Die Armeefliegerkräfte der GSDD und der NVA - Teil III

Moderator: Panzermann

Die Armeefliegerkräfte der GSDD und der NVA - Teil III

Beitragvon Panzermann » Sonntag 29. Januar 2012, 12:41

Inhaltsverzeichnis siehe Teil I

11. Die Hubschrauber der Armeefliegerkräfte der UdSSR und der NVA

Leichter Mehrzweckhubschrauber Mi-1

Bereits 1951 hatte die Sowjetunion den leichten Hubschrauber Mi-1, Nato-Code: "Hare", in Dienst gestellt und ihn am 08. Juli 1951 das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Insgesamt wurden 2.594 Hubschrauber vom Typ Mi-1 produziert.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mil_Mi-1 (abgerufen am: 17. Dez. 2011 09:58)

Zwischen 1958 und 1968 stellte die Mi-1 nicht weniger als 23 Weltrekorde auf. Der Hubschrauber wurde in zahlreiche Länder exportiert und wird heute noch als Verbindungs- oder Sanitätshubschrauber eingesetzt.

In der NVA waren von 1958 bis Aug. 1972 22 Mi-1 im Einsatz, darunter 4 sowjeti-sche Originaltypen Mi-1 und 12 polnische Lizenztypen SM-1. Er wurde als Kurier- und Verbindungsmaschine, zur Beförderung kleinerer Frachten, zur Strahlungsauf-klärung, zur Leitung von Artilleriefeuer, zur Überwachung von Tarnung und Truppenbewegungen sowie als Sanitätsmaschine (Mi-1M) und als Schulmaschine (Mi-1MU) (6 Stück) verwendet.

Taktisch-technische Daten der PZL SM-1 (Mi-1) (Version: leichter Mehrzweck-hubschrauber der NVA)

- Einsatzzeitraum in der NVA: 1958 bis Aug. 1962
- Stückzahl: 22
- Anzahl am 30.09.1990: 0
- Startmasse: 2.300 kg
- Masse Außenlast: 0 kg
- Waffenzuladung: 0 kg
- Antrieb: Sternmotor AI-26W
- Startleistung: 422 kW ( 574 PS)
- Kraftstoffvorrat: 260 l + Zusatzbehälter 160 l
- Vmax: 170 km/h (in Seehöhe)
- Marschgeschwindigkeit: 130 – 145 km/h
- Überführungsreichweite: 620 km
- Aktionsradius: 200 km
- Dienstgipfelhöhe: 3.000 m
- Steigzeit: 1.000 m in 4,5 min
- Besatzung: 1 - 2 Mann (bis 2 Passagiere)
- Bewaffnung: ohne

Quelle: Kopenhagen, Wilfried: Die Luftstreitkräfte der NVA. 1. Auflage 2002. Copyright © by Motor-buch Verlag, Postfach 103743, 70032 Stuttgart. S. 142

Leichter Mehrzweckhubschrauber Mi-2

1966 stellt die UdSSR den mit zwei Gasturbinentriebwerken ausgerüsteten Mehr-zweckhubschrauber Mi-2, NATO-Code: "Hoplite", in Dienst. Er wurde in mindes-tens 24 Varianten und in etwa 5.000 Exemplaren bis 1986 gebaut und ist teilweise noch heute im Dienst.

In der NVA waren ab 1972 44 Mi-2 als Mehrzweck- und Schulhubschrauber im Ein-satz. Bewaffnet hieß die Variante 56, Variante 55 wurde die Mi-2 See genannt, für Fotoflüge wurde die Variante 51 eingesetzt. Der Hubschrauber verfügte über Ausrüstung für Flüge unter schwierigen Bedingungen (tags/nachts). Er war mit einer Elektrowinde mit einer Tragfähigkeit von 120 kg ausgerüstet.

Taktisch-technische Daten der Mi-2 (Version: Mehrzweck- und Schulhub-schrauber der NVA)

- Einsatzzeitraum in der NVA: ab April 1972
- Stückzahl: 44
- Anzahl am 30.09.1990: 36
- Startmasse: 3.550 kg
- Masse Außenlast: 800 kg
- Waffenzuladung: 2.00 kg
- Antrieb: 2 x GTW GTD-350
- Startleistung: 2 x 294 kW (2 x 400 PS)
- Kraftstoffvorrat: 600 l + Zusatzbehälter 470 l
- Vmax: 210 km/h (in Seehöhe)
- Überführungsreichweite: 580 km
- Aktionsradius: 250 km
- Besatzung: 2 Mann
- Soldaten: 7 Mann oder 4 Verwundete auf Tragen
- Bewaffnung:

> 4 7,62-mm-MG paarweise seitlich außen, je MG 500 Patronen
> zusätzlich 1 7,62-mm-MG in der Türöffnung oder
> 2 Blöcke MARS S-2 (je 16 ungelenkte Luft-Luft-Boden S-5 (57-mm) oder
> 2 Bomben je 100 kg

Quelle: Kopenhagen, Wilfried: Die Luftstreitkräfte der NVA. 1. Auflage 2002. Copyright © by Motor-buch Verlag, Postfach 103743, 70032 Stuttgart. S. 143

Mittlerer Mehrzweckhubschrauber Mi-4

1953 stellten die sowjetischen Streitkräfte den ersten einsatzfähigen Militärtransporthubschrauber eigenständiger Konstruktion mit der Mi-4, Nato-Code: 36, ab 1955 mit dem Nato-Code: "Hound" bezeichnet, in Dienst. Die Mi-4 ähnelte in seinem Äußeren sehr stark dem in den USA seit 1951 fliegenden und im Koreakrieg eingesetzten Sikorsky S.55. Sie war aber eine völlig eigenständige Entwicklung. Von der Mi-4 und ihren Modifikationen wurden in der Sowjetunion von 1953 bis 1969 ca. 3.500 Stück produziert und 545 Stück in China in Lizenz gefertigt. In der Öffentlichkeit wurde der Mi-4 erstmals 1953 bei der Flugschau in Tuschino 1953 vorgeführt. Der Mi-4 verfügte über Heckladetor mit Auffahrrampe für Fahrzeuge bis Jeep-Größe. Er konnte mit einem 40-m-Seil 150 kg schwere Lasten in der Standschwebe aufnehmen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mil_Mi-4 (abgerufen am: 17. Dez. 2011 10:08)

In der NVA waren von 1957 bis 1978 32 Mi-4 im Einsatz. Die NVA hatte von März 1965 bis April 1977 auch vier U-Jagd-Hubschrauber vom Typ Mi-4 MÄ im Einsatz. Die Mi-4 wurde auch in den Grenztruppen genutzt.
Quelle: Kopenhagen, Wilfried: Die Luftstreitkräfte der NVA. 1. Auflage 2002. Copyright © by Motor-buch Verlag, Postfach 103743, 70032 Stuttgart. S. 144f

