Vortrag zum Thema Bodenantennen von Frank Weber

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Vortrag zum Thema Bodenantennen von Frank Weber

Beitragvon Volwo » Dienstag 10. Mai 2011, 13:20

Im Auftrag von Edgar zur allgemeinen Diskussion:

Frank Weber (2007): Vortrag zum Thema Bodenantennen

Die beschriebenen sog. Erdantennen wurden nicht nur auf die Erdoberfläche aufgelegt sondern teilweise direkt neben oder über Bunkern flach eingebuddelt. So z.B. bei fast allen DDR-Großbunkern rund um Berlin. Diese Antennenart soll schon zu "Teppichbeissers"-Zeiten erfunden worden sein.





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Re: Vortrag zum Thema Bodenantennen

Beitragvon Edgar » Dienstag 10. Mai 2011, 13:38

Hinzuzufügen ist auf jeden Fall, dass dieser Vortrag von Herrn Dipl.Ing. Frank Weber vom 16.06.07 stammt. Ich stelle hier diese Abhandlung zur Diskussion, um einen Gedankenanstoß zu den Radials, Erdlinien etc. auf dem Platz zu bringen. Einschlägige Antennenliteratur wie z,B. der "Rothammel" sagen nix zu dieser Antennenart (siehe auch Wiki zu Karl Rothammel und seinem "Antennenbuch").

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Re: Vortrag zum Thema Bodenantennen

Beitragvon bobo » Dienstag 10. Mai 2011, 14:54

Der Rothammel ist ja soetwas wie ein Lexikon. Habe ich auch zu Hause im Regal stehen und hätte mich über soetwas wie "Bodenantennen" sehr gefreut, da ich das Buch hauptsächlich für die Entwicklung eines GPR genutzt hatte.
Da gab´s doch auch mal die komische Karte, wo angeblich das magnetische Störfeld eingezeichnet ist - kann es sich dabei nicht um solch eine Art "Bodenantenne" handeln?
MfG BOBO
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Re: Vortrag zum Thema Bodenantennen

Beitragvon Ramsay » Dienstag 10. Mai 2011, 16:27

Hallo,

in volwos Posting stand: "Diese Antennenart soll schon zu "Teppichbeissers"-Zeiten erfunden worden sein."

Hier mal ein paar Links, die was zu der Erdantenne sagen:

Die Links vom Radiomuseum, beziehen sich auf Artikel von 1933 und 1929.
http://www.radiomuseum.org/forum/heliog ... _dazu.html
http://www.radiomuseum.org/forumdata/us ... v1_v10.pdf

Der Link vom Springerlink bzw. der folgende bereits auf Theorien von 1914.
http://www.springerlink.com/content/p0247g7v056755r1/
bzw.
http://resources.metapress.com/pdf-prev ... ze=largest

Der Link gibt einen Hinweis auf ein unter der Erde liegendes Antennenfeld im Bunker Kossa (Dübener Heide)
http://dl2aro.chapso.de/bunker-kossa-s300813.html

MfG
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Re: Vortrag zum Thema Bodenantennen

Beitragvon Joe » Dienstag 10. Mai 2011, 18:36

Unterscheiden müßt ihr reine Erdantennen und Antennen mit Erdung. Nicht durcheinanderwerfen.
In den Links steht ja schon einiges, dass muss ich nicht wiederholen.
Gruß
Joe
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Re: Vortrag zum Thema Bodenantennen

Beitragvon bobo » Dienstag 10. Mai 2011, 18:40

@Joe: Davon gehe ich mal aus, das nicht die normale Erdung gemeint ist.
MfG BOBO
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Re: Vortrag zum Thema Bodenantennen

Beitragvon Edgar » Dienstag 10. Mai 2011, 19:28

@Joe

mir ging es auch weniger um Sende-und Empfangsantennen sowie deren Erdungsgebilde. Mehr um ungewöhnliche Strukturen, die irgendwie mit dem Thema Funk zu tun haben könnten.

Ansonsten teile ich die Meinung, dass bei Vorhandensein eines Strahlers in der Mitte durch Eingraben oder Auflegen von vielen Radials ein entsprechendes "Gegengewicht" (heisst wirklich so) geschaffen wurde. Funker wissen, dass man so durch steilere Keule über Reflexion an den entsprechenden Schichten der Atmosphäre eine Reichweitenerhöhung erzielen kann.

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Re: Vortrag zum Thema Bodenantennen

Beitragvon Silko » Dienstag 10. Mai 2011, 19:40

Edgar hat geschrieben:Funker wissen, dass man so durch steilere Keule über Reflexion an den entsprechenden Schichten der Atmosphäre eine Reichweitenerhöhung erzielen kann.

Hey... endlich mal ne geile Ansage. Das kann nur ein ehemaliger "Y" sein. 73 de Y63AI, oft auch /p :-top)
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Re: Vortrag zum Thema Bodenantennen

Beitragvon Joe » Dienstag 10. Mai 2011, 19:59

....wir sind die Generation, die ohne Handy auskommen musste..... Dementsprechend gab es Funkgeräte.
Gruß
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Re: Vortrag zum Thema Bodenantennen

Beitragvon Varga » Dienstag 10. Mai 2011, 22:33

Joe hat geschrieben:....wir sind die Generation, die ohne Handy auskommen musste..... Dementsprechend gab es Funkgeräte.
Gruß
Joe

.........und trotz den elektromagnetischen Feldern die wir produzierten, und den Elmsfeuern die manchmal den Zutritt zur Funkstation verhinderten, leben wir noch!

