Vorbereitung des 81. Jahrestages der Befreiung von S III
Das Projekt „Dein Historylab für neue Perspektiven“ richtet sich an junge engagierte Menschen, die sich für die Geschichte der NS-Zeit, besonders an S III, interessieren und eigene Ideen für Erinnerungsarbeit entwickeln möchten. Diese Runde richtet sich nicht nur an Jugendliche aus Thüringen. Gemeinsam überlegen die jungen Leute, wie sie das Gedenken an das Konzentrationslager S III in Ohrdruf, anlässlich des 81. Jahrestages gestalten können. Um einen weiteren Einblick in diese Geschichte zu erhalten, begaben sie sich am 07.Februar 2026 an den Ort des Geschehens und besuchten auf dem Truppenübungsplatz das Nordlager und die Massengräber. Für den Jonastalverein arbeitet Letizia Kendzia an diesem Projekt mit. Neben Vertretern der Stiftung Buchenwald und dem Arolsen Archiv nahm neben Letizia auch Georg Ribienski vom Jonastalverein an dem Treffen teil. Nach dem Besuch trafen sich die jungen Leute im Ohrdrufer Schloss, um weiter an ihrer Konzeption zu arbeiten. Die Gedenkaktivitäten in Ohrdruf sollen am 28.03.2026 stattfinden. Dafür werden mit Unterstützung der Stiftung Buchenwald und dem Arolsen Archiv verschiedene Formate, wie z.Bsp. Workshops vorbereitet. Ein genaues Konzept liegt noch nicht vor, es wird noch daran gearbeitet.
Am 04.02.2026 wurde im Gelände der ehemaligen MUNA Crawinkel im Rahmen der Fortführung und Erweiterung des Projektes „Pfad des Gedenkens“ ein weiterer Ort der Erinnerung eingeweiht. In einer von den Jugendlichen gestalteten Veranstaltung, wurde erneut an die Geschehnisse und das Leid der ehemaligen Häftlinge von S III erinnert. Verantwortlich für das Projekt ist die AG „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“, sowie die die Schulgemeinschaft des Gymnasiums Gleichensee unter der Leitung von Frau Saskia Benger-Neumann. An der Veranstaltung nahmen unter anderem auch Holger Obbarius von der Stiftung Buchenwald und Onno Eckert, Landrat des Landkreises Gotha teil. Der Jonastalverein unterstützt die Bemühungen der jungen Leute, den Pfad auf die Standorte Espenfeld und das Jonastal auszuweiten. Absprachen dazu gab es auch bei dieser Veranstaltung zwischen Saskia Benger-Neumann und Georg Ribienski vom Jonastalverein.
Am 03.Februar 2026 wurde unser Vorsitzender Uwe Pfotenhauer mit dem Ehrenbrief des Freistaates Thüringen durch den Ministerpräsidenten des Landes Thüringen ausgezeichnet. Auf Vorschlag der Landrätin Petra Enders wurde damit sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement für den Jonastalverein gewürdigt. Die Auszeichnung nahm Petra Enders im Auftrag des Ministerpräsidenten persönlich vor. Mitglieder des Vorstandes nahmen an der Veranstaltung teil.
Erneut haben hirnlose Idioten Informationstafeln des Vereins angegriffen. In der Zeit vom 28.12.2025 bis 01.01.2026 besprühten, vermutlich rechtsradikale, Schmierfinken eine Tafel des Jonastalvereins mit einem Hakenkreuz und der Aufschrift Heil Hitler. Der Jonastalverein hat dies wie immer zur Anzeige gebracht und die Polizei hat vor Ort Spuren gesichert. Diesen Vandalismus und die Verbreitung verfassungsfeindlicher Symbole verurteilen wir scharf. Wir werden uns davon nicht beeindrucken lassen und weiterhin für eine offene, tolerante und demokratische Gesellschaft eintreten. Gemäß unserer Satzung lehnen wir jede Form von Extremismus ab.
Der 81. Jahrestag der Befreiung ist bereits in Vorbereitung. Nach der sehr intensiven und eindrucksvollen Gestaltung dieses Tages im Jahr 2025, sollen die Erfahrungen genutzt und der 81. Tag der Befreiung von S III geplant werden. Daran sollen erneut besonders junge Menschen ihren Anteil haben, um das Vermächtnis in die neuen Generationen zu transformieren. Zu diesem Zweck trafen sich junge Leute vom 21. Bis 23. November in Weimar im Rahmen des Projektes „Historylab“.
Das Historylab richtet sich an engagierte junge Menschen, die sich für die Geschichte der NS-Zeit interessieren und eigene Ideen für die Erinnerungsarbeit entwickeln möchten. Diese Runde richtet sich speziell an Jugendliche aus Thüringen. Gemeinsam wollen sie überlegen, wie wir das Gedenken an das KZ Ohrdruf zum 81. Jahrestag der Befreiung gestalten können. Welche Formen von Gedenken sprechen Sie an? Welche Formate finden Sie spannend? Warum ist Erinnern für Sie wichtig? Und was braucht es, damit aus einer Idee ein starkes gemeinsames Projekt wird?
Auch ein engagiertes Mitglied unseres Vereins nahm an dieser Veranstaltung teil. Letizia Kendzia ist Mitglied des Vorstandes und gerade einmal 18 Jahre alt. Sie nahm zum ersten Mal an einer solchen Veranstaltung teil und vertrat unseren Verein würdig. Die Ergebnisse der Veranstaltung sollen nun in die Vorbereitung des 81. Jahrestages einfließen. Wir begrüßen das Engagement junger Leute außerordentlich.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) in Berlin.
Heute nahmen die Mitglieder des Vereins Abschied von Norbert. Im Kreise seiner Familie und Freunde wurde Norbert auf dem Hauptfriedhof in Erfurt beigesetzt. Norbert hat viele Jahre ehrenamtlich Aufgaben im Verein und im Vorstand übernommen. Seine zuverlässige, akribische und engagierte Arbeit hat den Verein stehts vorangebracht. Er wird uns fehlen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren!
Im September besuchte uns erneut eine polnische Reisegruppe unter Leitung von Grzegorz Sanik. Der Film über S III, den Grzegorz hier mit Unterstützung des Vereins gedreht hat, scheint eine gute Werbewirkung zu haben.
Lea Jasmin Armster verlässt nach einem Jahr den Jonastalverein. Doch bevor die junge Frau geht und weitere Praktika für eine angestrebte Ausbildung absolvieren wird, möchte sie für da s neue Heft des Jonastalvereins werben. Von Maik Ehrlich