Taktisch-technische Daten der Mi-4A (Version: Mehrzweckhubschrauber der NVA)

- Einsatzzeitraum in der NVA: 1956/57 bis 1978
- Stückzahl: 32
- Anzahl am 30.09.1990: 0
- Startmasse: 7.150 kg
- Masse Außenlast: 1.300 kg
- Waffenzuladung: 1.000 kg
- Antrieb: Doppelsternmotor Asch-82W
- Startleistung: 1.250 kW (1.700 PS)
- Kraftstoffvorrat: 960 l + Zusatzbehälter 500 l
- Vmax: 175 km/h (in Seehöhe)
- Marschgeschwindigkeit: 140 bis 155 km/h
- Überführungsreichweite: 650 km
- Aktionsradius: 200 – 250 km
- Dienstgipfelhöhe: 5.500 m
- Steigzeit: 1.000 m in 4,3 min
3.000 m in 14,5 min
- Besatzung: 3 Mann
- Soldaten: 12 – 16 voll ausgerüstete Soldaten
oder 8 Verwundete auf Tragen
- Bewaffnung:

> 1 12,7-mm-MG A-12,7 mit 200 – 250 Patronen
in der Bodenwanne
> Aufhängevorrichtungen für Schützenwaffen in den Seitenfenstern

Quelle: Kopenhagen, Wilfried: Die Luftstreitkräfte der NVA. 1. Auflage 2002. Copyright © by Motor-buch Verlag, Postfach 103743, 70032 Stuttgart. S. 144

Hubschrauber zur Feuerunterstützung Mi-4AB

Ab 1967 wurde der Hubschrauber zur Feuerunterstützung Mi-4AB in Dienst gestellt. Er wurde mit dem Waffenkomplex K-4B ausgerüstet, der aus folgenden Elementen bestand:

- 4 PALR 9М17М "Falanga" und
- 96 ungelenkte Luft-Boden-Raketen C-5M (57-mm) in 6 Blöcken "УБ-16-57У" oder anstelle der Blöcke
- 6 Bomben zu je 100 kg oder
- 4 Bomben zu je 250 kg oder
- Brandbehälter.

In der Sowjetunion wurden 185 Mi-4A zum Mi-4AB aufgerüstet.
Quelle: http://www.mi-helicopter.ru/rus/index.php?id=150 (abgerufen am: 20. Dez. 2011 17:37)

Schwerer Transporthubschrauber Mi-6

1962 stellt die UdSSR ihren ersten turbinengetriebenen schweren Transporthub-schrauber Mi-6, NATO-Code: "Hook", in Dienst. Der Mi-6 war für übe 10 Jahre der weltgrößte Hubschrauber. Der rückseitige, zweigeteilte Laderaumzugang ermöglichte den Transport von militärischem Großgerät oder palettierten Frachten. Von der Mi-6 sollen über 800 Stück produziert worden sein. Der Mi-6 war nicht bewaffnet.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mil_Mi-6 (abgerufen am: 17. Dez. 2011 10:50)

Auf der Basis der Mi-6 wurde auch ein luftgestützter Führungspunkt erarbeitet. Die Mi-6 wurde nicht in die NVA eingeführt.

Taktisch-technische Daten der Mi-6 (Version: Transporthubschrauber)

- Startmasse: 40.500 kg, max. 42.500 kg
- Masse Außenlast: ?
- Antrieb: 2 x GTW Д-25В (TB-2БM)
- Startleistung: 2 x 4.045 kW (2 x 5.500 PS)
- Kraftstoffvorrat: 6.315 l + Zusatzbehälter 3.490 l
- Vmax: 300 km/h (in Seehöhe)
- Marschgeschwindigkeit: 250 km/h
- Reichweite: 1.050 km mit vollem Kraftstoffbehälter
620 km mit 8.000 kg Zuladung
200 km mit 12.000 kg Zuladung
- Dienstgipfelhöhe: 4.500 m
- Steigzeit: 310 m in 1 min
- Besatzung: 5 Mann
- Soldaten: 70 voll ausgerüstete Soldaten
oder 41 Verwundete auf Tragen + 2 Begleiter

Mittlerer TransporthubschrauberMi-8

1967 stellte die UdSSR den mit zwei Gasturbinentriebwerken und großen Heckladetoren ausgerüsteten Mehrzweckhubschrauber Mi-8, Nato-Code: Hip, in Dienst. Die Mi-8 wurde als Ersatz für den älteren, mit einem Kolbenmotor ausgerüsteten Mi-4 entwickelt und eingeführt. Der ursprünglich als Transporthubschrauber entwickelte Mi-8 zeigte schnell seine Eignung für die verschiedensten Einsatzarten, etwa zur Bodenunterstützung mit Raketen und Kanonen auch in Kombination als Kampfhubschrauber. Er verfügt über eine Lastaufhängung, so daß er unter günstigen Bedingungen bis zu drei Tonnen heben kann. Zusätzlich ist eine Personenrettungswinde für Lasten bis zu 250 Kilogramm vorhanden. Die Mi-8 war bei Ausfällen in der Lage auch nur mit einem Gasturbinentriebwerk zu fliegen. Es gab drei Hauptvarianten der Mi-8:

- die Transportversion Mi-8T,
- die bewaffnete Transportversion Mi-8TB, Nato-Code: HIP E, und
- die Variante mit Sonderausstattung Mi-8S.

Insgesamt wurden mehr als 120 verschiedene Versionen mit einer Gesamtstückzahl von 12.000 produziert worden sein.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mil_Mi-8 (abgerufen am 17. Dez. 2011 17:27)

Taktisch-technische Daten der Mi-8T (Version: bewaffneter Transporthub-schrauber der NVA)

- Einsatzzeitraum: ab Aug. 1968
- Stückzahl: 52
- Anzahl am 30.09.1990: 49
- Startmasse: 11.100 kg
- Masse Außenlast: 2.500 kg
- Waffenzuladung: 660 kg
- Antrieb: 2 x GTW TW-2-117A
- Startleistung: 2 x 1104 kW (2 x 1500 PS)
- Kraftstoffvorrat: 1.870 l + 2 Zusatzbehälter von je 500 l
- Vmax: 250 km/h
- Marschgeschwindigkeit: 225 km/h
- Überführungsreichweite: 930 km
- Aktionsradius: 350 km
- Dienstgipfelhöhe: 4.500 m
- Steiggeschwindigkeit: 4,5 m/s
- Besatzung: 3 Mann
- Soldaten: 22 Mann auf Klappsitzen oder
12 Verwundete auf Tragen
- Bewaffnung: 4 Behälter mit je 16 ungelenkten Luft-Boden-
Raketen S-5 (57-mm)
in der Einstiegstür sowie in den drei Fenstern
befinden sich Aufhängevorrichtungen für
Schützenwaffen

Quelle: Kopenhagen, Wilfried: Die Luftstreitkräfte der NVA. 1. Auflage 2002. Copyright © by Motor-buch Verlag, Postfach 103743, 70032 Stuttgart. S. 147

