Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Moderator: Panzermann

Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Panzermann » Montag 24. Oktober 2011, 13:57

Hallo Wiesel

Entschuldige bitte, bei den Kampfpanzerzahlen, die in der GSSD 1987 vorhanden waren, hatte ich die T-64 unterschlagen. Also in der GSSD waren 1987 2.260 KPz Т-80Б и Т-80БВ und ca. 4.000 Т-64А, Т-64Б и Т-64БВ vorhanden.

Noch etwas interessanter wird es, wenn man alle im Großraum stationierten sowjetischen Truppen und Truppen der NVA betrachtet, einschl. ihrer Truppenvorräte an Bewaffnung, Ausrüstung, Munition, T/S, Ersatzteile und Verpflegung. Dazu noch eine kleine Unterstützung für Deine Seite.

Der 8. Gardearmee waren unterstellt:

a) direkt unterstellte Verbände, Truppenteile, Einheiten und Einrichtungen:

- die 11. RBr mit Stab in Weißenfels (eine RA mit 4 StR) und in Jena-Forst (zwei RA mit 12 StR) mit OTRS 8K14
Elbrus" SS-1c "SCUD B"). Diese RBr war von 1984 bis 1988 mit OTRS 9K714 "Oka" ausgerüstet. Im
Ergebnis der Unterzeichnung des INF-Vertrages am 08. Dez. 1987 erhielt die RBr 1988 wieder OTR 8K14
"Elbrus"
- die 449. RBr mit Stab in Arnstadt mit 12 StR TRS 9K79 "Totschka" (SS-21 "SCARAB"), gebildet aus: der 329. RA der
57. GMSD, der 345. RA der 79. GPD und der 1563. RA. der 39. GMSD
- die 18. FRBr mit Stab in Gotha mit FRK 9K37 "Buk", (SA-11 "GADFLY")
- die 390. ABr mit Stab in Ohrdruf mit 72 152-mm-KH D-20 und 54 GeW BM-21 "Grad" bzw. 36 GeW BM 22 "Uragan"
- das 943. selbst. PJA in Altenburg mit 16 100-mm-Pak MT-12 und 9 PALRK 9K113 "Конкурс" oder " 9K8 "Фаланга"

- das 119. selbst. PR in Bad Langensalza Dieses Regiment war ebenfalls ein sogenanntes "Deckungsregiment". Im
Jahre 1966 verfügte es über 180 KPz und SFL (IS-2, IS-3. SU-152) .

- die 794. selbst. Kp. Spez. Best. in Weimar-Nohra (nur operativ unterstellt)
- das 900. selbst. Luftsturmbataillon in Leipzig-Schönau (nur operativ unterstellt)
> 3 FJK, jede mit je 5 Zügen, davon
o 3 FSJZ, 1 Feuerunterstützungszug u. 1 GW-Zug
o Bewaffnung: 4 82-mm-GW, 3 PALRK 9K115 "Метис",
3 30-mm-autom. GW "АГС-17", 3 7,62-mm-MG ПКMC,
9 58-mm-PzBü РПГ-16, 9 5,45-mm-MG РПКС-74,
91 MPi АКС-74, 3 7,62-mm-SG СВД
> 1 LStRK mit je 5 Zügen, davon
o 3 Luftsturmzüge, 1 MG-Zug u. 1 GW-Zug
o Bewaffnung: 9 БМД-1П, 1 БМД-1ПК, 4 БТР-Д, 4 82-мм-GW,
8 7,62-mm-MG ПКМC, 13 58-mm-PzBü РПГ-16,
9 5,54-mm-MG РПКС-74, 100 MPi АКС-74
> 1 Pz.Jg.Bttr. mit 6 PALRK "Фагот/Фактория" u. 6 RG СПГ-9МД
> 1 GWB mit 6 120-mm-GW u. 9 PzBü РПГ-16
> 1 Fla-Raketenzug mit 9 FRK "Strela" oder "Igla"
> je 1 Aufkl.-Zug, 1 NaZ, 1 ZMS u. 1 BMP
- das 336. selbst. HSR in Weimar-Nohra mit ca. 40 Mi-24 (KHS) und 9 Mi-8
- das 486. selbst. HSR in Jüterbog-Altes Lager mit 45 Mi-24 (KHS) und 34 Mi-8
- die 298. selbst. HS-Staffel in Haßleben (ca. 20 km nördl. von Erfurt)
mit 3 Mi-8, 2 Mi-6, 2 Mi-24K und 2 Mi-24
- die 268. selbst. Staffel Aufklärungsdrohnen in Weimar-Nohra

- das 325. selbst. Pionierbataillon in Gera
- das 65. selbst. Pontonpionierregiment in Merseburg
- das 722. Landeübersetzbataillon in Halle

- das 227. selbst. WSB in Weimar-Nohra

- das 91. selbst. NaR in Weimar
das 446. selbst. Leitungsbaubataillon in Naumburg

- das 194. selbst. FuTR in Weimar
- das 46. selbst. FuTB (Luftraumüberwachung) in Weimar-Nohra
> 411. FuTK in Wachstedt
> 412. FuTK in Geba
> 413. FuTK in Eckartshausen
> 414. FuTK in Gotha

- das 673. selbst. FEK-Btl. in Frankendorf (ca. 13 km nordwestl. Jena)

- die 116. BrMS in Altenburg

- das 134. selbst. Btl. für Seuchenaufklärung in Gera
- das 462. selbst. BChA in Gera

- das 173. selbst. IB (Kfz) in Markersdorf (bei Berga)
- das 202. selbst. IB (Pz) in Oberlungwitz

- das Militärhospital in Erfurt

b) die Divisionen:

- die 27. GMSD mit Stab in Halle mit

> dem 68. GMSR (SPz) in Halle
o 1 PB mit 173 Mann und 40 KPz
> dem 243. GMSR (SPW) in Halle
> dem 244. GMSR (SPz) in Schlotheim
> dem 28. PR in Halle
o 3 PB mit jeweils 145 Mann und 31 KPz
> dem 54. SFL-GAR in Halle mit 54 152-mm-SFL-H 2S3 "Акация" und
18 GeW BM-21 "Grad"
> dem 286. FRR in Halle mit FRK 9K33 "Osa AK" (SA-8 "GECKO")
> dem 31. selbst. PB in Halle mit 50 KPz
Das PB wurde 1989 aus der Div. ausgegliedert.
> der 488. selbst. PJA in Halle mit 12 100-mm-Pak MT-12 und 9 PALRK
> dem 5. selbst. AB in Mühlhausen
> dem 35. selbst. NB in Halle
> dem 29. selbst. PiB in Halle
> dem 367. selbst. BChA in Halle
> dem 1126. selbst. BMS in Teutschental
> dem 44. selbst. IB in Halle
> dem 21. selbst. SanB in Halle

