Das dunkelste Kapitel der Geschichte dieses Geländes zwischen Ohrdruf, Crawinkel und Arnstadt begann, als es seit Herbst 1944 zu einem Außenkommando des Konzentrationslagers Buchenwald ausgebaut wurde, genannt S III. Obwohl zu dieser Zeit der Zweite Weltkrieg für die Deutschen bereits so gut wie verloren war, sollte im "Schutz- und Trutzgau Thüringen" ein Rückzugsgebiet für die nationalsozialistischen Machthaber entstehen, ein "Führerhauptquartier" und ein Zentrum der Kriegsproduktion. Dazu wurden im Jonastal unterirdische Anlagen gebaut. Tausende von Häftlingen aus den verschiedensten Konzentrationslagern mussten dafür Ihr Leben lassen. In der TLZ erschien am 29. September 2003 folgender Artikel: Auszug: "...Mit ihrer Schrift über das so genannte "Sondervorhaben" der Nazis im Jonastal wollte die Historikerin aus Gotha den Häftlingen, die in den letzten Kriegsmonaten bei Ohrdruf schufteten und starben, ein Denkmal setzen. Bis dato gebe es zum Jonastal nur Sensationshascherei und Vermutungen, sagt die Autorin. Sie verweist auf Schatzsucher, die seit der Wende in den Stollen buddeln, und die Spekulationen, die sich um "S III" ranken. Angeblich sollen dort Schweres Wasser und Giftgas produziert worden sein. Andere sprechen gar davon, dass am 4. März 1945 im Jonastal eine Interkontinentalrakete mit Nuklearsprengkopf abgefeuert worden sei. Alles Spekulationen. Tatsache: Im Herbst 1944, als der Krieg so gut wie verloren war, begannen die Nazis im Jonastal mit dem Bau eines unterirdischen Zentrums der Kriegsproduktion und einem "Führerhauptquartier". Im Außenkommando das Konzentrationslagers Buchenwald mussten Häftlinge arbeiten, Tausende kamen um ... Ihr Interesse gilt dem Schicksal der Gefangenen. Seit den 60er Jahren forscht sie zur Geschichte des Jonastals. Jetzt entstand eine 80-seitige Broschüre, in der Helga Raschke ein Bild vom Leben und Leiden der Häftlinge zeichnet."

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