Gruss
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Re: Vortrag zum Thema Bodenantennen

Beitragvon Edgar » Mittwoch 11. Mai 2011, 06:23

Silko hat geschrieben:
Edgar hat geschrieben:Funker wissen, dass man so durch steilere Keule über Reflexion an den entsprechenden Schichten der Atmosphäre eine Reichweitenerhöhung erzielen kann.

Hey... endlich mal ne geile Ansage. Das kann nur ein ehemaliger "Y" sein. 73 de Y63AI, oft auch /p :-top)


Tja, da verjährt: 5/8 Blizzard mit 8 Radials, "ver"bastelte Lincoln, Midland 747 Brenner usw. usw. und als i-Tüpfelchen Einwahl vom Mobilgerät nach Hause ins Festnetz....

Rufzeichen, auch portabel sag ich lieber nicht öffentlich, sonst gibts heute noch privaten Zoff.

Da ich (wie viele andere auch) eine Lizensbefreiung :D hatte, machte das Ganze doppelt Spass. Habe aber wegen anderer Hobbies den folgenden Run auf 2m nicht weiter mitgemacht. War geil damals...

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Re: Vortrag zum Thema Bodenantennen

Beitragvon Silko » Mittwoch 11. Mai 2011, 07:38

Edgar hat geschrieben:Tja, da verjährt: 5/8 Blizzard mit 8 Radials, "ver"bastelte Lincoln, Midland 747 Brenner usw. usw. und als i-Tüpfelchen Einwahl vom Mobilgerät nach Hause ins Festnetz....

Um Jottes Willen. Zählte zu den Jugendlichen, die angeleitet und herangeführt werden sollten :D Teltow 215d mit Multi-Quad, allenfalls ein Yäsu, wenn mal ein besonderer Contest war. CW eher Verstehen als Geben. Geht heute garnichts mehr. [-aua-]
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Re: Vortrag zum Thema Bodenantennen von Frank Weber

Beitragvon Edgar » Mittwoch 11. Mai 2011, 20:49

Alles klar :D .

Wie schon gesagt wurde...Handgurke als Handyersatz. Im Auto mit 30W Einwahl über Basisstation ins Festnetz (ital. Technik). Man war halt mobil :D

Das war 1990 eben so eine Phase der Bastelei und fand nach ca. 1 Jahr sein Ende. Auf diesem Band findest Du inzwischen fast nur noch menschlichen Müll. Ansonsten eben die Trucker.

Zurück zum Thema. Leider ist aber im Zentrum dieser radialen Linien kein Mast zu finden. Also auch kein Grund dafür, so ein umfangreiches Erdungsnetz für eine Antenne zu errichten. Die Beschaffenheit des Bodens würde es schon begründen...


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Re: Vortrag zum Thema Bodenantennen von Frank Weber

Beitragvon Varga » Mittwoch 11. Mai 2011, 21:39

Edgar hat geschrieben:Leider ist aber im Zentrum dieser radialen Linien kein Mast zu finden. Also auch kein Grund dafür, so ein umfangreiches Erdungsnetz für eine Antenne zu errichten. Die Beschaffenheit des Bodens würde es schon begründen...

Gruß vom Edgar


Beim Koreafunk (Waffenstillstandskommission) arbeite ich in Korea und in der Schweiz mit einer Rhombusantenne mit 600 Meter Umfang. Die Einspeisung erfolgte mit einer "Hühnerleiter" mit ca 600 Ohm. Das Gegengewicht der Antenne, die Erdungsspinne, befand sich nicht bei der Antenne, sondern beim Sender.

Gruss
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Re: Vortrag zum Thema Bodenantennen von Frank Weber

Beitragvon Funker » Donnerstag 12. Mai 2011, 04:43

@Varga
Da arbeitest Du ja in MW im Frequenzbereich von 0,3 - 3MHz mit einer Antennenlänge von 100 - 1000m.
Das ist doch der teilweise Bereich des milit. Flugfunk. Sind eure Lawinensuchgeräte nicht auch auf dieser
Frequenz?
Eine Erdung (Gegengewicht) ist nicht zwingend an der Antenne notwendig, so wie in Deinem Fall.
Siehe Russenfunk, da ist die Erdung auch am Gerät.

vy 73 de DL2...Funker
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Re: Vortrag zum Thema Bodenantennen von Frank Weber

Beitragvon Varga » Donnerstag 12. Mai 2011, 10:53

@Funker

Wir arbeiteten im Frequenzbereich von ca. 3 bis 7 MHz, je nach Frequenzprognose. Als Sender verwendeten wir damals den Sender BC-610-E der Funkstation U.S.-Type SCR-399/499, mit einer Antennenleistung von ca. 400 Watt mit der normalen Dipolantenne.
Als Empfänger verwendeten wir den BC-342, oder von Rohde & Schwarz den EK 047. ein Collins-Empfänger war auch noch vorhanden. Die Betriebsart war A1, in seltenen Fällen A3. Dank dem Antennenabstimmgerät war die Antenne problemlos abstimmbar.
Im Sender hatten wir meistens 3 quarzgesteuerte, vorabgestimmte Frequenzen, die jeden Tag wechselten. Das desshalb, weil die Russen sich einenSpass daraus machten uns meistens 2 Mal zu stören. Auf der dritten Frequenz liessen sie dann uns in Ruhe arbeiten.

Die Lawinensuchgeräte arbeiten auf 2,275 kHz (alte Frequenz), und neu auf457 kHz.


Gruss
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