- die 39. Garde-Mot.-Schützendivision mit Stab in Ohrdruf mit

> dem 117. GMSR (SPz) in Meiningen
> dem 120. GMSR (SPW) in Ohrdruf
> dem 172. GMSR (SPz) in Gotha
> dem 15. PR in Ohrdruf (Das 15. PR wurde im Verlaufe des Jahres 1989
gegen das 585. GMSR (SPW) ausgetauscht.)
> dem 87. SFL-GAR in Gotha mit 54 152-mm-SFL-H 2S3 "Акация" und
18 GeW BM-21 "Grad"
> dem 915. FRR in Ohrdruf mit FRK 2K12 "Kub" (SA-6 "GAINFUL")
> dem 23. selbst. PB in Meiningen
> der 489. PJA in Meiningen mit 12 100-mm-Pak MT-12 und 9 PALRK
> dem 11. selbst. Aufkl/FEK-Btl. in Meiningen
> dem 154. selbst. NB in Ohrdruf
> dem 272. selbst. PiB in Gotha
> dem 305. selbst. BChA in Ohrdruf
> dem 1128. selbst. BMS in Ohrdruf
> dem 49. selbst. IB in Ohrdruf
> dem 33. selbst. SanB in Ohrdruf

- die 57. Garde-Mot.-Schützendivision mit Stab in Naumburg mit

> dem 170. GMSR (SPz) in Naumburg
> dem 174. GMSR (SPW) in Weißenfels
> dem 241. GMSR (SPW) in Leipzig
> dem 51. PR in Zeitz
> dem 128. SFL-GAR in Zeitz mit 54 152-mm-SFL-H 2S3 "Акация" und
18 GeW BM-21 "Grad"
> dem 901. FRR in Halle mit FRK 2K12 "Kub" (SA-6 "GAINFUL")
> dem 29. selbst. PB in Rudolfstadt
> der 491. selbst. PJA in Halle mit 12 100-mm-Pak MT-12 und 9 PALRK
> dem 113. selbst. AB in Rudolfstadt
> dem 89. selbst. NB in Naumburg
> dem 67. selbst. PiB in Naumburg
> dem 229. selbst. KpChA in Naumburg
> dem 1229. selbst. BMS in Naumburg
> dem 51. selbst. IB in Naumburg
> dem 75. selbst. SanB in Naumburg

- der 79. Garde-Panzerdivision mit Stab in Jena

> dem 17. GPR in Saalfeld
> dem 45. GPR in Weimar
> dem 211. PR in Jena
> dem 247. GMSR in Weimar
> dem 172. SFL-GAR in Rudolfstadt mit 36 152-mm-SFL-H 2S3 "Акация" und
18 GeW BM-21 "Grad"
> dem 1075. FRR in Weimar-Jena mit FRS 2K12 "Kub", (SA-6 "GAINFUL")
> dem 10. selbst. AB in Rudolfstadt
> dem 110. selbst. NB in Jena
> dem 88. selbst. PiB in Jena
> dem 11. selbst. KpChA in Jena
> dem 1079. selbst. BMS in Jena
> dem 66. selbst. IB in Jena
> dem 83. selbst. SanB in Jena


Zur Struktur einer vollaufgefüllten PD (Kriegszustand) vor 1987 gehörten:

- Divisionsstab
- Stabskompanie

- 3 PR, jedes mit 94 KPz (T-64A, T-64B, T-80)
> Regimentsführung und Regimentsstab,
> je 1 StK und 1 NaK
> 3 PB , jedes mit 31 KPz
> 1 MSB (SPz) mit
o Bewaffnung:
- 42 SPz БМП und 1 SPz БМП-1К
- 6 120-mm-GW 2С12 "Сани"
- 6 30-mm-GW АГС-17 "Пламя",
- 9 FRK 9K35 "Стрела-3" o. 9K310 "Игла-1" o. 9K38 "Игла",
- 18 7,62-mm-MG ПК,
- 27 7,62-mm-lMG РПК-74,
- 33 PzBü РПГ -7,
- 3 SG СВД
o Bataillonsführung, Bataillonsstab, NaZ
o 3 MSK (SPz), jede mit 12 SPz БМП
o 1 GWB mit 6 SFL-GW 2С12 "Сани" und 2 PzBü РПГ-7
o 1 GWZ mit 6 30-mm-GW AГC-17 "Пламя" und 3 SPz БМП
o 1 Fla-Raketen-Zug mit 9 ЗРСУ "Стрела-3"/"Игла-1"/"Игла" und
3 SPz БМП
o je 1 ZMS , 1 BMP
> 1 SFL-AA mit 18 122-mm-SFL-H 2С1 "Гвоздика"
> 1 Fla-Bttr. mit
o Bewaffnung:
- 4 ЗРСУ 9A34/9A35 "Стрела-10"
- 4 ЗСУ 23-4 "Шилка"
o Nach der Erprobung einer Fla-Abt. an Stelle der bisherigen Fla-Bttr. im
Jahre 1985 in der 24. MSD ("Eiserne Division") wurden faktisch in allen
PR und MSR ab Herbst 1986 Fla-Abt. mit folgender Bestand formiert:
- Abteilungsführung und -Stab (Управление и штаб дивизиона)
- Fla-Raketen- und Flak-Artillerie-Batterie mit 4 ЗРСУ "Стрела-10" und
4 ЗСУ 23-4 "Шилка"
- Fla-Raketen-Batterie mit 18 FRK "Стрела-3"/"Игла-1"/"Игла"
> 1 Aufkl.Kp. mit SPz БМП und SPW БРДМ-2
> 1 PiK
> je 1 IK , 1 KMS , 1 RMP , 1 ZChA, 1 KD-Zug

- 1 MSR (SPz) mit jeweils
> Regimentsführung und Regimentsstab,
> je 1 StK und 1 NaK
> 3 MSB (SPz) , siehe MSB (SPz) im PR
> 1 PB mit 40 KPz
> 1 SFL-AA mit 18 122-mm-SFL-H 2С1 "Гвоздика" und 8 100-mm-Pak MT-1
o 3 SFL-Bttr, jede mit 6 122-mm-SFL-H 2С1 "Гвоздика"
o 1 PJBttr mit 8 100-mm-Pak MT-12 "Рапира"
> 1 SFL-GWA mit 18 SFL-GW 2С12 "Сани"
> 1 Fla-Bttr. / 1 Fla-Abt. (siehe Fla-Bttr des PR) mit
o 4 ЗРСУ 9K35 "Стрела-10" auf dem GFhz. 9A35M (MT-LB)
o 4 ЗСУ 23-4 "Шилка"
o 27 ЗРK "Стрела-3"/"Игла-1"/"Игла" (nur in der Fla-Abt.)
> 1 Aufkl.Kp. mit SPz БМП und SPW БРДМ-2
> 1 PiK
> je 1 IK, 1 KMS., 1 RMP, 1 ZChA, 1 KD-Zug

