6.SS Gebirgsjäger Division

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6.SS Gebirgsjäger Division

Beitragvon Sucher » Dienstag 28. April 2020, 10:46

Viele Quellen beziehen sich auf Aktivitäten der 6.im Raum Ohrdurf/Crawinkel.Gibt es zielführende Hinweise ,um welche
Einheiten der 6.es sich dabei gehandelt hat und wer der Kommandeur dieser war.?
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Re: 6.SS Gebirgsjäger Division

Beitragvon kps » Dienstag 28. April 2020, 20:04

Du musst schon als Sucher auch Quellen angeben und mehr "Fleisch am Knochen" mitgeben. Die Suchfunktionen sind auch ganz schick. Es gibt einige Diskussionen zum Thema auch hier. Ich habe einmal eine etwas ältere Diskussion reaktiviert.

-> viewtopic.php?f=5&t=5040

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Re: 6.SS Gebirgsjäger Division

Beitragvon Sucher » Mittwoch 29. April 2020, 08:07

Also mit Quellen meine ich viele der bisher erschienen Bücher bzw.Beiträge.Was jedoch durch keinen dieser Beiträge,ob in
Büchern oder anderen Aussagen dokumentiert wird, ist einfach eine echte Originalquelle,welche belegt,das Teile der 6.
im Raum Crawinkel aktiv waren.Alles bisher nur Gerüchte!Deshalb ja die Frage nach Originalbelegen!
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Re: 6.SS Gebirgsjäger Division

Beitragvon PEKE » Mittwoch 29. April 2020, 11:31

In KTB nachschauen, die wurden bis Ende geschrieben
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Re: 6.SS Gebirgsjäger Division

Beitragvon Augustiner » Mittwoch 29. April 2020, 12:28

Gebirgsjäger haben auch Reservistenvereine. "SS" würde ich bei Anfragen mal ausblenden.

Mir fällt da gerade das Neue Haus (Pfennighaus) bei Tambach-Dietharz ein................Kriegsgräber.

Was ist daran eigentlich von Interesse ??
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Re: 6.SS Gebirgsjäger Division

Beitragvon Sucher » Mittwoch 29. April 2020, 13:21

PEKE hat geschrieben:In KTB nachschauen, die wurden bis Ende geschrieben


Ja,das ist es ja.Es gibt keinerlei bestätigte Hinweise zur 6.in den KTB .Aktivitäten im Großraum Trier ja -aber das ist nicht
Crawinkel.
Also alles nur Schein statt Sein was da so von den anderen von sich gegeben wird.
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Re: 6.SS Gebirgsjäger Division

Beitragvon kps » Mittwoch 29. April 2020, 19:30

Sucher hat geschrieben:Also mit Quellen meine ich viele der bisher erschienen Bücher bzw.Beiträge.Was jedoch durch keinen dieser Beiträge,ob in
Büchern oder anderen Aussagen dokumentiert wird, ist einfach eine echte Originalquelle,welche belegt,das Teile der 6.
im Raum Crawinkel aktiv waren.Alles bisher nur Gerüchte!Deshalb ja die Frage nach Originalbelegen!


Das ist so leider nicht ganz richtig. Du musst doch sagen können, wo du was zuletzt gelesen hast. Auch wenn diese Bücher unter Umständen nicht brauchbar und zur Kategorie Märchenbücher gehören, wäre das doch mal ein Anfang.

Viele Autoren oder Märchenerzähler haben dies bzgl. bei Remdt "Rätsel Jonastal" (bei meiner Version ab S. 68) abgeschrieben und dort ist z.B. die Quelle für die ersten Hinweise auf 6. SS das Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht von Percy Ernst Schramm S. 1222 ff. - Bei meiner OKW Version ist es dann Seite 1223 ff.

Sicher ist dieses Tagebuch nicht immer wörtlich zu nehmen und es werden oft am Ende Phantom-Armeen und Falschmeldungen verbreitet, nur damit irgendeiner noch an den Endsieg glauben konnte. Die Einträge sind dies bzgl. dann auch teilweise ungenau und Wunschvorstellungen.