Kampfhubschrauber Mi-8TW

Ab 1968 wurde in der UdSSR die erste als Unterstützungs- und Kampfhubschrauber gedachte Version des Mi-8, die Mi-8TW produziert. Sie trug anfangs die für die Mi-4AW entwickelte Außenlastträger mit vier Pylonen für vier UB-16-57U-Raketen-Pods oder Bomben mit bis zu 500 kg Gewicht. Im mittleren Fenster der unteren Reihe der Cockpitverglasung wurde bei einigen Hubschraubern ein PKT-Maschinengewehr mit 7,62 mm Kaliber beweglich eingebaut. Gezielt wurde mit einem einfachen am Rohr angebrachten Fadenkreuz. Die entsprechenden Befestigungsmöglichkeiten für den Außenlastträger waren auch an alle Mi-8T vorhanden, so dass diese im Notfall umgerüstet werden konnten. Diese Möglichkeit wurde von einigen Exportländern genutzt. Diese Exemplare wurden im Westen noch als „Hip-C“ bezeichnet. Die ab 1974 gefertigten Exemplare verfügten über geänderte Außenlastträger für bis zu sechs UB-32-Raketenbehälter und vier an der Oberseite des Auslegers angebrachte PALR anfänglich vom 9M14M "Малютка", die vom Copiloten über ein kreiselstabilisiertes Visier gelenkt wurden. Später wurde der Hubschrauber mit sechs PALR 9M17 "Фаланга" ausgerüstet. Die Bewaffnung des Mi-8 variierte je nach Einsatzzweck und Produktionsjahr stark, wobei viele Versionen ohne Bugmaschinengewehr ausgeliefert wurden. Die Bewaffnung wurde zum Teil nach Erkenntnissen bei Einsätzen im Afghanistan- und Tschetschenienkrieg modifiziert. Die Mi-8TW (russ. Ми-8ТB) wird häufig mit der Mi-8TB (russ.: Ми-8ТБ) verwechselt, was durch den kyrillischen Buchstaben "B" (wie W gesprochen) zustande kommt. Die Mi-8TB stellte eine mit zusätzlicher Panzerung versehene Version Mi-8 dar.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mil_Mi-8#Bewaffnung (abgerufen am: 17. Dez. 2011 18:00)

"Der passive Schutz (Anm.d.Verf. – der Mi-8TB) beschränkte sich auf die beiden gepanzerten Pilotensitze, Stahlplatten im Bodenbereich der Besatzungskabine, der Triebwerksverkleidungen, dem Hauptuntersetzungsgetriebe, Hydraulikbehälter, Panzerglas hinter der Kabinenverglasung und selbstdichtende Gummimatten an Teilbereichen der Kraftstofftanks sowie dem System neutrales Gas in den Kraftstoffbehältern. Vollständig bewaffnet verfügte die Mi-8TW (Anm.d.Verf. – eigentlich Mi-8TB) sicherlich über eine beeindruckende Schlagkraft, praktisch ist diese jedoch abhängig von Umgebungstemperaturen und Einsatzhöhe. Die Flugleistungen hinsichtlich Aktionsradius, Geschwindigkeit, Wendigkeit und Verweildauer im Zielgebiet reduzierten sich dadurch erheblich."
Quelle: FLIEGERREVUE extra, Heft 24, Artikel "Wie der Kreml die DDR aufgab", S. 14

"In den Luftstreitkräften der Nationalen Volksarmee, den Armeefliegerkräften und der Volksmarine der DDR flogen 115 Hubschrauber der Baureihen Mi-8T/-8TB/-8S(PS)/-9 und sechs Mi-14 in der Ausführung BT als MAW-(Minenabwehr)-Hubschrauber sowie neun Stück der Mi-14PL-Ausführung zur U-Boot-Jagd. Die Interflug Spezialflug der DDR setzte von 1968 bis 1989 allein sieben Maschinen als „Fliegende Kräne“ u. a. für die Montage von elektrischen Oberleitungen für die Deutsche Reichsbahn der DDR bei laufendem Betrieb ein. Weitere dienten in der Interflug Bildflug und der Polizei."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mil_Mi-8#Bewaffnung (abgerufen am: 17. Dez. 2011 18:10)

Der Mi-8TB wurde in 36 Versionen produziert und in 57 Staaten exportiert.
Quelle: http://www.comphob.de/Nva/Hs/nva2.htm (abgerufen am 17. Dez. 2011 18:05)

Taktisch-technische Daten der Mi-8TB (Version: Kampfhubschrauber der NVA)
(Die NVA setzte die leicht gepanzerte Version Ми-8ТБ ein.

- Einsatzzeitraum in der NVA: ab Febr. 1977
- Stückzahl: 39
- Anzahl am 30.09.1990: 36
- Startmasse: 11.564 kg
- Masse Außenlast: 2.000 kg
- Waffenzuladung: 1.821 kg
- Antrieb: 2 x GTW TW-2-117A
- Startleistung: 2 x 1104 kW (2 x 1500 PS)
- Kraftstoffvorrat: 1.870 l + Zusatzbehälter 915 l
- Vmax: 245 km/h
- Marschgeschwindigkeit: 205 – 220 km/h
- Überführungsreichweite: 775 km
- Aktionsradius: 200 km
- Dienstgipfelhöhe: 4.500 m
- Steiggeschwindigkeit: 4,5 m/s
- Besatzung: 3 Mann
- Soldaten: 22 Mann auf Klappsitzen oder
12 Verwundete auf Tragen
- Bewaffnung:

> 1 12,7-mm-MG A-12,7 mit 700 Patronen
> 6 PALR 9M17 "Фаланга"
> 6 Blöcke UB-32 A (je 32 ungelenkte Luft-Boden-Raketen S-5 (57-mm) oder
> 6 Bomben je 250 kg oder
> 2 Bomben 500 kg oder
> Kombinationen
> auch Brandbehälter

Quelle: Kopenhagen, Wilfried: Die Luftstreitkräfte der NVA. 1. Auflage 2002. Copyright © by Motor-buch Verlag, Postfach 103743, 70032 Stuttgart. S. 150

Transporthubschrauber Mi-8MT / Mi-17

1977 stellte die UdSSR den mittleren Transporthubschrauber Mi-8MT / Mi-17, Nato-Code "Hip H" in Dienst, der ab 1983 auch der GSSD zugeführt wurde. Das "MT" steht für "modernisierte Transportversion". Der Mi-8MT war eine Version des mittle-ren Mehrzweckhubschraubers Mi-8 mit leistungsstärkeren neuen Triebwerken und vielen technischen Verbesserungen. Bei der Mi-8MT/Mi-17 war der Heckrotor in Flugrichtung links untergebracht, statt, wie bei der ursprünglichen Version rechts. Er dreht sich aber nach wie vor in die gleiche Richtung und produziert damit einen Luftstrom entgegen der Richtung der sich drehenden Hauptrotoren, was seine Effektivität stark erhöhte. Die Serienproduktion der neuen Version startete 1977 im Werk in Kasan. Für längere Zeit wurden in Kasan auch noch die älteren Mi-8-Modelle weiter produziert. Erst mit Einmarsch der UdSSR in Afghanistan und den dort notwendigen Hot-and-High-Fähigkeiten der eingesetzten Hubschrauber wurde die Anzahl der gefertigten Mi-8MT stark gesteigert. Der Hubschrauber wurde im Laufe der Produktion mehrfach verbessert.