- 1 SFL-AR mit
> Regimentsführung (управление полка) und Regimentsstab (штаб полка),
> Führungsbatterie (батарея управления)
o Aufklärungszug (1 ПРП-3/-4),
o Nachrichtenzug (1 Р-156БТР, 2 Р-145БМ)
o Gruppe KChA
> 3 SFL-AA, jede mit 18 152-mm-SFL-H 2S3 "Акация"
Es gab auch PD mit nur 2 SFL-AA bzw. AA, die noch mit gezogenen
Haubitzen ausgerüstet waren.
> 1 GeWA mit 18 BM-21 "Grad"
Die GeWA war erst 1972 wieder in die Struktur aufgenommen worden.
Von 1962 bis 1972 war nur eine selbständige GeWBttr vorhanden.
> 1 Artillerieaufklärungsbatterie (батарея арт. разведки, )
> je 1 IK, 1 KMS, 1 RMP

> Ausrüstung der PD der GSSD mit SFL:

o 9-я ТД – 54 2С3
o 11-я ТД – 36 2С3
o 16-я ТД – 54 2С3
o 10-я ТД – 36 2С3
o 12-я ТД – 34 2С3
o 47-я ТД – 36 2С3
o 79-я ТД – 36 2С3 / 8. Gardearmee
o 90-я ТД – 54 2С3

- 1 FRR
Die FRR der Panzer- und Mot.-Schützendivisionen waren ausgerüstet mit:
- dem FRK 2K12 "Kub" (SA-6 "GAINFUL"), oder
- dem FRK 9К33 "Osa-AK" (SA-8 "GECKO") oder
- dem FRK 9K37 "Buk" (SA-11 "GADFLY")
> Regimentsführung und Regimentsstab,
> Führungs- und Funkmeßaufklärungs-Batterie (батарея управления и
радиолокационной разведки)
> 5 Fla-Raketen-Batterien (5 зенитно-ракетных батарей)
> 1 Technische Batterie (Техническая батарея)
> je 1 IK, 1 KMS, 1 RMP

- 1 selbst. RA mit 4 TRS 9K79 "Totschka"
Ab 1987 oder 1988 wurden die selbstständigen RA aus den Divisionen herausgelöst und
in der Regel in den zweiten RBr der Armeen zusammengefaßt.

- 1 selbst. AB

> 1. Variante: AB (обр)
o Stab mit Führungsgruppe
o 1 Panzerkompanie mit 6 KPz
o 1 Aufkl.Kp. auf SPz mit БМП-1 und БРМ-1К
o 1 Aufkl.Kp. auf SPW mit БТР-60/-70/-80
o Bewaffnung (Variante):
6 Т-80; 17 БМП (10 БМП-1 , 7 БРМ-1К ), 5 БТР-60/-70/-80; 2 Р-145

> 2. Variante: Aufkl.- und FEK-Btl. (обрирэб) mit
o Stab mit Führungsgruppe
o 2 Aufkl.Kp. auf SPz
o 1 Aufkl.Kp. auf SPW
o 1 Aufkl.Kp. zur Funk- und funktechnische Aufklärung und zur
funkeletronischen Kampfführung
o Bewaffnung (Variante):
23 БМП (15 БМП-1, 7 БРМ-1К, 1 БМП-1КШ), 1 Р-145 БМ, 1 Р-156 БТР

> Bewaffnungsvarianten von Aufklärungsbataillonen der PD:
o 10-й обр der 79. GPD / 8. Gardearmee:
6 T-80, 17 БМП (10 БМП-1, 7 БРМ-1К), 5 БТР-60, 2 Р-145 БМ
o 13-й обрирэб der 9. PD / 1. Gardepanzerarmee:
25 БМП (17 БМП-2, 7 БРМ-1К, 1 БМП-1КШ), 2 Р-145 БМ,
1 Р-156 БTР,
o 9-й обрирэб der 11. GPD / 1. Gardearmee:
6 T-80, 18 БМП (10 БМП-2, 7 БРМ-1К, 1 БМП-1КШ), 8 БТР-70,
2 Р-145 БМ

- 1 selbst. PiB (ОИСБ)
> Bataillonsführung, Bataillonsstab, Nachrichtenzug
> 1 Pionierkompanie (инженерно-саперная рота)
> 1 Straßenbaukompanie (инженерно-дорожная рота)
> 1 Landübersetzkompanie (переправочно-десантная рота)
> 1 Pontonkompanie (понтонная рота)
> 1 Pionieraufklärungszug (инженерно-позиционный взвод)
> je 1 IZ, 1 ZMS, 1 BMP

- 1 selbst. BChA (обхз)
1 selbst. NB
- 1 selbst. IB (орвб)
- 1 selbst. BMS
Das BMS. wurde ab 1980 aus dem Kfz-Transportbataillon – Kfz-TB,
der Feldbäckereikompanie – FBK und dem Divisionslager – DL gebildet.
- 1 selbst. SanB (омедб)
- 1 selbst. Hubschrauberstaffel
(An der Wende von 1970er zu den 1980er Jahren erhielten die Divisionen eine
selbst. HS-Staffel, die dann Ende der 1980er Jahre in die zweiten HS-
Regimenter der Armeen eingegliedert wurden.)


Zur Struktur einer vollaufgefüllten MSD (Kriegszustand) vor 1987 gehörten:

- Divisionsstab
- Stabskompanie

- 3 MSR mit jeweils
Es gab drei verschiedene Typen von MSR: MSR auf SPW, MSR auf SPz und
MSR gem. Die MSR gem. waren mit SPW, SPz und Kfz. ausgerüstet.

> Regimentsführung und Regimentsstab,
> je 1 StK und 1 NaK
> 3 MSB (SPz) im MSR (SPz)
siehe MSB (SPz) im PR

> 3 MSB (SPW) im MSR (SPW)
o Bewaffnung:
- 49 SPW
- 6 120-mm-GW 2С12 "Сани"
- 6 30-mm-GW "АГС-17"
- 6 PALRK 9K111 "Фагот"
- 9 PALRK 9K115 " Метис"
- 3 RG CПГ-9M
- 9 FRK 9K34 "Стрела-3"/"Игла-1"/"Игла",
- 9 7,62-mm-MG ПК,
- 27 7,62-mm-lMG РПК-74,
- 33 PzBü РПГ-7,
- 3 SG
o Bataillonsführung, Bataillonsstab, Nachrichtenzug
o 3 MSK (SPW) mit 3 MSZ (SPW), 1 PzAbw-/MG-Zug
o 1 GWB mit 6 SFL-GW 2С12 "Сани"
o 1 GWZ mit 6 30-mm-GW "AГC-17"
o 1 PAZ mit 6 PALRK 9K11 "Фагот", 3 RG CПГ-9M, 5 SPW
o 1 Fla-Raketen-Zug mit 9 FRK "Стрела-3"/"Игла-1"/"Игла", 3 SPW
o je 1 ZMS, 1 BMP
> 1 PB mit 40 KPz
Im Unterschied zu den PB in den PR verfügten die Panzerzüge an Stelle
von 3 KPz über 4. War das PB mit T-80 ausgerüstet betrug die Anzahl der
KPz = 31.
> 1 SFL-AA mit 18 122-mm-SFL-H 2С1 "Гвоздика" und 8 100-mm-Pak MT-1
o 3 SFL-Bttr, jede mit 6 122-mm-SFL-H 2С1 "Гвоздика"
o 1 PJBttr mit 8 100-mm-Pak MT-12 "Рапира"
> 1 SFL-GWA mit 18 SFL-GW 2С12 "Сани"
> 1 Fla-Bttr. / 1 Fla-Abt. (siehe Fla-Bttr des PR) mit
o 4 ЗРСУ 9A34/9A35 "Стрела-10"
o 4 ЗСУ 23-4 "Шилка"
o 27 ЗРK "Стрела-3"/"Игла-1"/"Игла" (nur in der Fla-Abt.)
> 1 Aufkl.Kp. mit SPz БМП und SPW БРДМ-2
> 1 PiK
> je 1 Instandsetzungskompanie, 1 Kompanie Mat.Sst., 1 RMP
> 1 Zug Chemische Abwehr
> 1 KD-Zug

Ein MSR auf SPW verfügte, außer der bereits genannten Technik, u. a. über 148 SPW, 10 SPz und 9 R-145 BM (oder SPz-1KSch), das MSR auf SPz über 152 SPz.

