerung ein Tunnel - das Schwarze Loch neben dem Bunker?
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon Augustiner » Samstag 2. Mai 2015, 07:25

PEKE hat geschrieben:Klaus, das Bild vom 4.4.45 mit der Kurve, ist dort in der Verlängerung ein Tunnel - das Schwarze Loch neben dem Bunker?


Dies kann man mit Sicherheit ausschließen.

Die "Kurve" ist auf 4 unterschiedlichen Fotos vorhanden und somit kein Bildfehler, aber mit dem Deuten von merkwürdigen Strukturen ist das ja immer so eine Sache..........
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon PEKE » Samstag 2. Mai 2015, 17:50

Hallo Klaus, ich habe Dein Bild genommen, um da etwas Darzustellen, was mir komisch bzw. sonderbar erscheint.
Vielleicht kannst Du auf den anderen Bildern etwas dazu erkennen.
Bist Du sicher das es eine Schmalspur ist ? ich würde wegen dem Radius und der Breite der Struktur auf Normalspur gehen wollen. Aber ich weis es nicht. KPS ist da eher der Ansprechparner.
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon Augustiner » Sonntag 3. Mai 2015, 09:27

Servus Peter,

abhängig von der Geschwindigkeit lag der vorgeschriebene Mindest-Radius bei der DR bei rund 180 m, also im Durchmesser 360 m. Das kriegen wir an dieser Stelle aber nicht zusammen.
Nur bei Industriegleisen innerhalb von Werksanlagen waren noch etwas geringere Radien möglich, konnten dann aber nur von bestimmten Wagenmaterial noch befahren werden.

An den von Dir markierten Stellen ist m.M. nichts, man muss alle Fotos anschauen.

Von dem eigentlichen "Compiegne"-Gleis geht ein merkwürdiger Stich aus und quert auch noch geradlinig die Landstraße - ob da ein Gleis war, kann ich nicht sagen und wäre auch sehr unüblich.

Hat zwar alles nichts mit "Stollen durchs Jonastal" zu tun, aber so ist das nun mal - vom Hundertsten in's Tausendstel.

Sauwetter in München, das Mopped bleibt heute im Stall.............
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Zuletzt geändert von Augustiner am Sonntag 3. Mai 2015, 09:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon kps » Sonntag 3. Mai 2015, 15:32

Hallo Augustiner,

meiner Ansicht nach war der Weg, den du als merkwürdig bezeichnest, schon vor dem WK2 da und in den Meßtischblättern. Auch der weg war schon da, auf dem später die Regelspur verlegt wurde, welche über die B88 ging.

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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon Augustiner » Montag 4. Mai 2015, 08:01

kps hat geschrieben:Hallo Augustiner,

meiner Ansicht nach war der Weg, den du als merkwürdig bezeichnest, schon vor dem WK2 da und in den Meßtischblättern. Auch der weg war schon da, auf dem später die Regelspur verlegt wurde, welche über die B88 ging.

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Servus,

stimmt - habe ich in TK25 von 1937 nachgeguckt.
Wieder nichts mit geheimer Stollenzufahrt................ :,(
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon manganer » Dienstag 9. Juni 2015, 12:16

Sorry, war länger nicht hier. Habe jetzt erst das Thema gelesen. Habe einen amerik. Aufklärungsbericht, da geht es um 2 Hallen in Luisenthal, an denen ein belgischer Fremdarbeiter mitgebaut hat. Hat ja vielleicht was mit dem Thema zu tun.
Aber schaut selber...
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon Sucher » Dienstag 9. Juni 2015, 17:33

In Ergänzung zu -manganer-Info.hier die GPS Daten 50.47.41N/10.43.51O =Ortsausgang Luisenthal! :-top)
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon manganer » Mittwoch 10. Juni 2015, 14:03

@Sucher
Wie kommst Du auf gerade diese Stelle??? Was spricht dafür??? Im Luftbild sieht man da gar nix...
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon Sucher » Mittwoch 10. Juni 2015, 16:15

Die Koordinaten ergaben sich aus deinen Bericht. [wer.der.]
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon Buche123 » Mittwoch 10. Juni 2015, 16:56

Hier stehen die Hallen von den Gothaer Flugzeugwerken... siehe Lubi ...sie wurden dann später zu DDR-Zeiten vom Talsperrenbau als Reparaturwerkstatt für die Fahrzeuge genutzt als die Ohratalsperre gebaut wurde...danach übernahm die Stasi diese Hallen als Lagerhallen...heute sind sie abgerissen und bilden begrünten Wall hinter den Bahnschienen auf der linken Seite der Straße in Fahrtrichtung Luisenthal .

Gruß Buche123
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon manganer » Mittwoch 10. Juni 2015, 17:05

@Sucher
Danke für Deine Antwort. In dem Dokument sind Koordinaten benannt, die ich über "De Grid Nord de Guerre" erst mal nicht so auf die schnelle nachvollziehen kann. Man muß aber wissen, daß die Koordinatenangaben der G2 Reports teilweise um hunderte von Metern danebenlagen. So gesehen, denke ich, bin ich gar nicht so falsch...
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Re: Stollen durchs Jonastal

Beitragvon manganer » Mittwoch 10. Juni 2015, 17:08

Danke @ Buche123
für Deine Bestätigung!!!!
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