Mehrzweckhubschrauber Mi-8MTW

Die Erfahrungen beim Einsatz in Afghanistan führten Mitte der 80er Jahre zum neuen Basismodell Mi-8MTW, das stärkere Triebwerke vom Typ TW3-117WM mit einer Leistung von 2x1.633 kW für bessere Leistungen in großer Höhe hatte. Die Triebwerke vom Typ TTW3-117 des Mi-8MT hatten eine Leistung von 2x1.435 kW, die Triebwerke vom Typ TW2-117 des Mi-8T hatten eine Leistung von nur 2x1.267 kW hat. Außerdem wurde die Tür in den Hecktoren vergrößert, um daraus auch MGs zur Selbstverteidigung einsetzen zu können, Staubabscheider für die Triebwerke entwickelt und eine zusätzliche interne und externe Panzerung des Cockpits bei einigen Versionen eingebracht. Zusätzlich konnte ein 7,62-mm-PKT-MG in der Nase und zwei oder vier weitere auf den Außenlaststationen installiert werden. Bei einigen Maschinen wurden auch 12,7-mm-MG oder der automatische 30-mm- GW AGS-17 in der Seiten- oder Hecktür verbaut. Zusätzlich konnten an den Außenlaststationen auch 23-mm-Kanonenpods UPK-23-250, Bomben, Raketen und weitere Bewaffnung mitgeführt werden. Zur Abwehr von schultergestützten Luftabwehrraketen konnten ab 1984 auch Abluftmischer an den Triebwerken und anstelle des einzelnen Chaff/Flare-Werfers unter dem Heckausleger sechs Stück an den Rumpfseiten in der Nähe der Treibwerksauslässe installiert werden. Auch ein aktiver optoelektronischer Infrarot-Störsender L-166V-11E wurde an den Seiten hinter dem Hauptrotor eingebaut. Dazu kamen diverse weitere Änderungen zur Verbesserung der Überlebensfähigkeit und der Zuverlässigkeit und Wartbarkeit. Ab 1986 wurden dann in Kasan nur noch Versionen der neuen Mi-8 Generation gefertigt, wobei ab 1983 auch zivile Maschinen produziert wurden. Die Bezeichnung Mi-17 gilt für die Exportvariante der Mi-8MT, die erstmals 1981 auf der Pariser Luftfahrtschau gezeigt wurde. Diese Bezeichnung wurde nur für unbewaffnete Exportvarianten gewählt.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mil_Mi-17 (abgerufen am: 18. Dez. 2011 12:32)

Führungshubschrauber Mi-9

1977 wurden die ersten Mi-9 (Ми-8ИВ) in Dienst gestellt. Anfang der 1970er-Jahre hatten die sowjetischen Streitkräfte in eigener Verantwortung die ersten Mi-8WKP (Ми-8ВКП) als Führungshubschrauber ausgerüstet. Siewurden auch als Luftfüh-rungspunkte (Ми-8ВзПУ) bezeichnet. Die Mi-9 waren als Führungshubschrauber für die Kommandeure der Panzer- und Mot-Schützendivisionen vorgesehen. Die modernisierte Version des Mi-8, der Mi-8MT (Ми-8МТ) diente 1987 als Basis für die neue Version der Führungshubschrauber vom Typ Mi-19 (Ми-19) für die Kommandeure der Panzer- und Mot-Schützendivisionen, der Mi-19R (Ми-19Р) für die Kommandeure der Raketendivisionen. Die Mi-9 wurde auch in die NVA eingeführt.

Taktisch-technische Daten der Mi-9 (Version: Führungshubschrauber der NVA)

- Einsatzzeitraum: ab Mai 1984 im Bestand der Hubschrauberstaffeln
der Führung und Aufklärung des KHG-3 und -5
- Stückzahl: 8
- Anzahl am 30.09.1990: 8
- Startmasse: 11.000 kg
- Waffenzuladung: 0 kg
- Kraftstoffvorrat: 2.615 l
- Antrieb: 2 x GTW TW-2-117A
- Startleistung: 2 x 1104 kW (2 x 1500 PS)
- Vmax: 250 km/h (in Seehöhe)
- Überführungsreichweite: 480 km
- Aktionsradius: 200 km
- Besatzung: 3 – 6 Mann

Quelle: Kopenhagen, Wilfried: Die Luftstreitkräfte der NVA. 1. Auflage 2002. Copyright © by Motor-buch Verlag, Postfach 103743, 70032 Stuttgart. S. 152

Die 8 Hubschrauber waren als fliegende Kommandozentrale für Stäbe der Land-streitkräfte vorgesehen. Zu diesem Zweck verfügten sie neben üblichen Navigations- und Funkausrüstung über die Geräte R-111, R- 405, R-802 und R-886. Außerdem waren Vermittlungs- und Chiffriergeräte an Bord. Der Laderaum war in 3 Arbeitsräume aufgeteilt: eine Nachrichtenzentrale, ein Raum für die operative Gruppe mit Kartentisch und Übersichtstafeln und eine Gerätesektion mit Stromaggregat und Bodenantennen.
Quelle: http://www.nva-forum.de/nva-board/index ... topic=3444 (abgerufen am: 21. Dez. 2011 09:37)

Kampfhubschrauber Mi-24

Im Verlaufe des Jahres 1971 stellte die UdSSR den KHS Mi-24, Nato-Code: "Hind", in Dienst. Die Mi-24 war seit Mai 1968 auf der Basis der Hubschrauber Mi-8 und Mi-14 von Michael Mil mit dem Ziel entwickelt worden, den sowjetischen Streit-kräften einen modernen militärischen MHS zur Verfügung zu stellen. Am Ende der Entwicklung entstand mit der Mi-24 aber kein MHS, sondern der erste sowjetische und der zweite in der Welt entwickelte KHS. Der erste auf der Welt entwickelte reine und 1967 in Dienst gestellte KHS war der AH-1 "Cobra" (engl. attack helicopter) der US-Streitkräfte. Bis zu dessen Indienststellung waren in den Streitkräften der Welt nur bewaffnete THS vorhanden.

Bemerkung:
Der Hubschrauber Mi-14, NATO-Code: "Haze" ist ein in der UdSSR von Mil entwickelter und gefertig-ter, amphibientauglicher Hubschrauber zur U-Boot- und Minenabwehr. Der Mi-14 entstand auf Basis der Mi-8 und besitzt daher die gleichen Außenabmessungen.