- 1 PR siehe PR der PD

- 1 SFL-AR siehe SFL-AR der PD

> Ausrüstung der MSD der GSSD mit SFL:

o 20-я МСД – 54 2С3
o 21-я МСД – 53 2С3
o 94-я МСД – 54 2С3
o 207-я МСД – 54 2С3
o 27-я МСД – 54 2С3 / 8. Gardearmee
o 39-я МСД – 52 2С3 / 8. Gardearmee
o 57-я МСД – 54 2С3 / 8. Gardearmee
o 35-я МСД – 54 2С3.

- 1 FRR siehe FRR der PD

- 1 selbst. RA mit 4 TRS 9K79 "Totschka"
Ab 1987 wurden die selbstständigen RA aus den Divisionen herausgelöst und
in der Regel in den zweiten RBr der Armeen zusammengefaßt.

- 1 selbst. PJA mit 12 100-mm-Pak MT-12 "Рапира", 14 Kettenzugmittel МТ-ЛБ,
6 БМ 9П148 "Konkurs"
> 2 Panzerjägerbatterien, jede mit 6 100-mm-Pak MT-12, gezogen von MT-LB
> 1 PALR-Batterie mit 6 БМ 9П148 "Konkurs"

- 1 selbst. PB (51 KPz)

- 1 selbst. Aufklärungsbataillon

> 1. Variante: AB (орб)
o Stab mit Führungsgruppe
o 1 Panzerkompanie mit 6 KPz
o 1 Aufkl.Kp. auf SPz mit БМП-1 und БРМ-1К
o 1 Aufkl.Kp. auf SPW mit БТР-60/-70/-80
o Bewaffnung ( ):
6 Т-80; 17 БМП (10 БМП-1, 7 БРМ-1К), 5 БТР-60/-70/-80; 2 Р-145

> 2. Variante: Aufkl.- und FEK-Btl. (обрирэб) mit
o Stab mit Führungsgruppe
o 2 Aufkl.Kp. auf SPz
o 1 Aufkl.Kp. auf SPW
o 1 Aufkl.Kp. zur Funk- und funktechnische Aufklärung und zur
funkeletronischen Kampfführung
o Bewaffnung (Variante):
22 БМП (15 БМП-1, 7 БРМ-1К), 1 Р-145 БМ, 1 Р-156 БТР, 1 БМП-1КШ

> Bewaffnungsvarianten von Aufklärungsbataillonen der MSD:
o 5-й обр der 27. GMSD:
22 БМП (14 БМП-1, 8 БРМ-1К), 11 БТР-60, 3 Р-145 БМ, 2 МТ-ЛБ
o 11-й обрирэб der 39. GMSD:
22 БМП (15 БМП-1, 7 БРМ-1К, 1 БМП-1КШ), 1 Р-145 БМ,
1 Р-156 БTР,
o 113-й обрирэб der 57. GMSD:
6 T-80, 17 БМП (10 БМП-1, 7 БРМ-1К), 6 БТР-60, 2 Р-145 БМ,
1 Р-156 БTР

- 1 selbst. PiB
- 1 selbst. BChA
- 1 selbst. NB
- 1 selbst. IB
- 1 selbst. BMS
- 1 selbst. SanB
- 1 selbst. Hubschrauberstaffel


Der Kampfpanzerbestand der GSSD in den Linieneinheiten nach Typen am
01. Jan. 1987:

- die 1. GPA mit
> der 9. PD mit 328 KPz, darunter 11 T-80
> der 11. GPD mit 328 KPz, darunter 20 T-80
> der 20. GMSD mit 271 KPz
> dem selbst. PR mit 94 KPz, darunter 9 T-80
> Armee gesamt: 1.021 KPz, darunter 40 T-80

- die 2. GPA mit
> der 16. GPD mit 328 KPz, darunter 21 T-80
> der 21. GMSD mit 271 KPz, darunter 94 T-80
> der 94. GMSD mit 271 KPz, darunter 207 T-80
> der 207. MSD mit 271 KPz
> dem selbst. PR mit 94 KPz, darunter 16 T-80
> Armee gesamt: 1.235 KPz, darunter 338 T-80

- die 20. GA mit
> der 25. PD mit 328 KPz, darunter 32 T-80
> der 32. GPD mit 328 KPz, darunter 90 T-80
> der 35. MSD mit 271 KPz
> der 90. GPD mit 328 KPz, darunter 35 T-80
> dem selbst. PR mit 94 KPz, darunter 16 T-80
> der 6. selbst. Berliner Brigade
mit 150 KPz
> Armee gesamt: 1.499 KPz, darunter 182 T-80

- die 3. A mit
> der 7. GPD mit 328 KPz, darunter 10 T-80
> der 10. GPD mit 328 KPz, darunter 12 T-80
> der 12. GPD mit 328 KPz, darunter 47 T-80
> der 47. GPD mit 328 KPz
> dem selbst. PR mit 94 KPz, darunter 7 T-80
> Armee gesamt: 1.406 KPz, darunter 76 T-80

- die 8. GA mit
> der 27. GMSD mit 271 KPz, darunter 27 T-80
> der 39. GMSD mit 271 KPz, darunter 57 T-80
> der 57. GMSD mit 271 KPz
> der 79. GPD mit 328 KPz, darunter 37 T-80
> dem selbst. PR mit 94 KPz, darunter 79 T-80
> Armee gesamt: 1.235 KPz, darunter 202 T-80


Die dem MB-III im Großraum direkt unterstellte Truppenteile und Einheiten (nur Auswahl):

- 3. Raketenbrigade "Otto Schwab" in Tautenhain (bei Mobilmachung zusätzlich ein Wach- und Sicherstellungsbataillon)
- Bewegliche Raketentechnische Basis 3 "Johannes R. Becher" in Jena


Die im Raum Thüringen stationierte 4. MSD der NVA mit Sitz des Stabes in Erfurt:

- MSR-22 (SPW) "Thomas Müntzer" in Mühlhausen
- MSR-23 (SPz) "Anton Saefkow" in Bad Salzungen (bis Mitte der 70er Jahre in Sondershausen
- MSR-24 (SPW) "John Scheer" in Erfurt
- PR-4 "August Bebel" in Gotha (1989 aufgelöst)
- AR-4 "Willi Bredel" in Erfurt
- FRR-4 "Hermann Danz" in Erfurt
- RA-4 "Hugo Gräf" in Erfurt
- GeWA-4 "Otto Franke" in Erfurt
- PJA-4 "Franz Jacob" in Bad Salzungen
- AB-4 "Wilhelm Girnius" in Bad Salzungen
- PiB-4 "Walter Kaiser-Gorrish" in Bad Salzungen
- BChA-4 "Lothar Bolz" in Erfurt
- NB-4 "Wilhelm Liebknecht" in Erfurt
- IB-4 "Wilhelm Leuschner" in Gotha
(Instandsetzungskompanie für Raketentechnik und Artillerie/IB-4 in Erfurt)
- BMS-4 "Ernst Putz" in Erfurt
- SanB-4 in Erfurt
- DL-4 in Erfurt
- ML-4 in Erfurt/Eggstedt
- TSL-4 in Erfurt
- FüBttr CRA-4 in Erfurt
- FüBttr CTLA-4 in Erfurt
- SK-4 in Erfurt

Der ungefähre Soll-Bestand im Krieg der 4. MSD:

- 14.506 Mann
- 4 Startrampen taktische Raketen vom Typ Luna M
- 214 Kampfpanzer
- 114 SPz BMP
- 270 SPW
- 126 Geschütze und Geschoßwerfer.

Im Raum Thüringen, konkret in Hermsdorf war auch die zur 11. MSD (Halle) gehörende RA-11 "Magnus Poser" stationiert.

Jetzt muß noch alle Truppen der LSK/LV und der Grenztruppen hinzudenken.


MfG

Panzermann
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Funker » Montag 24. Oktober 2011, 14:50

Hallo Panzermann.
Deine Auflistung ist äußerst interessant!
Für den Tag X standen aber auch noch Luftwaffe, Marine und Spezialeinheiten der NVA
und GSSD zur Verfügung.
Hast Du evtl. da auch eine Auflistung? Und eine andere Frage noch:
Wieviel und was stand an "West"technik, -ausrüstung und -waffen zur Verfügung?
Danke im voraus!

Gruß Funker
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon wernir » Montag 24. Oktober 2011, 15:05

Hallo Panzermann,

alle Achtung, große Klasse

Gruß wernir
Gruß Werner
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Wiesel » Montag 24. Oktober 2011, 17:01

Hammerhart,

sehe nur noch Zahlen:):):)

Muss mir das erstmal alles durch den Kopf gehen lassen:)
Juri huhu

"Mit dem was hier unter der Erde liegt werdet ihr noch euern spaß haben"

Zitat des letzten kommandanten der WGT auf dem TrÜbPl Ohrdruf
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Panzermann » Montag 24. Oktober 2011, 18:47

Hallo Funker,

ich arbeite gerade an einer "Materialsammlung über die GSBTD/GSSD/WGT" und habe daraus nur einen kleinen Teil
der im Großraum um und auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf stationierten Verbände, Truppenteile und Einheiten herauskopiert.
Es ist also noch nicht alles. Die Materialsammlung will ich den nächsten Monaten (bis spätestens März 2012) im Entwurf fertigstellen. Da ist dann auch etwas von den sowjetischen LSK und den LSK/LV der NVA enthalten.

Die nächsten Tage werde ich aber erst einmal etwa zu folgenden Thema für das Forum schreiben und veröffentlichen:

Stationierung sowjetischer Raketensysteme auf dem Territorium der DDR

1. Begriffsbestimmungen
2. Erste Stationierung von Mittelstreckenraketen in DDR im Jan. 1959
3. Unbemannte Flugkörper in Rudisleben
4. Die Raketenbrigaden der GSSD, vielleicht auch der NVA
5. Die Raketenabteilungen der GSSD, vielleicht auch der NVA
6. Gab es SS-20 auf dem Territorium der DDR?

Über die Spezialeinheiten der NVA gibt es sicherlich auch einige interessante Details, aber da bin nicht so der Spezialist.

Eigentlich möchte ich mich im kommenden Jahr meinen anderen Hauptthemen widmen:

1. Der Aufbau und die Entwicklung der der neuen deutschen Panzerwaffe.
2. Der vormarsch der Dritten US-Armee vom Rhein über Thüringen nach Österreich.

Beide Themen sind von immenser Bedeutung für den Goßraum um und auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf.

Was meinst Du mit dieser Frage? Geht es um die Streitkräfte der NATO?

MfG

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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Funker » Dienstag 25. Oktober 2011, 04:38

Hallo Panzermann.
Nochmals meine Hochachtung für Dein Wissen und Deine Arbeit!!!
Bei meiner Frage geht es um das Vorhandensein von westlicher Technik, Bewaffnung und Ausrüstung ab
Ende 60er/Anfang 70er Jahre in der NVA, nicht der NATO.
Genauso würde mich (und sicher auch andere hier im Forum)interessieren, welche Waffen und Technik
aus dem 2.WK in der NVA und bei der GSSD verwendet wurde und vor allem wie lange. Dazu gab und gibt
es im Weltnetz die widersprüchlisten Angaben.
Übrigens, stimmt es, daß es in der NVA eine Einheit gab, die noch auf Panzer V ausgebildet hat? Oder ist es auch eine Mär im WWW?

Viele Grüße vom
Funker
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Panzermann » Dienstag 25. Oktober 2011, 08:22

Hallo Funker

Nachfolgend ein wörtlicher Auszug aus dem Buch "Die Landstreitkräfte der NVA" von Wilfried Kopenhagen (ISBN 3-613-01943-4, 1. Aufl. 1999)

"Vom Autor im Sommer 1990 handschriftlich aus GVS-Heften beim Chef Panzerdienst im MfAV übertragen (GVS – Geheime Verschlußsache). Angegeben sind Einführungsjahr/Anfangsbestand, Höchstbestand und Nutzungsabschluß.

A) KETTENFAHRZEUGE

Selbstfahrlafetten (SFL)

SFL SU 76M: 1955 – 209, 1968 – 67
1969 – 0
SFL SU 85: 1955 – 46, 1962 – 0
SFL SU 100: 1955 – 23, 1964 – 0


Panzer
IS II: 1955 – 47, 1961 – 47
1964 – 17, 1965 – 8
1968 – 4, 1969 – 0
T-34/76 1955 – 119, 1963 – 21
1964 – 0
T-34/85 195 – 316, 1955 – 516
1956 – 646, 1957 – 946
1958 – 1.146, 1975 – 710
1984 – Reserve 66, 1987 – 60
1988 – 35"

In diesem Buch findest Du auf Deine Fragen zur Verwendung von Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg in der NVA die entsprechenden Antworten. Natürlich wurden auch Schützenwaffen, Geschütze, Granatwerfer u.s.w. aus dem Zweiten Weltkrieg in der NVA verwendet.