Wer sich heute mit der 6. SS und dem Vormarsch der US Armee und der deutschen Verteidigung beschäftigen möchte, sollte mit den Büchern von Jürgen Möller anfangen. Der hat das gut zusammengefasst.

Die bisherige, frühe Diskussion dazu findest du hier wieder hier im Forum -> viewtopic.php?f=5&t=149
Da haben wir vor einigen Jahren viel zusammengetragen. Das wäre ein guter Startpunkt gewesen für einen neuen Ansatz oder eine Vertiefung.

Aus meiner heutigen Sicht gab es einzelne, versprengte Reste der 6. SS-Gebirgsdivision Nord in Thüringen und im Bereich Crawinkel. Die kamen zusammen mit der 11. Panzerdivision, die den Thüringer Wald verteidigt hatte und auch in Crawinkel eine zentralere Rolle gespielt hatte. Das ist aber wieder eine anderer Erzählstrang. Der Hauptteil der 6. SS war in Hessen bzw im Bereich der Ruhr eingekesselt und spielte meiner Ansicht nach in Thüringen keine Rolle.

Weitere Hinweise zur Aufstellung und zu den Kämpfen finden sich in einem anderen Forum. Das habe ich jetzt nur mal schnell überflogen.
-> https://www.forum-der-wehrmacht.de/inde ... /&pageNo=5

Wer nun etwas anderes meint gehört odere gelesen zu haben, der möchte bitte mit etwas mehr kommen. Ich persönlich möchte mich nicht ständig im Kreis drehen bzgl. solcher Suchanfragen ohne weitere Substanz. Erwarten sollten man auch von erfahrenen, langjährigen Forummitgliedern, dass sie sich aktiv beteiligen und die anderen nicht nur springen lassen. Ansonsten kommt das Forum insgesamt nicht weiter und die Qualität sowie die Bereitschaft zu helfen sinken.

Meine Einschätzung nach heutigem Wissensstand: Es ist eine Legende, dass Hauptteile der 6. SS-Gebirgsdivision Nord Thüringen verteidigt haben.

VG
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Re: 6.SS Gebirgsjäger Division

Beitragvon TÜP » Mittwoch 29. April 2020, 20:01

Die 6. SS-Gebirgs-Division „Nord“ der Waffen-SS hatte Leisenwald und Waldensberg erobert und leistete sich vom 01.-03. April 1945 heftigste Rückzugsgefechte mit den Amerikanern. Noch heute lassen sich im Wald Patronenhülsen und zugewucherte Schützengräben finden.

Ergebnis der erbitterten Kämpfe war die weitgehende Zerstörung der beiden Ortschaften Waldensberg und Leisenwald, 14 Tote unter der Zivilbevölkerung, etwa 120 gefallene SS-Männer und schätzungsweise 400 gefallene amerikanische Soldaten.


Die 6. kam am 01.04.1945 aus Richtung Büdingen (Büdingen umgangen) durch den Büdinger Wald und wollte aufgeteilt in eine motorisierte Kolonne und eine pferdebespannte Kolonne nach Gelnhausen marschieren um bei der Verteidigung zu helfen. Im Büdinger Wald wurden beide Kolonnen von Süden in der Flanke angegriffen. Die motorisierte Kolonne schaffte den Vormarsch in schützendes Waldgelände; die pferdebespannte Kolonne ging nach verzögernder Verteidigung in Kriegsgefangenschaft.


Am 02.04.45 traf die motorisiert Division in Leisenwald ein und errichtete den Divisionsgefechtsstand. Früh morgens hatte der erste Teil der Kolonne über Wolfenborn kommend Waldensberg durchschritten.

Die starke feindliche Besatzung in Waldensberg wurde alarmiert und formierte energischen Widerstand gegen die folgenden Teile der Kolonne. Bis zum späten Vormittag konnte der amerikanische Widerstand gebrochen und Waldensberg erobert werden. In der Zwischenzeit zogen die US Truppen starke Verstärkungen (u.a. Panzer) zusammen. Der Weitermarsch war damit unmöglich geworden.