Die Mi-24 war bei ihrem Erscheinen einer der robustesten und waffenstärksten Kampfhubschrauber in der Welt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kampfhubschraubern kann die Mi-24 außer reinen Kampf- auch Transport- und Sanitätsaufgaben erfüllen. Sie ist in der Lage außer der zweiköpfigen Besatzung acht vollausgerüstete Soldaten oder zwei Verwundete auf Tragen zu transportieren. Alternativ können in der Kabine auch ein Kampfsatz Munition und ein bis zwei Hubschrauberwarte untergebracht werden, die das Aufmunitionieren im Gelände ermöglichen. Auf Grund seiner zwei starken Gasturbinentriebwerke und seiner schlanken Rumpfform ist die Mi-24 sehr beweglich und mit einer Höchstgeschwindigkeit in 1.000 m Höhe von ca. 330 km/h relativ schnell.

Der Rumpf der Mi-24 ist gepanzert und in Ganzmetall-Schalenbauweise hergestellt. Die Frontscheiben der Kanzeln sind bis zu 23 mm beschußfest. Zur weiteren Sicherung der Besatzung sind seitlich Panzerplatten eingebracht. Unter dem Kabinenboden befinden sich beschußfeste Treibstofftanks. Die beiden Besatzungsmitglieder sitzen auf Panzersitzen, die mit einem Aufprallschutz versehen sind. Die Kabine(n) und der Laderaum der Mi-24 sind hermetisierbar. Die Mi-24 war der erste sowjetische Hubschrauber der mit einem einziehbaren Fahrwerk ausgerüstet war.

Die vielfältig möglichen Bewaffnungsvarianten der M-24 ermöglichen eine effektive Bekämpfung von lebenden Kräften außerhalb von Deckungen, von gepanzerten Fahrzeugen aller Art, von Feuerstellungen und von Feldbefestigungen sowie von gegnerischen Hubschraubern.

Auf Grund des noch nicht fertiggestellten Waffenkomplexes "Штурм" wurde der Entschluß gefaßt, die ersten in Serie produzierten Hubschrauber mit der Bezeichnung Mi-24A noch mit dem Waffenkomplex K-4B des Hubschraubers Mi-4 auszurüsten, der u. a. aus vier handgelenkten PALR 9M17M "Falanga M", der im Bug installierten MG-Lafette "НУВ-1" mit dem MG A-12,7 mit 900 Patronen, den Blöcken "UB-32A" ("УБ-32А") mit ungelenkten Luft-Boden-Raken "С-5" oder frei fallenden Bomben bestand. Der Heckrotor befand sich bei den ersten Maschinen dieser Version noch, in Flugrichtung gesehen, auf der rechten Seite. Von der MiG-24A wurden von 1971 bis 1973 250 Maschinen produziert. Mit diesen Maschinen wurden die Selbstst. Hubschrauberregimenter der Allgemeinen Armeen und der Luftsturmbrigaden ausgestattet.
Quelle: http://ru.wikipedia.org/wiki/ Ми-24 (abgerufen am 28. Dez. 2011 11:10)

Die Mi-24A wurde zur Mi-24B (Ми-24Б) weiterentwickelt, die mit der neuen bewegli-chen MG-Lafette "УСПУ-24" mit dem vierläufigen MG "ЯкБ-12,7" (4500 Schuß/min) und dem Panzerabwehrlenkraketenkomplex (PALRK) 2K8P "Falanga P" (russ. 2К8П "Фаланга-П") ausgerüstet wurde. Der modernisierte PALRK verfügte über das halbautomatische Lenksystem "Raduga F ("Радуга-Ф") mit einem kreiselstabilisierten Visier, daß es dem Hubschrauber ermöglichte nach dem Start der PALR bis zu 60° abzudrehen. Die Variante Mi-24B wurde nicht serienmäßig produziert, sondern nur zur Waffenerprobung genutzt.

Die nächste Version der Mi-24, die in die Bewaffnung der sowjetischen Streitkräfte aufgenommen wurde, war die MI-24D (Ми-24Д), von der zwischen 1973 und 1977 ca. 600 Maschinen produziert wurden. Diese Version war rein äußerlich durch die neue Kabine in Tandemform zu erkennen. Die Bewaffnung war die gleiche wie die der Mi-24B (Ми-24Б). Es wurde jedoch die modernisierte PALR 9M17PW "Falanga PW" (9М17ПВ "Фаланга-ПВ") verwendet. Dieser Hubschraubertyp wurde auch von der NVA genutzt.

Taktisch-technische Daten der Mi-24D (Version: Kampfhubschrauber der NVA)

- Einsatzzeitraum in der NVA: ab Aug. 1978
- Stückzahl: 42
- Anzahl am 30.09.1990: 39
- Startmasse: 11.200 kg
- Masse Außenlast: 2.000 kg
- Waffenzuladung: 2.400 kg
- Antrieb: 2 x GTW TW-3-117 III. Serie
- Startleistung: 2 x 1545 kW (2 x 2.101 PS)
- Kraftstoffvorrat: 2.130 l + 2 Zusatzbehälter
von je 850 l im Laderaum
- Vmax: 330 km/h in 1.000 m Höhe
300 km/h in Seehöhe (Mi-8TB nur 245 km/h)
- Marschgeschwindigkeit: 260 km/h
- Überführungsreichweite: 750 km
- Aktionsradius: 250 km
- Dienstgipfelhöhe: 4.500 m
- Steigzeit: 1.000 m in 1,8 min
- Steiggeschwindigkeit: 12,5 – 9,6 m/s (die Mi-8TB nur 4,5 m/s)
- Besatzung: 2 – 3 Mann
- Bewaffnung:

> 1 vierläufiges 12,7-mm-MG vom Typ "ЯкБ-12,7" (4500 Schuß/min)
mit einem Kampfsatz von 1.470 Patronen
> 4 PALR 9M17PW "Falanga PW"
> 4 Blöcke UB-32 A (je 32 ungelenkte Luft-Boden-Raketen S-5 (57-mm) oder
> 4 freifallenden Bomben je 250 kg oder
> 2 freifallenden Bomben 500 kg oder
> Kombinationen
> auch Brandbehälter

Quelle: Kopenhagen, Wilfried: Die Luftstreitkräfte der NVA. 1. Auflage 2002. Copyright © by Motor-buch Verlag, Postfach 103743, 70032 Stuttgart. S. 153