Es ist aber zu bemerken, daß z. B. die Sowjetunion seit März 1946 keine T-34/85 mehr produzierte. Die übernommenen T-34/85 waren zum größten Teil Fahrzeuge der Produktionsjahre 1944 bis 1945. Ab März 1956 erhielt die NVA T-34/85 aus polnischer Produktion.

Dieses Buch ist noch erhältlich. Von diesem Autor gibt es mehrere gute Bücher über die NVA, darunter auch über die LSK/LV.

Das bisher beste Buch über "Kampfpanzer der NVA" ist von den Autoren Jörg Siegert u. Helmut Hanske. Die 1. Aufl. 2011 ist im Motorbuchverlag erschienen (ISBN: 978-3-613-03294-1). Genauere Angaben gibt es nicht .

Wenn ich Bücher benötige, die es nicht mehr zu kaufen gibt oder die zu teuer sind, bestelle ich mir diese über die Fernleihe der öffentlichen Bibliotheken. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Die GSBTD/GSSD haben auch noch Bewaffnung und Ausrüstung aus dem Zweiten Weltkrieg verwendet. Darüber werde ich in meiner Materialsammlung zur GSBTD/GSSD/WGT schreiben.

Nun zu der Frage NVA und Kampfpanzer P V. Du hast es schon richtig erkannt. Diese Aussage ist dem Bereich der Sagen und Märchen zuzuordnen.

Mit der nächsten Frage zum Vorhandensein von westlicher Technik in der NVA verhält es sich etwas anders. In den Verbänden, Truppenteilen und Einheiten der NVA war nach meinen Erkenntnissen keine westliche Technik vorhanden. Aber z. B. bei Schulungen von Offizieren der höheren Ebenen u.ä. wurde z. B. probeweise mit westlichen Infanteriewaffen geschoßen. Ich habe selber mit einem Sturmgewehr G3 und einer MPi UZI einige Schuß abgegeben. Westliche Großtechnik war meines Wissens nicht vorhanden.

In der Sowjetarmee wurde auch westliche Großtechnik erprobt, die entweder aus bewaffneten Auseinandersetzungen in der Dritten Welt stammen oder die "regulär" beschafft worden ist. Logischerweise haben die Spezialisten der Sowjetarmee z. B. in Vietnam oder in den Nahostkriegen erbeutete westliche Waffentechnik erprobt. So sind z. B. in einem Leningrader Werk Beschußversuche mit westlicher Panzertechnik durchgeführt worden.

MfG

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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Funker » Mittwoch 26. Oktober 2011, 13:56

@Panzermann.
Vielen Dank für diese Info!
in Mhsn, oben an den "Katzentreppen" (warum auch immer so genannt), befand sich ein FlaRa-System
2K12 KUB. Ebenso sollen auch einige S-300P (NATO-Code: SA-10 Crumble) dort gelagert gewesen sein
für den E-Fall. Diese Einheit, die 438. Flugabwehrabteilung, war einer Flugabwehrbrigade mit Stab in ARN
oder Gotha unterstellt. Bei ARN lag die 449. Raketenbrigade mit SS-21-Raketen. Frage: Umterstand die
438. Abteilung dieser 449. Brigade?
Bei uns in der Einheit kursierten Gerüchte, daß in Rudisleben, aber auch im Arnstädter Forst, Kernsprengköpfe
gelagert wurden, um im E-Fall schneller zum Einsatz zu kommen.
Auf Nachfrage bei unserem SC, wurde er sehr ernst, starrte uns an und verschwand. Lagerte in diesen Bereichen
dieser "Schrott"?
Wurde in der NVA oder GSSD von Panzer aus, DU-Munition verschossen?

Gruß vom Funker
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon TÜP » Mittwoch 26. Oktober 2011, 18:35

Danke Panzermann, da kann ich ja sogar noch was lernen.
[bart]
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Volwo » Mittwoch 26. Oktober 2011, 18:54

das Du das sagst ist ein Riesenlob an unseren Panzermann - ich bin auch beeindruckt [-<5>-]
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon DoktorJonas » Mittwoch 26. Oktober 2011, 19:08

Nen schönen guten abend.Finde es ja auch toll, sone menge an Infos.Aber ,warum fragt denn diesmal keiner nach den-Quellen-?Finde Ich schon etwas komisch.DJ
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Volwo » Mittwoch 26. Oktober 2011, 19:17

DoktorJonas hat geschrieben:Aber ,warum fragt denn diesmal keiner nach den-Quellen-?Finde Ich schon etwas komisch.DJ


Du bist ein seltsamer Typ, der mir schon lange auffällt und dann noch mit dem Namen, meine Güte - "Dr. Jonas"
mit dem Titel Doktor und Jonas impliziert das , dass du allwissend bist zum Thema Jonastal?
Oder ist Dir bei der Namensfindung nichts besseres eingefallen?
von einem User mit dem Namen habe ich mehr erwartet, aber egal

frag oder schreib normal oder angemessen und man gibt Dir Quellen, wo ist das "komische"?
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Joe » Mittwoch 26. Oktober 2011, 19:19

Nach Quellen fragt man, wenn man z.B. auf Grund gemachter Erfahrungen, Aussagen bestimmter Personen oder unwahrscheinlicher Theorien überprüfen will. Das scheint hier nicht notwendig zu sein, denn man kennt einiges aus eigener Erfahrung und es sind keine "Geheimnisse".

Gruß
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Bunkerwilli » Donnerstag 27. Oktober 2011, 05:22

Von einem Doktor hätte ich wenigstens erwartet, daß er die deutsche Rechtschreibung beherrscht!
Derart Gewusele macht mißtrauisch.

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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Silko » Donnerstag 27. Oktober 2011, 07:12

Im Übrigen kann man diesen Threads hier entnehmen, dass der Panzermann an einer Materialsammlung arbeitet, die zu gegebener Zeit sicher auch in irgendeiner Form publiziert wird. Insofern darf man wirklich dankbar sein, dass er hier Teile seiner Recherchen preis gibt. Das ist ein feiner Zug. Eingedenk dieser Ankündigung erübrigt sich für mich die Frage nach Quellen, denn sie lassen sich dann, wenn es soweit ist, ohnehin nachlesen. Ich schätze, der ein oder andere hier fordernd auftretende User hat den Sinn und Zweck einer kritischen Auseinandersetzung mit archivalischen Quellen nicht wirklich verstanden.

Sei es drum.... -()-
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon DoktorJonas » Donnerstag 27. Oktober 2011, 07:55

Recht habt Ihr,danke auch.DJ |:) :-top)
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Panzermann » Donnerstag 27. Oktober 2011, 08:08

Hallo Dr. Jonas,

ich bin schon ein klein wenig über Deine Bemerkung verwundert, da ich bei der Beantwortung der Fragen auf einige Quellen hingewiesen habe. Aber wenn Du bestimmte Fragen zu Quellen hast, dann frage. Trotzdem werde ich Zukunft die Quellenangaben mehr einarbeiten.