Um 12:00 Uhr eroberte die US Army Waldensberg zurück. Die deutsche Kolonne musste sich nach Leisenwald zurückziehen. Dort wurden sie um 14:00 Uhr von US Truppen eingeschlossen. Die Reste der 6. SS-Gebirgs-Division Nord hatten noch 600 Soldaten unter Waffen und eine größere Zahl befreiter ehemaliger deutscher Kriegsgefangener (aus Waldensberg) ohne Waffen.

Über den Nachmittag konnten die deutschen mehrere Angriffe der Amerikaner abwehren und sogar drei feindliche Panzer erbeuten.

Ab 17:00 Uhr starteten die amerikaner starkes Artilleriefeuer auf Leisenwald. Die meisten deutschen Kraftfahrzeuge wurden dadurch vernichtet. Ein schneller Ausbruch aus dem Kessel damit unmöglich. Mit Einbruch der Nacht endeten die Kampfhandlungen.


Das XII. amerikanische Korps fürchtete um sein Hauptquartier in Lauterbach (das den deutschen in Leisenwald unbekannt war) und eine seiner Hauptnachschublinien in der Nähe. Darum wurden 14 amerikanische Batallione auf die 6. SS-Gebirgs-Division Nord angesetzt.


Der deutsche Kommandeur beschloss um 22:00 Uhr unter Zurücklassung von US Kriegsgefangenen, Verwundeten, Ärzten und Sanitätern aus Leisenwald zu Fuß auszubrechen. Sie schafften es sich durch die Feindlichen Sperren zuschleichen und erreichten um 03:00 morgens am 03.04.1945 den Büdinger Wald südwestlich von Wittgenborn. Dort wollten sie sich ausruhen und bei Nacht weiter marschieren.

Die US Army umstellte den Wald bei Morgengrauen mit einer größeren Anzahl Panzer und Infanterie und nahm die Deutschen heftigst unter Feuer. Die Reste der 6. SS-Gebirgs-Division Nord wurden zerschlagen.


Wie viele Soldaten es dann, innerhalb einer Woche, bis in den Raum Ohrdruf/Crawinkel geschafft haben..... -()-
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Re: 6.SS Gebirgsjäger Division

Beitragvon Sucher » Donnerstag 30. April 2020, 04:51

@ TÜP + kps eure Beiträge stellt niemand in Frage.Sicherlich alles richtig nur geht es an meiner Frage vorbei.Ich wollte nur wissen ,ob jemand Originalbelege für Aktivitäten der 6.im Raum Crawinkel/Jonastal hat.Nicht mehr und nicht weniger.Liegen keine Erkenntnisse vor ,ist meine Frage doch beantwortet.
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Re: 6.SS Gebirgsjäger Division

Beitragvon TÜP » Donnerstag 30. April 2020, 05:45

Sucher hat geschrieben:Viele Quellen beziehen sich auf Aktivitäten der 6.im Raum Ohrdurf/Crawinkel.Gibt es zielführende Hinweise ,um welche
Einheiten der 6.es sich dabei gehandelt hat und wer der Kommandeur dieser war.?

Es gab keinen Kommandeur mehr, würde ich sagen. Wenn du Namenslisten von Angehörigen aus Einheiten der 6ten suchst, kann ich dir nicht weiterhelfen. Vielleicht liegen auch einige Soldaten im Wald um Crawinkel begraben. Vielleicht gab es den ranghöchsten Offizier, der mit ein paar Kettenhunden alle versprengten Einheiten in und um Crawinkel zusammen hielt. Dessen Name ist mir aber nicht bekannt. Bei den Auflösungserscheinungen im März/April 1945 ist da sicher nicht mehr viel an Namen, Einheiten und Dokumenten zu recherchieren. Von einer geschlossenen Einheit der 6. mit Kommandeur ist nicht auszugehen.
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