1976 wurde die weiter verbesserte Mi-24W (russ. M-24B) in die Bewaffnung der sowjetischen Streitkräfte aufgenommen und von 1976 bis 1986 in einer Großserie von ca. 1.000 Stück produziert. Sie war mit der beweglichen MG-Lafette "УСПУ-24" mit dem vierläufigen MG "ЯкБ-12,7" (4500 Schuß/min) und dem neuen PALRK 9K114 "Schturm" mit der Lenkeinrichtung "Raduga-Sch" ("Радуга-Ш") bewaffnet. Die PALR verfügte über ein halbautomatisches Lenkverfahren mit störgeschützter Funkkommando-Übertragung. Sie hatte eine Reichweite von 400 bis 5.000 m. Dieser PALRK diente zur Bekämpfung gepanzerter und ungepanzerter Erdziele (Panzer, SPW, SFL und Schützenpanzer, Startrampen, Bunker und Feuernester), niedrig- und langsam fliegende Luftziele sowie lebende Kräfte. Für den Einsatz gegen lebende Kräfte war die Rakete 9M114F mit Splittersprengkopf vorhanden. In der Mitte der 1980er-Jahre wurde die Mi-24W mit 8 und 16 Aufhängungen für PALR ausgerüstet. Außerdem wurden folgende Blöcke für ungelenkte Luft-Boden-Raketen eingeführt:

- Blöcke "Б8В20-А" mit ungelenkten Luft-Boden-Raketen "С-8" (Kaliber 80 mm),
- Blöcke "Б13Л1" mit ungelenkten Luft-Boden-Raketen "С-13" (Kaliber 122 mm) und
- Blöcke "АПУ-68УМ3" mit schweren ungelenkten Luft-Boden-Raketen "С-24Б" (Kaliber 240 mm). Die Rakete "С-24Б" hatte eine Reichweite von 2.000 m. Der Splitter-Spreng-Gefechtskopf bestand aus 4.000 Splittern mit einem Vernich-tungsradius von 300 – 400 m.

Eine weitere Version der Mi-24 war die auch in der NVA eingesetzte Mi-24P (Ми-24П) mit einer 30-mm-Zwillings-Maschinenkanone GSch-30-2 (ГШ-30-2), die starr an der Steuerbordseite installiert war. Der Kampfsatz für Zwillingskanone betrug 250 Granaten. Die M-24P wurde von 1981 bis 1989 produziert. Bei dieser Version war das 12,7-mm-Vierlings-MG im Bug demontiert.

Taktisch-technische Daten der Mi-24P (Version: Kampfhubschrauber der NVA)

- Einsatzzeitraum in der NVA: ab Dez. 1989
- Stückzahl: 12
- Anzahl am 30.09.1990: 12
- Startmasse: 11.200 kg
- Masse Außenlast: 2.400 kg
- Waffenzuladung: 2.400 kg
- Antrieb: 2 x GTW TW-3-117 III. Serie
- Startleistung: 2 x 1545 kW (2 x 2.101 PS)
- Kraftstoffvorrat: 2.130 l + 2 Zusatzbehälter von je 425 l
- Vmax: 330 km/h in 1.000 m Höhe
300 km/h in Seehöhe (Mi-8TB nur 245 km/h)
- Marschgeschwindigkeit: 260 km/h
- Überführungsreichweite: 1.200 km
- Aktionsradius: 300 – 350 km
- Dienstgipfelhöhe: 4.500 m
- Steigzeit: 1.000 m in 2 min
- Steiggeschwindigkeit: 12 – 9 m/s (die Mi-8TB nur 4,5 m/s)
- Besatzung: 2 – 3 Mann
- Bewaffnung:

> 1 30-mmZwillingskanone mit einem Kampfsatz von 250 0der 126 Patronen
> 4 PALR 9M114 "Schturm"
> 4 Blöcke mit ungelenkte Luft-Boden-Raketen je 32 S-5 (57-mm) oder
je 20 S-8 (80 mm)
> freifallende Bomben oder
> Container mit 3 Vierlings-MG (1 x 12,7-mm, 2 x 7,62-mm)
> Kombinationen
> auch Brandbehälter

Die Mi-24P verfügte auch über ein Warngerät mit Anzeige, von wo und womit der Hubschrauber aufgefaßt wurde. Außerdem verfügte die MI-24P am Ende des Heck-auslegers auf jeder Seite in Dreifachreihe angeordnete Düppelwerfer vom Typ ASO-2V, bei der Mi-24D nur Doppelreihen. Desweiteren war für den Selbstschutz ein Infrarot-Störstrahler vom Typ L-166 vorhanden.
Quelle: Kopenhagen, Wilfried: Die Luftstreitkräfte der NVA. 1. Auflage 2002. Copyright © by Motor-buch Verlag, Postfach 103743, 70032 Stuttgart. S. 154

Es gab noch weitere Versionen von der Mi-24, deren Darstellung aber den Rahmen dieses Beitrages sprengen würde.

Schwerer Transporthubschrauber Mi-26

1985 stellte die UdSSR den schweren Transporthubschrauber Mi-26, Nato-Code: "Halo", in Dienst. Der Mi-26 wurde ab Anfang der 1970er Jahre als Ersatz für den älteren Mi-6 entwickelt und ab 1985 eingeführt. Insgesamt sollen bisher 276 Stück produziert worden sein. Ab 1985 wurde der Hubschrauber mit 60 Exemplaren bei den sowjetischen Luftstreitkräften eingeführt. Die Einführung in die WGT war geplant, aber nicht mehr realisiert.

Taktisch-technische Daten der Mi-26

- max. Startmasse: 56.000 kg
- max. Nutzlast: 20.000 kg
- Kraftstoffvorrat: 12.000 l
- Vmax: 295 km/h
- Einsatzreichweite: 800 km
- Besatzung: 5 Mann

"Bei der militärischen Variante der Mi-26 können zusätzlich Panzerplatten an der Unterseite, dem Achterschott und den Cockpitseiten angebracht werden, um die Besatzung vor Flugabwehrfeuer vom Boden zu schützen. Vier der acht Treibstofftanks und die Turbinen sind bei dieser Variante ebenfalls durch eine leichte Panzerung geschützt.

Der Laderaum ist über Heckklappen und eine Laderampe zugänglich. Um das Beladen unterstützen zu können, verfügt der Hubschrauber über zwei elektrische LG-1500-Winden, die Lasten bis zu fünf Tonnen in den Laderaum ziehen können.
Der Frachtraum der Mi-26 ist größer als der des viermotorigen Frachtflugzeuges An-tonow An-12 und kann 60 Patienten auf Tragen plus Pfleger oder zwei Luftlande-Kampffahrzeuge BMD aufnehmen. In der Version TM beträgt die Nutzlast 22.000 kg, alternativ können unterhalb des Rumpfes sperrige Lasten mit bis zu 20.000 kg an Drahtseilen getragen werden.

Die Passagierversion bietet Sitzplätze für 82 Passagiere oder kann 68 voll ausgerüstete Fallschirmjäger transportieren. Um den taktischen und fliegerischen Wert des Hubschraubers zu steigern, wurde er mit einem Autopiloten, einer automatischen SchwebeflugStabilisierungsanlage und neuester Avionik für den Nachtflug ausgestattet.