Nur drei Beispiele:

Antwort an XS 500o vom 21. Okt 2011, 16:08 Uhr:

Einige nähere Angaben über die Einsätze der 3. СПЕЦ. НАЗ.-Brigade kannst Du hinter folgenden Link finden:

http://specnaz.pbworks.com/w/page/17657963/3

Antwort an Funker vom 25.10.2011 09:25 Uhr:

Nachfolgend ein wörtlicher Auszug aus dem Buch "Die Landstreitkräfte der NVA" von Wilfried Kopenhagen (ISBN 3-613-01943-4, 1. Aufl. 1999) ….

Das bisher beste Buch über "Kampfpanzer der NVA" ist von den Autoren Jörg Siegert u. Helmut Hanske. Die 1. Aufl. 2011 ist im Motorbuchverlag erschienen (ISBN: 978-3-613-03294-1). Genauere Angaben gibt es nicht .

Antwort an Wiesel vom 24. Okt 2011, 14:57 Uhr:

Die Angaben über die GSSD habe ich aus folgenden Quellen:

Lohmann, Horst: Die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland 1945-1994. Ein historischer Abriß. © 2010 Projekt + Verlag Dr. Erwin Meißler

Феськов В.И., Калашников К.А., Голиков В.И.
Ф44 Советская Армия в годы «холодной войны» (1945-1991). - Томск: Изд-во Том. ун-та, 2004. - 246 с., ISBN 5-7511-1819-7

http://specnaz.pbworks.com mit allen Unterseiten z. B. die Westgruppe und "СПЕЦ.-НАЗ. – Truppen"

und weitere

Die Angaben über die NVA habe ich aus folgenden Quellen:

Kopenhagen, Wilfried: Die Landstreitkräfte der NVA. 1. Auflage 1999. Copyright © by Motorbuch Verlag, Postfach 103743, 70032 Stuttgart

Kopenhagen, Wilfried: Die Luftstreitkräfte der NVA. 1. Auflage 2002. Copyright © by Motorbuch Verlag, Postfach 103743, 70032 Stuttgart

Froh, Klaus: Chronik der NVA, der Grenztruppen und der Zivilverteidigung der DDR 1956-1990. 1. Auflage 2010, Copyright Verlag Dr. Köster

Ich denke dies sollte erst einmal als Beweis reichen, daß ich mir die Fakten nicht aus den Fingern sauge. Außerdem habe ich bei meiner Neuvorstellung am 17. Okt 2011, 08:15 Uhr darauf hingewiesen, daß

Ich panzertechnischer Offizier in der ehemaligen NVA war und 5 Jahre an der Panzerakademie in Moskau studiert habe. Von meiner Jugend an bis zum heutigen Tag gilt mein Interesse der Militärgeschichte. Dabei beschäftige ich mich vor allem mit folgenden Themen:

1. Die Geschichte der deutschen Panzerwaffe von 1918 bis 1945.
Zur Zeit arbeite ich an einer Chronologie der deutschen Panzerwaffe.
2. Der Vormarsch der Dritten US-Armee vom Rhein bis nach Österreich mit Schwerpunkt Thüringen.
3. Die Geschichte der sowjetischen Truppen auf dem Territorium Deutschlands von 1945 bis 1994.
Zur Zeit arbeite ich an einer Materialsammlung zum Thema: "GSBTD, GSSD und WGT".
4. Militärhistorische Ereignisse und Abläufe im der Großraum Eisenach – Gotha – Erfurt – Weimar – Jena – Kahla –
Rudolfstadt – Gehren – Suhl – Meiningen – Bad Salzungen, mit dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf als Mittelpunkt im Zeitraum von
1918 bis 1945. In den 1960er und 1970er Jahren habe ich an mehreren Übungen und UF-Lagern auf dem Tr.Üb.Pl.
Ohrdruf teilgenommen."

Logischerweise hat sich in den letzten 40 Jahren bei mir viel Material angesammelt und ich habe als Augen- bzw. Ohrenzeuge selbst viel erlebt, wie z. B. eine Übung des schweren Panzerregiments mit Panzern vom Typ IS II/III oder auf diversen Truppen - und Kommandostabsübungen die Strukturen der Verbände, Truppenteile und Einheiten.

Im übrigen hatte ich lange überlegt, ob ich überhaupt was im Forum veröffentliche, aber ich mach dies als kleines Dankeschön an die Mitglieder des GTGJ-Vereins, die in den ganzen Jahren eine beachtenswerte Arbeit geleistet haben, Deswegen werde ich das Material zu den Themen 1 und 2 ins Forum stellen, obwohl icheigentlich ein Buch schreiben wollte.

MfG

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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Panzermann » Donnerstag 27. Oktober 2011, 09:40

Hallo Funker

Frage: In Mühlhausen sollen einige S-300P (NATO-Code: SA-10 Grumble) für den E-Fall eingelagert worden sein?

Die GSSD verfügte über folgende zwei mit FRK S-300 V (9K81) "Antey" (SA-12 "GLADIATOR") ausgerüstete Fla-Raketenbrigaden:

- die 133. FRBr mit Stab in Jüterbog und
- die 202. FRBr mit Stab in Magdeburg

Beide Brigaden gehörten zur Luftverteidigung des Landes und zur Deckung des Fronthinterlandes. Auf Grund ihrer Stationierungsorte und ihrer Einsatzbestimmung halte ich es für unwahrscheinlich, daß in Mühlhausen Fla-Raketen dieses Typs eingelagert wurden.

Die S-300V, NATO-Code SA-12A Gladiator und SA-12B Giant ist ein mobiles, allwetterfähiges Langstrecken-Boden-Luft-Lenkwaffensystem zur Bekämpfung von Kampfflugzeugen, Marschflugkörpern sowie ballistischen Kurz- und Mittelstreckenraketen.

Der von Dir genannte Fla-Raketenkomplex, S-300P, NATO-Code SA-10 Grumble, ist ein modernes Langstrecken-Boden-Luft-Lenkwaffensystem. Das System S-300P ist nicht mit dem System S-300V zu verwechseln. Es kann mobil eingesetzt werden, ist allwetterfähig und kann neben Kampfflugzeugen in allen Flughöhen auch tieffliegende Ziele mit kleinem Radarquerschnitt (wie Marschflugkörper) bekämpfen. Mit der Ausführung S-300PS können zudem taktische ballistische Kurzstreckenraketen abgefangen werden. Das westliche Gegenstück zum S-300P-Komplex ist das US-amerikanische MIM-104-Patriot-System. Ich habe keine Angaben, welche Brigade der GSSD mit diesem System ausgerüstet war.

Ich habe keine Information in deutschen als auch in sowjetischen Quellen zur Ausrüstung sowjetischer Einheiten mit dem FRK S-300P, NATO-Code SA-10 Grumble, ab Mitte der 1980er gefunden.

Frage: Wurde in der NVA oder GSSD von Panzern aus DU-Munition verschoßen?

Die damalige GSSD und die heutigen Streitkräfte der Russischen Föderation hatten bzw. haben auf jeden Fall DU-Munition im Bestand und auch verschoßen. Nach meiner Kenntnis verfügte die NVA nicht über DU-Munition für Panzer. Ich habe heute früh noch meinen ehemaligen Kommandeur befragt, der Stellvertreter des Befehlshabers in einem Militärbezirk war, auch ihm ist nichts bekannt.

