Mysteriöse Krankheitsfälle bei Bad Klosterlausnitz 1990

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Mysteriöse Krankheitsfälle bei Bad Klosterlausnitz 1990

Beitragvon john » Donnerstag 18. Februar 2010, 19:43

Hallo, ich bin vor einiger Zeit auf einen Artikel im Spiegel Archiv gestoßen, indem es darum geht das in der Nähe von Bad Klosterlausnitz (genauer gesagt in den Orten Serba,Klengel und Hainspitz) 1990 es immer wieder zu Massenweise Kranheitsfällen (bei Kindern sowie Erwachsenen). Damals wurde vermutet das es dort ein reisiges Giftgaslager gibt. Und ein Geigerzähler schlug aus....
´Mehr hatte ich dann auch nichmehr dazu gefunden und auch sonst stand nichts mehr darüber im WWW.

Weiß jemand vone uch was da damals los war?

Hier der Link zur SpiegelSeite: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13501146.html
john
 

Beitragvon burion » Freitag 19. Februar 2010, 04:09

Ich werde mir das mal im Frühjahr ansehen (wohne in Eisenberg) und einen Bekannten aus Serba befragen.

HerzlGrüße
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Freitag 19. Februar 2010, 08:59

Interessanter Artikel, in bestimmten Passagen aber zweifelhaft:

Oberst Rolf Büttner, Chef der Chemischen Dienste der NVA,versicherte, daß weder die NVA noch die sowjetischen Truppen jemals Kampfgas auf dem Boden der DDR gelagert hätten


Woher will der das Wissen ? Seit 1958 z.b. lagerten in der ehemaligen DDR Atomwaffen der Russen. Davon wußte, außer den Russen selbst, keiner etwas, weder die Führung der DDR noch die NVA. Klamm heimlich wurden die nachts in die Garnisonen gefahren, welche widerum stark bewacht und abgeschirmt waren. Die Russen waren Besatzer, die haben gemacht was sie wollten, haben sich in ihr Tun und Handeln von keinem reinreden lassen. Habe da eine DoKu des MDR auf CD.

Mittlerweile ist wahrscheinlich, daß die Ursache in einer Häufung unterschiedlicher Umweltbelastungen liegt. So wird der Hühner-Mastbetrieb, wie Forum-Mitarbeiter Heckert erfuhr, zur Desinfektion regelmäßig mit Formalin ausgesprüht. Zusätzlich werde die Umwelt durch die massenhafte Gabe von Antibiotika belastet.


Formalin zur Desinfektion :D Wollen die die Viecher konservieren ? Formalin ist ein Toxyd und darf keinesfalls in Bereichen der Lebensmittelgewinnung zur Desinfektion eigesetzt werden. Die Tiere wurden reihenweise ! umfallen, das Zeugs ist hochgiftig und gast. Verwendung findet es vielmehr bei der Farben / Harz Herstellung.

Massenhafte Gabe von Antibiotkia ? Lachhaft ! Tiere die damit behandelt werden, müssen von der Schlachtung ausgeschlossen und separat gehalten werden. Vetrinäre untersuchen generell bei Schlachtungen, Stichproben für Untersuchungen im Labor werden gezogen. Durch das heutige QS Qualitätsmanagement ist eine Rückverfolgbarkeit bis zum Aufstaller gegeben. Gnade dem, der da aus der Reihe tanzt...der Betrieb wird rigoros geschlossen.
Kranke Tiere werden in der Regel Not geschlachtet, werden den Abdeckereien zugeführt. Weitere Verarbeitung zu Hundefutter oder für die Seifenindustrie.
Zum Verständnis...ich Arbeite mit (in) der Fleischwarenindustrie.

Der Bericht ist höchst zweifelhaft, zeugt davon, das der Verfasser absolut keine Ahung hat. Wenn dort in der Region vermehrt Krankheitsfälle auftreten, hat dass andere Ursachen und nichts mit dem Geflügelhof zu tun.

LG
Andreas
Zuletzt geändert von Mercedes-Diesel am Sonntag 21. Februar 2010, 13:55, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße Andreas

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Beitragvon john » Freitag 19. Februar 2010, 14:18

Ja danke für die Infos...

@burion hattest du davon schon vorher gehört?
john
 

Beitragvon burion » Freitag 19. Februar 2010, 16:17

So, habe jetzt mit meinem Bekannten aus Serba darüber gesprochen. Er kennt die Quelle dieser "Info" persönlich. Es war eine Ente, die ein Verschwörungstheoretiker losgelassen hat.
Es ist also absolut nichts dran an dem Gerücht. Kann man abhaken.

HerzlGrüße
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Beitragvon john » Freitag 19. Februar 2010, 17:52

ja habe ich mir auch schon gedacht, weil man ja nichts außer dass im ganzen Internet dazu fand....

Aber danke für die Info

Und das obwohl ich selber spiegellleser bin []:-)
john
 


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