2002 wurde eine angemietete Mi-26 eingesetzt, um zwei notgelandete MH-47-Hubschrauber des US-Militärs aus den afghanischen Bergen zu transportieren. Eine MH-47 wurde dabei 400 km weit transportiert. Die Operation dauerte fünf Stunden und erforderte zwei Tankstopps."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mil_Mi-26 (abgerufen am: 18. Dez. 2011 11:56)

Zum Abschluß des Beitrages einige Links für Hubschraubertypen der NATO:

- Leichter Mehrzweckhubschrauber der USA – Bell H-13 "Sioux"
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Bell_H-13_Sioux#Military (abgerufen am: 06. Jan. 2012 17:44
- Leichter französischer Mehrzweckhubschrauber Aérospatiale SE.3130
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Alouette_II (abgerufen am 07. Dez. 2012 14:37)
- Transporthubschrauber der USA – Sikorsky S-55 / H-19 "Chickasaw"
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sikorsky_S-55 (abgerufen am 07. Jan. 2012)
- Leichter Mehrzweckhubschrauber der USA – Bell UH-1 "Iroquois"
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bell_UH-1 (abgerufen am 07. Jan. 2012 16:36)
http://www.rakkasans.de/index.php?optio ... 62&lang=de (abgerufen am 07. Jan. 2012)
- Transporthubschrauber der USA – Boeing CH-47 "Chinook"
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Boeing-Vertol_CH-47 (abgerufen am 12. Jan. 2012 17:13)
- Mittelschwerer Transporthubschrauber der USA CH-53G
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sikorsky_S-65 (abgerufen am 12. Jan. 2012 17:20)
- Mittelschwerer Transporthubschrauber Sikorsky UH-60
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sikorsky_UH-60 (abgerufen am 12. Jan. 2012)
- Leichter Aufklärungs- und Kampfhubschrauber der USA – Hughes OH-6 "Cayuse"
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hughes_OH-6 (abgerufen am 12. Jan. 2012 17:17)
- Leichter Aufklärungs- und Kampfhubschrauber der USA – Bell OH-58 Kiowa
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bell_OH-58 (abgerufen am 12. Jan. 2012 17:15)
- Kampfhubschrauber der USA – Bell AH-1 "Cobra"
http://www.rakkasans.de/index.php?optio ... 64&lang=de (abgerufen am 07. Jan. 2012 17:29)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bell_AH-1 (abgerufen am 07. Jan. 2012 17:39)
- Kampfhubschrauber der USA – Hughes AH-64 Apache
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hughes_AH-64 (abgerufen am 12. Jan. 2012 14:47)
- Panzerabwehrhubschrauber PAH-1
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/ Bölkow_Bo_105 (abgerufen am 12. Jan. 2012 14:45)

12. Flugplätze und Hubschrauberlandeplätze im Bereich der 8. Garde-Armee

Nachfolgend einige ausgewählte Flugplätze im Bereich der 8. Garde-Armee, die nur zeitweise von Hubschrauberkräften genutzt wurden:
Quelle: Freund, L.; Büttner, St., Rote Plätze – Russische Militärflugplätze in Deutschland 1945 – 1994. © 2007 by AeroLit Verlag. S. 180 ff

Reserveflugplatz Ohrdruf
Dieser Flugplatz verfügte 1945 über ein Start- und Landebahn 1.000 x 250 m mit Grasnarbe, 1965 betrug der Landestreifen 2.800 x 300 m mit Grasnarbe. Dieser Flugplatz wurde bis 1945 von der Luftwaffe genutzt. Nach der Besetzung durch die US-Truppen wurde der Flugplatz durch 832nd Engineer Aviation Battalion (832nd EAB) hergerichtet und durch die US-Streitkräfte vom 12. bis 30. April 1945 für Trans-portflüge im Rahmen der Abschöpfung deutscher Hochtechnologien im Raum Ohrdruf und Arnstadt genutzt. Die sowjetischen Streitkräfte nutzten diesen Flugplatz als Feldflugplatz und später als Reserveflugplatz. Der Flugplatz hatte keine Belegung. Er wurde aber seit Ende der 1970er Jahre häufig durch Hubschrauberkräfte der 8. Gardearmee genutzt.
Quelle: Freund, L.; Büttner, St., Rote Plätze – Russische Militärflugplätze in Deutschland 1945 – 1994. © 2007 by AeroLit Verlag. 1. Auflage. S. 183

Hubschrauberlandepunkt Arnstadt-Rudisleben
In Arnstadt-Rudisleben waren 1960 bis 1968 eine Abteilung unbemannter Flugkörper der sowjetischen Luftstreitkräfte vom Typ FKR-1, Nato-Code: SSC-2A "SALISH" und als Nachfolger FKR-2, Nato-Code: SSC-1A "SHADDOCK" stationiert.

Nach Abzug der sowjetischen Luftstreitkräfte aus Arnstadt wurde in der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre in Rudisleben eine Raketenbrigade stationiert.

Außerdem befand sich innerhalb des Objektes ein Hubschrauberlandepunkt (HLP 904).

Flugplatz Blankenhain
Der Flugplatz verfügte über eine Start- und Landebahn 3.000 m x 300 m Grasnarbe. Ab Ende der 1960er-Jahre wurde die Start- und Landebahn zeitweilig mit PSP-Platten (Lochplatten) befestigt.

Seit 1965 führten Truppenteile und Einheiten der sowjetischen Streitkräfte hier Fall-schirmsprungausbildung durch, darunter auch die der 8. Gardearmee unterstellte und in Nohra stationierte 794. Selbstst. Kompanie Spez. Best. (794 отд рота специального назначения – 794 орСпН).

Flugplatz Eisenach-Kindel
Flugplatzneubau in Randlage zum sowjetischen Tr.Üb.Pl. Kindel als Reserveflugplatz für sowjetische Frontfliegerkräfte. In den 1970er-Jahren kurzzeitige militärische Nutzung.

Reserveflugplatz Zimmern (7,5 km östl. Apolda)
Der Flugplatz verfügte über eine 2.900 m lange und 300 breite Start- und Landebahn mit Grasnarbe. Es war ein sogenannter "Schläferflugplatz".

Ausgewählte Hubschrauberlandepunkte im Bereich der 8. Gardearmee:
Quelle: Freund, L.; Büttner, St., Rote Plätze – Russische Militärflugplätze in Deutschland 1945 – 1994. © 2007 by AeroLit Verlag. S. 204 ff

- Nr. 447 Garnison Bad Langensalza
- Nr. 872 Tr.Üb.Pl. Eisenach
- Nr. 903 St.Üb.Pl. Gotha
- Nr. 904 Garnison Arnstadt
- Nr. 928 Tr.Üb.Pl. Ohrdruf, etwa 3 km südl. Mühlberg
- Nr. 942 Garnison Ohrdruf, Südwestrand der Garnison
- Nr. 974 Kranichfeld, etwa 2 km nördl. Kranichfeld
- Nr. 983 Crawinkel, etwa 3 km südl. Ohrdruf

Es gab auch noch ausgewiesen Hubschrauberlandeplätze ohne Nummern, z. B. der HLP auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf – Beobachtungsstelle Höhe 433,3.