Bei ARN lag die 449. Raketenbrigade mit SS-21-Raketen. Frage: Unterstand die 438. Abteilung dieser 449. Brigade? Bei uns in der Einheit kursierten Gerüchte, daß in Rudisleben, aber auch im Arnstädter Forst, Kernsprengköpfe gelagert wurden, um im E-Fall schneller zum Einsatz zu kommen.

Die bei Mühlhausen stationierte 438. Abteilung gehörte auf keinen Fall zu der in Rudisleben stationierten 449. Raketenbrigade, da diese Brigade zu der Waffengattung Raketentruppen und Artillerie gehörte, während die 438. Abteilung zur Waffengattung Truppenluftabwehr gehörte, wenn sie mit einem Fla-Raketenkomplex ausgerüstet war. Ich wüßte auch nicht zu welcher Brigade bzw. zu welchem Regiment diese Abteilung gehören könnte, da die in Gotha stationierte
18. FRBr mit dem FRK 9K37 "Buk", (SA-11 "GADFLY") ausgerüstet war.

Die FRR der Divisionen der 8. Garde-Armee waren wie folgt stationiert und ausgerüstet:

- die 27. GMSD war mit dem in Halle stationierten 286. FRR mit FRK 9K33 "Osa AK" (SA-8 "GECKO"), ausgerüstet,
- die 39. GMSD war mit dem in Ohrdruf stationierten 915. FRR mit dem FRK 2K12 "Kub" (SA-6 "GAINFUL") ausgerüstet,
- die 57. GMSD war mit dem ebenfalls in Halle stationierten 901. FRR mit dem FRK 2K12 "Kub" (SA-6 "GAINFUL") ausgerüstet und
- die 79. GPD war mit dem in Weimar stationierten 1075. FRR mit FRS 2K12 "Kub", (SA-6 "GAINFUL") ausgerüstet.

Theoretisch ist es möglich, daß eine Abteilung der Kub-Regimenter in Mühlhausen stationiert gewesen war. Da müßte man einmal einen Fla-Raketen-Spezialisten befragen, wenn ich einen treffe, werde ich dies tun.

In oder um den Standort Arnstadt-Rudisleben waren auf jedem Fall Kernsprengköpfe gelagert. Bereits ab 1960/61 war in Rudisleben, genau wie in Ludwigslust-Techentin, Quedlinburg-Quarmbeck und Ebersdorf bei Karl-Marx-Stadt jeweils eine Abteilung mit dem Frontflügelraketenkomplex FKR-1 (4K87) stationiert. Diese Abteilungen waren mit dem landbasierten unbemannten Flugkörper Meteor KS-7, Nato-Code SSC-2A Salish ausgerüstet. Zu jedem Komplex 4k78 gehörten acht Startrampen und 20 Flugkörper. Die Flugkörper konnten mit einem Kernsprengkopf mit einer Sprengkraft von 12 kT TNT bestückt werden. Zu den Stationierungen in Rudisleben schreibe ich in den nächsten Tagen einen Beitrag im Forum mit Quellenangaben, wie dies Dr. Jonas möchte.

Die 449. Raketenbrigade in Arnstadt-Rudisleben ist, wie ich bereits im Forum geschrieben habe, wahrscheinlich erst 1988 mit 12 StR TRS 9K79 "Totschka" (SS-21 "SCARAB") aus: der 329. RA der 57. GMSD, der 345. RA der 79. GPD und der 1563. RA. der 39. GMSD gebildet worden. Für mich stellt sich in diesem Zusammenhang immer wieder die Frage: Was hat der Standort Arnstadt-Rudisleben an sich, daß man sowohl den Frontflügelraketenkomplex als auch die Raketenabteilung dort stationiert hat? Auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf wäre dies eigentlich doch viel unauffälliger gewesen. Gleiches gilt für die Lagerung der Kernsprengköpfe. Wo diese gelagert worden sind, ob in Rudisleben oder in der Nähe, bleibt bis heute Spekulation.

Ich hoffe, daß ich wenigsten einen Teil Deiner Fragen beantworten konnte.

MfG

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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Funker » Donnerstag 27. Oktober 2011, 11:04

Vielen Dank @Panzermann!
Du hast mir damit mehr als geholfen. Hoffentlich den anderen im Forum auch.

Viele Grüße
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon DoktorJonas » Donnerstag 27. Oktober 2011, 16:59

Hallo Panzermann.Wass machste ,wenn man kein Russich kann?? Volvo:Woher willst Du den wissen,das ich ein seltsamer Typ bin und das mit meinem Namen,wird wohl schon was dran sein ! schönen Abend DJ
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Panzermann » Donnerstag 27. Oktober 2011, 18:08

Hallo Dr. Jonas,

ich würde der Person vertrauen, die Russisch kann. In meiner Akademiezeit habe ich übrigens die Prüfung
als Militärdolmetscher abgelegt. Das Diplom ist im Original vorhanden.

MfG

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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Joe » Donnerstag 27. Oktober 2011, 18:16

@Dr.Jonas
Was bist du denn für ein Bubu? Forentroll, eingebildete Wildsau oder eher so ein Rinnsteinkrabbler?
Kannst du das nicht per PN ausmachen? Ich finde es ziemlich unmöglich, auf diese Art und Weise zu versuchen, die Arbeit eines anderen zu kritisieren oder zu schmälern. Willst du das auch noch in russisch?
Was man von deinem Doktor halten kann ist ähnlich dem, was man bei v.G. erwarten konnte.
In deinen Beiträgen ist substantiell nichts enthalten, was der Allgemeinheit hier dienlich sein könnte. Vielleicht springst du irgendwo hinter einen Zug, dann bekommst du die notwendige Aufmerksamkeit und wir haben hier Ruhe.
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Volwo » Donnerstag 27. Oktober 2011, 18:26

Ich dachte, wir hätten hier keine Stänkerer mehr?
Wenn ich Zeit habe schiebe ich die OT-Beiträge hier raus.
DoktorJonas hat geschrieben:und das mit meinem Namen,wird wohl schon was dran sein !

Ich habe von Dir noch nichts Substantielles gelesen, mach mal bitte
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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon PEKE » Donnerstag 27. Oktober 2011, 19:36

30032010783.jpg
Hallo Panzermann,
bescheidene Frage-Ebersdorf-Kmst- ich dachte dort haben sie nur Geübt.
Anbei ein paar Bilder.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gruß Peter

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Re: Russische Nutzung TrÜbPl Ohrdruf

Beitragvon Panzermann » Freitag 28. Oktober 2011, 07:41

Hallo Peke,

bitte geduldige Dich bitte noch einige Tage. Ich schreibe gerade an dem Kapitel "Stationierung sowjetischer Frontflügelraketen in der DDR ab 1961". Mit Sicherheit waren FRK auch neben Ludwigslust-Techentin, Quedlinburg-Quarmbeck, Arnstadt-Rudisleben auch in Ebersdord / Karl-Marx-Stadt stationiert. Die entsprechenden Quellen werde ich einarbeiten.

MfG

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