Anlage: Die Ausstattung der 7th U.S. Army mit Hubschraubern im Jahr 1979
Quelle: Die nachfolgenden Angaben wurden der Webseite www.usarmygermany.com entnommen.

Der in der BRD stationierten 7th U.S. Army war direkt die 11th Combat Aviation Group (11. Heeresfliegergruppe) in folgendem Bestand unterstellt:

- Headquarters Company (HQ Co), 11th CAG in Schwäbisch Hall mit 5 x UH-1H und 5 x OH-58A,
- 71st Aviation Company (71st Avn Co) in Wertheim mit 23 x UH-1H,
- 73rd Military Intelligence Company (73rd MI Co) in Echterdingen mit 16 OV-1D,
- 180th Aviation Company (180th Avn Co) in Schwäbisch Hall mit 20x CH-47C; 1 UH-1H
- 207th Aviation Company (207th Avn Co) in Heidelberg mit 8 UH-1H; 8 C-12A/C; 2 U-21A

Bemerkung:
> Der Bell OH-58 "Kiowa" ist ein leichter Aufklärungs- und Kampfhubschrauber der U.S. Army.
> Die Grumman OV-1 "Mohawk" ist ein 2-sitziges Beobachtungs- und Aufklärungsflugzeug der U.S. Army.
> Die Beech C-12 "Huron" ist eine leichtes Verbindungs- u. Transportflugzeug der U.S. Army, das bis zu 13 Passagiere befördern kann.
> Die Beechcraft Ute U-21A ist ein zweimotoriges Turboprop-Flugzeug der U.S. Army, das bis zu 8 Passagiere befördern kann.

Dem zur 7th U.S. Army gehörenden V. Corps war folgende Heeresfliegereinheiten direkt unterstellt:

- das 11th Avn Bn (11. Heeresfliegerbataillon) mit:
> HQ Co, 11th Avn Bn in Frankfurt,
> 62nd Avn Co in Frankfurt mit 16 x UH-1H; 19 x OH-58A und
> 173rd Avn Co in Hanau mit 23 x UH-1H und

- die 205th Avn Co (Assault Support) in Mainz mit 20 x CH-47C und 1 x UH-1H

Den zum V. Corps gehörenden Divisionen und Panzeraufklärungsregiment waren folgende Heeresfliegerbataillone und -kompanien unterstellt:

- der 3rd Armd Div (3. PD) das 503rd Avn Bn in Hanau mit

> HQ Co, 503rd Avn Bn in Hanau
> A Company (Cbt Spt) in Hanau mit 16 x UH-1H und 25 x OH-58A
> B Company (Atk) in Büdingen mit 3 x UH-1H; 13 x OH-58A und 21 x AH-1S
> C Company (Atk) in Hanau mit 3 x UH-1H; 13 x OH-58A und 21 x AH-1S
> D Company (Maint) in Hanau mit 1 x UH-1H

- der 8th Inf Div (Mech) (8. Mech. ID) das 8th Avn Bn in Bad Kreuznach mit

> HQ Co, 8th Avn Bn in Bad Kreuznach
> A Company (Cbt Spt) in Bad Kreuznach mit 16 UH-1H und 25 x OH-58A
> B Company (Atk) in Mainz mit 3 x UH-1H; 13 x OH-58A und 21 x AH-1S
> C Company (Atk) in Mainz mit 3 x UH-1H; 13 x OH-58A und 21 x AH-1S
> D Company (Maint) in Mainz mit 1 UH-1H

- dem 11th ACR (11. PzAufklRgt)
> der Support Troop in Fulda mit 13 x UH-1H und 16 x OH-58A
> der Air Troop in Fulda mit 3 x UH-1H, 13 x OH-58A und 21 x AH-1S

Dem zur 7th U.S. Army gehörenden VII. Corps war folgende Heeresfliegereinheiten direkt unterstellt:

- das 223rd Avn Bn (223. Heeresfliegerbataillon) mit:
> HQ Co, 223rd Avn Bn in Stuttgart,
> 25th Avn Co in Stuttgart-Nellingen mit 16 x UH-1H; 19 x OH-58A und
> 48th Avn Co in Stuttgart-Echterdingen mit 23 x UH-1H und

- die 295th Avn Co (Assault Support) in Sandhofen mit 18 x CH-47C und 1 x UH-1H

Den zum VII. Corps gehörenden Divisionen und Panzeraufklärungsregiment waren folgende Heeresfliegerbataillone und -kompanien unterstellt:

- der 1st Armd Div (1. PD) das 501st Avn Bn in Ansbach-Katterbach mit

> HQ Co, 501st Avn Bn in Ansbach-Katterbach
> A Company (Cbt Spt) in Ansbach-Katterbach mit 16 x UH-1H und 25 x OH-58A
> B Company (Atk) in Ansbach-Katterbach mit 3 x UH-1H; 13 x OH-58A und 21 x AH-1S
> C Company (Atk) in Illesheim-Storck Bks mit 3 x UH-1H; 13 x OH-58A und 21 x AH-1S
> D Company (Maint) in Ansbach-Katterbach mit 1 x UH-1H

- der 3rd Inf Div (Mech) (3. Mech. ID) das 3rd Avn Bn in Kitzingen mit

> HQ Co, 3rd Avn Bn in Kitzingen
> A Company (Cbt Spt) in Kitzingen-Harvey Bks mit 16 x UH-1H und 25 x OH-58A
> B Company (Atk) in Giebelstadt mit 3 x UH-1H; 13 x OH-58A und 21 x AH-1S
> C Company (Atk) in Schweinfurt-Conn Bks mit 3 x UH-1H; 13 x OH-58A und 21 x AH-1S
> D Company (Maint) in Kitzingen mit 1 x UH-1H

- der in der BRD zur 1st Inf Div (Mech) (1. Mech. ID) vorwärtsbasierten 3rd Brigade waren in Göppingen-Cooke Bks 4 x OH-58A unterstellt.

- dem 2nd ACR (2. PzAufklRgt)
> der Support Troop in Nürnberg-Feucht AAF mit 13 x UH-1H und 16 x OH-58A
> der Air Troop in Nürnberg-Feucht AAF mit 3 x UH-1H, 13 x OH-58A und 21 x AH-1S

Weitere Hubschraubereinheiten waren u.a. folgenden Truppen und Einrichtun-gen der U.S. Army in Europa unterstellt:

- dem 21st Support Command (Anm.d.Verf. – Logistikorganisation der US-Truppen in Europa) in Kaiserslautern
- der Berlin Brigade in Tempelhof
- dem 32nd Army Air Defense Command (32nd AADCOM) in Darmstadt und
- dem 7th Medical Command.

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